Mathematik vs. Freundin

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Verzweiflung Zwang Peinlichkeit Manie Studentenleben Mainz

Ich (m/23) bin ein Freak. Derzeit studiere ich in Mainz Mathematik und kann behaupten, der Inbegriff des typischen Mathe-Studenten zu sein. Nein, ich ziehe keine Latzhosen an, aber wie jeder Mathematiker auch, sitze ich lange vor dem PC und denke gerne über zahlentheoretische Probleme nach. Trotz allem habe ich eine Freundin, ja sogar regelmäßig Sex. Welcher Mathe-Student kann das schon behaupten? Gerade diese zahlentheoretischen Probleme sind es aber, die mein Leben negativ beeinträchtigen. Neulich wollte ich es meiner Freundin besorgen, doch wegen dieser behämmerten Riemannschen Vermutung, bekam ich keinen hoch! Es hat schon irgendwas Eigenartiges. Da bist du mit deiner Freundin auf dem Bett, weißt du musst aktiv werden, nur leider hat der "Außenminister" was dagegen. Auch sonst habe ich im Alltag Probleme mit meiner Denksucht.

Letztens saß ich im Bus und dachte wieder vor mich hin. Dieses Mal ging es darum, ob es ungerade vollkommene Zahlen gäbe und wie Gott so wollte, verpennte ich es, an meiner Wunschhaltestelle auszusteigen. Ich würde ja gerne an mir was tun, doch so, wie ich bin, bin ich nun mal. So langsam ist meine Freundin genervt von mir und dem ganzen Nerd-Getue. Wenn ich nach Hause komme, habe ich eher Lust auf partielle Differenzialgleichungen, als auf ein oberflächliches Gespräch. Verstehen kann ich sie schon. Ich meine, sie hat sich in einen netten Studenten aus dem Seminar verliebt, der öfters mal einen Witz raushaut. Jetzt bin ich nur noch ein Möchtegern-Wissenschaftler. So wie Euler oder Pierre de Fermat werde ich nie sein können und wahrscheinlich werde ich noch kinderlos sterben. Ja, das ist das Leben eines Versagers.

Beichthaus.com Beichte #00035247 vom 12.03.2015 um 21:03:23 Uhr in 55127 Mainz (Wiesenstraße) (11 Kommentare).

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Das Leben könnte so schön sein!

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Faulheit Trägheit Zwang Verzweiflung Lemgo-Kirchheide

Ich (m/39) hocke die ganze Zeit nur vor dem Rechner, surfe sinnlos rum, oft auch immer wieder auf denselben Seiten. Ich könnte so schöne Dinge in meinem Leben tun, bin aber gelangweilt und von der Gesellschaft enttäuscht. Auch mein Job geht mir auf die Nerven, weil die Kollegen furchtbar sind. Eigentlich ist es cool, aber die sind alle so krass frustriert. Bitte vergebt mir meine Antriebslosigkeit!

Beichthaus.com Beichte #00035177 vom 02.03.2015 um 10:37:08 Uhr in Lemgo-Kirchheide (7 Kommentare).

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Lichtschalter und Kokain

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Zwang Drogen Peinlichkeit Neurosen

Ich (m/36) habe seit einigen Monaten ein Problem, in das ich mich immer mehr reingesteigert habe. Ich weiß nicht, wie es angefangen hat, aber ich muss jedes Mal, bevor ich mein Haus verlasse, alle Lichtschalter einige Male ein- und ausschalten. Dies, um sicherzugehen, […]
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Beichthaus.com Beichte #00035172 vom 01.03.2015 um 14:07:24 Uhr (17 Kommentare).

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Beschützende Umarmungen

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Zwang Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/22) habe einen, naja, sagen wir mal "merkwürdigen" Tick. Immer wenn ich mit meiner Freundin unterwegs bin, also Einkaufen, Spazieren, Wandern oder Ähnliches und wir, aus welchem Grund auch immer, stehen bleiben, überkommt mich das Verlangen, sie von hinten zu umarmen und nicht mehr loszulassen. Oft stehen wir dann schon mal mehrere Minuten vollkommen regungslos in der Öffentlichkeit und oft sehen uns manche Leute ziemlich komisch an, wenn wir so komplett ohne große Bewegungen verharren. Dies geschieht meist ohne Vorwarnung meinerseits und auch mich überrascht dieses Verlangen hin und wieder. Es ist einfach ein gewaltiger Beschützer-Instinkt, der mich jedes Mal überkommt, wenn ich meine Freundin sehe und sie vollkommen in Gedanken versunken ist. Teilweise geht es sogar so weit, dass sie mich irgendwann sanft darauf hinweist, wie lange wir jetzt schon so rumstehen. Dann muss ich meine ganze Willenskraft aufbringen, um sie wieder loszulassen. Ich weiß, dass so etwas nicht vollkommen normal ist, aber jedes Mal, wenn ich ihre Wärme und ihren Herzschlag spüre, könnte ich Bäume ausreißen vor Glück. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035167 vom 28.02.2015 um 20:59:41 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verzögerte Masterarbeit

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Zorn Stolz Ungerechtigkeit Zwang Studentenleben

Ich studiere nun schon fünf Semester über der Regelstudienzeit im Master. Das liegt aber zum größten Teil daran, dass ich mich mehr als vier Jahre lang sehr stark ehrenamtlich engagiert habe. Dadurch habe ich mein Studium bewusst vernachlässigt, da das BAföG-Amt aus solchen Gründen auch gerne mal ein Jahr weiterfördert. Nun habe ich auf Drängen vieler Freunde so gut wie alle Ehrenämter abgelegt, weil ich auch selbst eingesehen habe, dass ich mal fertig werden muss. Nun sitze ich schon seit einem Jahr im Büro und tüftle an meiner noch nicht angemeldeten Masterarbeit. Ich glaube, ich muss noch ein Modul ablegen, bevor ich die Masterarbeit beginnen kann, aber in den letzten vier Jahren habe ich so viele Module belegt, von denen ich nur einige bestanden habe, dass ich nicht mehr weiß, wie ich jetzt punktemäßig dastehe. Und so müsste ich zu jedem Sekretariat gehen und fragen: "Hallo, ich brauch einen Modulschein, aber ich weiß weder wann, noch ob ich bestanden habe." Ihr wisst, wie freundlich Sekretäre an Unis oft sind. Ich will meinen Master schon packen, zumal meine ganzen Freunde logischerweise schon seit zwei Jahren durch sind, und sie für mich dadurch ein Vorbild sind.


Sie sind alle Doktoranden und mir winkt die gleiche Anstellung. Mir machen alle einen übelsten Stress - den ich mir vielleicht auch machen sollte - gerade weil ich nun kein BAföG mehr bekomme. Aber mich kotzt es an! Jedes Gespräch, das ich mit älteren und oder jüngeren Kommilitonen oder Freunden meiner Eltern führe geht immer so los: "Na, und wie sieht es bei dir jetzt eigentlich mit dem Master aus? Schon fertig? Immer noch nicht? Wird aber langsam Zeit!" Am Geilsten ist es, wenn mich ältere Leute mit ihren Kindern vergleichen: "Also der Philip ist ja schon fertig, der hat sein Studium ja auch sehr konsequent durchgezogen. Es ist schon interessant, wenn man eure beiden Arten zu Studieren vergleicht. Aber das meine ich nicht böse." Ich verbiete den Leuten und meinen Kommilitonen mich darauf anzusprechen, weil man auch über andere Sachen Small Talk machen kann. Mein Leben hat sonst auch keinen interessiert - aber jetzt auf einmal schon!


Mich kotzt es an. Ich habe mir mein ganzes Studium den Arsch nebenher aufgerissen, um noch einen Abdruck in der Welt zu hinterlassen. Ich habe mich engagiert, gefeiert, gesoffen, dumme Sachen gemacht, Geld verprasst, Geld gespendet. Und ganz nebenbei mein Bachelor in Regelstudienzeit und nicht mal schlecht absolviert. Aber das interessiert keinen. Da sagt keiner: "Ist schon okay, dass du so lange brauchst, hast ja auch eine Menge gemacht." Leuten, die wegen vergeigter Prüfungen oder aus Faulheit gnadenlos überziehen, macht auch keiner die Hölle heiß. Aber mir. Ich will mein Ding durchziehen, wann ich es will. Ich bin nicht zu dumm oder zu faul für den Masterabschluss, aber ich bin kraftlos geworden und abgestumpft. Ich möchte beichten, dass mir die Motivation fehlt, meinen Master zu Ende zu machen. Und das nur aus trotz, weil man bei den Menschen wohl nur was Wert ist, wenn man auch einen Abschluss hat.

Beichthaus.com Beichte #00035158 vom 26.02.2015 um 10:23:44 Uhr (20 Kommentare).

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