Spielende Kinder vor der Tür

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Lügen Hass Boshaftigkeit Zorn Nachbarn

Ich (m) bin Rentner. Vor meinem Haus, das in einer Sackgasse ganz hinten liegt, spielen ständig Kinder. Die spielen Fußball und schreien dabei herum. Die Mädchen versauen mit Kreidemalereien den ganzen Gehweg. Ich habe versucht zu reden, zu schreien, zu drohen, aber es nutzt alles nichts. Seit meine Frau mich verlassen hat, stören mich gewisse Dinge noch viel mehr. Auch Hundebesitzer laufen an meinem Grundstück vorbei und lassen ihre Köter hemmungslos an meinen Rosen schnüffeln. Für die Hundeabwehr habe ich jetzt eine Flüssigkeit aus dem Internet besorgt, die die Flohsäcke und die verdammten Katzen abhalten soll. Wenn das nicht hilft, lege ich vergiftete Köder aus. Was die Kinder betrifft, bin ich am Überlegen, ob ich mit einer Schleuder Metallkrampen aus dem Fenster schießen soll. Mir reicht es jetzt endgültig. Meine Beichte: Ich habe den Eltern, die vorhin vor meiner Türe standen gesagt, dass alles in Ordnung sei und ich mich beruhigen werde. Das war eine Lüge - ich fange jetzt erst richtig an.

Beichthaus.com Beichte #00034477 vom 02.12.2014 um 18:45:56 Uhr (36 Kommentare).

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Mein fauler, arbeitsloser Freund

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Verzweiflung Faulheit Partnerschaft Straßkirchen

Ich (w/24) bin im Moment ziemlich fertig. Aber der Reihe nach. Ich bin mit meinem Freund seit dem 16. Lebensjahr zusammen. Wir haben uns eine gemeinsame Wohnung eingerichtet und die Zukunft geplant. Bis zu diesem Augenblick war alles so weit in Ordnung, das war vor drei Monaten. Sein Arbeitgeber ging in die Insolvenz und er wurde dann arbeitslos. Ich muss sagen, fleißig war er noch nie, aber seit diesem Zeitpunkt hat sich sein Charakter ins Negative gewandelt, es ist unbeschreiblich. Ich musste noch einen Zweitjob annehmen, damit wir die Raten für das Auto und Ähnliches bezahlen konnten. Er dachte allerdings nicht daran, auch nur einen Finger für die Wohnungsreinigung oder das Essen krumm zu machen. Stattdessen liegt er jeden Tag, wenn ich um 21 Uhr heimkomme, noch genauso auf dem Sofa wie morgens. Vor Kurzem meinte er, dass die Kohle auch so reicht, wenn wir uns einschränken würden. Insgeheim denkt er gar nicht mehr dran, arbeiten zu gehen. Wenn ich dann abends heimkomme, bin ich fix und fertig und schaffe es nur noch kurz ein Brot zu essen. Er will dann natürlich mit mir schlafen und ich lasse es auch über mich ergehen, obwohl ich dazu meist überhaupt keine Lust mehr habe. Nachts kann ich nur schlecht schlafen, ich muss sehr häufig weinen, wenn ich über die gegenwärtige Situation nachdenke.

Wenn morgens um fünf Uhr der Wecker klingelt, bin ich meist genauso müde wie abends. Ich richte ihm sein Frühstück und rase davon. Das Wochenende besteht für mich nur noch aus Putzen, Einkaufen, Auto waschen, Garten richten und so weiter. Meine Eltern habe ich schon seit sechs Wochen nicht mehr besuchen können, einfach aus Zeitmangel. Um mit ihm herumzustreiten, fehlt mir einfach die Kraft. Körperlich habe ich stark abgebaut und habe in den letzten Wochen 15 Kilo abgenommen, wobei ich schon von Haus aus schlank bin. Er meint, dass ich mich nicht mehr pflege und aussehe wie ein Schreckgespenst - vor Monaten hat er mich noch als die attraktivste Frau der Welt bezeichnet. Vor zwei Wochen hat er zum ersten Mal neue Kumpels mitgebracht. Er hat sie auf dem Arbeitsamt kennengelernt. Diese Leute kommen jetzt fast jeden Tag und ich muss deshalb ständig Bier kaufen. Außerdem rauchen sie in unserer Wohnung, obwohl ich das nicht will. Die Leute gehen, wenn ich heimkomme, es sind manchmal aber auch ganz ordinäre Weiber dabei. Aber wie gesagt, ich habe keine Kraft mehr, um mich zu wehren, ich finde auch keine Lösung mehr für dieses Dilemma.

Am Wochenende war mein Bruder zufällig in der Stadt und hat mich besucht, er war schockiert, als ich ihm auf einem Spaziergang berichtet habe, was in den letzten Wochen abgelaufen ist. Er meinte, ich solle unverzüglich zu meinen Eltern zurückziehen, er würde die Sache mit meinem Freund, dem Mietvertrag, den Raten für unser Fahrzeug und die anderen Sachen schon regeln. Da er meinen Freund noch nie leiden konnte, habe ich nun Angst, dass er ihm vielleicht sogar wehtut. Daran wäre ich dann schuld, ich habe ihm schließlich alles erzählt - das möchte ich hiermit beichten.

Beichthaus.com Beichte #00034476 vom 02.12.2014 um 17:41:43 Uhr in Straßkirchen (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der deutsche Rechtsstaat

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Zorn Ungerechtigkeit

Ich (m/25) bekomme immer mehr Zweifel an unserem tollen Rechtsstaat. Noch bis vor Kurzem fand ich es supertoll hier bei uns in Deutschland und dachte mir, dass wir doch alle hier ein tolles Leben führen. Aber mir wird immer bewusster, wie falsch doch unser gesamtes Rechtssystem läuft. Ein Mörder, der eine junge Frau vor einem Restaurant Hirntod geschlagen hat und ein Intensivtäter ist, wird vermutlich mit einer Strafe um die drei Jahre, vielleicht sogar noch mit Bewährung davonkommen. Bei guter Führung ist er nach 18 Monaten draußen. Gleichzeitig werden zwei unbescholtene Studenten, die betrunken und leichtsinnig nach dem WM-Finale durch eine offene Klappe in ein Museum eingestiegen sind, und ein Bild abgehängt haben, vermutlich zu zehn Jahren ohne Bewährung verurteilt. Sobald Geld oder Wertgegenstände im Spiel sind, werden mehrjährige Haftstrafen verhängt. Wenn es aber um echte Gefahren für die Gesellschaft geht, um Menschenleben und Vergewaltigungen, dann kommen die Täter mit Verwarnungen und Bewährungsstrafen davon. Dass ein Herr Hoeneß Steuern hinterzogen hat, schadet mir in erster Linie erst einmal nicht. Klar, auf lange Sicht schon in irgendeiner Art und Weise, aber es schadet mir eben nicht direkt psychisch oder physisch. Gewaltverbrecher hingegen schon. Jedenfalls beichte ich, dass ich mich inzwischen schäme, in solch einem ekligen Land zu leben.

Beichthaus.com Beichte #00034475 vom 02.12.2014 um 15:24:17 Uhr (20 Kommentare).

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Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt

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Engherzigkeit Falschheit Lügen Studentenleben

Hiermit beichte ich, dass ich meinen leicht überlaufenen Studiengang in Berufsforen regelrecht schlecht mache und in der Luft zerreiße. Ich rate allen davon ab, dieses Fach zu studieren und argumentiere dabei meistens überzeugend. Ich erhoffe mir dadurch geringere Bewerberzahlen und hoffe, später weniger Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Außerdem hoffe ich somit, irgendwann mehr zu verdienen, denn Angebot und Nachfrage regeln ja bekanntlich den Preis. Der Studieninteressent von heute ist nun einmal der Nebenbuhler von morgen und man muss schauen, wo man bleibt! Da ich somit viele um ihren Traumberuf bringe, bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034469 vom 01.12.2014 um 18:27:17 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Falschbehandlung beim Notdienst

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Rache Zorn Gesundheit Köln

Ich (w/19) beichte, dass ich einen Arzt ruiniert habe. Ich habe einen engeren Hörgang als andere Menschen und habe auch bei richtiger Reinigung des Ohres mit Ohrenschmalz-Pfropfen und Gehörgangsentzündungen zu kämpfen. Der HNO sagt, er könne mir da nicht helfen und er sieht auch, dass ich nichts falsch mache. Normalerweise habe ich drei Mal im Jahr eine fiese Otitis externa, jetzt hat es sich auf nur noch ein Mal im Jahr reduziert. Ich wünsche keinem solche extremen Schmerzen. Es passierte an einem schönen Tag, dass ich mit meinem Ex-Freund im Schwimmbad war und da ist etwas in mein Ohr eingedrungen. Einen Tag später spürte ich schon das bekannte Ziehen und auch Melissengeist half nichts, sonst hilft es eigentlich immer, da der Alkohol desinfiziert und alles ausrottet, was nicht ins Ohr gehört. Selbst meine Schutzbarriere aus Olivenöl durchbrach dieses Bakterium. Zur Vorbeugung träufle ich mir nämlich jeden Tag einen Tropfen Olivenöl ins Ohr - als natürliche Verstärkung.

Ich bin dann ab zum HNO-Notarzt und er verschrieb mir Medikamente und ich wurde nach Hause entlassen. Nach einer Woche waren meine Schmerzen immer noch da und ein Marathonlauf begann: Mit Schmerzen ab zum HNO-Notarzt, wieder nach Hause. Aber die Schmerzen wurden immer schlimmer. Nach drei Wochen trat dann Eiter aus, ich bekam stärkere Medikamente und dann ging ich, nach einem Monat voller Schmerzen, wieder zu meinem normalen HNO. Der hat erst einmal einen Schock bekommen und mir alles abgesaugt, es tat so weh, dass ich ohnmächtig wurde. Gott sei Dank saß ich auf diesem Stuhl und ich bin wirklich kein Prinzesschen. Dann nahm er noch einen Abstrich und wir fanden heraus, dass sich in meinem Ohr ein Fußpilz eingenistet hatte. Dann schwor ich Rache: Ich forderte damals zwar vom Notdienst-HNO, dass er doch mal einen Abstrich machen sollte, er hat es aber ignoriert. Ich weiß, ich bin selbst schuld daran, dass ich nicht früher zu meinem normalen HNO gegangen bin, aber in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich an die richtige Behandlung vom Notdienst-HNO geglaubt.

Dann habe ich eine Beschwerde an die Stadtverwaltung geschrieben und dort sagten sie mir dann, dass sie schon mehrere Beschwerden gegen ihn hätten und ermitteln würden. Es ging um unzählige Körperverletzungen - von leicht bis extrem schwer, und eine Vergewaltigung unter Narkose. Mir tut es so leid, dass ich so blöd war und einfach nichts getan habe. Ich hätte mir einfach meinen Teil denken und gleich auf die Barrikaden gehen sollen. Der Mann ist schließlich 54 Jahre alt und hat schon so vielen Menschen geholfen.

Beichthaus.com Beichte #00034468 vom 01.12.2014 um 18:24:58 Uhr in 50996 Köln (Auenweg) (8 Kommentare).

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