Die Strafe für sein Proletentum

18

anhören

Boshaftigkeit Falschheit Engherzigkeit Maßlosigkeit Arbeit St. Gallen

Ich (m) arbeite in einem Team mit vier Mitarbeitern und einer Lehrtochter. Immer, wenn wir gemeinsam Pause machen, fragt mich die Lehrtochter, ob ich ihr nicht ihre Flasche öffnen kann, da sie zu wenig Kraft hat. Das mache ich natürlich gerne für sie. In letzter Zeit spielt sich ein Arbeitskollege jedoch immer mehr mit seinem Trainingsprogramm und seinen gestählten Muskeln auf. Einmal hat er der Lehrtochter die Flasche aus der Hand gerissen und gesagt, das sei nur etwas für richtige Männer. Obwohl ich bis dahin die Ehre hatte, profilierte er sich nun in allen Belangen als der Starke unter uns. Als ich eines Tages keinen Bock mehr auf dieses Proletentum hatte, nahm ich eine Schraubzwinge mit und drehte alle Flaschen im Kühlschrank so fest zu, dass sie selbst der Muskelprotz unmöglich öffnen konnte. Als wir dann Pause machten, sah Superman ziemlich alt aus. Jetzt ist endlich wieder Ruhe. Ich beichte, dass ich mich über Kleinigkeiten aufrege und mich so in etwas hineinsteigern kann. Und dass ich immer wieder zu solchen Aktionen neige.

Beichthaus.com Beichte #00031620 vom 19.07.2013 um 10:18:52 Uhr in 9000 St. Gallen (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Neidisch auf den Überflieger

9

anhören

Boshaftigkeit Neid Zorn Studentenleben Eckernförde

Mein bester Freund und ich, wir kennen uns schon ewig, haben uns beide auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulzulassung ermöglicht. Eigentlich wollte er Politik und Wirtschaft studieren, nachdem er aber nur das Fachabitur bekommen hat, weil er durch die PoWi-Prüfung im Abitur gerasselt ist, war er total im Eimer. Viel Zeit ging einher, und einige meiner Nerven gleich mit, aber ich war immer für ihn da, wenn er seine fünf "Ich bin so dumm, am besten mache ich gleich Schluss" - Minuten hatte. Er kam dann auf die Idee, das Gleiche zu studieren wie ich. Wie der Zufall es so wollte, schrieben wir uns in der gleichen Woche, unabhängig voneinander, an der gleichen Uni ein.


Seit vier Semestern studieren wir nun zusammen und wohnen in einer WG. Ich hatte von Anfang an Probleme, meine sonst guten bis sehr guten Noten überhaupt zu bekommen und falle häufig durch den ersten Prüfungsversuch. Ich sollte dazu sagen, dass ich durch einen Handwerksmeisterbrief die Studiengangsberechtigung habe und dadurch gerade in Mathe viel bluten musste. Er hingegen ist ein regelrechter Überflieger. Er lernt so gut wie nie und schreibt fast nur Einser und Zweier. Ich verliere von Semester zu Semester mehr Selbstvertrauen, weil es immer wieder einen größeren Rückschlag als in dem Semester davor gibt. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, was ich hier mache und bräuchte jetzt einfach meinen besten Freund, der mich aufbaut oder Klartext spricht. Aber nein, er hat viel weniger Arbeitsaufwand als ich und bekommt gleichzeitig die besseren Noten. In der ganzen Zeit, finde ich, wird er zunehmend arrogant und lässt mich spüren, dass ich der Schlechtere bin. Die Freundschaft leidet sehr darunter, wir schlagen uns regelmäßig fast die Köpfe ein. Ich möchte beichten, dass ich neidisch bin und sein Glück mittlerweile verfluche. Ich hoffe, dass er mal wieder auf die Schnauze fällt. Damit ich ihn diesmal liegen lassen kann.

Beichthaus.com Beichte #00031616 vom 18.07.2013 um 15:37:22 Uhr in Eckernförde (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Den Kopf im Klo

15

anhören

Aggression Boshaftigkeit Vandalismus Engherzigkeit Schule München

Vor einigen Jahren, ich ging noch zur Schule, habe ich zufällig mitbekommen, wie ein Fünftklässler versucht hat, eine Toilette auf dem Schulklo zu verstopfen. Die Freude, die es ihm machte, als er Rolle für Rolle in die Schüssel hineinstopfte, konnte man ihm regelrecht ansehen. Das hat mich wütend gemacht und so habe ich noch einen Kumpel gerufen und der Spaß konnte losgehen. Wir haben ihn, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt, gepackt, seinen Kopf in ein Urinal gehalten und kräftig gespült. Der Kerl hat gewinselt, das glaubt keiner. Als wir ihn losgelassen haben, ist er natürlich auf und davon. Ich konnte ihm nicht einmal mehr klar machen, dass ich ihn das nächste Mal in eine richtige Toilette stecken würde. Nach der Aktion haben mein Freund und ich natürlich mit Ärger oder einem Verweis gerechnet. Doch da kam nichts. Scheinbar hatte der Kleine seine Lektion gelernt. - Ich glaube, ich hätte doch Lehrer werden sollen.

Beichthaus.com Beichte #00031601 vom 15.07.2013 um 18:08:02 Uhr in München (Nibelungenstraße) (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Verlust meiner Seelenverwandten

18

anhören

Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich möchte beichten, dass ich meine ehemalige beste Freundin aus egoistischen Gründen in einer für sie schweren Zeit allein gelassen habe, was ich nun seit Jahren bereue. Ich war damals ungefähr 11 oder 12 Jahre alt, sie war etwas älter. Wir waren schon seit Jahren sehr gut befreundet und ich habe mich noch nie einer Person so nahe gefühlt. Nun war es so, dass ich damals, außer ihr, gar keine wirklichen Freunde hatte, da ich in der Schule gemobbt wurde. Ich war das komische, etwas dicke, hässliche Kind, das seltsame Dinge tut - ich verstand damals viele soziale Dinge wie Freundschaft oder Gemeinschaft nicht richtig. Im Gegensatz dazu war sie schlank, hübsch, immer super angezogen und sehr beliebt. Obwohl sie mir öfter sagte, ich sei ihre allerbeste Freundin, war ich eifersüchtig auf ihren riesigen Bekanntenkreis. Ich steigerte mich in den Gedanken hinein, dass sie mich sicher nicht wirklich mögen würde und ich ihr eigentlich peinlich wäre. Dann kamen für sie sehr schwere Zeiten.


Ihr Vater war schon lange querschnittsgelähmt und ihre Mutter seit jeher sehr dominant und kein einfacher Mensch. Doch dann kamen noch andere gesundheitliche Probleme auf ihren Vater zu und er lag schlussendlich mit künstlichem Koma im Krankenhaus. Gerade diese Zeit suchte ich mir aus, um aus irgendeinem bescheuerten Grund Streit zu provozieren und dann den Kontakt komplett abzubrechen. Wahrscheinlich wollte ich mir selbst beweisen, dass ich sie nicht brauche, wirklich verstehe ich das heute auch nicht mehr. Ich ließ sie von einem Tag auf den anderen komplett fallen und zog mich zurück. Ich stieg auch von unserem Gruppenunterricht in der Musikschule auf Einzelunterricht um, ohne ihr etwas zu sagen. Nachdem sie das erfahren hatte, saß sie wohl noch eine Weile weinend draußen vor der Musikschule und da wurde mir das erste Mal ansatzweise klar, dass ich da etwas sehr Dummes getan hatte. Aber aus Stolz und Angst tat ich nichts weiter. Eine Weile später kontaktierte ich sie mit einer halbherzigen Entschuldigung und ohne Erklärung. Sie meinte aber, was da gelaufen war, wäre zu krass, und sie wollte erst mal keinen Kontakt mehr. Davon fühlte ich mich dann auch noch total gekränkt. Wenn wir uns später wiedersahen ignorierte ich sie total, obwohl sie immer freundlich zu mir war. Mittlerweile habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen, wir leben inzwischen auch in verschiedenen Teilen Deutschlands. Hin und wieder suche ich online nach Informationen über sie, aber sie scheint überall abgemeldet zu sein.


Ich bereue es sehr oft, dass ich sie so behandelte und meine einzig wahre Freundin dadurch verlor. Ich komme nun wirklich nicht mit vielen Menschen klar und so habe ich mich noch nie mit jemandem verstanden. Ich würde fast sagen, wir wären Seelenverwandte. Ich stelle mir nun oft vor, wie es wäre, wenn wir noch befreundet wären, und wünsche mir sehr, dass wir uns mal wiedersehen oder irgendwie wieder Kontakt bekommen. Aber ich bin zu feige, sie noch mal zu kontaktieren und mich zu entschuldigen. Ich habe Angst, dass ich sie gar nicht mehr interessiere oder dass wir nichts mehr gemeinsam haben. Ich habe zwar aus meinen Fehlern gelernt und würde mich nie wieder so verhalten, aber mein Verhalten damals ist mir extrem peinlich und ich finde es einfach traurig, dass ein dummer Kinderfehler so etwas kaputt gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00031599 vom 15.07.2013 um 02:23:38 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Wenn der Schornsteinfeger zu früh kommt

26

anhören

Falschheit Lügen Selbstsucht Sosa

Wenn der Schornsteinfeger zu früh kommt
Letztes Jahr im Juni war ich alleine zu Hause - ich lebe noch bei meinen Eltern - als es an der Tür klingelte und der Schornsteinfeger vor mir stand. Ich habe mir da eigentlich immer alte, dreckige und spießige Kerle vorgestellt, aber dieses Exemplar war gepierct, jung und ziemlich gut aussehend. Er hat seinen Job gemacht und mir seine Nummer da gelassen. Natürlich ganz unauffällig. Fünf Tage später habe ich mich mit ihm getroffen, und an diesem Abend auch mit ihm geschlafen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was jetzt schlimmer ist - dass ich mein erstes Mal so verschwendet habe, oder dass ich ihn nur fünf Tage kannte. Und natürlich blieb es nicht nur bei einem einzigen Treffen und auch nicht bei einem Mal Sex. Meine Beichte ist nun, dass ich jeden Orgasmus vorgespielt habe, und dass, meiner Meinung nach, auch noch richtig schlecht, nur um ihm dann zu sagen, dass es sehr schön war. Bei jedem Treffen hatte ich die Hoffnung, dass es besser wird - Übung macht ja bekanntlich den Meister - aber nein. Jedes Mal, wenn er mich dann nach Hause brachte, überlegte ich mir, nicht doch eine platonische Liebe zu suchen, weil ich Angst hatte, dass jeder Mann so schlecht im Bett ist. Glücklicherweise durfte ich inzwischen feststellen, dass dem nicht so ist und dass ich nicht jeden Orgasmus vorspielen muss - denn irgendwie habe ich schon ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00031596 vom 15.07.2013 um 00:40:46 Uhr in Sosa (Hauptstraße) (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000