Kolonnenspringen

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Waghalsigkeit Dummheit Auto & Co. Bbei Wiesental

Kolonnenspringen
Vor mehreren Jahren hatte ich mit dem Auto täglich einen längeren und öden Weg zur Arbeit zurückzulegen. Um schneller auf der gut ausgebauten Landstraße voranzukommen, habe ich das Kolonnenspringen zu einer Art Sport gemacht, d.h. ich habe versucht möglichst viele Autos und LKWs zu überholen und bin erst knapp wieder vor dem Gegenverkehr eingeschert. Eines Tages bin ich dabei jedoch an den Falschen geraten, der mich trotz nahendem Gegenverkehr nicht wieder auf meine Fahrspur zurücklassen wollte und seine Geschwindigkeit beibehalten hat. Ich habe mich also, um einen Frontalcrash zu vermeiden, direkt vor ihm wieder auf meine Spur reingedrückt, sodass der Fahrer stark bremsen musste und es beinahe zu einem Unfall innerhalb der Kolonne gekommen ist. Dieser Fahrer hat mich daraufhin mehrere Kilometer mit dem Auto bis zu meiner Arbeitsstelle verfolgt und mich lauthals angeschrien und mich mit einer Anzeige bedroht. Wie ich heute finde zurecht. Ich beichte, dass ich damals durch Egoismus das Leben anderer Autofahrer gefährdet und erst durch diesen Anlass mein Verhalten überdacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00031086 vom 27.04.2013 um 03:09:25 Uhr in B36 bei 68753 Wiesental (24 Kommentare).

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Abfuhr für Gold Digger Girls

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Betrug Boshaftigkeit Begehrlichkeit Last Night

Ich (m/27) bin asexuell. Kein Witz. Ich habe es so mit in der Pubertät festgestellt, dass ich irgendwie kein Spaß an Frauen habe, geschweige denn mich sexuell an ihnen erfreuen kann. Ich hatte zwei ernsthafte Beziehungen zu wundervollen Frauen, die wirklich sehr nett und attraktiv waren. Dennoch konnte ich ihnen nicht geben, was sie wollten/brauchten. Sex hatte ich auch schon, aber es war eine Qual und widerlich für mich. Wie auch immer; vor zwei Jahren habe ich mein Studium abgeschlossen, verdiene fast einen sechsstelligen Betrag jährlich, fahre ein teures Auto, lege Wert auf Mode und sehe zudem auch noch recht gut aus, ohne eingebildet klingen zu wollen. Aber ich bin einfach für viele Frauen der Traum von einem Mann, wäre da nicht meine Asexualität. Nun zu meiner Beichte: Ich gehe seit mehr als einem halben Jahr in Discos, lasse den Macho raushängen, spendiere jungen Damen Drinks und prahle mit meinem Geld und dem Auto. Das ist überhaupt nicht meine Art, aber es macht mir unglaublich viel Spaß, diesen Gold Digger Mädchen und Schankdirnen eine kleine Lektion zu erteilen.

Wenn eine Dame mir Andeutungen macht, dass sie die Nacht bei mit verbringen möchte, nehme ich das gerne an. Ich mache sie dann immer sehr heiß auf Sex, wenn wir aber dann bei mir in der Wohnung sind, verteile ich immer Abfuhren: ich furze laut im Bett, erzähle ihnen, dass ich keusch lebe oder schlafe sofort ein oder stelle mich schlafend. Noch nie war eine der Damen am nächsten Tag noch so nett oder wollte sich wieder mit mir treffen - irgendwie verständlich, dennoch bin ich sehr verwundert, wie viele Frauen nur gevögelt werden möchten und das noch von den größten Arschlöchern. Mir tut es leid, dass ich so manches Ego einer der besagten Damen geknickt habe, aber mein neuer Sport macht mir so viel Spaß, dass ich einfach nicht damit aufhören kann.

Beichthaus.com Beichte #00031079 vom 26.04.2013 um 04:57:01 Uhr (28 Kommentare).

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Der Unfall nach dem ersten Bier

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Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

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Ich wünsche meiner Mutter den Tod

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Verzweiflung Familie Tod

Ich (m/26) möchte beichten, dass ich meiner Mutter (57) den Tod wünsche. Aber erst einmal zur Vorgeschichte: Meine Mutter ist vor ungefähr 13 Jahren an MS erkrankt und bei ihr betraf die Krankheit vorerst nur die Beine, beziehungsweise die Oberschenkel. MS verläuft schubweise und genau das konnte man bei ihr die letzten Jahre mehr als deutlich beobachten. Nach und nach verlor sie immer mehr die Fähigkeit zu laufen. Ein Rollstuhl wurde mit der Zeit nötig. Anfangs konnte sie noch viel alleine machen: in den Rollstuhl rein und raus, auf die Toilette, und so weiter. Das ging alles mit etwas Mühe ihrerseits. Mittlerweile aber ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie so gut wie nichts mehr alleine kann. Hinzu kommt noch, dass sie langsam dement wird. Ich will mir nicht einmal im entferntesten vorstellen, wie das sein muss.


Helfen lässt sie sich nur von meinem Vater. Allen anderen vertraut sie nicht mehr. Ein Heim kommt für sie persönlich nicht infrage, daran würde sie zerbrechen und das wäre auch finanziell gesehen der endgültige Ruin für diese Familie. Paradoxerweise sage ich: Gott sei Dank hatte mein Vater vor fünf Jahren einen Arbeitsunfall, aufgrunddessen er erwerbsunfähig wurde. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut und er kann sich so noch um meine Mutter kümmern. Aber das ist alles eine Frage der Geduld. Ich dagegen kann höchstens hin und wieder etwas für sie tun, da ich in Vollzeit Schichtarbeiten gehe. Wir sind es langsam leid, von Arzt zu Arzt zu rennen, wo ihr jeder 1000 verschiedene Medikamente verabreichen und jede Menge Untersuchungen mit ihr machen will, um auf den aktuellsten Stand ihres Krankheitsverlaufes zu kommen, um dann doch wieder von der Realität enttäuscht zu werden, dass ihr niemand wirklich helfen kann. Ihr körperlicher und geistiger Verfall schreitet immer schneller und unaufhaltsam voran. Ihr ganzes Leben ist nur noch eine einzige, nicht enden wollende Folter und deswegen beichte ich, dass ich ihr den Tod wünsche. Nicht, weil ich sie loswerden will, sondern weil ich mir wünsche, dass sie endlich erlöst wird von ihrem Leiden. Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu entscheiden, ob jemand leben darf oder nicht, beziehungsweise ob das Leben für jemanden lebenswert ist oder nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass es das für sie nicht mehr ist. Heute Abend hatten mein Freund und ich eine Unterhaltung mit meinen Schwiegereltern über das Thema. Ihnen habe ich das Gleiche erzählt wie oben bereits genannt. Sie konnten gar nicht verstehen, wie man so herzlos sein kann und jemandem den Tod wünscht. Natürlich sagen sie das, sie erleben das ja auch nicht Tag ein, Tag aus. Oder bin ich am Ende sogar vielleicht doch herzlos und es gilt die Regel: Leben um jeden Preis?

Beichthaus.com Beichte #00031057 vom 20.04.2013 um 20:50:41 Uhr (31 Kommentare).

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Das Gemüse leichter machen

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Diebstahl Ernährung Studentenleben

Ich möchte beichten, dass ich ein- bis zweimal pro Woche Lebensmittel stehle. Zu meiner Situation: Ich bin Studentin und bekomme, außer Kindergeld, keine finanziellen Förderungen vom Staat, sodass meine lieben Eltern meine Wohnung zahlen und mir jeden Monat noch etwas Geld überweisen, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin. Andernfalls könnte ich mein Studium einfach nicht finanzieren, da ich in einem Studienprogramm ohne große Chance auf spätere hohe Bezahlung bin. Deswegen will ich auch vorerst keinen Studienkredit aufnehmen. Ich ernähre mich, soweit ich kann, recht gesund, esse also auch viel frisches Obst und Gemüse. Allerdings ist das auf Dauer so unfassbar teuer, dass es kein Wunder ist, dass immer mehr Menschen, insbesondere alleinstehende, junge Menschen, viele Fertiggerichte, Fast Food und so weiter konsumieren. Es ist schnell zubereitet, macht satt und ist dabei relativ günstig. Und Frisches wird immer und immer teurer, was angesichts der ökologisch/ökonomischen Lage auch verständlich ist. Aber warum kann es nicht auch für einkommensschwache Menschen leicht möglich sein, sich gesund zu ernähren?


Deshalb hebe ich die Tüten, in denen die Artikel gewogen und etikettiert werden, immer etwas an. So verfälsche ich das Gewicht und damit den Preis um - geschätzt - etwa ein Drittel nach unten. Ich kaufe meistens bei einer großen Supermarktkette ein, da die Läden hier einfach überall sind und ich meine Einkäufe nicht mehrere Kilometer schleppen muss. Außerdem gibt es dort auch noch abends nach der Uni alles, was ich brauche und es ist nicht vergriffen oder schon halb eingefallen. Es wird auch kaum jemanden stören, dass ich mein Gemüse nur zu knapp 70 Prozent bezahle, denke ich. Außerdem bleibt mir so etwas mehr Geld für gutes Bier und Studenten brauchen nunmal Bier.

Beichthaus.com Beichte #00031042 vom 17.04.2013 um 13:13:58 Uhr (39 Kommentare).

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