Die Zweitfamilie

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Die Zweitfamilie
Ich muss hier etwas niederschreiben, das mir seit einer Woche sehr auf den Schultern lastet. Es fing damit an, dass mein Computer den Geist aufgab und da ich kein internetfähiges Smartphone oder Tablet habe, musste ich demnach ohne Internet auskommen. Ein neuer PC war schnell bestellt, doch sollte erst in ein paar Tagen geliefert werden. Unser PC im Wohnzimmer hat keinen Internetanschluss und so war ich relativ genervt, als mir mein Vater, Consultant für Unternehmen, auch seinen Firmenlaptop nicht zumindest für ein paar Minuten überlassen wollte. Ich muss dazu sagen, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeit als angehender Anwendungsentwickler auch auf das Internet nach der Arbeit angewiesen bin. Nach langem Hin und Her entschloss ich mich kurzerhand, seinen Laptop ohne Erlaubnis zu benutzen, was auch nicht wirklich schwierig war, da mein Vater zu den Menschen gehört, welche ihre Passwörter auf einem Klebezettel in der Innenseite des Laptops aufbewahren. Kurz eingeloggt und schon war ich im Internet, das E-Mail Programm war offen und da der PC im Standby-Modus war, sprangen mir gleich einmal ein halbes Dutzend Nachrichten entgegen.
Normalerweise öffne ich fremde Mails nicht, doch in etwa zehn Minuten kam immer wieder dieses nervige Signal, sodass ich draufklickte, um es zu beenden. Doch der Betreff der Nachrichten machte mich stutzig. Es war eine dieser klischeehaften Anreden und ich brach meine Regel und klickte mich durch die Mails, bis ich mir nach kurzer Zeit klar war, was hier vor sich ging. Mein Vater hatte eine Affäre. Ich konnte es nicht fassen, gleichzeitig hoffte ich, dass das möglicherweise ein Missverständnis ist, doch je weiter ich mich durchs Postfach klickte, desto mehr merkte ich, dass es keine Affäre war, sondern eine Art Zweitfamilie. Da waren also Fotos von einer Frau mit zwei kleineren Kindern, betitelt mit "wir vermissen dich, komm bald heim". Ein Junge und ein Mädchen in freudiger Umarmung mit der Mutter, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine Schaukel. Die kurzen neuen Mails enthielten ähnliche Passagen und wünschten beste Grüße nach Zürich. Zürich war also der Ort, an den mein Vater immer wieder vorgab, auf Geschäftsreise zu sein, auch uns gegenüber. So langsam begriff ich erst, was ich da überhaupt sah, denn bisher lief dies im Zeitraffer, wie in einer Fernsehserie. Plötzlich machte alles Sinn. Warum mein Vater so viele Tage in der Woche nicht zu Hause ist, oder auch sehr spät von der Arbeit heimkommt, da die Klienten ihn angeblich wieder besonders auf Trab gebracht haben.
Ich schaltete den Laptop aus und ging erst mal außer Haus, um frische Luft zu schnappen und einen klaren Gedanken zu fassen. Immer wieder fragte ich mich, ob das überhaupt sein kann, was ich gesehen habe, und ob ich vielleicht sogar schlecht träume. Jetzt nach einer Woche habe ich mich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu reden, und nachdem ich von der Arbeit heim kam und meinen Computer jetzt vollständig ausgepackt, aufgebaut und eingerichtet habe, setze ich diese Beichte auf, und male mir das Worst-Case-Szenario vor meinem inneren Auge aus. Was könnte passieren, wenn ich es meiner Mutter erzähle, was würde passieren, wenn ich meinen Vater darauf anspreche. Ist es besser, den Mund zu halten. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00030967 vom 03.04.2013 um 21:53:48 Uhr (39 Kommentare).

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Neid auf die perfekte Schwester

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Neid Verzweiflung Familie

Meine Schwester heiratet dieses Jahr, sie ist ein paar Jahre älter als ich und auch schon sehr lange mit ihrem Freund zusammen. Ich habe mich auch sehr für sie gefreut als ich es gehört habe, aber mittlerweile schaffe ich es nicht mehr, mich für sie zu freuen. In ihrem Leben läuft immer alles so perfekt, sie hat ihren Verlobten schon in der Schulzeit kennengelernt, immer gute Noten in Schule und Studium gehabt, sofort nach ihrem Abschluss einen gutbezahlten Job gefunden. Ein Vorstellungsgespräch und das war es. Jetzt zieht sie wegen der Arbeit ihres Verlobten in eine andere Stadt, hat dort auch sofort beim ersten Vorstellungsgespräch ihre Zusage, sogar für eine noch bessere Stelle, bekommen. Sie lebt sehr gesund und kümmert sich um alles mögliche wenn sie unsere Eltern besucht und so weiter. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich in meinem Leben nie das alles erreichen werde, ja nie an sie heranreichen kann. Dabei sind unsere Eltern nun wirklich nicht die Menschen, die einen andauernd vergleichen oder groß Druck machen, trotzdem fühle ich mich in letzter Zeit so unglaublich unterlegen. Früher hatte ich immer ein, zwei Punkte, bei denen ich dachte "ja aber das ist in meinem Leben besser", aber mittlerweile ist das leider nicht mehr so. Ich finde es so furchtbar, dass ich mich nicht ehrlich 100 Prozent für sie freuen kann. Ich meine, zu was für einem furchtbaren Menschen macht mich das...

Beichthaus.com Beichte #00030966 vom 03.04.2013 um 16:39:02 Uhr (25 Kommentare).

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Das besondere Schattenspiel

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Peinlichkeit Sex Familie

Das besondere Schattenspiel
Ich möchte hier auch mal was beichten: Ich (w/20) hatte mit 14 mein erstes Mal, mein damaliger Freund war zu der Zeit etwa 16 und das war auch seine Entjungferung. Nun wollte mein Freund natürlich sofort alle möglichen Stellungen und Pratiken ausprobieren, die er […]
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Beichthaus.com Beichte #00030965 vom 03.04.2013 um 15:11:45 Uhr (29 Kommentare).

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Rache an dem Hängebauchschwein

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Rache an dem Hängebauchschwein
Als ich klein war, ich war um die fünf Jahre alt, war ich mit meinem besten Freund und seiner Familie im Tierpark. Im Streichelzoo haben wir ein Hängebauchschwein gestreichelt, und als sich mein Kumpel umgedreht hat, hat das Vieh ihm in den Arsch gebissen. Einige von euch wissen sicherlich, wie ein Hängebauchschwein aussieht. Der Bauch hängt bis zum Boden runter und von eigener Kraft könnte es sicher nicht aufstehen, wenn es am Boden liegen würde. Wir haben das Schwein umgeschubst. Als wir eine halbe Stunde später wieder vorbeigeschaut haben, waren einige Tierpfleger damit beschäftigt, das Vieh wieder aufzustellen. Mir tut es heute noch leid, dem Tier weh getan zu haben. Aber wir waren klein und wir haben so viel gelacht.

Beichthaus.com Beichte #00030964 vom 03.04.2013 um 15:04:48 Uhr in Straubing (18 Kommentare).

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Meine faulen Kollegen

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Meine faulen Kollegen
Ich gehe jeden Tag während meiner Arbeitszeit mindestens eine halbe Stunde kacken, um hier die neuesten Beichten zu lesen. Ich halte das für angemessen, weil ich der Meinung bin, dass ich deutlich mehr leiste als meine faulen Kollegen. Diese sind jeden Tag wirklich 90 Prozent ihrer Zeit am quatschen und Blödsinn machen. Des Weiteren finden die es sehr lustig, dass ich so karriereorientiert bin, weil ich während meiner Vollzeitstelle ein Studium und eine Onlinefirma unterhalte. Neulich meinte einer meiner Kollegen: "Oh, der werte Herr möchte irgendwann mal mein Chef werden." Daraufhin sagte ich nur trocken: "Wenn ich euer Chef werden sollte, wird meine erste Amtshandlung der Austausch der überflüssigen Mitarbeiter sein." Für den Moment war es wirklich eine Genugtuung, aber jetzt tut es mir leid, weil ich ihm vermutlich einen Teil seiner Zukunftspläne genommen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030963 vom 03.04.2013 um 01:07:11 Uhr in Osnabrück (17 Kommentare).

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