Mobbing und seine Folgen

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Neid Feigheit Zorn Internet

Ich beichte, dass ich nach fast zehn Jahren immer noch von meinen ehemaligen Mobbern besessen bin. Alle paar Wochen schaue ich mir ihre Profile bei einem sozialen Netzwerk an und freue mich, dass sie es in ihrem Leben zu nichts gebracht haben und immer noch in unserem alten Ort versauern - während ich heute glücklicher nicht sein könnte, sehr erfolgreich bin und eine großartige Familie habe. Dennoch kann ich mit diesen Leuten einfach nicht abschließen. Ich spiele mit dem Gedanken, ihnen eine Nachricht über dieses Netzwerk zu senden und von meinen Erfolgen zu berichten, nur um ihnen eins reinzuwürgen. Vielleicht könnte ich dann damit abschließen. Andererseits würde ich dadurch auch zugeben, dass sie nach der ganzen Zeit immer noch Macht über mich haben.

Beichthaus.com Beichte #00033333 vom 25.05.2014 um 11:26:08 Uhr (14 Kommentare).

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Kampf gegen die Rotznase

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Morallosigkeit Rache Engherzigkeit Kinder Gesundheit Altenburg

Kampf gegen die Rotznase
Ich (m) habe heute, als ich beim Arzt auf meinen Termin gewartet habe, etwas ziemlich Unreifes gemacht, um mir die Wartezeit zu verschönern. Neben mir saß ein Junge, der ungefähr acht Jahre alt war und ständig die Nase hochzog. Seine Mutter ermahnte ihn auch andauernd, endlich die Nase zu putzen, doch es war offensichtlich, dass er Schnupfen hatte. Und nach zwei Minuten schniefte er bereits wieder. Nun zur Beichte: Da die Frau mich mehr störte, als ihr kleiner Sohn, indem sie auf ihrem Smartphone rumspielte, bei dem der Ton an war, beschloss ich, mich an ihr zu rächen. Ich begann immer dann, wenn sie ihren Sohn wieder ermahnte, die Nase hochzuziehen. Nicht so laut, sondern gedämpft, aber so, dass sie es einfach gehört haben muss. Ich wollte ja auch die anderen nicht belästigen. Jedenfalls kam der Junge schnell auf denselben Trichter und schniefte beinahe synchron mit mir. Die Mutter ist nahezu verrückt geworden und hat ihm bestimmt alle 30 Sekunden ein neues Taschentuch gegeben. Irgendwann geschah dann das, worauf ich es angelegt hatte: Die Taschentücher waren alle! Nun lehnte ich mich in meinem Stuhl zurück und beobachtete, wie ihr Sohn permanent die Nase hochzog. Und sie musste es ertragen. Als sie dann aufgerufen wurden, konnte ich sehen, wie sie mir einen verächtlichen Blick zuwarf. Ich bereue eigentlich nur, dass ich die anderen Anwesenden genervt habe, aber ihr böser Blick und die Tatsache, dass sie ihrem Sohn das jetzt wieder abgewöhnen muss, entschädigten mich mehr als genug. Ich bitte dennoch um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033318 vom 22.05.2014 um 21:48:08 Uhr in 04600 Altenburg (Am Waldessaum) (8 Kommentare).

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Die Wahrheit übers Jobcenter

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Zorn Ungerechtigkeit Vorurteile Arbeit

Die Wahrheit übers Jobcenter
Ich arbeite in einem Jobcenter. Das allein ist für viele Leser bestimmt schon ein Beichtgrund und in den Kommentaren wird dann wieder um die Wette gehetzt. Und ich möchte beichten, dass mich genau das ankotzt. Egal wo in den Medien ein Bericht zum Thema Agentur für Arbeit oder Jobcenter auftaucht - die Texte sind voller Fehler, da wird ein Arbeitsvermittler innerhalb eines Textes plötzlich zu einem Sachbearbeiter, was zwei völlig unterschiedliche Arbeitsbereiche sind. In den Kommentaren finden sich die übelsten Beschimpfungen, Hetze und Gutmenschen, die alles besser machen würden. Beim Lesen könnte ich regelmäßig ausrasten und bekomme regelrecht Aggressionen. Wir arbeiten täglich nur von 8-12 Uhr, verdienen dabei einen Haufen Geld, verhängen liebend gerne 500 Sanktionen an kranke Menschen, sind alles nur Kaffeetrinkende Beamten ohne Ahnung. Nur einen Tag lang möchte ich mal mit einem dieser Leute tauschen, die die jeden Tag Zeit hätten, ihre Unterlagen rechtzeitig einzureichen, dann aber an einem Freitag, zwei Minuten vor Ende der Öffnungszeit, im Jogginganzug, nach Zigarette stinkend und mit einem verknitterten Zettel vom Stromanbieter ankommen, auf dem Kaffeeflecken und Popel kleben. Nur um dann auf umgehende Bearbeitung zu bestehen, da am selben Tag sonst noch der Strom abgestellt wird. Dann aber ausrasten, wenn man auf Bearbeitungszeiten hinweist und sofort zum Anwalt rennen, weil dieser mit Beratungsschein ja kostenlos ist.

Zu gerne würde ich diese Leute einen Tag ins Jobcenter stecken, wo die meisten Kollegen schon um sechs Uhr zum Sortieren der Post am Schreibtisch sitzen, mit zu wenig Personal nur zur Hälfte ausgefüllte Anträge und Anliegen von Tausenden Kunden möglichst sofort fehlerfrei bearbeiten sollen, dabei Kundengespräche in 18 verschiedenen Sprachen führen und gleichzeitig telefonisch erreichbar sein sollen. Sich dabei anschreien lassen müssen, Gerüche wie Alkoholfahnen, kalten Qualm, Schweiß und Fäkalien regelmäßig im Büro ertragen sollen, Druck von Vorgesetzten bekommen, auf die Mittagspause verzichten und jede neue Vorschrift und Gesetzesänderung kennen müssen. Und dabei selbst einen befristeten Arbeitsvertrag haben - ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Liebe Leute, wir sind auch nur Menschen, wir haben Familien, sind auch mal gestresst und machen Fehler, die meisten Leistungsempfänger sind durch ihre schlecht geführten Unterlagen, Umgang mit Geld, Suchtproblematiken und schlicht chronischer Faulheit jedoch selbst schuld daran, wie es bei uns läuft, wir sind eben keine Maschinen!

Vor allem bei Fällen, wo eine wichtige Kontodatenänderung auf einem Stück Kaugummipapier geschrieben eingereicht wird, und man sich hinterher beschwert, dass der Zettel verloren gegangen sei! Es kotzt mich an! Und dann immer dieses Gejaule über Maßnahmen, die unnütz sind! Leute, wenn ihr so überqualifiziert seid, warum bezieht ihr dann Arbeitslosengeld? Diese Maßnahmen werden eingekauft und müssen voll werden, damit sie für die Leute, denen es etwas bringt, überhaupt stattfinden können. Klar sind auch mal ehemalige IT-Fachleute im Kurs "Windows für Einsteiger" aber das ist eben das, was passt, oder wollt ihr lieber den Gabelstaplerschein machen? Mit mehr Eigeninitiative blieben euch solche Maßnahmen erspart - ich könnte schon wieder kotzen!

Beichthaus.com Beichte #00033238 vom 09.05.2014 um 20:19:34 Uhr (70 Kommentare).

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Von Brandwunden und Ohrfeigen

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Aggression Hass Rache Gewalt

Als ich (w) zwölf Jahre alt war, war ich mit meinen Freundinnen schwimmen. In unserer Nähe lagen einige Jugendliche, die laut Musik hörten. Die grell geschminkten Tussen glotzten die ganze Zeit zu uns rüber. Plötzlich gab es ein Getuschel, lautes Grölen und ein […]
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Beichthaus.com Beichte #00033228 vom 08.05.2014 um 20:46:20 Uhr (18 Kommentare).

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Einbruch bei der Geheimgesellschaft

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Morallosigkeit Diebstahl Falschheit Nachbarn

Ich (m/33) wohne seit Jahren in einer sehr ruhigen und guten Wohngegend, und lege auch sehr viel Wert darauf, denn ich habe keine Lust, mir wie in meiner alten Wohnung ständig die Streitereien irgendwelcher Nachbarn anhören zu müssen, oder wilde Partys unter der Woche zu ertragen. Mein Job als Berufsschullehrer ist anstrengend genug. Eines Tages zog im Haus neben mir ein junger Mann ein, er schrie schon beim Einzug ständig herum, hing die ganze Zeit wahlweise an einer Zigarette oder an einer Bierflasche. Kurz darauf fingen bei einer alten Frau, die im Erdgeschoss wohnte, kleine Bagatelldiebstähle an. Zuerst nur Balkonpflanzen, dann auch mal ein Windlicht. Die Pflanzen standen anschließend bei ihm in der Wohnung am Fenster. Die alte Frau traute sich aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen, was den Typen immer dreister werden ließ. Bald waren Kellertüren aufgebrochen und es fehlte Kleinkram, Teile von Fahrrädern kamen abhanden, manchmal auch gleich das ganze Fahrrad. Alle Anzeigen verliefen im Sand, und die Polizei schien auch kein sonderlich großes Interesse daran zu haben, die Sache aufzuklären. Wir äußerten mehrmals den Verdacht, dass es sich bei dem Täter um den jungen Mann handelte, der auch sonst ziemlich viel Unruhe in die Siedlung brachte, nachts auf der Straße herumgrölte, und immer so tat, als könnte er tun und lassen, was er wollte. Irgendwann waren ihm die Keller nicht mehr gut genug, und er begann, dilettantische Einbruchsversuche in die Wohnungen der Umgebung zu unternehmen.


Natürlich war auch das der Polizei wieder relativ egal, obwohl unsere Wohnungstüren eindeutige Spuren aufwiesen. Er hingegen stellte sich bei der Auswahl der Wohnungen gar nicht so dumm an. Er fand heraus, wessen Auto zu welcher Wohnung gehörte und versuchte es dann jeweils dort, wenn das Auto nachts weg war. Erfolgreich war er dabei zwar nie wirklich, aber immerhin hartnäckig genug, um in unsere Falle zu tappen. Ich parkte einfach eines Nachts mein Auto ein paar Straßen weiter, und lud ein paar Kumpels ein, um ihn zu überraschen und vielleicht sogar so lange festhalten zu können, bis die Polizei eintraf. Beim Warten auf ihn, und dem einen oder anderen Bier legten wir uns bestimmte Szenarien zurecht, was man mit ihm anstellen könnte. Natürlich kam er dann nicht genau in dieser Nacht, aber wir wiederholten die Aktion ein paar Wochen lang, und schließlich klappte es. Mitten in der Nacht hörten wir Türgeräusche. Er versuchte, mit einem langen Schraubenzieher die Tür aufzuhebeln. Ich riss die Tür auf, und er sah mich überrascht an, als einer meiner Kumpels ihm auch schon eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Er wich instinktiv zurück, laut aufheulend, stolperte dabei, und prallte dummerweise mit dem Kopf direkt auf das Treppengeländer.


Dann blieb er benommen liegen. Einer der anwesenden Kumpels war glücklicherweise Rettungssanitäter und sah sofort nach, ob der Typ ernsthafte Verletzungen hatte. Es schien allerdings nicht so, er war einfach nur weggetreten. Wir beratschlagten, was zu tun war, dann beschlossen wir, ihm mal einen ordentlichen Schrecken einzujagen, einem Szenario entsprechend, das wir uns beim Bier ausgeklügelt hatten. Wir fesselten ihn also in meinem Flur an einen Stuhl, dann stülpten wir ihm einen Kissenüberzug mit Luftlöchern über den Kopf, knebelten ihn mit einer Socke, und hielten ihm Riechsalz unter die Nase. Er wurde wach und begann sofort an seinen Fesseln zu zerren. Ich tat in der Zwischenzeit so, als würde ich mit jemandem telefonieren. Einer meiner Kumpels schritt immer auf und ab, und die anderen tuschelten leise im Wohnzimmer. Der Typ wurde indessen immer unruhiger, als er mir beim Telefonieren zuhörte. Ich sprach unter anderem davon, dass ich nicht wüsste, was und wie viel er gesehen hatte, und dass wir ihn erst noch befragen müssten. Außerdem müssten wir ja herausfinden, ob er für die Gegenseite arbeitete, allerdings sagte ich auch, dass ich das angesichts des Dilettantismus seines Versuches nicht glaubte. Es stelle sich also die angebliche Frage, ob wir ihn verschwinden ließen, oder erst einmal unserer Organisation übergaben. Er bäumte sich auf, kippte fast mit dem Stuhl um, sackte aber dann irgendwann zusammen und begann erstickt zu schluchzen, was mir doch etwas leidtat. Vom Knebel befreit bettelte er uns an, ihm nichts zu tun, er würde auch bestimmt nichts sagen. Ich erklärte ihm, dass er ab jetzt rund um die Uhr beobachtet werden würde, und wir ihn, wenn er ein Sicherheitsrisiko für unsere Organisation darstellen würde, direkt aus dem Verkehr ziehen würden. Quasi noch in derselben Sekunde. Dann jammerte ich noch kurz mit meinen Kumpels herum, was das wieder für ein sinnloser Aufwand mit den Satelliten sei, und ob man ihn nicht einfach beiseite hätte schaffen können, aber schließlich entließen wir scheinbar zerknirscht das jammernde Häufchen Elend nach Hause. Zwei Wochen später war er mit Sack und Pack weg. Nur die gestohlenen Pflanzen vertrockneten langsam im Fenster vor sich hin.

Beichthaus.com Beichte #00033225 vom 08.05.2014 um 15:09:11 Uhr (11 Kommentare).

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