0190er

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Verschwendung Neugier Masturbation Telefon

Ich (22/männlich) möchte beichten, dass ich in der Pubertät sehr gerne Sex-Hotlines angerufen habe. Damals gab es noch diese 0190-Nummern. Dass die eine Schweinegeld kosten, interessierte mich nicht, da ich immer nach 1-2 Minuten aufgelegt habe. Und ich dachte das würde eh keiner merken, da die paar Mark mehr auf der Telefonrechnung wohl kaum auffallen dürften. Am anderen Ende der Leitung wurde man dann natürlich mit Computer-Stimmen hingehalten, die gewünschten Gespräche mit echten Frauen fanden nie statt. Aber trotzdem rief ich immer wieder dort an, sogar mehrmals die Woche. Ich war einfach jung und dumm. Bis eines Tages dann die Telefonrechnung kam. Sie hatte sich gegenüber den sonstigen mehr als verdreifacht. Als meine Eltern sich über die 0190er-Nummern wunderten, stellte ich mich dumm, nach dem Motto: Mein Name ist Hase, ich weiß von nix. Meine Eltern glaubten mir. Wohl aus dem Grund, weil ich offiziell ein ganz lieber Junge war. Meine Eltern wären nie auf die Idee gekommen, mir zu unterstellen, ich könnte Sex-Hotlines anrufen. Die abschreckende Wirkung der Rechnung hielt aber nicht lange. Ich rief wieder und wieder an. Und auch die nächste Rechnung kam, wieder extrem hoch. Nun wurden meine Eltern misstrauisch. Sie fragten mich erneut ob ich wo angerufen habe. Ganz hinterhältig habe ich dann ein PC-Spiel vorgeschoben, das eine Info-Hotline mit 0190er-Nummer hatte. Ich habe dann meinen Eltern gesagt, da hätte ich gar nicht mehr daran gedacht, dass ich da angerufen hatte. Meine Eltern verziehen mir und meinten, ich solle da in Zukunft nicht mehr anrufen. Sie wunderten sich jedoch über die hohe Rechnung, da die ja kaum vom einmaligen Anruf beim PC-Spiel entstehen konnte. Um nun auf Nummer sicher zu gehn, rief mein Vater bei der Telekom an und veranlasste eine Sperrung von 0190er-Nummern, damit sie auf unserem Telefon nicht mehr wählbar sind. Das Gespräch mit dem Menschen vom Call-Center hörte ich über den Lautsprecher am Telefon mit. Mein Vater schilderte ihm das Problem und sagte, auf der Rechnung würden ständig 0190-Tarife abgerechnet werden, obwohl gar keiner da anruft. Der Call-Center-Mann sagte darauf: Ja, die meisten geben es nicht zu, dass sie diese bestimmten Nummern wählen. In diesem Moment hätte ich im Boden versinken können. Der Typ vom Call-Center hatte mich durchschaut, ohne überhaupt von mir zu wissen. Ich schäme mich heute noch dafür, dass ich in meiner Dummheit diese Hotlines anrief. Und sorry Eltern für das verschwendete Geld.

Beichthaus.com Beichte #00027065 vom 02.10.2009 um 20:57:38 Uhr (19 Kommentare).

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Schweizer Sozialamt

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Aggression Vandalismus Rache Zürich

Was ich zu beichten habe, fand am 1. August 2009 (das ist so was wie Sylvester in der Schweiz) statt. Das örtliche Sozialamt, hat mir aufgrund meines Alters gewisse Gelder überwiesen um mich zu unterstützen, wofür ich auch sehr dankbar bin. Auf einmal mischt sich die dort tätige Arbeiterin aber in mein Leben ein und motzt rum, ich würde nichts tun. Leider war ich in dem Monat halt krank und konnte keine weiteren Ausbildungsplätze suchen. Ihr Verhalten kam so rüber, als wären alle im Grunde reumütig, dass sie mir Geld gegeben hätten um das ich nicht mal gebeten habe. Dann stressten sie mich auch noch darauf auf Teufel komm raus eine Lehre zu finden. Das war einfach zuviel des guten, so eine Frechheit mich dermaßen unter Druck zu setzen.

Ich ging in einen Baumarkt und kaufte mir dort einen Horror-Knall, denn zum Nationalfeiertag waren überall Feuerwerkskörper erhältlich. In der Nacht schlich ich dann zum Amt, wo sich glücklicherweise niemand befand. Ich steckte die Rakete in das mittlere der 3 Fächer vom Soziamtbriefkasten und zündete ihn an, schloss den Kasten und rannte auf Distanz. BUMM!!! Der folgende Knall mit Lichtblitz war extrem laut, und es zerfetzte den Kasten in 100000 Teile! Ich lief nach hause und lachte mich während des ganzen Weges fast kaputt. Es tut mir nicht wirklich Leid, denn wer mir so dermaßen blöd kommt, hat es einfach nicht anders verdient. Niemand weiß bis heute, wer es war!

Beichthaus.com Beichte #00027064 vom 02.10.2009 um 18:46:06 Uhr in Zürich (41 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Karabiner

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Neugier Diebstahl Waghalsigkeit Kinder

Der Karabiner
Meine Sünde liegt schon viele Jahrzehnte zurück: In den 1960ern war der Großvater eines Freundes von mir an Demenz erkrankt. Heute würde man sagen Alzheimer, damals kannten wir das Wort noch gar nicht. Er war Landwirt und die Familie konnte überhaupt nicht mit der Sache umgehen. Der Großvater war nicht mehr klar im Kopf, machte nachts Feuer im Ofen und schloss die Ofentüre nicht und ähnliches. Deshalb wurde er in den Altenstift gegeben. Die Frau des Großvaters war einige Jahre zuvor bereits gestorben und so stand die Schlafkammer der Großeltern leer und wurde nicht mehr betreten nachdem der Großvater weg war. Eines Tages schlichen wir uns tagsüber, als alle ihrem Tagesgeschäft nachgingen, in das Zimmer und guckten neugierig alles durch. Da fanden wir das ganze Zeug: zwei Pistolen und einen abgesägten Karabiner, alles Kriegswaffen. Der Großvater musste als Unteroffizier noch in den Krieg, trotz Hof, und hat den Kram irgendwie zur Seite geschafft, vielleicht sogar um zu wildern. Dafür spricht der abgesägte Karabiner, den man unterm Mantel verstecken konnte. Für die Pistolen war keine Munition da, aber beim Karabiner lagen noch einige Clips mit Munition. Wir wollten natürlich schießen, haben uns aber nicht getraut. Erst ein oder zwei Jahre später, der Großvater war gestorben und ich dachte das Thema sei jetzt erledigt, da kam der Freund wieder auf mich zu und erzählte was er damals getan hatte: er hatte den Karabiner gestohlen und versteckt. Die Pistolen waren nach dem Tod des Opas gefunden worden. Aber das Gewehr eben nicht. Wir nahmen die Waffe nachts mit in den Tunnel einer alten Passstraße in der Nähe. Dort war im Umkreis von zwei Kilometer kein Haus, die moderne Straße lief jetzt anders und wir dachten es sei der richtige Platz um die Waffe auszuprobieren. Im Tunnel versuchten wir die Waffe zu laden, bekamen die Munition zuerst nicht geladen, irgendwie ging es dann doch. Mein Freund drückte ab, zum Glück stand ich einige Meter abseits und hielt mir die Ohren zu, denn der Knall war höllisch laut. Mein Freund erlitt einen Hörschaden und zu allem Überfluss hörte ich im Moment darauf Hundegebell: Ein Jäger musste in der Umgebung auf dem Hochsitz gewesen sein zur Jagd. Dass der jetzt alles daran setzen würde uns zu kriegen, war klar. Wir rannten als ginge es um unser Leben. Mein Freund heulte trotz seiner fünfzehn Jahre Rotz und Wasser auf dem ganzen Weg ins Dorf, er hatte starke Schmerzen. Natürlich hatten wir die Waffe vergessen, er hatte sie vor Schreck fallen gelassen. Am Tag drauf war es das Thema im Dorf und auch in der Zeitung: bei uns wird wieder gewildert! Mein Freund versuchte noch zwei Tage lang seine Verletzung zu verbergen, aber die Mutter merkte es bald. Woher die Verletzung kam, war klar, der Sohn wurde in die nächste Stadt ins Krankenhaus gefahren. Auch wenn es bald alle wussten, dass er dort war, wusste ja keiner was ihm fehlte. Gerüchte gab es aber mehr als genug und es schien mehr als unwahrscheinlich, dass jetzt die Kinder schon wildern. Ich vergesse es ihm nie, dass er mich nicht reinziehen wollte, auch wenn es sich die Eltern bestimmt denken konnte. Auf jeden Fall kühlte das Klima zwischen seinen Eltern und mir merklich ab, wenn ich ihn besuchen kam. Die Waffe wurde unbrauchbar gemacht (zugeschweißt) und steht bis heute im Gemeindehaus in einer Vitrine als letzte Waffe eines Wilderers in der Gegend. Eigentlich ging die Sache noch gut aus, nur mein Freund hörte auf einem Ohr immer schlecht. Er starb zwölf Jahre nach diesem Ereignis an Muskeldystrophie und noch immer besuche ich an seinem Geburtstag sein Grab.

Beichthaus.com Beichte #00027061 vom 02.10.2009 um 12:02:33 Uhr (15 Kommentare).

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Guten Morgen

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Feigheit Peinlichkeit Kindergarten Kinder Bochum

Guten Morgen
Als ich noch klein war, Kindergartenalter, war ich sehr schüchtern und habe mich vor Fremden immer geschämt. Immer wenn wir morgens in den Kindergarten kamen, sind wir an unseren Betreuerinnen vorbei und mussten Guten Morgen sagen. Ich habe mich aber nie getraut, keine Ahnung warum, und habe mich immer irgendwie vorbei geschlichen. Irgendwann ist es den Betreuerinnen dann aufgefallen und ich musste so lange vorne stehen bleiben, bis ich Guten Morgen gesagt habe. Da ich auch noch total stur war (bin ich auch heute noch) stand ich da bestimmt zwei Stunden, bis ich keinen Bock mehr hatte. Ich habe dann Guten Morgen gesagt und konnte spielen. Ich habe mich auch immer vor meinen Verwandten geschämt, wenn wir zu Besuch waren. Dort musste ich auch immer im Flur bleiben, weil ich ja kein Hallo gesagt habe. Manchmal habe ich das echt den ganzen Tag ausgehalten. Ich war einfach stur und wollte das nicht. Heute finde ich das echt dämlich. Meine Eltern haben sich bestimmt auch total für mich geschämt. Ich kann mir heute auch nicht erklären, was damals in mir vorgegangen ist. Jetzt bin ich ein total offener Mensch, habe keine Probleme fremde Leute anzusprechen und knüpfe auch gerne neue Kontakte.

Beichthaus.com Beichte #00027060 vom 02.10.2009 um 11:03:00 Uhr in Bochum (19 Kommentare).

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Zwischen die Eisenbahngleise legen

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Waghalsigkeit Dummheit Bahn & Co. Kinder

Als wir 14 bis 16 Jahre alt waren, waren mein damaliger bester Kumpel und ich voll auf dem "Dunkel"-Trip. Wir haben uns mit Sachen wie Tod, Sterben, Teufel und ähnlichem beschäftigt. Dann haben wir in der Stadt mit Leuten geredet, die auch so drauf waren. Einer brachte uns auf eine Idee: Den Schotter unter Eisenbahngleisen ausräumen und dann dazwischen kriechen. Wir haben das viel zu oft gemacht, waren sozusagen süchtig nach dem Kick, wenn der Zug mit 150 Sachen nur Zentimeter über unsere Körper raste. Eines Tages flog das ganze auf und der Bahndienst war bei uns im Ort. Die haben aber nach Kindern gesucht, die am Gleis spielen und dort den Schotter den Bahndamm herunterrollen lassen würden. Mein kleiner Bruder wurde auch verdächtigt und belehrt, dass der Zug so entgleisen könnte. Das das passieren könnte, wusste ich damals nicht, konnte es mir auch nicht vorstellen. Ich habe versucht es zu lassen, aber wir haben es doch noch einige Male gewagt und so viele andere in Gefahr gebracht. Heute fühle ich mich dumm und rücksichtslos.

Beichthaus.com Beichte #00027057 vom 01.10.2009 um 17:54:14 Uhr (25 Kommentare).

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