Rennen auf dem Nürburgring

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Waghalsigkeit Dummheit Auto & Co. Nürburg

Vor einigen Jahren bin ich Sonntags, wie so oft, zum Nürburgring gefahren und habe dort meine Runden gedreht. Damals war ich fast jedes Wochenende dort und bin dank Jahreskarte auch jedes mal gefahren. Dafür hatte ich mir damals extra einen Ford Escort Cosworth gekauft und aufgebaut. Jedes mal wenn ich dort unten war, war auch ein gewisser Fahrer eines Opel Rekord dort. Mit diesem habe ich mir teilweise hitzige Rennen geliefert und ich kannte ihn vom Sehen her, da er vier Dörfer weiter schraubte als ich es damals tat. Es war quasi eine Fehde zwischen uns entstanden, welche wir Woche für Woche austrugen.


Dazu muss man sagen das unsere beiden Autos fast identisch abgestimmt waren und sich in der Leistung auch nix taten.
Eines Tages jedoch war dann der Tag des Unglücks. Ich fuhr wieder meine Runden und besagter Rekord fand sich auf einmal auf der Strecke wieder. Wir kamen wieder in unser Rennfieber. Jedoch diesmal dauerte dies nicht lange. Nach gut 3km Strecke war es so hitzig, das wir nicht mehr auf die Regeln achteten und einfach rechts überholten, den anderen Schnitten um Ihm den weg ab zu schirmen etc. Dann kam jedoch der Streckenabschnitt Brünnchen und ich erwischte Ihn beim Überholversuch (rechts auf der verbotenen Seite) am Heck seines Wagens. Direkt flog dieser weiter geradeaus und prallte mit knappen 140km/h in die Leitplanke. Ende der Geschichte ein total zerstörter Wagen im Wert von rund 40.000 Euro, eine kaputte Leitplanke von knapp 3.000 Euro und er selber lag zwei Wochen im Koma. Wie es Ihm mittlerweile geht weiß ich nicht. Er fuhr danach nie wieder ein Rennen. Entschuldigt habe ich mich bis heute nicht, da es mir genau so hätte passieren können.

Beichthaus.com Beichte #00027987 vom 15.07.2010 um 10:52:32 Uhr in 53520 Nürburg (Nürburgring) (23 Kommentare).

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Das Loch im Lehrerpult

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Ignoranz Unreinlichkeit Ekel Schule Berlin

Früher in der Schule hat ein Mitschüler seinen Wurstbelag auf seiner Stulle nicht leiden können, tauschen wollte keiner, geschenkt haben auch nicht, also Mülleimer oder nach hause nehmen. Einer hatte dann die Idee die Schnitte in ein durchgehendes Loch im massiven Sekretärs des Lehrers zu schieben. Dort haben wir vier Leute immer schon unnötiges Papier zu Bällchen verarbeitet, den Abfall von gespitzen Bleistiften und leere Federhalterpatronen gelegentlich reingestopft.

Die Lehrer, die am Pult saßen bekamen nichts mit und am nächsten Tag wanderten viel mehr Schnitten, Schokoriegel, Colatropfen rein, in der Hoffnung, dass es ihnen diesmal auffiel und wie sie sich wohl anstellten den oder die Schuldigen festzustellen. Sie bekamen wieder nichts mit, ob die gedacht haben, dass der Geruch von den immer deftiger werdenden Frühstückspausen herrührten, weiß ich nicht, aber gesagt hat keiner was, wahrscheinlich weil es den meisten die nur ein paar Stunden in der Woche an dem Pult unterrichten egal war, aber das Spiel trieben wir trotzdem weiter. Nach ein paar Monaten fiel es jemanden dann doch auf, dass es arg stank und es wurde gefragt, und schließlich fand sie die Stelle mit wütendem Blick wollten sie wissen wer die Verantwortlichen waren, wir grinsten und wiesen die Beschuldigungen ab. Dann forderte man uns auf, egal wer die Schuldigen sind, die betreffende Lehrerin nicht an diesem Part weiter unterrichten würde, bis der Müll entfernt werden würde. Es gab keine Freiwilligen. Danach richtete sie das Wort an zwei zu Recht Verdächtigte, doch die verschränkten die Arme und guckten woandershin. Das Ende vom Lied war, dass der Hausmeister dann fluchend alles auflesen musste, war wirklich kein schöner Anblick, ich meine nicht seine Arbeitsweise, sondern was er darunter vorkratzte, eine Masse mit merkwürdigen Farben, die bedeckt von anderem Müll war. "Wer macht denn so eine Sauerei?", schrie ich unbeabsichtigt. Das Loch im Sekretär wurde danach mit einem langem Pfropfen regelrecht versiegelt.

Wenn die betreffende Lehrerin und der Hausmeister es lesen: wir warn's doch gewesen!

Beichthaus.com Beichte #00027966 vom 07.07.2010 um 15:09:25 Uhr in Berlin (17 Kommentare).

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Die arme Kuh

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Gewalt Dummheit Tiere Leuth

Als Jugendlicher zog ich mit zwei meiner besten Freunde um die Häuser. Es war ein schöner Sommertag und uns war ziemlich langweilig. Als wir nicht wussten was wir so machen sollen sind wir auf die Idee gekommen uns mit Luftgewehren auszustatten und im Wald auf irgendwas zu Schießen. Wir kamen dann irgendwann an einem Bauernhof raus, wo auch zahlreiche Kühe und Schafe und sonst solche Viecher blöd in der Gegend rumstanden. Dann haben wir mit vereinter Feuerkraft gleichzeitig auf eine Kuh geschossen. Das Resultat war das die arme Kuh einfach umgefallen ist. Wir rannten wie der Teufel, denn prompt kam auch schon der Bauer aus seinem Stall geschossen und wollte uns zur Rechenschaft ziehen. Heute tut es mir wirklich Leid um das arme Tier, ich hoffe es ist nur aus Schreck umgefallen und hat keinen ernsthaften Schaden davongetragen. Sowas werde ich sicherlich nicht noch einmal tun. Ich liebe Tiere, habe eine Bordeaux Dogge die mein ein und alles ist. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00027950 vom 02.07.2010 um 09:15:54 Uhr in Leuth (26 Kommentare).

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Das Wochenend-Ritual

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Trunksucht Last Night

Damals habe ich noch in einem Kinderdorf gewohnt. In diesem Kinderdorf war es schon fast eine Art Ritual, jedes Wochenende in den Heimatort zu laufen, weil da viele Freunde von uns waren, die auch immer gut Alkohol im Haus hatten. Es war mal wieder Ritualzeit und so zogen wir gen Nachbarort, um uns ein wenig dem feuchtfröhlichen Vergnügen hinzugeben. Nach einigen Stunden hat sich dann gezeigt, dass unsere Mission Erfolg hatte, und so zogen wir Gefährten zurück ins Kinderdorf. Wir waren natürlich alle gut dabei, haben unglaublich hirnlosen Müll geredet und derlei Sachen, wie es ja jeder kennt. Auch ich war sehr sehr gut dabei, sogar so gut, dass ich die ganze Zeit meinen Mageninhalt zurückhalten musste. Nun ja, nach einigen Strapazen auf unserer Reise kamen wir dann irgendwann an. Vor der Tür, bevor wir klingelten, haben wir eine kurze Strategie ausgemacht, die vorsah, dass die Nüchternsten ganz vorne sind und der Rest hintenrum durchschlüpft, während die Nüchternen die Betreuer ablenken. Alles lief perfekt, der Betreuer war perfekt in ein Gespräch vertieft, als ich auf einmal spürte, wie sich mein Mageninhalt seinen Weg nach oben bahnte. Direkt auf den Flur. Der Betreuer hat mich angeguckt, ich habe versucht, zurückzugucken, und bin dann irgendwie umgekippt. Am nächsten Morgen habe ich dann erfahren, dass mein Kumpel, der eigentlich einen Ekel gegen Schmutz, also erst recht gegen Magensäure und diverse andere Mageninhalte hat, meine körperlichen Nebenprodukte aufwischen musste. Dafür möchte ich mich wirklich aufrichtig, auch online, entschuldigen, persönlich habe ich es natürlich schon lange getan und wir lachen auch heute noch. Man dankt fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00027948 vom 30.06.2010 um 23:11:58 Uhr (18 Kommentare).

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Die ausgebrochene Schafherde

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Dummheit Waghalsigkeit Vandalismus Tiere Ulm

Vor vielen Jahren an einem schönen Sommertag spielte mein bester Kumpel und ich mal wieder auf der großen Wiese, die in der Nähe unserer Häuser lag. Es gab einen großen Fluss, einen kleinen Tümpel und ab und zu Schafherden auf der Wiese.
Wir waren schon immer viel an Tieren interessiert, so kamen wir an einem Tag auf die Idee mal ein Schaf zu bereiten und mit ihm ein bisschen rumzutraben. In dem mit Elektrozaun umschlossenen Gebiet befanden sich circa 300-400 Schafe.
Vor dem Elektrozaun stand ein kleines Gerät, es war das Gerät um die Stromstärke zu regulieren.
Nach rechts drehen die Voltzahl erhöht sich nach links, sie verringert sich. Da ich mir dachte wir wollen uns ja keinen Schock oder ähnlich holen drehte ich den Stromregulierer einfach mal solang nach links bis es nicht mehr weiter ging, wir sprangen über den Zaun und mein Kumpel sprang auf ein Schaf und dann passierte das Unglück.
Das Schaf erschreckte sich sehr stark und rannte Richtung Zaun und überrannte ihn einfach, nun kam der Dominoeffekt zum Einsatz, die komplette Viehherde bewegte sich zusammen mit dem ausgebrochenen Schaf, das wir heute als Charlie betiteln, in die Freiheit.
Was wir dann taten?
Wir rannten um unser Leben und das so schnell wie uns unsere Füße tragen konnten. Am nächsten Tag hat mir mein Opa erzählt das die Schafherde ausgebrochen sei und mehrere Schafe in dem Fluss nebenan ertranken, es tut mir heute noch Leid lieber Schafhirte und den Schafen ebenfalls.

Beichthaus.com Beichte #00027943 vom 30.06.2010 um 13:45:19 Uhr in Ulm (23 Kommentare).

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