Die Maden meines Nachbarn sind perfektes Vogelfutter!

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Ekel Rache Tiere Nachbarn

Ich muss beichten, dass ich meinen Nachbarn über alles auf der Welt hasse. Er ist der Idealtyp eines arroganten und geltungssüchtigen Fiesling. Er lässt einfach keine Gelegenheit aus, um wirklich jedem zu zeigen, wie toll er ist und was er alles hat. Ich dagegen bin eigentlich ein bescheidener Typ, der sich auch an den einfachen Dingen im Leben erfreuen kann. Zudem bin ich sehr tierlieb. Dieses Mal bin ich jedoch vielleicht doch etwas zu weit gegangen, obwohl ich es eigentlich auch irgendwie gut gemeint habe. Deshalb möchte ich Folgendes beichten:

Am Kopfende meines Gartens stehen einige Bäume. Auf diesen haben mehrere Vögel ihre Nester gebaut. Es gibt bereits Jungtiere, welche ich aus dem Fenster im Obergeschoss beobachten kann. Sie reißen ihre Schnäbel auf und strecken sie in die Höhe, wenn Mama und Papa mit Futter vorbeikommen. Süß sind die Kleinen. Am Liebsten würde ich ihnen beim Start ins Leben etwas unter die Arme greifen und sie vielleicht füttern. Aber was soll ich dazu nehmen? Brotkrümel? Vogelfutter aus dem Fachhandel? Fragt sich, ob das als Futter für Vogeljungen überhaupt geeignet ist. Nachher bekommen die kleinen davon Probleme oder sterben sogar wegen mir. Außerdem käme ich gar nicht an die Nester dran. Mama und Papa Vogel würden auch niemals akzeptieren, dass sich jemand ihrer Brut nähert. Es musste also etwas sein, das als Futter gut verträglich ist, und von den Eltern gerne verfüttert wird. Eben etwas, was die Eltern auch in der Natur finden.

Ich zerbrach mir dazu den Kopf, kam aber zu keiner Lösung. Als ich dann mal in der hintersten Ecke meiner Tiefkühltruhe eine schon etwas ältere Packung Fleisch fand, kam mir die Idee. Ich nahm das Fleisch und schmiss es auf die Terrasse meines verehrten Herrn Nachbarn. Dieser war grade in seinen dreiwöchigen Urlaub aufgebrochen. Ein paar Tage später "lebte" seine Terrasse. Das Fleisch wurde von Fliegenmaden nur so zerfressen. Daraufhin habe ich beim Metzger noch ein bisschen Nachschub geholt. Innereien sind hier das ideale Futtermittel für die Maden. Günstig zu bekommen und restlos verwertbar. Diese munden den Maden scheinbar sehr gut, denn mittlerweile wimmelt es nur so von Maden. Es müssen Tausende sein. Sie haben sich auf der ganzen Terrasse ausgebreitet - auf der Suche nach weiterem Futter. Und die süßen Vögelchen? Mama und Papa Vogel haben es jetzt nicht mehr weit zum Buffet auf Nachbars Terrasse. Sie fliegen den ganzen Tag rüber und holen leckeres, frisches und gesundes Lebendfutter für die kleinen Piepmätzchen. Da geht mir echt das Herz auf.

Beichthaus.com Beichte #00038635 vom 16.08.2016 um 20:19:11 Uhr (30 Kommentare).

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Ich wurde für meine Jugendliebe zum Sport-Guru

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Begehrlichkeit Maßlosigkeit Dummheit Sport

Ich wurde für meine Jugendliebe zum Sport-Guru
Ich (m/35) möchte beichten, dass ich meinen aktuellen Beruf nur ausübe, weil ich damals meine große Jugendliebe beeindrucken wollte. Sie stand damals ziemlich auf irgendwelche Schwimmer in unserem örtlichen Sportverband und schwamm auch selbst. Verknallt, wie ich damals eben war und mit meiner rosa Hormonsuppe im Schädel, dachte ich, dass es eine super Idee wäre, wenn ich den Schwimmern beitrat. Ich war damals allerdings etwa so sportlich wie ein nasser Sack Zement und meine Schwimmkünste beschränkten sich gerade so darauf, dass ich es schaffte, im Freibad nicht zu ersaufen. Allen Widrigkeiten zum Trotz biss ich allerdings Zähne und Hinterbacken zusammen und legte schon bald ganz passable Zeiten in die ekelhafte Chlorbrühe, die wir unser Trainingsbecken nannten. Der Anblick meiner Auserwählten, deren perfekte Figur sich unter ihrem Badeanzug deutlich abzeichnete, spornte mich dort zu wahren persönlichen Höchstleistungen an.

Dummerweise fand sie schon bald einen unserer Leichtathleten toll und begann ihm hinterherzurennen. Nun, was der konnte, konnte ich schon lange, beschloss ich - und begann mit Leichtathletik zusätzlich. Es stellte sich zwar erwartungsgemäß heraus, dass ich gar nicht mal so gut war, aber verbissen und mit ihrem knackigen Hintern als Ziel vor Augen, kämpfte ich mich auch da zumindest ins untere Mittelfeld. Während die anderen Jungs jedoch fast alle athletische Staturen mit Sixpacks und muskulösen Armen besaßen, sah ich nach über einem Jahr Training immer noch aus wie ganz knapp dem Hungertod entronnen. Ich hatte nicht einmal wenigstens ein Sixpack, sondern nur ein seltsam geformtes Two-Pack. Der Junge, auf den meine Jugendliebe abfuhr, war indessen ziemlich breitschultrig, hatte eine sehr definierte Figur und ein recht feminines Gesicht. Langsam begann ich, die Misere zu begreifen. Irgendwann bemerkte ich, dass unsere Turner alle noch muskulöser waren als die Leichtathleten und Schwimmer.

Ich schloss mich also auch den Turnern an. Natürlich sah es dort für mich zunächst ebenfalls so trüb aus wie unser Schwimmbecken nach dem Wettkampf, aber irgendwie lag mir die Turnerei einfach. Ich musste mich beim Turnen zu nichts zwingen und meine Leistungen waren bemerkenswert gut, was auch den Trainern schnell auffiel. Zwar sah meine Körperentwicklung immer noch recht mau aus, und ich wurde auf Wettkämpfen dementsprechend auch schon mal ausgelacht, jedoch blieb den arroganten Muskelmännern nach meinen Übungen ihr Lachen oft genug im Hals stecken. Ich war sogar bald so gut, dass ich mein Abitur auf dem Sportgymnasium absolvierte. Meine Angebetete indessen war und blieb mit ihrem hübschen Leichtathleten zusammen. Irgendwann schoss ich sie emotional in den Wind, auch wenn mir das schwerfiel. Ich hatte eingesehen, dass ich mit meinem Mondgesicht und meiner ausgemergelten Gestalt bei ihr nicht punkten konnte.

Meine Karriere hatte sich indessen jedoch verselbstständigt. Ich wurde von Wettbewerb zu Wettbewerb gereicht und erlangte einige lokale Bekanntheit, bevor mir eine fiese Schulterverletzung in die Quere kam und mich lange aus der Bahn warf. Trotzdem studierte ich anschließend Sportwissenschaften. Ich konnte ja schließlich auch nichts anderes. Heute bin ich der Chef und Oberguru des örtlichen Sportverbandes, in dem ich damals angefangen habe. Der Job macht mir allerdings so gar keinen Spaß. Ich habe fast nur administrative und buchhalterische Aufgaben und betreue ansonsten arrogante sechzehnjährige Möchtegern-Kreismeister. Genau die Sorte Kackbratzen, die mich früher gnadenlos ausgelacht hätten. Meine frühere Angebetete ist ganz schön aus dem Leim gegangen und nimmt an irgendeinem von uns veranstalteten Zumba-Kurs teil. Sie weiß bis heute nicht, dass ich mich mehr oder weniger ihretwegen in dieses Elend manövriert habe. Meine Körperentwicklung ist übrigens auch immer noch nicht weiter.

Beichthaus.com Beichte #00038632 vom 15.08.2016 um 12:29:34 Uhr (20 Kommentare).

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Rote Ampeln sind Zeitverschwendung!

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Waghalsigkeit Zwang Dummheit

Ich möchte gerne beichten, dass es mir unmöglich erscheint, an einer roten Ampel stehen zu bleiben. Natürlich schaue ich mich jedes Mal akribisch um, man will sich ja nicht umbringen oder ein Bußgeld kassieren. Da ich aber meist mit dem Fahrrad unterwegs bin, fahre ich immer richtig langsam und genüsslich über die rote Ampel. Manchmal drehe ich sogar eine kleine Runde auf der Straße, um zu zeigen, wie viel Zeit man hat und das nur, weil ich mich jedes Mal darüber freue, wenn es mir jemand nachmacht. Es will mir einfach nicht in den Kopf, wie man an einer Ampel stehen bleiben kann, wenn wirklich nicht die geringste Spur von einem Auto zu sehen ist, als wäre man ein abgerichteter Hund, der zu viel Zeit hat. Ich begehe also gerne kleine Bagatellen und verleite meine Mitmenschen absichtlich dazu, es mir gleich zu tun und freue mich darüber.

Beichthaus.com Beichte #00038627 vom 14.08.2016 um 08:15:34 Uhr (11 Kommentare).

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Kulturelle Aneignung

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Hass Zorn Maßlosigkeit Gesellschaft

Kulturelle Aneignung
Ich (m) arbeite in einem Büro einer Organisation, die im sozialen Bereich tätig ist. Im Großen und Ganzen macht mir mein Job auch viel Spaß, wären da nicht die miese Bezahlung und diese ewige Philosophie, die quasi bei jedem Wort betrieben wird. Bei regelmäßig stattfindenden Seminaren werden wir quasi jährlich dazu gezwungen, uns ewig mit Wörtern wie "Frieden" oder "Entwicklung" auseinanderzusetzen. Versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus jemand der sich gerne mit gesellschaftlichen oder politischen Themen befasst. Aber diese theoretische Ausschlachtung von Worten verabscheue ich nur noch. Das bringt keinem Schwein der Welt etwas. Mein syrischer Freund würde sich halbtot lachen, es gibt einfach ganz andere Probleme!

In den letzten Wochen ist die ganze Sache bei einigen Betreuern auf einem der Seminare allerdings eskaliert. Gott sei Dank war ich nicht dabei, es ist aber noch heute Gesprächsstoff Nummer 1 im Büro. Eine für das Seminar extra eingestellte Mitarbeiterin hat(te) Dreadlocks, was einer anderen Mitarbeiterin (dunkelhäutig) scheinbar negativ aufgestoßen ist. Die Kurzfassung: Ein Großteil der engagierten Betreuer hat sich gegen diese Mitarbeiterin gestellt und sie dermaßen zur Sau gemacht, dass diese heulend in der Ecke saß. Der konkrete Vorwurf - und jetzt kommt es: kulturelle Aneignung. Das bedeutet so viel wie: Angehörige einer privilegierten Mehrheit übernehmen Elemente einer unterprivilegierten Minderheit, beispielsweise von Schwarzen. Durch diese "kulturelle Aneignung" hat sich die dunkelhäutige Kollegin also rassistisch angegriffen gefühlt.

Bei allem Verständnis - und politisch komme ich definitiv aus der linken Ecke und engagiere mich aktiv gegen Rassismus - das geht mir so etwas von zu weit. Ich kann da null Verständnis aufbringen, und wenn mich eine der Personen darauf ansprechen würde, die oben genannte Mitarbeiterin förmlich gemobbt haben, wegen ihrer Haare - die würde ich wahrscheinlich körperlich oder zumindest verbal heftig angehen. Die haben doch den Schuss nicht gehört! Ich habe so viele farbige Freunde, aber die kämpfen für wichtige Dinge. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr wichtig ist. Aber meine Devise ist leben und leben lassen. Bei bestimmten Dingen kann man seine persönlichen Macken einfach mal zurückstellen. Für mich sind solche Leute einfach nur extrem verbohrt und verkrampfen sich mit der Thematik so derart, dass sie das Wesentliche völlig aus dem Blick verlieren und total durchknallen. Viele Kulturen leben hier in Deutschland - wenn jeder so am Rad drehen würde, gäbe es Tausende Tote mehr, als wir eh schon durch kulturelle und rassistische Auseinandersetzungen haben, um es mal drastisch zu sagen.

Dass so etwas in einer Organisation passiert, die Offenheit, Toleranz und Frieden predigt, finde ich wirklich pure Heuchelei! Meine Beichte: Ich habe gar keinen Bock, mich noch mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich werde schon aggressiv, wenn ich die Bezeichnung höre: Kulturelle Aneignung...

Beichthaus.com Beichte #00038623 vom 12.08.2016 um 15:55:21 Uhr (48 Kommentare).

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Angekündigtes Beziehungsende

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Betrug Dummheit Fremdgehen

Ich (w/23) beichte, dass ich vor zwei Monaten die Beziehung zu meinem Freund aufgegeben habe. Ich habe vier Jahre gegen eine flüchtige Bekanntschaft getauscht. Es kam dazu, da mein Freund mir nicht mehr die Aufmerksamkeit gegeben hat, die ich brauchte. Ich habe ständig das Gespräch zu meinem Freund, bzw. Ex-Freund, gesucht und ihm erklärt, dass ich Sorge um unsere Beziehung habe. Ich habe wochenlang alleine um uns gekämpft und dann kam irgendwann ein Kerl, der mir die Aufmerksamkeit gegeben hat, die ich so vermisst habe. Wir trafen uns und so kam es, dass wir uns küssten. Erst dann habe ich meine langjährige Beziehung beendet und bin mit dem Anderen durchgebrannt.

Das war allerdings auch ein kurzer Höhenflug und jetzt genieße ich mein Singleleben und habe mir schon Sex für das kommende Wochenende mit einem anderen Kerl gesichert. Nennt mich ruhig Schlampe, aber ich hole mir jetzt das zurück, was ich in meiner Beziehung nicht mehr bekommen habe. Mein Ex hat jetzt übrigens erkannt, dass ich ihn oft vor unserem Beziehungsaus gewarnt habe, und hat jetzt richtig um mich gekämpft. Aber ich will nicht mehr. Es tut mir leid, dass ich das Herz meines Ex so gebrochen habe. Ich habe ihn noch nie so verzweifelt gesehen. Ich bin ein Arschloch mit wenig Empathie und das tut mir wiederum auch leid.

Beichthaus.com Beichte #00038620 vom 11.08.2016 um 15:49:29 Uhr (8 Kommentare).

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