Leben mit Reizdarmsyndrom

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Peinlichkeit Ekel Verzweiflung Gesundheit Bamberg

Ich leide seit geraumer Zeit immer mal wieder unter dem Reizdarmsyndrom. Das macht keinen Spaß und ist nicht schön. Manchmal bekomme ich starke Koliken, kriege Schweißausbrüche und mir wird schwindelig. Ich muss mich dann schnellstens auf die Suche nach einer Toilette machen, da die Krämpfe mit Durchfall einhergehen. Normalerweise kommen solch heftige Anfälle eher selten vor. Ich habe auch für den Notfall meistens Imodium und Buscopan dabei. Heute war aber alles zu spät. Ich war auf dem Weg zur Arbeit und verspürte plötzlich die Unheil bringenden Schmerzen. Ich kniff die Pobacken fest zusammen und atmete wie eine Schwangere in den Wehen. Mein Institut war nicht mehr weit entfernt, aber in diesem Zustand leider fast unerreichbar. Also ging ich in die nächste Bäckerei und frage, ob ich ausnahmsweise das WC benutzen könne. Ging leider nicht, die hatten kein Klo. Ich spürte, wie sich eine Blähung dem Ausgang näherte, und bekam Angst, dass da eventuell etwas mit entweicht. Wer schon mal versucht hat, mit starken Bauchkrämpfen Flatulenzen oder den flüssigen Stuhl zurückzuhalten, der weiß, dass das leider nicht so einfach ist.


Verschwitzt, schmerzgekrümmt und mit rotem Kopf schaffte ich es irgendwie doch noch zur Arbeit. In der Umkleide und im Waschraum war ich zum Glück allein. Ihr ahnt es vermutlich schon: Als ich die Jeans auszog und die Unterhose kontrollierte, hatte sich da schon etwas stinkendes, halbflüssiges Material gesammelt. Ich habe den Slip in einer zugeknoteten Mülltüte entsorgt und habe mich dann sofort ausgiebig gesäubert. Das war mir wirklich mehr als peinlich!
Zum Glück haben wir blickdichte Arbeitskleidung. Den Rest des Tages habe ich dann ohne Unterwäsche verbracht. Die Krämpfe und der Durchfall verschwanden übrigens so plötzlich, wie es angefangen hatte. Ich hasse dieses verfluchte Reizdarmsyndrom! Wenn es losgeht, muss ich wirklich gleich umgehend ein (öffentliches) Klo aufsuchen!


Ich beichte, dass ich mir heute eine kleine Menge Stuhl in die Hose gemacht habe. Ich bin verheiratet, Vollzeit berufstätig und kümmere mich um den Garten und den Haushalt und stehe normalerweise mit beiden Beinen fest im Leben. Trotzdem habe ich heute in die Hose gemacht. Das ist mir schrecklich peinlich und ich würde vor Scham im Boden versinken, wenn meine Freunde, Familie oder Kollegen davon erfahren würden. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00037625 vom 17.02.2016 um 15:33:49 Uhr in 96049 Bamberg (9 Kommentare).

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Verzweifelte Frauen beim Casting

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Selbstsucht Dummheit Falschheit Medien

Ich arbeite seit vier Jahren für eine große TV-Produktionsfirma, die vor allem durch eine gewisse Castingshow ihr Geld macht. Da ich dort Backstage mit einem Klemmbrett und Headset rumlaufe, kommen zahllose junge Frauen auf mich zu, weil sie wohl denken, ich hätte etwas zu sagen, was das Auswahlverfahren betrifft. Viele von ihnen sind extrem hohl hinter der Stirn, was zur Folge hat, dass sie alles machen würden, nur um eine Runde weiterzukommen. Ich sage ihnen immer wieder, dass ich nichts versprechen kann, aber entweder verstehen die das nicht, oder sind zu dumm, um es zu verstehen. So oder so bekomme ich in der Zeit, in der die Aufnahmen für die Sendung anstehen, viele eindeutige Angebote, auf die ich selbstverständlich eingehe, wenn mir die Optik der Dame zusagt. Einige dieser Damen, die dann auch in den Liveshows einen auf braves Mädchen von nebenan machen, sind in Wirklichkeit die größten Schlampen, die alles für ein paar Minuten Ruhm machen.


Am besten in Erinnerung ist mir eine junge Frau geblieben, die es eigentlich gar nicht nötig hatte, denn Singen konnte sie recht gut. Blöd nur für sie, dass sie alles in den Sand gesetzt hat und jetzt nur noch Schlagzeilen macht, wenn sie in anderen Trash-Formaten auftaucht, von einem anderen Z-Promi schwanger ist oder in Boulevardsendungen über ihre Schönheitsoperationen spricht, nur um ein paar Euro zu verdienen. Ich freue mich schon auf die nächste Staffel.

Beichthaus.com Beichte #00037622 vom 17.02.2016 um 12:13:18 Uhr (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ist Hygiene wirklich so wichtig?

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Faulheit Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Ich möchte beichten, dass ich ein unglaubliches Schwein bin. Kurz zu mir, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und bin Logopädin. Meine Familie stammt ursprünglich aus Russland und ich bin sehr konservativ aufgewachsen. Ich war immer eine gute Schülerin und habe mich auch immer sozial und in der Kirche engagiert. Jedoch gab es da immer eine Sache, die nicht so ganz ins Bild des ordentlichen Mädchens passte, auch wenn mich fast nie jemand darauf angesprochen hat. Es waren nicht Partys oder Drogen, es war meine schreckliche Faulheit, wenn es um Körperhygiene ging.


Bereits als Kind war ich sehr unhygienisch, bin manchmal eine Woche lang nicht duschen gegangen oder habe meine Socken nicht gewechselt. Körperpflege war für mich immer lästig. Als ich so in der sechsten Klasse war, habe ich angefangen, immer unhygienischer zu werden. Irgendwann ging ich dann nur noch jede zweite Woche duschen, habe mir nur einmal in der Woche die Unterwäsche gewechselt und aufgehört Deo zu benutzen. Ich war zur damaligen Zeit sogar noch im Sportverein (Akrobatik und Ballett), allerdings hatte ich selbst nach dem Sport nicht das Gefühl, das ich jetzt eine Dusche bräuchte. Irgendwann habe ich dann alles immer weiter hinausgezögert. Das Ganze ging so, bis ich 16 war. Nachdem ich immer weniger Zeit für Sport hatte, bin ich ein bisschen auseinandergegangen und habe mich dadurch eklig gefühlt. Nur das hat es geschafft, meine schlechte Angewohnheit zu durchbrechen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich eingesehen habe, dass dieses Verhalten einfach nur ekelhaft ist.


Außerdem fand ich es auf eine abartige Weise faszinierend zu sehen, wo die Grenzen lagen. Meine Rekorde: Die gleichen Socken sechs Wochen tragen, zwei Monate nicht Duschen, die Haare zwei Wochen lang nicht waschen. Ich trug auch einmal einen ganzen Monat lang die gleiche Unterhose. Manchmal habe ich auch nach dem Duschen die gleiche Wäsche wieder angezogen. Außerdem habe ich mir immer sehr gut die Zähne geputzt, weswegen man bei meinem Anblick wahrscheinlich nicht gleich gesehen hat, wie sehr ich mich gehen lasse. Die Hände habe ich mir fast nie gewaschen, auch nicht wenn ich auf dem Klo war, weswegen ich wahrscheinlich eine ziemliche Bakterienschleuder war. Krank war ich allerdings nicht oft. Für die Haare habe ich meist Trockenshampoo benutzt, außerdem sind sie ziemlich dick, was das Haarewaschen sehr mühsam macht.


Wenn ich so zurückdenke, finde ich es wirklich erschreckend, dass ich fast meine ganze Jugend lang meinen Körper schlecht behandelt habe. Ich wurde genau zwei Mal darauf angesprochen: Einmal von meiner Mitschülerin in der siebten und einmal von meiner Freundin in Sport. Von besagter Mitschülerin habe ich auch einen Zettel bekommen, auf dem "Nasty stinkt" stand, was ich damals aber noch nicht wirklich ernst nahm. Ich habe mich immer rausgeredet, weil es mir eigentlich richtig peinlich war. Meinen Eltern ist es auch manchmal aufgefallen, wenn ich beispielsweise immer die gleichen Socken anhatte, aber ich habe immer die Wäsche meiner Schwester in den Wäschekorb getan, damit meine Mutter keinen Verdacht schöpft. Ich weiß nicht, ob ich gestunken habe, aber ich hab mich nur selten so empfunden. Meinen ersten Freund hatte ich übrigens mit 19 Jahren.


Ich weiß nicht, was in meinem Kopf falsch ist, dass es mir so schwer fällt, hygienisch zu sein. Noch heute kämpfe ich mit mir, wenn es um solche Sachen geht, aber mittlerweile kann ich mich zusammenreißen. Es tut mir im Nachhinein wahnsinnig leid, dass meine Mitmenschen das ertragen mussten und dass ich so schlecht mit meinem Körper und meiner Gesundheit umging.

Beichthaus.com Beichte #00037618 vom 16.02.2016 um 17:05:59 Uhr (21 Kommentare).

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Er kam immer zu spät!

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Hass Zorn Rache Familie Telefon

Mein (w/34) älterer Bruder besaß bis vor ganz kurzer Zeit kein Handy, er war immer überzeugter Handyhasser. Das ist ja einzig und alleine seine Entscheidung, nur ist es so, dass wir anderen uns bei Verabredungen mit ihm oft schon lange die Beine in den Bauch gestanden […]
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Beichthaus.com Beichte #00037617 vom 16.02.2016 um 16:11:16 Uhr (10 Kommentare).

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Der Ernst des Lebens

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Dummheit Faulheit Trägheit Studentenleben

Ich (w/24) beichte, dass ich faul bin, einfach nicht mit meinem Leben klarkomme und auch keine Verantwortung für mein Leben übernehme. Mein Studium geht den Bach runter, weil ich nicht genug Selbstdisziplin habe, um es richtig durchzuziehen und mich immer wieder ablenken lasse. Mir fehlt einfach absolut der Ansporn und die Motivation, langweilige Modelle oder Fakten zu lernen. Denn selbst in den interessanten Fächern kommt es mir so vor, als würden wir nicht wirklich Fähigkeiten lernen, sondern einfach nur Zeug nachkauen, um es so in der Prüfung aufzuschreiben, wie es der Prof lesen will. Ich verdränge einfach jeden Gedanken an die Zukunft und denke, dass sich schon alles ergeben wird. Ich kann mich einfach nicht zusammenreißen, breche aber auch nicht ab. Ich fühle mich einfach noch nicht reif genug, obwohl ich schon 24 bin. Ich glaube, ich fliege bald richtig auf die Fresse, und bereue, dass ich mich so lange habe treiben lassen. Andere haben in meinem Alter schon Kinder und Beruf. Ich bitte um Absolution, dass ich anscheinend sehr viel länger brauche als andere, um im "Ernst des Lebens" anzukommen.

Beichthaus.com Beichte #00037607 vom 15.02.2016 um 11:41:41 Uhr (24 Kommentare).

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