Das Waschhaus auf dem Campingplatz

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Dummheit Vandalismus Kinder Urlaub Sylt

Meine Familie und ich sind früher jeden Sommer nach Sylt auf einen Campingplatz gefahren. Das war immer total schön. Wir freundeten uns dort immer mit anderen Kindern an und trieben mit ihnen Unfug. Als ein Kumpel und ich extreme Langeweile hatten, zündelten wir einfach ein bisschen herum. Irgendwann mussten wir aufs Klo und sind erst mal zum nächsten Waschhaus geradelt. Ich hatte immer noch mein Feuerzeug in der Tasche und zündelte, während ich auf dem Klo saß, etwas mit Klopapier herum. Als wir dann beide fertig waren, verließen wir das Waschhaus. Nur vorher habe ich das Klopapier, was noch aufgewickelt war, angezündet. Wir sind ganz schnell in den Wohnwagen abgehauen und haben erst mal zur Tarnung ein Brettspiel gespielt. Nach etwa fünf Minuten kamen seine und meine Schwester völlig aufgeregt zu unserem Wohnwagen und sagten uns, das Waschhaus würde brennen. Er und ich haben natürlich ahnungslos getan, doch die zwei Mädchen merkten uns direkt an, dass wir etwas zu verheimlichen hatten. Also erzählten wir ihnen die Geschichte, aber nur, wenn sie schwörten, es niemandem zu erzählen. Danach fuhren wir mit dem Fahrrad sofort in die Nähe des Waschhauses und guckten uns die Löschaktion von etwas weiter weg an. Es waren drei Feuerwehrautos vor Ort, inklusive der Polizei. Wir machten uns danach schnell wieder vom Acker.


Die Folgen davon waren, dass das Waschhaus erst mal die nächsten Tage gesperrt war und wir immer schön zum nächsten, am Ende des Campingplatzes, fahren durften. Außerdem war an einer Tafel ein Zettel angehängt, an dem sinngemäß folgender Text stand: "Wie Sie sicher mitbekommen haben, brannte gestern das Waschhaus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Falls Sie etwas mitbekommen haben, melden Sie sich bitte bei uns." Zum Glück wurden wir nicht bemerkt und unsere Geschwister haben uns auch nicht verpfiffen. Zu Schaden gekommen ist niemand. Ich möchte mich hier dafür nochmals entschuldigen, dass ich als Kind so dummes Zeug im Kopf hatte. Trotzdem war es schon irgendwie lustig.

Beichthaus.com Beichte #00030550 vom 06.12.2012 um 12:41:04 Uhr in Sylt (Rantum Campingplatz) (9 Kommentare).

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Das Geschäft auf dem Balkon

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Dummheit Ekel Peinlichkeit Last Night Urlaub Bulgarien

Ich (m/19) war letztes Jahr mit meiner Klasse auf Abschlussfahrt am Goldstrand in Bulgarien. Unser Hotel war eigentlich ziemlich schön und für fünf Leute war das Appartement für den Preis auf jeden Fall groß genug. Dazu gehörte auch ein Balkon mit einem wundervollen Ausblick, auf dem wir jeden morgen gefrühstückt haben. Doch leider war das Klo erstens ziemlich klein und zweitens existierte kein Fenster, sondern nur eine kleine Luke, aus der die Abgase entweichen konnten. Ihr könnt es euch sicherlich vorstellen, wie das riecht, wenn fünf Jungs hintereinander auf die Toilette müssen und diese dann auch noch so klein ist. Jedenfalls waren wir am dritten Abend, wie immer, unten am Strand feiern und kamen gegen 2 Uhr in unser Appartement. Natürlich muss dann jeder erst einmal aufs Klo. Ich wollte mir das allerdings nicht antun und hatte prompt eine vermeintlich gute Idee. Vom Einkaufen sah ich noch eine Tüte bei uns rumfliegen. Diese habe ich mir geschnappt, mich damit auf den Balkon gestellt und dann versucht, mich in diese zu entledigen. Auf die Frage meiner Zimmergenossen, was ich da tue, antwortete ich nur: "Ich hab kein Bock, da reinzugehen." Ich habe es dann zwar geschafft, meinen Darm zu entleeren, doch leider habe ich die Tüte nicht getroffen und alles landete auf dem Boden. Da das die anderen gesehen haben, musste ich den Balkon sauber machen. Ich konnte das ja nicht liegen lassen und habe auch verständlicherweise keine Hilfe angeboten bekommen.
Meine Kollegen finden das heute immer noch ziemlich lustig. Die Geschichte hat sich dann natürlich auch herumgesprochen und ich hoffe und bete, dass sie nicht in der Abizeitung erscheint. Für meine Zimmergenossen tut es mir leid, da sie dann noch die restlichen Tage auf dem Balkon frühstücken mussten, den ich so eingesaut habe.

Beichthaus.com Beichte #00030548 vom 05.12.2012 um 17:42:18 Uhr in Bulgarien (Goldstrand) (15 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Mausefalle für den Maulwurf

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Boshaftigkeit Dummheit Trunksucht Freunde Last Night Allach

Letztens waren ein paar Freunde und ich auf einer Hüttenparty. Als die meisten Gäste schon geschlafen haben, bin ich nochmal raus, weil es so stickig war. Dabei habe ich eine Mausefalle entdeckt. Ein Kumpel hat dann mit mir den Käse rausgenommen und, voll, wie wir waren, kamen wir auf die Idee, einen Freund im Halbschlaf ein bisschen zu ärgern. Nach einigen schmerzhaften Versuchen, die Mausefalle aufzuziehen, haben wir sie anstatt seiner Brille neben den Kumpel gelegt. Anschließend legten wir noch eine Serviette darüber, so dass es aussieht, als ob die auf der Brille liegt. Ihr könnt euch vorstellen, wie schwer es war, leise zu sein und nicht einfach loszulachen. Dann, am Morgen, war es endlich soweit: Der Freund, besoffen wie ein Schwein und blind wie ein Maulwurf, tastet nach seiner Brille und erwischt stattdessen die Mausefalle. Er hat einen ziemlichen Schock bekommen und ist natürlich sofort herumgesprungen und hat alle geweckt. Wir waren so am lachen. Im Nachhinein tut es uns leid, denn eine Mausefalle kann schon wehtun. Der Freund hat uns aber verziehen und erzählt auch gerne die "Geschichte mit der Mausefalle".

Beichthaus.com Beichte #00030546 vom 05.12.2012 um 15:03:56 Uhr in Allach (9 Kommentare).

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Betrunken randaliert

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Dummheit Aggression Trunksucht Ex Polizei Darmstadt

An die Gegebenheiten meiner Beichte kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern, die komplette Geschichte ließ sich aber aus Erzählungen relativ gut rekonstruieren. Nachdem ich mich an einem Tag mal wieder mit meiner damaligen Freundin gestritten habe, bin ich zu einem Kollegen und habe mich dort ein wenig volllaufen lassen. Ein paar Stunden später scheine ich den unwiderstehlichen Drang gehabt zu haben, das jetzt unbedingt mit meiner Freundin klären zu müssen. Mein Kollege wollte mich seiner Erzählung nach aufhalten und dafür sorgen, dass ich bei ihm übernachte, aber es half nichts. Ich bin dann anscheinend zu meiner Freundin und wir haben das dann natürlich alles andere als geklärt - ich wurde von der Polizei aus der Wohnung meiner Freundin gehievt und zu mir nach Hause in den Nachbarort gefahren. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, also bin ich wieder los, habe mich in die Straßenbahn gesetzt und bin wieder zu meiner Freundin gefahren. Hier hören dann auch schon die Erzählungen auf und meine letzten Erinnerungsbrocken verschwinden komplett. Das nächste, an das ich mich erinnere, ist ein freundlicher Polizeibeamter, der mich weckte und meinte, ich müsse die Ausnüchterungszelle jetzt verlassen und solle am besten nach Hause gehen. Nachdem man mir meinen Gürtel, Schuhe und meine anderen Sachen ausgehändigt hat, befand ich mich mit einem Riesenschädel vor dem Polizeirevier, schlich mit einem Gefühl der Scham durch Seitenstraßen und war froh, einige Zeit später endlich wirklich zu Hause zu sein. Etwa zwei Wochen später kam ein freundlicher Herr zu Besuch und verlangte an die 80 Euro für die Übernachtung im gastlichen Polizeihotel. Eine Freundin habe ich seitdem übrigens nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030542 vom 05.12.2012 um 11:23:28 Uhr in Darmstadt (Liebfrauenstraße) (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eskalation im Hotel

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Dummheit Ekel Trunksucht Vandalismus Last Night

Ich habe während dem Abitur noch meinen Grenzen gesucht. Wie auch an einem Wochenende, an dem vier Schüler unserer Schule das Privileg genießen durften, an einem Karriereseminar eines großen, börsennotierten Unternehmens teilnehmen zu dürfen, zusammen mit Schülern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Ereignis fand in einem Fünf-Sterne-Hotel statt und sollte drei Tage andauern. Wir wurden gebeten, bereits am Freitag zu erscheinen, obwohl das Programm erst für Samstag angesetzt war. Da das Hotel nur 40 Kilometer von unserer Schule entfernt war, kamen wir selbstverständlich pünktlich zum Abendessen an. Leider feierte ein sehr guter Freund an diesem Abend noch seinen Geburtstag, wo wir natürlich noch hin mussten. In der entsprechenden Bar angekommen, betranken wir uns genüsslich und hatten einen Long Island Ice Tea nach dem anderen. Nachdem es mittlerweile spät in der Nacht war und die Bar gerade schloss, kam uns die glorreiche Idee, die Party in unserem Hotel fortzusetzen. Gesagt, getan. Mit zehn Freunden fuhren wir ins Hotel - mit Taxi selbstverständlich - und bedienten uns an der Bar. Wir tranken die teuersten Whiskys und Unmengen selbstkreierter Cocktails. Nachdem wir langsam ein Hungergefühl entwickelten, suchten wir die Hotelküche und wurden auch schnell fündig. Das Frühstücksbuffet für den nächsten Morgen war bereits perfekt angerichtet, für einen Moment zumindest. Also setzten wir unser Leben im Schlaraffenland fort und verwüsteten so ziemlich alles. Nachdem ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte und die Sonne langsam aufging, wollte ich auf mein Zimmer gehen. Kurz, nachdem ich mich hinlegte, überkam mich allerdings der Alkohol und landete im Bett. Plötzlich hörte ich jemanden neben mir sagen "Ich will noch nicht aufstehen". Ich versuchte, mir diese Situation in meinem Rausch zu erklären, hatte aber leider keinen Erfolg. Also rannte ich aus dem Zimmer und bemerkte auf dem Flur, dass mein wirkliches Zimmer ja eine Türe weiter ist und ging dort hinein, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Wie ich in das falsche Zimmer hinein kam, kann ich mir heute noch nicht erklären.


Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet am nächsten Morgen wurden wir von einem Seminarleiter abgefangen und in einen Konferenzraum gebeten, in dem sämtliche Teilnehmer topfit versammelt waren, mit Ausnahme von uns. Es wurde berichtet, dass Getränke fehlen, die Küche ein Schweinestall sei, im ganzen Hotel Zigarettenstummel auf dem Boden liegen und jemand in der Küche sein großes Geschäft erledigt habe. Entsetzte Blicke in allen Gesichtern. In diesem Moment meldete sich ein junges Mädchen und fügte hinzu, dass jemand in ihr Bett gekotzt hätte. Nach einem kurzen Auflachen wurde es wieder ernst. Man teilte uns allen mit, dass das Seminar mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird und auch in Zukunft nicht mehr stattfindet. Einige Leute fingen an zu weinen, andere warfen meinen Kumpels und mir böse Blicke zu, inklusive den Seminarleitern. In diesem Moment übergab sich ein Freund von mir. Nach unzähligen Bestellungen zum Direktor unserer Schule wurde die Situation so ernst, dass wir es nur mit viel Glück, richtigem Auftreten und Argumentationsgeschick schafften, die Schuld auf Unbekannte zu schieben und somit nicht von der Schule zu fliegen. Ich beichte also, dass es mir unendlich leid tut, mich damals so benommen, eine zehnjährige Tradition unserer Schule zerstört, dem Hotel und seinen Angestellten Mühe und Kosten bereitet und alle Teilnehmer um ein wertvolles Zertifikat gebracht zu haben. Jetzt kenne ich meine Grenzen.

Beichthaus.com Beichte #00030540 vom 04.12.2012 um 23:49:22 Uhr (11 Kommentare).

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