Ich fahre mein Leben an die Wand!

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Verzweiflung Faulheit Trägheit Falschheit

Ich bin jetzt 21 Jahre alt und habe das Abitur im zweiten Anlauf geschmissen. Auch den Bund habe ich nach einem Jahr hingeschmissen und stehe jetzt auch noch kurz davor, meine Lehrstelle zu verlieren. Wenn sich eine Sache durch mein Leben zieht wie ein roter Faden, dann ist es Faulheit. Und vielleicht Selbstsabotage. Dabei sollte ich eigentlich ein Familienunternehmen in dritter Generation übernehmen. Leider bin ich einfach unglaublich faul. Faul, träge und ich manipuliere auch noch gerne die Leute um mich herum. Ich habe manchmal das Gefühl, überhaupt keine Empfindung für irgendwas oder irgendwen zu haben. Mit Weibern läuft es bei mir auch nicht. Nach einer Hochphase in meiner Zeit von 15 -18 Jahren stehe ich hier mit nichts. Ich habe mich immer für einen von den Coolen gehalten, ohne zu merken, wie kalt und tot ich innerlich war. Ich schaffe es nicht einmal, mir täglich die Zähne zu putzen. Ich bin ein verfluchter Versager und werde wahrscheinlich nicht einmal diese Lehre schaffen, denn ich habe schon Aufschub bekommen. Ich habe absolut keine Ahnung, was mal aus mir werden soll.

Beichthaus.com Beichte #00035878 vom 07.06.2015 um 16:18:26 Uhr (18 Kommentare).

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Von der Sandkastenfreundin zur Sexbombe

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Masturbation Begehrlichkeit WG

Ich möchte beichten, dass es um meine geistige Gesundheit gerade nicht so toll bestellt ist, und ich mich in einem echten Gewissenskonflikt befinde. Aber der Reihe nach: Vor vier Jahren zog ich (m/24) in eine WG - mit meiner gleichaltrigen besten Freundin, und noch einem anderen guten Freund. Meine beste Freundin kenne ich, seit ich mich erinnern kann. Wir wohnten schon früher in Nachbarhäusern im selben Ort. Sie war früher immer das eher etwas dickliche, unsportliche, nicht besonders stylische, aber durchaus witzige Mädchen. Als andere sich für Jungs zu interessieren begannen, hing sie immer noch in ihrer Barbiepuppen- und Pferdephase fest. Bald waren alle anderen Mädchen aus der Klasse wesentlich weiter als sie, und sie geriet zunehmend ins Abseits. Ich hielt dennoch zu ihr, zum einen, weil sie, wie schon gesagt, sehr lustig war, zum anderen, weil man mit ihr immer gepflegten Unsinn machen konnte.


Natürlich hatte ich zwischendurch auch einige Beziehungen, aber der Kontakt zu meiner besten Freundin blieb immer bestehen, und so beschlossen wir eben, für die Zeit des Studiums eine WG zu gründen, nachdem sie ein Jahr in Amerika verbracht hatte, und ich eines in Australien. Das Auslandsjahr hatte meine beste Freundin, die ja eben schon immer etwas moppelig war, im Übrigen sogar noch etwas mehr aus dem Leim gehen lassen. Wir zogen also zusammen. Das WG-Leben lief hervorragend, wir spielten uns ständig kleine Streiche, aber nichts wirklich Bösartiges. Einige Zeit später hatte unser dritter Mitbewohner jedoch einen Unfall und konnte danach die Treppen zur Wohnung nicht mehr so richtig gut steigen. Er zog also schweren Herzens aus und wir suchten uns jemand neuen. Dieser Jemand war eine vollkommen Fitnesswahnsinnige, wie sich herausstellen sollte. Ich bin ja auch ein sehr regelmäßiger Fitti-Gänger, aber an diesem Mädchen sah man, dass man eben alles übertreiben kann. Sie hatte winzige Brüste, aber ein krasseres Sixpack als ich, auf ihren Armen und Beinen zeichneten sich die Adern ab, und ihr Gesicht wirkte irgendwie verhärmt. Immerhin hatte sie einen schönen Hintern.


Sie stand früh um sieben auf, auch wenn sie mittags erst an die Uni musste, und rannte erst einmal zehn Kilometer, danach machte sie noch Krafttraining. Man bekam ungefragt und ständig Ernährungs- und Sporttipps von ihr, und obwohl sich meine beste Freundin anfangs ziemlich darüber lustig machte, begann sie irgendwann, sich auch gesünder zu ernähren, ließ die Schokoriegel und die Chips weg und versuchte es schließlich mit Sport. Nach circa einem halben Jahr fiel mir auf, dass sie neuerdings recht gut aussah. Ich ertappte mich immer öfter dabei, wie ich ihr auf den Hintern guckte. Außerdem begannen sich plötzlich die Jungs für sie zu interessieren, was mich sehr für sie freute. Als sie ein Jahr dabei war, konnte ich nur noch ganz schlecht weggucken, wenn sie vor mir lief, oder sich vorbeugte. Sie war zu einer echten Granate mutiert, und eines schönen Tages kam sie nur in knappem Top und Tanga aus dem Bad, guckte mir kurz beim Kochen des Abendessens zu, und verschwand in ihrem Zimmer. Ihre leicht nach oben stehenden Nippel zeichneten sich deutlich ab, und ihr neuerdings sehr muskulöser Hintern kreiste langsam beim Laufen. Ich bekam einen spontanen Ständer, ging meinerseits ins Bad und ließ den Druck ab.


Während mir die erste Rauchschwade des anbrennenden Essens in die Nase geriet, überlegte ich, ob ich wirklich grade bei der Selbstbefriedigung an meine Sandkastenfreundin gedacht hatte. Es wurde immer schlimmer, und bald begannen die gegenseitigen Streiche, die wir uns spielten, mehr und mehr sexuellen Charakter anzunehmen. Wo wir früher Salatöl in die Apfelschorleflasche des anderen gefüllt hatten, oder uns aus dem Hinterhalt mit Haargummis abschossen, war beispielsweise mein Desktophintergrund bei einer Präsentation an der Uni plötzlich eine Frau in sehr sexy Unterwäsche, die sich auf einem Bett rekelte. Trotz des nichtvorhandenen Kopfes wusste ich sofort, zu wem der Körper gehörte, und es erwischte mich so eiskalt, dass ich mich beim Vortrag nur noch sehr schwer konzentrieren konnte. Dafür öffnete ich die Badtür mithilfe einer Münze von außen und klaute ihre Wäsche und ihr Handtuch, während sie duschte, sodass sie nackt vor mir über den Flur laufen musste. Natürlich drehte sie den Spieß herum, kam aus dem Bad spaziert, lehnte sich, so nackt wie sie eben war, lasziv an die Tür, und fragte mich, ob ich ihr vielleicht das Handtuch reichen könne. Mir wurde ziemlich warm dabei, weil ihr Körper mittlerweile wirklich der helle Wahnsinn ist. Ihre Brüste sind verhältnismäßig groß geblieben, kommen jetzt natürlich aber viel besser zur Geltung, und der Rest ist mindestens genauso paradiesisch.


Naja, was soll ich sagen, unser letzter Streich vor zwei Tagen beinhaltete das gegenseitige, zärtliche Berühren der Geschlechtsorgane, und es ist vollkommen klar, auf was die Sache im Endeffekt hinauslaufen wird. Ich will aber eigentlich nicht aus rein hormongesteuerter Hirnschmelze heraus die Freundschaft ruinieren, dennoch denke ich nicht, dass ich ihr nur noch ein einziges Mal widerstehen kann. Heute Abend werden wir alleine sein, und ich gehe davon aus, dass meine Selbstkontrolle über kurz oder lang kläglich versagen wird. Gott steh mir bei.

Beichthaus.com Beichte #00035858 vom 04.06.2015 um 11:46:36 Uhr (18 Kommentare).

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Was wäre wenn?

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Begehrlichkeit Neugier Partnerschaft

Mit meinem Freund bin ich (20) beinahe drei Jahre zusammen. Er war mein Erster und Einziger. Ich arbeite Vollzeit, er studiert und arbeitet nebenbei, da ich alleine keine Wohnung bezahlen und ihn durchfüttern kann. So kommt es, dass er oft abends noch arbeitet, während ich schon lange daheim bin. Oft arbeitet er auch bis mitten in der Nacht. Unser Sexleben kommt dabei oft ein wenig zu kurz. Der Sex an sich ist zwar meistens super, nur ein wenig selten. Einfach aus Neugier, weil ich ja nichts anderes kenne, stelle ich mir manchmal vor, wie es wäre, mit jemand anderem Sex zu haben. Manchmal möchte ich es ausprobieren, obwohl ich mir kurz drauf denke, dass es wahrscheinlich ziemlich schlecht und enttäuschend sein würde. Ich wüsste auch, mit wem ich es probieren möchte, ein guter Freund, den ich ziemlich hübsch finde. Wir machen viel gemeinsam und ich glaube, dass auch von seiner Seite ein wenig Interesse besteht. Aber dann spinne ich den Gedanken weiter. Was, wenn er mich nur attraktiv findet, weil er nicht weiß, wie ich drunter aussehe? Ich finde mich selbst nicht so schön, ich bekomme zwar Komplimente, aber zufrieden bin ich mit mir bei Weitem nicht. Oder was, wenn ich dann etwas Komisches mache, was bei meinem Freund normal ist, er aber komplett bescheuert findet?


Vor allem, wie verhält es sich danach? Geht es weiter oder geht unsere Freundschaft in die Brüche? Und wenn mein Freund dahinter kommt? Alleine bei dem Gedanken, wie weh ich ihm damit tun würde, kommen mir die Tränen. Wahrscheinlich würde ich ohnehin nicht die Eier für eine Affäre haben, dazu bin ich viel zu weich. Und ich bin auch keine Sexbombe, ich bin mehr das süße Mädchen. Aber einfach nur wissen, wie es wäre, wenn es anders wäre. Und dabei hatte ich mal Moral und Wertvorstellungen, ich wollte mein ganzes Leben lang nur mit einer Person Sex haben. Was würde ich wohl denken, wenn ich in dreißig Jahren auf die jetzige Zeit zurückblicke. Finde ich es dann schade, dass ich es nicht probiert habe? Oder habe ich es probiert und bereue es, oder fand ich es gut?

Beichthaus.com Beichte #00035857 vom 03.06.2015 um 23:13:37 Uhr (11 Kommentare).

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Ich bin eine männerzerstörende Furie

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Selbstsucht Schamlosigkeit Fremdgehen Partnerschaft

Ich (w/23) wirke auf den ersten Blick völlig normal und vertrauenswürdig. Meine Familie hält mich für eine Mustertochter. Ich habe meinem allerersten Freund allerdings das Leben zur Hölle gemacht, nachdem er mich als zu dick bezeichnete. Ich habe seinen Eltern glaubwürdig klar gemacht, dass er drogenabhängig sei - was nicht wahr war - sodass sie ihn in Entzug schickten. Kurz darauf fiel er durch und wechselte die Schule. Meiner ersten Jugendliebe stellte ich Jahre lang hinterher, nachdem er mich abgewiesen hatte. Ich stellte es so geschickt an, dass ich ihn nach vier Jahren so weit hatte, sich in mich zu verlieben und mehr zu wollen. Als er keinen hochbekam, machte ich mich über ihn lustig, brach ihm aus Rache das Herz und setzte ihn vor die Tür. Meinen zweiten Freund, mit dem ich sehr lange zusammen war, habe ich mit drei verschiedenen Kerlen betrogen - u.a. seinem besten Freund - ihn dann zu einer offenen Beziehung überredet und mit noch mehr Kerlen geschlafen, obwohl ich wusste, dass er eigentlich nicht so gut damit klarkam - er nutzte es aber auch aus - und ihm dann, als er im Gegenzug etwas mit meiner besten Freundin anfing, furchtbare Vorwürfe gemacht. Als wir uns trennten, habe ich ihn vor unserer gesamten Bekanntschaft als untreuen Fremdgänger und Feigling hingestellt, weil er mich bei der Trennung so scheiße behandelt hat - und alle haben mir geglaubt.


Meinen dritten Freund habe ich ebenfalls mit seinem besten Freund betrogen, der noch dazu der Freund meiner besten Freundin war - zwei Jahre lang. Ich habe beide wirklich geliebt und sie mich, aber als die Freundin es rausfand, hat sie den Kontakt abgebrochen und hasst mich jetzt abgrundtief. Beide sind jetzt depressiv und in Behandlung. Ich habe unsere komplette Freundschaft zerstört und uns alle unglücklich gemacht. Um mich von der ganzen Scheiße abzulenken, habe ich eine Affäre mit einem BDSM-Model angefangen, die ganz kurzweilig ist, aber nicht wirklich zufriedenstellend, denn auch er ist vergeben. Seit sieben Jahren halte ich mir meinen besten Freund an der kurzen Leine, aber in tiefer Friendzone, obwohl er mich seit Jahren liebt. Ich sorge dafür, dass all seine Beziehungen scheitern, weil ich ihm immer wieder bewusst mache, dass keines der Mädels, mit denen er etwas hat, an mich rankommt.


Insgesamt habe ich vier Männer entjungfert und mit zwei Kerlen geschlafen, die vergeben waren. Ich könnte noch so viele andere schreckliche Details erzählen, aber ich fühle mich so schon grottig genug. Und das Fiese: Wenn ich könnte, würde ich das alles nicht einmal anders machen. Die meisten dieser Dinge habe ich nicht aus Selbstzweck getan, sondern weil ich verliebt oder verzweifelt war und Rache wollte, so gemein das alles in der Zusammenfassung auch klingt. Ich glaube, ich bin einfach eine männerzerstörende Furie, die alle um sich herum unglücklich macht, und das nicht einmal absichtlich. Ich bin einfach eine selbstsüchtige, gefühls- und triebgesteuerte Person, die sich nicht im Griff hat, und ich kann das auch nicht ändern. Vermutlich denken jetzt alle, ich wäre eine Schlampe, aber ich hatte noch nie einen richtigen ONS. Ich bitte um Vergebung, vielleicht kann mir ja irgendwer irgendwann verzeihen. Ich kann es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035851 vom 03.06.2015 um 02:06:31 Uhr (33 Kommentare).

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Die verlotterte Familie von nebenan

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Unreinlichkeit Ekel Selbstsucht Nachbarn

Ich wuchs in einem wirklich kleinen Kaff auf. Es war ziemlich abgelegen und darum wohnten dort eigentlich nur Leute, die Wohneigentum besaßen und sich lange Arbeitswege leisten konnten. In unserem Nachbarhaus gab es jedoch eine Wohnung spottbillig zu mieten, die allerdings jahrelang leerstand. Eines Tages zog neben uns, genau in diese Wohnung, eine Familie ein. Sie bestand aus einem Jungen, etwas älter als ich, einem Mädchen, etwas jünger als ich, und einem Kleinkind. Das Mädchen war wirklich wunderschön, aber sah immer dermaßen griesgrämig drein, dass man sich nicht traute, es anzusprechen. Der Junge und ich wurden mit der Zeit gute Kumpels, auch wenn mir auffiel, dass er oft nahezu grundlos aggressiv wurde. Er machte seinen Eltern, und vor allem seiner Schwester oft Vorschriften, allerdings tat er das bald auch mit mir, was ich mir natürlich nicht gefallen ließ. Außerdem merkte ich mit der Zeit, dass die Eltern ziemlich ärmlich lebten.


Der Junge und ich hatten immer öfter unsere Differenzen, denn er kam gerne mal nachmittags vorbei, machte einfach so, ohne zu fragen den Fernseher an, ging an unseren Kühlschrank und lungerte dann bis abends da herum. Meine Eltern erteilten ihm irgendwann Hausverbot, als er begann, sich bei uns vollends aufzuführen, als würde ihm alles gehören, und als könne er uns vorschreiben, was wir zu tun und zu lassen hätten. Eines Tages war er dann plötzlich weg, die Familie von nebenan lebte aber normal weiter. Sie erzählten etwas davon, dass der Sohn irgendwo weiter weg eine Lehrstelle hatte. Eines Nachmittages im Winter stand das Mädchen vor unserer Tür. Die Heizung sei kaputt, ihre Eltern aber noch nicht da, und die Kleine sei in der Kita. Ich ließ sie rein und sie setzte sich direkt an die Heizung. Ich bot ihr einen Tee an, und sie fragte, ob ich stattdessen Kippen hätte, was ich verneinte. Wir saßen eine Weile herum, bis meine Eltern heimkamen, denen sie wortwörtlich dieselbe Geschichte erzählte. Irgendwann abends ging sie hinüber. Ab da wiederholte sich das ein- bis zweimal pro Woche. Sie sprach nie mehr als nötig war, obwohl ich versuchte, sie zu unterhalten, sondern saß nur wunderschön und griesgrämig guckend an der Heizung, schlürfte ihren Tee, kaute auf einem trockenen Brötchen oder Keksen herum, und ging dann wieder. Meine Eltern waren erst etwas ratlos, dann dachten sie, dass zwischen uns etwas lief. Da das Mädchen sie nicht störte, ließen sie aber machen. Als sie im Frühjahr immer noch regelmäßig bei uns war, fragte ich sie, ob es ihr denn bei uns so gefiele, es sei ja mittlerweile recht warm draußen.

Sie stand wortlos auf, setzte sich neben mich, und begann mich im Schritt zu streicheln. Dann öffnete sie meine Hose und machte es mir mit der Hand. Ich war viel zu perplex, um zu reagieren. Natürlich interpretierte ich ihr Verhalten so, dass ich dachte, sie sei jetzt meine Freundin. Wir taten es seitdem oft, wenn sie bei mir war. Sie hatte einen absolut perfekt geformten Körper, mit dem sie mich regelrecht wahnsinnig machte. Nie wieder in meinem Leben habe ich so schöne Brüste gesehen, geschweige denn angefasst. Sie schmeckte auch immer wunderbar nach einer Mischung, die mich an Zimt und Vanille erinnerte, und zwar überall. Ihr Orgasmus war ein wunderbares, lang gezogenes Beben, meistens gefolgt von einem kleinen Seufzer. Es war die beste Zeit meines Lebens. Ich hinterfragte ihre Motive niemals, und sie sprach auch nie viel. Wenn, dann meistens über die Schule, oder ihre beste Freundin, die ich jedoch nie kennenlernte. Gespräche über ihre Familie würgte sie ab. Außerdem war ich viel zu verliebt, um zu bemerken, dass da irgendetwas nicht stimmen konnte. Mir fiel allerdings auf, dass man ihre Eltern nur noch ganz selten zu Gesicht bekam. Wenn, dann herrschte bei ihnen auch immer eine seltsame Spannung und sie beäugten ihre Umgebung misstrauisch. Irgendwann blieben jedoch die Besuche meiner Freundin aus, und ich ging mehrmals hinüber klingeln. Es öffnete jedoch niemand, auch über einen Zeitraum von mehreren Wochen nicht, obwohl ich durchaus den Verdacht hatte, dass jemand zu Hause war. Egal was ich jedoch anstellte, um sie wiederzusehen und mit ihr zu sprechen, sie war genauso verschwunden wie ihr Bruder.

Bald darauf dämmerte mir, dass die ganz Kleine auch schon ewig nicht mehr draußen vorm Haus spielen gewesen war. Ich versuchte durch die Fenster in die Wohnung hereinzugucken, aber die Gardinen waren einfach zu dick, und es war zu dunkel. Ich überlegte lange, ob ich die Polizei holen sollte, tat es aber nie, weil ich Angst hatte, das vollkommen unbegründet zu tun. Nach einigen Monaten, in denen ich ihretwegen ziemlich litt, klingelte es an der Haustür, und ein mir unbekannter Mann stand davor, mit ihrem Bruder. Sie fragten, ob ich seine Eltern gesehen hätte, was ich verneinte. Ich wollte im Gegenzug wissen, ob er wüsste, wo seine Schwester sei. Er sah mich sehr misstrauisch an, und sagte nur, sie sei weggezogen und es ginge ihr gut. Meine Bitten, mir etwas darüber zu erzählen ignorierte er. Eine Telefonnummer wollte er mir auch nicht sagen, stattdessen wurde er regelrecht aggressiv. Nachdem er drei Runden um die Wohnung seiner Eltern geschlichen war, gingen er und der Mann wieder. Ein weiteres Jahr zog ins Land, in dem seine Eltern uns vollkommen ignorierten. Wir sahen sie auch nur noch ganz selten. Eines Tages wurde dann ihre Wohnung ausgeräumt, wohl eine Zwangsräumung. Es war wirklich gruselig. Überall schimmelige Essensreste, vergammelte Wäsche, Dreck, Kothaufen, heruntergefetzte Tapeten, Pfandflaschen, leere Schnapsflaschen, und so weiter. Aus der Wohnung stank es wie die helle Pest nach einer Mischung aus Rauch, Exkrementen und anderen biologischen Gerüchen.

Erst dort wurde mir bewusst, dass meine Freundin immer dasselbe Shirt, und auch dasselbe Paar Hosen getragen hatte. Außerdem hatte sie wohl nur drei verschiedene Unterhöschen oder so, und einen einzigen, etwas zu kleinen BH. Manchmal hatte sie ihr Zeug per Hand gewaschen - vorm Sex, und währenddessen trocknen lassen, mit der Begründung, sie hätte sich bekleckert. Außerdem hat sie immer nach dem Sex geduscht. Mir wurde schlagartig klar, warum sie und ihr Bruder so gerne Zeit bei uns verbracht hatten, und außerdem wurde mir bewusst, dass sie wohl nur mit mir geschlafen hatte, um einen Grund zu haben, bei uns zu sein, ihr Zeug zu waschen, duschen zu können und etwas zu essen. Sie wollte offensichtlich die Fehler ihres Bruders nicht wiederholen, der irgendwann einfach abgehauen war, als meine Eltern ihm wegen seines Verhaltens bei uns Hausverbot erteilt hatten. Dennoch hatte sie es irgendwann nicht mehr ausgehalten, und war mit ihrer Schwester irgendwann nachts einfach verschwunden. Ich fragte mich, warum ich das alles nicht gesehen hatte, und wie ich so blind sein konnte. Meine Eltern hätten ihr sicher mit so Einigem helfen können. Eine Zeit lang versuchte ich, zu ihr wieder Kontakt herzustellen, um mich zu entschuldigen. Es gelang mir allerdings erst fünf Jahre später.

Sie akzeptierte meine Entschuldigung wortlos, und wir treffen seitdem in unregelmäßigen Abständen. Sie hat bis jetzt, mit Ende 20, kein allzu leichtes Leben gehabt, aber sie bekommt es wohl langsam auf die Reihe. Wortkarg ist sie immer noch, nur ihre Schönheit ist mittlerweile etwas verblasst. Ihr Bruder redet kein Wort mehr mit mir und trägt mir das Hausverbot meiner Eltern und die Tatsache, dass ich mit seiner Schwester geschlafen habe, immer noch nach. Die ganz Kleine lebt bei ihren Großeltern und legt mit ihren 17 Lenzen schon eine eindrucksvolle Alkohol- und Drogenkarriere hin. Auch dafür fühle ich mich teilweise verantwortlich. Hätte ich das eher gemerkt, wären ihr sicher einige sehr schlimme Dinge erspart geblieben.

Beichthaus.com Beichte #00035850 vom 02.06.2015 um 23:11:28 Uhr (7 Kommentare).

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