Warum kann sie alles besser als ich?

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Neid Verzweiflung

Ich (w/33) stelle seit einiger Zeit fest, dass ich meine gute Freundin K. doch recht beneide. Und dafür schäme ich mich. K. ist ein sehr außergewöhnlicher Mensch. Sie ist ein Universalgenie - und das ist nicht übertrieben. Bereits in der Grundschule waren wir in einer Klasse und befreundet. K. war perfekt in Mathe, sie sah eine Aufgabe und hatte sie im nächsten Moment schon gelöst. Sie war perfekt in Deutsch, ihre Aufsätze hätte man sofort in einem Buch veröffentlichen können, jeder Verlag hätte sie genommen. Sie war perfekt beim Sport, hatte und hat auch schon immer eine sehr schlanke und elegante Figur, für die sie kaum etwas tun musste. Ein Traum - essen, ohne zuzunehmen, und trotzdem nur "schlank" und nicht "krankhaft dürr" zu sein. Sie war perfekt in Musik. Sie hat ein absolutes Gehör, spielt mehrere Instrumente und hat eine wundervolle Singstimme, sowohl für klassische Musik (Sopran), als auch für moderne Popklassiker.


Sie malt wunderschön, ihre Bilder können es mit Rembrandt, Van Gogh oder Dürer durchaus aufnehmen. Sie hat eine ganz außergewöhnliche Rhetorik, zieht sofort jeden in ihren Bann, wenn sie erzählt, kann argumentieren wie kaum jemand, den ich sonst kenne, und könnte in jeder Politshow auftreten - nicht, weil sie einfach nur gut reden kann, sondern weil sie zu politischen und sonstigen Themen viel beitragen kann. Sie hat ein sehr ausgeprägtes logisches Denken, erkennt Zusammenhänge sofort, kann zu jedem Thema etwas sagen, da sie wirklich jedes Thema versteht. Sie ist handwerklich sehr begabt, kann jedes Möbelstück aufbauen. Ihre Familie ist sehr wohlhabend, doch gleichzeitig ist sie sehr liebevoll aufgewachsen, ihre Eltern hatten immer viel Zeit. Sie wurde trotz ihrer hervorragenden Schulleistungen nie als Streberin bezeichnet, hatte immer viele Freunde, war sehr beliebt, sie ist ja auch supernett.


Ihr Abitur bestand sie mit 0,7, danach studierte sie Jura, war dort mit Abstand die Beste. Ihr Staatsexamen wurde sogar veröffentlicht. Sie ist heute Richterin und ist mit einem Beamten im höheren Dienst verheiratet. Sie haben eine wunderschöne Stadtvilla erworben und sind mittlerweile dreifache Eltern. Mir und meiner Familie geht es alles andere als schlecht - ich bin Apothekerin geworden, mein Mann hat Maschinenbau studiert, nach seiner Ausbildung zum Feinwerkmechaniker, und arbeitet in einer guten Position. Wir haben ein schönes Haus und zwei tolle Kinder. Aber wenn ich sehe, was ich alles nicht kann, beneide ich sie, weil es einfach absolut nichts gibt, das sie nicht beherrscht.


Ich habe mir manchmal heimlich gewünscht, zumindest etwas besser als sie zu können. Und als sie mich zum Bibelabend begleitete - wir sind in unserer evangelischen Kirchengemeinde aktiv, während meine Freundin und ihr Mann Atheisten sind - dachte ich, zumindest da könnte ich mal ein wenig mehr beitragen. Aber selbst dort war es nicht so. Sie verstand jede Bibelstelle sofort, diskutierte mit unserem Pfarrer, und man hätte sie für eine Theologin gehalten, wenn man es nicht gewusst hätte. Ich schäme mich dafür, dass ich irgendwie Neid spüre und mir wünsche, ich könnte etwas besser. Ich lasse sie es nicht merken, ich mag sie ja trotz allem sehr.

Beichthaus.com Beichte #00036004 vom 22.06.2015 um 18:44:02 Uhr (24 Kommentare).

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Das Leben meiner Ex-Tochter

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Selbstsucht Engherzigkeit Geiz Boshaftigkeit Familie

Ich (m/36) möchte beichten, dass nach der Scheidung meiner Frau und mir ein Kampf ums Sorgerecht für unsere 12-jährige Tochter entbrannte, nachdem ich meine Ex inflagranti erwischte. Meine Ex bekam das Sorgerecht und ich durfte meine Tochter nur am Wochenende sehen. Selbst diese Wochenenden hat meine Ex-Frau, die Schlampe, boykottiert und ich durfte trotzdem meine Tochter nicht sehen. Als ich sie einmal sehen durfte, worüber ich mich wunderte, musste ich feststellen, dass meine Ex-Frau unsere Tochter gegen mich aufgestachelt hat. In dieser ganzen Zeit gab es nur eine gute Sache. Ich habe von meinem Opa knappe 200.000 Euro geerbt und meine Ex wollte natürlich auch ein großes Stück vom Kuchen haben.


Nun zur Beichte: Ich habe daraufhin jeglichen Kontakt abgebrochen und beschlossen, keinen Unterhalt mehr zu zahlen. Dann habe ich mich mit den 200.000 Euro ins Ausland abgesetzt. Sie wollte das Sorgerecht, also soll sie zusehen, wie sie klarkommt und auch allein finanziell für die Kleine aufkommen. Hin und wieder telefoniere ich mit einem Kumpel, der mich auf dem Laufenden hält. Jedoch tut es mir manchmal etwas leid und ich überlege mir, ob ich meiner (Ex)-Tochter nicht doch mal 20 Euro zum Geburtstag schicken sollte. Aber andererseits kommen wieder die Erinnerungen hoch und ich habe diesen Gedanken dann schnell wieder verworfen. Ich genieße mittlerweile mein neues und stressfreies Leben in der Karibik mit meiner einheimischen Frau und muss schmunzeln, wenn ich höre, wie schlecht es meiner Ex-Frau und Ex-Tochter mit Arbeitslosengeld II geht. Jeder bekommt, was er verdient. Ich weiß, es ist hart, aber was soll ich sagen? So ist das Leben. Ich bitte um Absolution für mein selbstsüchtiges und selbsgerechtes Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00036002 vom 22.06.2015 um 16:49:13 Uhr (38 Kommentare).

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Wildcampen im Wald

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Waghalsigkeit Ungerechtigkeit Zorn

Seit einiger Zeit interessiere ich mich sehr für Bushcraft und Survival und bewege mich seitdem in der rechtlichen Grauzone des sogenannten Wildcampens. Ich hatte mir ein kleines Camp knapp hundert Meter abseits eines Waldweges eingerichtet, also eine Feuerstelle und eine Bank aus Totholzstämmen. Dort nächtigte ich inzwischen sechs Mal mit Hängematte und Plane darüber, nahm immer allen Müll mit. Und ich schätzte in meiner Zeit dort stets die Natur. Irgendein Waidmannsfatzke hat allerdings mein Domizil in der letzten Woche durch den Wald geschmissen. Nicht nur, dass es ein Jäger in Selbstjustiz war - ein Förster hätte das Recht dazu - sondern auch die Engstirnigkeit dieser Person macht mich sauer. Ich liebe die Natur mehr als jeder sogenannte "Jäger" und dieser Akt des Waidmann-Terrors treibt mich nur tiefer in den Wald und ferner ab von jeder Zivilisation. Jeder Jäger der Welt kann mich am Arsch lecken, und ich gehe meinem Hobby nach.

Beichthaus.com Beichte #00035972 vom 19.06.2015 um 22:39:33 Uhr (14 Kommentare).

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Asoziale Rabenmutter

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Engherzigkeit Eifersucht Ungerechtigkeit Lügen Partnerschaft Lüneburg

Ich (w/29) beichte, dass ich mich im Augenblick richtig am Leid einer Bekannten erfreue, obwohl ich mich selbst als gutmütig bezeichnen würde. Angefangen hat die ganze Geschichte schon vor knapp 10 Jahren, als ich meinen Mann auf einem Festival kennenlernte. Er wohnte 400km entfernt und nach sechs Monaten Fernbeziehungen hatte ich mein Abi fertig und zog Hals über Kopf mit ihm zusammen. Ich fing dann ein FSJ an, weil ich keine Ausbildung mehr fand, mein Mann war gerade mit der Ausbildung fertig. Drei Monate später heirateten wir, aus heutiger Sicht natürlich völlig überstürzt. Aber wir sind bis heute sehr glücklich, hatten aber natürlich unsere Tiefs und alles. Jedenfalls hatten der beste Freund meines Mannes und seine damalige Freundin sich dauernd darüber lustig gemacht. Meist waren sie oberflächlich und nicht so schlimm, aber wenn der Alkohol floss, gingen einige der Witze echt unter die Gürtellinie. Die beiden wohnten zu Hause, sie, nennen wir sie Lena, war noch in der Schule, er, nennen wir ihn Axel, arbeitete als Industriemechaniker und verdiente nicht schlecht.


Zu jedem Urlaub fuhren sie woanders hin und erzählten uns dann immer ganz ausführlich davon und zeigten uns Bilder. Bei uns war das, wegen mangelnden Geldes, nicht drin, dafür hatten wir aber ein schönes Heim und uns beide, was uns damals wichtiger war. Jedenfalls kam es dann, dass Lena unbedingt in Bremen eine Ausbildung machen wollte, also knapp 200km entfernt. Axel wollte natürlich mit, kündigte seinen gut bezahlten Job und zog mit ihr nach Bremen, ohne etwas in Aussicht. Ich hatte mit den beiden abgeschlossen und war sogar froh, mir nicht dauernd irgendwelche doofen Sprüche anzuhören. Wir waren, als die beiden nach Bremen zogen, schon drei Jahre verheiratet und alle hatten sich damit abgefunden und ließen das unkommentiert, bis eben auf die beiden - oder viel mehr Lena. Dann, eines schönen Abends, klingelte es an der Tür und der beste Freund meines Mannes stand, sichtlich fertig, vor der Tür. Ich dachte erst, dass sie sich getrennt hatten, aber nein, sie war schwanger. Er war völlig fertig, hatte immer noch keinen Job und sie hatte die Ausbildung schon hingeschmissen.


Die Ersparnisse waren fast aufgebraucht und sie würden wohl vorerst wieder zu Lenas Eltern ziehen müssen. Es ging dann alles ziemlich schnell, von heute auf Morgen waren sie wieder in der Stadt. Lena fand dann aber heraus, dass das Amt eine Wohnung bezahlt, wenn die beiden heiraten. Also heirateten die beiden und zogen in eine echt üble Gegend. Axel fand dann eine Halbtagsstelle in seinem Job, allerdings deutlich schlechter bezahlt. Über die Jahre schlich sich der Kontakt dann allerdings ganz schön aus. Erst als ich dann mit 27, also vor zwei Jahren - und vier Jahre nach ihrer ersten Schwangerschaft - selbst schwanger wurde, traf ich sie zufällig beim Frauenarzt. Sie war selbst wieder hochschwanger und so kamen wir ins Gespräch. Es war jetzt ihr drittes Kind. Sie hatte immer noch keine Ausbildung und Axel arbeitete inzwischen als Leiharbeiter. Spontan lud ich sie dann in unser Haus zum Grillen ein. Sie kamen dann auch. Wie selbstverständlich wurden die Kinder, damals etwa 3,5 und zwei Jahre alt, dann vor die Glotze gesetzt, damit, Wortlaut: "Wir auch mal Ruhe haben vor den Blagen." Zum Essen durften sie dann aber dann zu uns kommen.


Ich hatte noch nie so einen unangenehmen Abend erlebt, doch so, wie Lena drauf war, traute ich mich noch weniger, etwas zu sagen, als sowieso. Doch ein Gutes hatte es. Axel meldete sich danach wieder regelmäßig bei meinem Mann und erzählte dann nach und nach, was für eine Furie Lena war und dass er ihr sowieso nichts mehr recht machen konnte. Sie hielt ihm wohl oft vor, dass sie nie in den Urlaub fuhren und immer noch kein Haus gebaut hatten. Aber das würde natürlich auch nichts werden, solange sie nicht arbeitete und er nur als Leiharbeiter herumgereicht wurde, doch das verstand sie nicht. Vor knapp einem Jahr eskalierte es dann bei den beiden vollkommen. Es kam heraus, dass Lena regelmäßig fremdgegangen war und nicht sicher ist, ob Axel der Vater aller Kinder ist. Irgendwie machte es dann endlich bei Axel klick und er trennte sich, reichte die Scheidung ein und verlangte Vaterschaftstests.


Tatsächlich war er nur vom mittleren Kind der Vater, für das er das Sorgerecht beantragte. Das teilt er sich zwar immer noch mit seiner Ex, doch der Kleine lebt bei ihm, bei uns um die Ecke und ist drei Mal die Woche nachmittags bei uns, wenn sein Vater bei seiner neuen Stelle länger arbeitet. Interesse hat Lena übrigens keines. Sie war die letzten acht Monate nicht einmal da. Doch nun kommt der Grund meiner Beichte: Während es Axel besser geht und bei ihm nun alles läuft, ist es bei Lena noch extremer als vorher. Sie hat nun einen neuen Macker, der sie wieder geschwängert hat. Sie lebt bei ihm in der Nachbarstadt, doch sie wird von ihm dauernd betrogen, geschlagen und erniedrigt. Die Kinder sind deshalb schon länger in Pflegefamilien. Normalerweise finde ich so etwas immer total schlimm, aber dieser – Pardon – Bitch, wünsche ich noch Schlimmeres. Ich hoffe nur, dass die Nachbarn wieder so schnell schalten und das "neue" Kind dann auch schnell daraus geholt wird. Hilfe nimmt sie sowieso nicht an. Ich sage zwar immer, dass ich hoffe, dass sie sich wieder fängt und dann ein geregeltes Leben mit ihren Kindern führen kann, aber das ist glatt gelogen. Es tut mir leid, dass ich wegen ihr immer wieder meine Mitmenschen anlüge und mir sogar einmal gewünscht habe, dass sie ihr Kind verliert, obwohl das arme Geschöpf nichts dafür kann.

Beichthaus.com Beichte #00035971 vom 19.06.2015 um 21:43:09 Uhr in 21335 Lüneburg (Uelzener Straße) (10 Kommentare).

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“Beichte

Schimmel in der Kellerwohnung

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Ich (m/26) beichte, dass ich ein Kleinkind vermutlich gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt habe. Vor drei Jahren gründete ich mit einem Kumpel eine WG. Da das Geld knapp, und die Ansprüche niedrig waren, entschieden wir uns für eine günstige Kellerwohnung. Nun kam es, wie es kommen musste: Schon nach wenigen Wochen bekamen wir Probleme mit Schimmel an verschiedenen Stellen, die wohl Kältebrücken darstellten. Wir lüfteten wie die Weltmeister, bauten Raumluftentfeuchter auf, setzten Schimmelspray und Anti-Schimmel-Farbe ein, aber der Schimmel kam an manchen Stellen einfach alle paar Monate wieder.

Jetzt, kurz vor dem Auszug, haben wir die schlimmen Stellen überstrichen, weil wir keine Diskussion mit dem Mieter haben wollten. Es fand sich ein junges Paar mit Kind, das Interesse an der Wohnung hatte und sogar unsere aussortierten Küchengeräte abkaufen wollte. Da wir die alten Küchengeräte sicher nicht mehr losgeworden wären, fanden wir das echt gut. Das Paar fragte uns dann, ohne Beisein des Vermieters, ob wir jemals Probleme mit Schimmel hatten, was wir dann verneinten.

Beichthaus.com Beichte #00035968 vom 19.06.2015 um 17:39:40 Uhr (6 Kommentare).

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