Prügelnde Nazis

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Ignoranz Vorurteile

Ich habe vor einigen Jahren gesehen, wie zwei Glatzen mit einer Baseballkeule einen Mann afroamerikanischer Herkunft angreifen wollten. Den ersten Hieb hat er erstaunlich gut weggesteckt. Ich hielt an und lief rüber, um ihm zu helfen. Aber er war "in such a good shape", dass er ihnen nach kurzem Handgemenge die Keule abnahm und damit beide fürchterlich brutal zusammendrosch. Übrig blieben zwei blutige, wimmernde Häufchen auf dem Gehweg. Nun hatte ich wieder die Wahl: Helfen oder wegschauen. Fröhlich pfeifend bin ich weitergegangen und habe die beiden Hohlglatzen ihrem Schicksal überlassen. Und komischerweise hatte ich an diesem Tag das positive Gefühl, eine wirklich gute Tat vollbracht zu haben. Bitte vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00025194 vom 24.11.2008 um 11:17:30 Uhr (63 Kommentare).

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Wie die Flasche in den Hintern kam

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Morallosigkeit Neugier Peinlichkeit Kollegen

Wie die Flasche in den Hintern kam
Ich bin Arzt im Praktikum im Klinikum meiner Stadt. Zur Zeit habe ich Dienst in der Notaufnahme. Es vergeht kaum ein Abend, an dem nicht irgendein Typ breitbeinig, mit schmerzverzerrtem Gesicht zur Tür hereingehumpelt kommt, dem irgendwas im Hintern steckt. Meistens sind es irgendwelche Gemüsesorten, Karotten oder Gurken. Manchmal auch Glühbirnen oder kleine Flaschen. Den Rekord hält ein Kerl, der es geschafft hat sich eine Bierflasche (0,5l) derart in den Hintern zu schieben, dass sie von außen nicht mehr zu sehen war und operativ entfernt werden musste. Ich habe bei dem Eingriff assistiert. Die Flasche hatte sich am Übergang vom Sigma zum absteigenden Colon des Dickdarmes verkeilt und hätte die Darmwand fast aufgerissen.
Die Ausreden, die diese besonderen Patienten bringen sind immer die gleichen: "Ich bin draufgefallen beim ..., die Flasche stand auf einem Stuhl und ich habe mich aus Versehen daraufgesetzt" etc. Wenn also mal wieder ein Typ breitbeinig reingestelzt kommt wird unter dem Personal blitzschnell eine Wette abgeschlossen. Das läuft ähnlich wie an der Börse ab, komplett nonverbal, mit festgelegten Gesten. Die Einsätze sind auch festgelegt. Gewettet wird, was der Mann im Hinterstübchen hat, wie es angeblich da reingekommen ist und ob es ambulant oder chirurgisch entfernt werden muss. Wer richtig liegt bekommt seinen Einsatz doppelt zurück, das übrige Geld wird in eine besondere Kasse eingezahlt, in der sich mittlerweile über 500 Euro befinden. Der komplette Inhalt dieser Kasse wird an den Mann ausbezahlt, der ehrlich sagt, wie die Flasche/Gurke oder was auch immer in seinem Allerwertesten gelandet ist. Folgender Wortlaut ist dabei wünschenswert: "Leute, ich hab ne Pulle im Arsch. Die hab ich mir da reingesteckt, weil ich es geil fand. Jetzt bekomme ich sie nicht mehr alleine raus, bitte helft mir!" Ich hoffe, dass ich diesen Tag erleben darf. Also Leute, seid ehrlich zum Onkel Doktor, es lohnt sich. Ach ja, meine Beichte: Ich beichte, dass ich schon oft richtig lag mit meiner Wette. So oft, dass der Gewinn den Verlust mehr als ausgleicht. Vom gewonnen Geld habe ich mir Sexspielzeuge gekauft.

Beichthaus.com Beichte #00025090 vom 10.11.2008 um 09:32:00 Uhr (75 Kommentare).

Gebeichtet von Biohazard85
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“Beichte

Besuche bei einem alten Schulfreund

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Fremdgehen Ehebruch Falschheit Lügen Selbstsucht

Ich (m/29) muss auf diesem Weg auch etwas beichten. Es war Freitag, 20:00 Uhr. Wie oft an einem Freitag, liehen ich und meine Freundin uns einen Film aus der hiesigen Videothek aus. So auch diesem Freitag. Knapp eine Woche zuvor hatte sich meine Freundin den Knöchel verstaucht und bat mich, doch dieses Mal ohne sie einen Film auszusuchen. Gesagt, getan. Ich parkte meinen Golf vor der Videothek und ging hinein. Kurze Zeit später kam eine Frau, völlig aufgelöst in die Videothek und stürmte zur Kasse. Um es kurz zu fassen: Die Frau, die übrigens wirklich bildhübsch war, ist gegen mein Auto gefahren. Toll. Naja, ich bin in solchen Situationen immer eher entspannt und tue mein Bestes, um die Situation so sauber zu beenden wie möglich. Ich folgte der Frau (23) also nach draußen und wir betrachteten die ganze Sache. Ich machte ein paar Fotos und wollte eigentlich schon die Polizei anrufen, als sie mich hektisch darum bat, die Polizei aus dem Spiel zu lassen und mir regelrecht das Handy aus der Hand riss. Sie erzählte mir, dass es das Auto ihres Vaters sei und sie kein Geld hätte, weil sie Studentin ist. Der übliche Kram halt.

Erst dachte ich, sie will mich übers Ohr hauen und die Zeche prellen. Aber was sie dann sagte, hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Das werde ich nie wieder vergessen und zitiere wörtlich: "...naja so sieht es halt aus. Ich darf dieses Auto versicherungstechnisch nicht fahren und mein Vater bringt mich um, wenn er das erfährt. Ich bin Studentin und habe einen scheiß Nebenjob in einem scheiß Restaurant. Ich würde dir gerne vorschlagen, diese Situation etwas anders, unkonventioneller, zu regeln. Intimer." Sie hörte sich ungelogen an, wie eine dieser Frauen aus den Werbungen nachts auf 9Live. Und sah auch ein wenig so aus. Ehrlich gesagt tat sie mir auch wirklich leid, wie sie da so stand im Dunkeln, ganz verzweifelt und ich bin auch nur ein Mann. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich nahm das Angebot an. Wir fuhren also zu ihr und "lösten das Problem." Etliche Zeit später stieg ich wieder in mein Auto. Ich war nun schon mehr als eine Stunde weg und es war kurz nach halb zehn. Ich raste nach Hause, wo meine Freundin bereits wütend auf mich wartete.

Da ich meine Freundin kenne, besorgte ich auf dem Weg Blumen bei der Tanke, entschuldigte mich und sagte, ich hätte einen alten Schulfreund in der Videothek getroffen. Sie reagierte sich ab, umarmte mich und wir guckten gemeinsam den Film. Es stellte sich jedoch heraus, dass es nicht bei dieser einen Nacht blieb. Ich besuchte die geheimnisvolle Fremde am nächsten Tag und "traf wieder einen alten Schulfreund". Daraus entwickelte sich nach zwei Monaten eine regelrechte Affaire. Das Ganze geht mittlerweile drei Jahre so. Meine Freundin ist mittlerweile meine Frau.

Beichthaus.com Beichte #00024983 vom 24.10.2008 um 15:15:58 Uhr (32 Kommentare).

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Ich verarsche das Finanzamt

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Betrug Habgier Schamlosigkeit Selbstsucht Geld

Ich fälsche Rechnungen, um dadurch beim Finanzamt höhere Werbungskosten geltend zu machen. So habe ich mir angeblich letztes Jahr ein 3.700 EUR teures DELL-Notebook geholt, das ich nun über drei Jahre abschreibe. Wenn ich mal in andere Städte fahre, dann nutze ich die Gelegenheit, um diese Kosten auch abzusetzen (angeblich fahre ich zu potenziellen Arbeitgebern zum Bewerbungsgespräch; die Teilnahmebestätigung fälsche ich). Mit meiner Frau führe ich eine Scheinehe. Sie kommt eigentlich aus dem Iran, für die Heirat (wodurch sie mittlerweile eine Niederlassungserlaubnis für Deutschland bekommen hat) hat mir ihre Familie 25.000 EUR bezahlt. Außerdem ermögliche ich einigen ihrer Verwanden Familiennachzug, für jeden Familienangehörigen gibt es wieder ordentlich Geld. Selbstverständlich genieße ich auch die steuerlichen Vorteile der Ehe. Weil sie in einer anderen Stadt arbeitet und wir auch dort "unsere" "gemeinsame" Wohnung haben, mache ich beim Finanzamt doppelte Haushaltsführung geltend. Neben meiner Arbeit arbeite ich schwarz.

Schon mehrmals habe ich sensible Daten meines Arbeitgebers an Wettbewerber verkauft. Als ich zufällig an die Kontodaten inklusive TAN-Liste eines Bekannten gelangt bin, habe ich mich an einem öffentlichen Terminal eingeloggt und das ganze Geld, was auf dem Konto drauf war, sowie auch das eingeräumte Dispo-Limit von 3.000 EUR an ein ausländisches Konto (rückverfolgungssicher) überwiesen. Ich habe schon oft sehr teure Wertgegenstände gestohlen und sie weiterverkauft. Übrigens, den Großteil meines Geldes bewahre ich sorgsam im Ausland auf. Sollte irgendwann etwas rauskommen, bin ich über alle Berge (sollte nichts herauskommen, bin ich ebenfalls weg von hier, denn Deutschland ist mittlerweile zu einem der beschissensten und asozialsten Länder überhaupt geworden). Und das Beste ist, dass aufgrund fehlender internationaler Kooperationsabkommen mir in meinem zukünftigen Heimatland nichts passieren kann. Allzu alt bin ich auch noch nicht: erst 27 Jahre. Ich freue mich schon auf meine Zukunft und bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich mir bisher durch das Einsetzen meines Verstandes ein beträchtliches Vermögen "erarbeiten" konnte.

Beichthaus.com Beichte #00024961 vom 17.10.2008 um 02:20:30 Uhr (39 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Brandstifter in Lila

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Eitelkeit

Ich beichte, dass ich ein Volltrottel bin! Eine Volltrottelin, genauer gesagt. Ich habe heute einen Topf mit Öl auf den Ofen gestellt und mich dann ins Internet begeben. Ich habe nach knapp 15 Minuten an den Topf gedacht, aber da war es dann schon zu spät. Die Küchentür zeigte hinter der Milchglasscheibe nur noch dunkelgraues Wabern. Ich habe die Feuerwehr angerufen, also eigentlich die Polizei, weil ich nicht mehr wusste, wer jetzt welche Nummer hat und die sind angerückt mit drei großen Autos, die Polizei ist auch gekommen und ein Rettungswagen war noch da. Und zwei Autos von den Stadtwerken, weil ja die Feuerwehr Strom und Gas abgestellt hat. Und ich Vollidiot stand auf der Straße in meiner ausgebeulten, rosa Nikkihose, der ältesten, abgefucktesten löchrigen Strickjacke, die ich besitze, meinen rosa Gummischuhen mit Plastik-Gänseblümchen in den Löchern, die Haare wirr, rauchbedingt feuerwehrautoroten Augen, dem Handy in der Hand und konnte es nicht fassen. Ich glaube, die dachten ich wäre eine Pennerin. Zu allem Überfluss muss ich auch noch gestehen, dass mir das nicht das erste Mal passiert ist.

2001 auch schon. Daraufhin hat mir mein Bruder eine Fritte geschenkt und jetzt ratet mal, habe heute festgestellt, dass die kaputt ist, vor der Öl-in-Topf-Sache. Gebrannt hat es übrigens nicht, nur gequalmt. Der Feuerwehrchef hat mich noch gelobt, weil ich alles richtig gemacht habe. Der Polizist war richtig lustig und meinte, das nächste Mal sollte ich doch die Fischstäbchen ganz normal in der Pfanne machen und die Sanitäter waren auch sehr nett. Ach und zu allem Überfluss weiß mein Dad, der mal Polizist war, auch schon Bescheid. Ich dachte mir noch, den Gruß vom Feuerwehrchef richte ich bestimmt nicht aus. Was eine Scheiße! So, jetzt bitte, lacht euch kaputt und gebt es mir so richtig, ich habe es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00024945 vom 13.10.2008 um 18:40:47 Uhr (34 Kommentare).

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