Platte Reifen als Strafe

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Boshaftigkeit Rache Vandalismus Hamburg

Ich wohne in einem Mietshaus mit acht Etagen. Im Kellergeschoss ist, unter der Treppe, eine freie Fläche. Im Mietvertrag steht ausdrücklich, dass es nicht erlaubt ist, dort Fahrräder oder Ähnliches abzustellen. Aber irgendjemand kommt immer wieder auf die Idee, es trotzdem zu tun. Wenn ich das sehe, bekomme ich regelmäßig die Krise, schließlich gilt hier gleiches Recht für alle - und damit sie es endlich lernen, lasse ich regelmäßig die Luft aus den Reifen der Fahrräder.

Beichthaus.com Beichte #00031933 vom 22.09.2013 um 16:55:54 Uhr in 20459 Hamburg (Hauptstraße) (21 Kommentare).

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Jammern auf hohem Niveau

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Zorn Aggression Politik

Ich beichte, dass ich nicht zur Bundestagswahl gegangen bin, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Auf dem Weg zum Wahllokal traf ich insgesamt drei Bekannte, die mir ungefragt erzählten, was sie gewählt hatten. Dabei blieb es aber nicht, es fielen auch die typischen Weltverbesserer-Floskeln: "Es ist wichtig, dass wir wählen, denn wer nicht wählt, der wählt rechts" oder "Weißt du, wie viele Menschen sterben mussten, damit du wählen kannst?" Es ist furchtbar, dass plötzlich jeder zu wissen scheint, was passieren muss, um unseren Wohlstand und das Land zu retten. Ich weiß es leider nicht, aber die Leute, die sich zehn Minuten vor der Wahl durch den Wahl-O-Mat geklickt haben, verlangen, dass man sich informieren solle, um zur Wahl zu gehen.


Ich habe nicht gewählt! Zum einen, weil ich mich zwar informiere, aber trotzdem nicht weiß, wie man Europa retten kann, oder wer der/die "Bessere" ist. Zum Anderen wollte ich ein Zeichen setzen, denn eigentlich heißt es, dass Wählen auch Freiheit bedeutet, aber die Gesellschaft zwingt einen doch dazu. Das habe ich übrigens auch bei einem bekannten sozialen Netzwerk kundgetan: Man KANN wählen, muss aber nicht. Und diejenigen, die keine Ahnung haben... Aber das würde jetzt zu weit führen. Deutschland ist ein tolles Land und wer großartig daran herummeckert, klagt auf sehr hohem Niveau - genau wie ich.

Beichthaus.com Beichte #00031932 vom 22.09.2013 um 16:24:25 Uhr (31 Kommentare).

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“Beichte

Die Chance auf den Traumprinzen

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Ekel Dummheit Verzweiflung

Vor zwei Wochen habe ich mit einigen Freunden und Freundinnen einen Ausflug in die Hauptstadt zu einem Bekannten gemacht, der vor drei Jahren von unserem Dorf nach Berlin gezogen ist. Der besagte Bekannte hat am dritten Abend unseres Trips eine Party geschmissen, die Dank großflächiger Dachwohnung auch entsprechend groß ausgefallen ist. Dort traf ich diesen tollen Typen, anscheinend ein Arbeitskollege meines Bekannten. Ich war zur Zeit Single und meine letzte Beziehung war schon mehr als zwei Jahre her, umso mehr war ich erstaunt, wie einfach mir eine Unterhaltung mit diesem Kerl fiel. Alles schien von selbst zu laufen. Ich habe nie daran geglaubt, dass es einen "Mister Right" gibt, aber dann saß er neben mir und lachte über meine Witze. Mit später Stunde stieg auch unser Alkoholpegel und ich bin nach der Feier noch mit ihm nach Hause, um einen Kaffee zu trinken. Ihr versteht, was ich meine? Kurz und knapp war es die beste Nacht meines Lebens. Am nächsten Morgen weckte mich mein Traumprinz sogar mit Brötchen und entschuldigte sich, da er einen wichtigen Termin hatte und bald das Haus verlassen musste. Er küsste mich zum Abschied und bat mich, meine Telefonnummer und Adresse da zu lassen, da er mich unbedingt wieder treffen wollte.


Ich fühlte mich wie im siebten Himmel und zog mich, kurz, nachdem er die Tür geschlossen hatte, an. Ich spürte, dass das meine perfekte Beziehung werden würde, nahm meinen Lippenstift und schrieb, wie man es aus den Filmen kennt, meine Nummer und Adresse an den Spiegel im Bad. Dann wollte ich noch etwas im Bad erledigen, ehe ich die Wohnung verließ, ich hatte nämlich die ganze Woche schon einen leicht gereizten Magen. Leider machte sich dies in meinem Stuhlgang bemerkbar. Ich weiß nicht, warum - aber scheinbar sind die Abflussrohleitungen in Berlin kleiner als bei uns, denn ich hatte die Toilette verstopft. Nun war mir die Sache ziemlich unangenehm und ich machte mich sofort auf die Suche nach einem Pümpel, den ich schließlich auch fand. Ich pumpte und pumpte, doch mein Malheur wollte nicht in der Rohrleitung verschwinden. Im Gegenteil: Ich machte alles noch viel schlimmer und drückte aus panischer Verzweiflung die Spülung einmal zu oft. Das Klo schwappte über und hinterließ eine hellbraune Brühe auf den weißen Kacheln am Boden. Dass es bestialisch stank, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich begann zu hyperventilieren und bekam einen Heulkrampf. Am Ende war ich so verzweifelt, dass ich den Lippenstift am Spiegel verschmierte und die Wohnung verließ, ohne eine weitere Notiz oder Sonstiges zu hinterlassen. Das Ganze ist mir so peinlich und ich bin unglaublich wütend auf mich selbst, da ich die wohl einzige Chance meines Lebens, meinen Traummann zu treffen, im wahrsten Sinne des Wortes verschissen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031931 vom 22.09.2013 um 01:24:12 Uhr (26 Kommentare).

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Streit um das dreckige Geschirr

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Unreinlichkeit Ekel Rache Engherzigkeit WG

Ich beichte, dass ich gerade das Handtuch meiner Mitbewohnerin benutzt habe, um mein Geschirr abzutrocknen und es danach fein säuberlich in den Schrank zurückgelegt habe. Wenn sie das wüsste, würde sie kotzen, sie ist nämlich sehr auf Körperpflege bedacht. Was andere hygienische Dinge betrifft, aber leider nicht so. Ich musste gerade mein Zeug in der Badewanne abwaschen, weil sie seit einer Woche die Spüle in der Küche mit ihrem Kram blockiert. Klar, ich hätte das auch einfach da ausräumen können, aber es ist nicht mein Job, einer fast dreißigjährigen ihren Scheiß hinterherzuräumen. Außerdem wollte ich sehen, wann es ihr selbst auffällt. Das tut es aber offenbar nicht - und das mach mich wahnsinnig. Schließlich habe ich ihn schon hundert Mal gesagt, dass sie ihren Kram nicht einfach in die Spüle stellen soll. Was mir daran wirklich leidtut, ist, dass ich so kindisch bin und mir nichts Besseres eingefallen ist, als ihr Handtuch zu benutzen. Das nächste Mal knalle ich ihr das dreckige Zeug ins Bett.

Beichthaus.com Beichte #00031930 vom 21.09.2013 um 13:33:17 Uhr (9 Kommentare).

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BILD zur Wahl

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Verschwendung Vandalismus Misstrauen Medien Hannover

BILD zur Wahl
Ich habe alle "BILD zur Wahl"-Ausgaben aus den Briefkästen meiner Nachbarn genommen und gut sichtbar in den Papiermüll-Beutel daneben gestopft. Warum? Mich kotzt die "legale" Manipulation und Verschwendung von Ressourcen an. Die Verschwendung habe ich zwar eigentlich gefördert, da das ganze Papier jetzt ungelesen im Müll liegt, aber als ich die ganzen unsinnigen Exemplare entdeckte, habe ich rot gesehen. Es ist, zugegebenermaßen, auch kein politisch korrektes Verhalten, die Propaganda zu unterdrücken und war auch nicht die rationalste und weltbewegendste Aktion, weshalb ich um Absolution bitte.

Beichthaus.com Beichte #00031929 vom 21.09.2013 um 15:04:49 Uhr in 30159 Hannover (Stadtstraße) (24 Kommentare).

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