Das Muttersöhnchen

23

anhören

Rache Falschheit Boshaftigkeit Ex Hilden

Das Muttersöhnchen
Mein Ex ist das größte Muttersöhnchen, das mir je begegnet ist. Er hat ausnahmslos alles getan, was seine Mutter von ihm verlangt hat, was einen immensen Einfluss auf unsere Beziehung hatte, da sie aus religiösen Beweggründen strikt dagegen war, mich auch nur in der Nähe ihres Sohnes zu dulden. Er hat es sogar geschafft, ihr glaubhaft zu machen, er wäre gegen Sex vor der Ehe. Seine einzigen Zugeständnisse an unsere Beziehung lagen darin, dass er am Wochenende zu mir kam und wir uns hin und wieder in der Uni sahen, Übernachtungen waren nicht drin. Ich war wahnsinnig in ihn verliebt und der festen Überzeugung, dass wir irgendwann eine normale Beziehung führen könnten, deswegen habe ich mir viel zu viel gefallen lassen. Seine Mutter indes trieb mich langsam aber sicher mit ihrem Kontrollzwang und ewiger Nörgelei in den Wahnsinn. Sie beschimpfte mich, meine Familie und sperrte ihn regelmäßig zu Hause ein, nicht einmal an meinen Geburtstagen sah ich ihn besonders lange. Sie durchsuchte seine Taschen und sein Portemonnaie, sein Handy und den Laptop, druckte ganze Gesprächsverläufe bei ICQ aus, an die sie mithilfe ihrer Tochter gelangte, und markierte "verwerfliche Gesprächswechsel" mit Textmarker, um sie ihm vor die Nase zu knallen, und ihm stundenlang Predigten darüber zu halten, was für ein verkommener Mensch er und auch ich seien. Kurzum: Sie schnüffelte und kontrollierte immerzu.

Wir wollten bald zusammenziehen, allein deswegen ließ ich mir das alles gefallen und baute ihn regelmäßig auf. Ich opferte meine gesamte Freizeit, verlor Freunde und bekam Probleme im Studium, weil ich immerzu für ihn erreichbar sein wollte, und wenn es nur zum Zuhören bei der Internettelefonie war. Als seine Schwester aufgrund ihres Studiums ins Ausland zu Verwandten zog, half er ihr drei Tage beim Umzug, seine Eltern begleiteten ihn, aber sollten erst zwei Tage später zurückkommen. Er war damals sehr vernarrt in ein Browserspiel auf einer bekannten sozialen Plattform und gab mir, während er fort war, sein Passwort, damit ich mich um seine "Farm" kümmern konnte, weil er davon ausging, keine Zeit dafür zu haben. Ich vertraute dem Mann wirklich blind und sah mir nicht einmal seine Nachrichtenverläufe an. Was man wissen muss: Loggt man sich auf einem anderen Gerät ein, kann man Chats praktisch "live" von jedem Gerät verfolgen, man wird nicht etwa automatisch gekickt, sobald ein neuer Zugang geöffnet wird, das wusste ich nicht - er aber auch nicht. So kam es, dass er sich einloggte, während ich auf seinem Account aktiv war und sich ein Chatfenster zwischen ihm und einer Frau öffnete. Das Gespräch fand komplett auf Polnisch, also seiner Muttersprache, statt und dauerte knapp fünf Minuten, dann loggte er sich wieder aus. Ich verstand kein Wort, machte mir aber auch keine Sorgen. Das Fenster ploppte immer bei einer neuen Nachricht wieder auf und ich schloss es jedes Mal, bis mir plötzlich das polnische Wort für "Freundin" ins Auge sprang - eines der wenigen, die ich kenne. Kurz zusammengefasst: Nach einigen Recherchen hatte ich den Text so weit verstanden, dass klar wurde, dass er mich im Ausland betrogen hat, und seine größte Sorge bestand wohl darin, dass ich es mitkriegen könnte. Mir zerriss es damals das Herz. Als er wieder zu Hause war, fuhr ich wie geplant zu ihm, um die Nacht, bevor seine Eltern zurückkommen sollten, bei ihm zu verbringen. Er erzählte von den anstrengenden Tagen und einer kleinen Einweihungsfeier, bei der er angeblich nichts getrunken und früh wieder abgehauen wäre. Der Kerl log mir also eiskalt ins Gesicht!

Eigentlich wollte ich ihn darauf ansprechen, nachdem er mich aber so kalt belogen hatte, fasste ich einen anderen Plan. An dem Abend überwog wirklich die blanke Wut all meinen Schmerz. Ich wollte ihn treffen, irgendwie. Ich hatte Sex mit ihm, drei Mal. Auf dem geliebten Perserteppich seiner Mutter, auf ihrer, stets blitz blank desinfizierten, Küchenanrichte und auf ihrem Lieblingsplatz auf der Couch. Ich schlief in dieser Nacht keine Minute, sondern feilte an meinem Plan, während mein Bald-Ex selig neben mir schlief. Am nächsten Morgen putzte er die Bude wie ein Besessener, aus Angst, seine Mutter könne merken, dass ich dort gewesen sei, danach ging er duschen. Während er unter der Dusche stand, habe ich dann meinen Plan in die Tat umgesetzt. Ich habe überall im Haus meine Spuren hinterlassen. Haare im Abfluss, Haarnadeln und Zopfgummis und als Krönung einen meiner Strings in der Couchritze und ein paar Haare auf dem Kopfkissen seiner Mutter, zusammen mit einer Lippenstiftspur auf ihrem Laken. Zwischen die Matratzen seiner Eltern habe ich benutzte Boxershorts von ihm gestopft, unters Bett ein leeres Kondompäckchen gelegt und die benutzten Kondome vom Vorabend, die er sicherheitshalber in seiner Unitasche, eingewickelt in Taschentücher und Gefrierbeutel, verstaut hatte, habe ich ausgepackt und in drei verschiedene Mülleimer im Haus geworfen, gut sichtbar versteht sich. Das Ganze dauerte ungefähr zehn Minuten. Ich wartete, bis er mit Duschen fertig war und sich bereit machte, seine Eltern vom Bahnhof abzuholen, brav mit Hemd und Krawatte. Wir verabschiedeten uns vor der Tür, er fuhr weg. Ich schrieb noch einen Zettel mit folgendem Wortlaut: "Sehr geehrte Frau ..., bitte richten Sie Ihrem Sohn aus, dass er nun gern weiterhin die Schl... aus Polen vö... kann, mich ist er endgültig los. Ach, und er kifft bei jeder sich bietenden Gelegenheit, raucht, besch**ßt in der Uni, wann immer er kann, und säuft wie ein Loch, vielleicht sollten Sie ihn bei Zeiten auf die Risiken aufmerksam machen." Ich habe keine Ahnung, welches Echo ich damit ausgelöst habe, mein Ex hat sich nicht wieder bei mir gemeldet - und es tut mir im Nachhinein sehr leid, ich hätte mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben sollen, sondern einfach einen würdevollen Abgang machen müssen. Dass ich so ausgeflippt bin, tut mir aufrichtig leid.

Beichthaus.com Beichte #00031200 vom 14.05.2013 um 18:29:16 Uhr in Hilden (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Achte auf dein Karma

14

anhören

Betrug Feigheit Lügen Sucht Internet Fleetmark

Vor einigen Jahren, als ich meinen ersten Job verloren habe, bin ich in eine tiefe Onlinespielsucht gefallen.
Es soll keine Ausrede sein, aber ich habe für diesen Betrieb drei Jahre meines Lebens geopfert, war auf Dauermontage, also sechs Tage die Woche und am Wochenende habe ich teilweise auch noch mit gearbeitet. Ich wollte mich auf diese Art hocharbeiten und hatte viel Vertrauen seitens der Firmenleitung, bis ich hinterrücks verraten und fristlos entlassen wurde. Um Neujahr herum hatte ich auch meine damalige Freundin verloren, die zurück zu ihrem Ex ist. Jedenfalls habe ich mich dann in ein Onlinespiel vergraben. Damals spielte ich Ragnarok Online und hatte, nur wegen dem Style, zwei weibliche Charaktere. Eine Assassine und eine Priesterin. Das Problem war zu damaliger Zeit, dass man in dem Spiel ohne Equipment nur sehr schlecht vorankam, oder teilweise auch gar nicht. Über die Gilde lernte ich dann einen Jungen kennen, der Waffen für eine Assassine hatte und genau das war anfangs mein Ziel. Die Waffen hatten einen enormen Wert und sind auch nicht, wie zum Beispiel in WoW, seelengebunden und somit frei handelbar. Um sein Vertrauen zu bekommen, habe ich mich weiterhin als Frau ausgegeben. Ich habe diesem Jungen etwas vorgespielt und ihn richtig verarscht. Ich habe mich als weibliche Person ausgegeben, habe ihm Bilder einer wildfremden Frau geschickt und es damit auch noch richtig übertrieben. Er hatte sich in mich verliebt, wir hatten mehrmals Cybersex und wir haben sogar in dem Spiel geheiratet. Denn damals wurde das Wedding-System frisch eingeführt. Der Junge war richtig in mich verschossen, also in die Frau, die ich ihm vorspielte. Er hat nie irgendwelche Zweifel geäußert und auch nie nach einer Telefonnummer oder so gefragt. Ich habe das so lange ausgenutzt, bis ich keinen Bock mehr auf das Spiel hatte, und habe es dann noch nicht mal fertiggebracht, ihm die Wahrheit zu sagen und bin einfach Offline geblieben.

Eine Freundin von mir sagte einmal, dass ich aufs Karma achten soll. Wenn ich jemanden etwas Böses antue, werde ich dies doppelt oder dreifach zurück bekommen. Jetzt weiß ich, dass es Karma gibt. Meine letzten drei Beziehungen waren die pure Verarsche und Retourkutsche. Ich wurde selbst von Frauen ausgenutzt, die einfach nur Aufmerksamkeit wollten, und zum Schluss sind alle drei zu ihren Ex-Freunden zurück gegangen. Die Letzte hat mich mit ihrem Ex betrogen, ist jetzt schwanger von ihm und wird ihn noch dieses Jahr heiraten. Es spielt keine Rolle, wie es mir damit geht, denn heute weiß ich, dass ich es verdient habe. Derzeit bereue ich es zutiefst, diesen Jungen so verarscht zu haben, denn an sich war er ein lieber Bursche und er hatte das nicht verdient. Wenn ich heute Kontakt zu ihm herstellen könnte, würde ich mich persönlich bei ihm entschuldigen. Nan-Barad, so hieß er im Spiel, seinen richtigen Namen habe ich vergessen. Falls du dies lesen solltest und dir eine "Sarabis aka Jennifer" bekannt vorkommen sollte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031199 vom 14.05.2013 um 17:58:54 Uhr in Fleetmark (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Die sagenumwobene Entjungferung

20

anhören

Morallosigkeit Schamlosigkeit Baden-Baden

Ich war in meinem Freundeskreis sextechnisch eher Eine, die später als die anderen aktiv wurde. Die Sache war die, dass eigentlich alle Mädels um mich herum erzählten, wie schlecht das erste Mal gewesen sei. Es blutete hier und tat dort weh und überhaupt war es nicht ansatzweise so romantisch und schön, wie es sich gehört, zum Teil hat der Typ sie danach auch fallen lassen - das übliche Teenagerdrama also. Es wurde viel geheult und gejammert und ich dachte mir, dass ich mir das wirklich nicht antun will. Eine Woche nach meinem 17. Geburtstag hatte ich dann den Entschluss gefasst, dass ich mich nicht von meinem ersten Mal enttäuschen lassen würde. Ich wusste, dass im nicht so engen Bekanntenkreis ein Typ sehr auf mich stand, der junge Mann war ganz klischeehaft Gitarrist in einer Band, hat mir äußerlich aber nicht sonderlich gefallen und hatte auch charakterlich nichts Reizvolles an sich. Ich habe den Kerl also angeschrieben und eines kam zum anderen, wir verabredeten uns von vornherein zum Sex. Ihn reizte es massiv, dass ich noch Jungfrau war und ich wollte es hinter mir haben. Es war eine sehr komische Situation, am Anfang auch sehr beklemmend und ich war tierisch nervös. Letztendlich aber hatte ich es hinter mir. Es war tatsächlich ziemlich mies zu Anfang, hat aber dann schon irgendwie Spaß gemacht.

Das Gute daran: Ich habe meine Jungfräulichkeit nicht an den Falschen verschenkt, nein, ich habe sie ganz bewusst aufgegeben und wurde demnach auch nicht furchtbar enttäuscht, wie viele meiner Freundinnen damals. Die Entscheidung damals war vermutlich ganz schön feige, aber wenn ich heute an mein erstes Mal denke, dann fällt mir nicht ein, welche meiner Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich erinnere mich einfach nur an die Anekdote, dass mein Hinterkopf ständig an eine Steckdose knallte und ich meinen "Liebsten" darauf hinweisen wollte, indem ich seinen Namen immer wieder sagte, und er das als Ausrufe meiner Begeisterung fehlinterpretierte. Vielleicht habe ich mir damit auch die Chance auf ein "superromantisches, denkwürdiges Erlebnis" meiner Jugend genommen, wer weiß - für mich ist es okay, wie es gelaufen ist. Ich möchte beichten, dass ich mich bei meinem ersten sexuellen Erlebnis wie ein Flittchen benommen und mir einen Kerl dafür "engagiert" habe, den ich weder besonders toll noch sonderlich attraktiv fand, einfach nur, damit es vorbei ist. Und dass die sagenumwobene Entjungferung, die vielen so immens wichtig ist, mir überhaupt nichts bedeutet hat. Das Witzige daran ist eigentlich, dass ich seither nur noch einmal in all den Jahren einen One-Night-Stand hatte, nur um festzustellen, dass mir Sex wirklich nur dann Spaß und Befriedigung verschafft, wenn der Mann mir etwas bedeutet.


Beichthaus.com Beichte #00031198 vom 14.05.2013 um 16:55:05 Uhr in Baden-Baden (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Einsatz am Ameisenhügel

22

anhören

Aggression Morallosigkeit Tiere Berlin

Ich mische mir immer selbst Molotow Cocktails, fahre damit in den Wald und suche Ameisenhügel, die ich dann zerstöre. Dabei fühle ich mich immer wie ein Special Forces Einsatzkommando, das geschickt wurde, um das feindliche System zu finden und zu eliminieren. Die Ameisenkönigin stellt dabei den Diktator dar, der den ganzen Staat unterjocht und die restliche Zivilisation bedroht. Ich bin nun also das furchtlose Einsatzkommando, das dieses System ausmerzt! Nach jedem Einsatz versuche ich auch, die Ameisenkönigin zu finden, und bewahre sie als Trophäe auf. Dabei achte ich natürlich darauf, dass es keine seltenen Waldameisen sind!

Beichthaus.com Beichte #00031196 vom 14.05.2013 um 16:07:57 Uhr in 10551 Berlin (Waldstraße) (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Wer war denn dieser Holocaust?

25

Dummheit Aggression Hass Schule München

Wer war denn dieser Holocaust?
Ich möchte hiermit beichten, dass ich einigen meiner dummen, tussigen Klassenkameradinnen gerne mal eine reinhauen würde, weil sie sich cool und lustig finden, obwohl sie dumm wie Brot sind. Im Unterricht quatschen und lachen sie ständig und stören damit, fragen […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00031195 vom 14.05.2013 um 14:31:03 Uhr in München 80992 (Riesstraße) (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!