Eine Sechs in Biologie

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Betrug Falschheit Feigheit Schule

Ich (w/21) hatte in der zehnten Klasse in Biologie eine Sechs. Eine glatte Sechs. Alles falsch, und meine Lehrerin war so freundlich und hatte mir noch einen Punkt für Rechtschreibung gegeben. Da mein Vater Biologe ist, war es mir total peinlich, ihm mit dieser Note unter die Augen zu treten. Ende Januar standen dann die Halbjahreszeugnisse vor der Tür und ich war kurz vorm Sterben. Ich dachte, wenn mein Vater diese Note in Bio sieht, würde ich nie wieder etwas sehen.


So beschloss ich kurzerhand, mir am Tag der Zeugnisse Etiketten zu kaufen, um aus diesem "Ungenügend" ein "Sehr gut" zu machen. Diese sah tatsächlich glaubwürdig aus. Mein Vater unterschrieb das Zeugnis, und ich entfernte das Etikett vor der Abgabe, damit mein Klassenlehrer es beim Kontrollieren der Unterschriften nicht sieht. In der nächsten Bioarbeit schrieb ich eine Zwei und verbesserte mich mündlich um ganze vier Noten, doch ich hatte trotzdem noch eine vier auf dem Endjahreszeugnis. Deshalb wiederholte ich den Vorgang des Halbjahres und mein Vater, der dumme alte Kauz, kaufte es mir tatsächlich ab.

Beichthaus.com Beichte #00037320 vom 31.12.2015 um 17:43:25 Uhr (10 Kommentare).

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Beim Jobcenter angeschwärzt

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Betrug Engherzigkeit Lügen Verrat

Ich beichte hiermit, dass ich eine entfernte Bekannte beim Jobcenter angeschwärzt habe. Sie hat einen Freund und beide haben einen 3-jährigen Sohn. Sie ist arbeitslos und ihr Freund verdient als Ingenieur sehr gut. Sie ist beim Jobcenter als Alleinerziehende gemeldet, sprich das Jobcenter zahlt die komplette Miete sowie den Hartz-IV-Satz für sie und das Kind. In Wirklichkeit lebt ihr Freund ebenfalls in der Wohnung, ist aber bei seinen Eltern gemeldet. Dadurch, dass beide eine Bedarfsgemeinschaft bilden, bekommt sie zu Unrecht Hartz-IV, da das Einkommen ihres Freundes normalerweise angerechnet werden müsste. Ihren Satz von 390 Euro pro Monat gehen für Friseurbesuche, Solarium, Kosmetikstudio und Shoppintouren drauf. Neulich erfuhr ich von einer Freundin, die die besagte Bekannte auch kennt, dass jemand vom Jobcenter (nach meinem anonymen Hinweis) unangekündigt auf einen Hausbesuch kam und festgestellt hat, das der Freund dort ebenfalls wohnt und sie zu Unrecht Leistungen bezogen hat. Jetzt hat sie Ärger an der Backe.

Beichthaus.com Beichte #00037297 vom 27.12.2015 um 23:47:06 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Koch in einem veganen Restaurant

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Ekel Betrug Arbeit Ernährung

Ich arbeitete 2014 ein paar Monate in einem vegetarischen Restaurant, das auch vegane Speisen anbietet. Ich bin Koch, aber selber Omnivore. Ich wollte dort eigentlich auch gar nicht arbeiten, aber ich brauchte schnell einen Job und das hat sich eben so ergeben. Ich sagte dem Chef beim Vorstellungsgespräch, dass ich ebenfalls Veganer sei. Keine Ahnung, ob er mich auch so genommen hätte, aber ich glaube, das war eine gute Entscheidung. Der Chef setzte nach ein paar Tagen Einarbeitungszeit großes Vertrauen in mich und ließ mich weitgehend selbstständig arbeiten. Oft war ich mit den Servicekräften unter der Woche komplett unbeaufsichtigt, weil der Chef unter der Woche in seiner anderen Firma arbeitete. Die vegetarische und vegane Kocherei war für mich kein Problem und ich bekam von den Gästen durchweg ein sehr gutes Feedback.


Da ich ein Lausbub bin und in Wirklichkeit zumindest die Veganer für Spinner halte, überlegte ich mir, dass es doch lustig wäre, ihnen immer etwas unveganes ins Essen zu mischen. Ich besorgte mir dann privat von Metro einen großen Pott Schweineschmalz, welches ich in einen neutralen Behälter umfüllte und mit "Palmfett" beschriftete. Das Schmalz verwendete ich dann standardmäßig bei praktisch jedem veganen Gericht, das rausging. Ich muss also beichten, dass Hunderte Veganer von mir mit völlig unveganem Essen bekocht wurden. Es hat ihnen aber wenigstens allen geschmeckt.

Beichthaus.com Beichte #00037199 vom 11.12.2015 um 02:32:55 Uhr (29 Kommentare).

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Der NC bei Sozialer Arbeit

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Betrug Ungerechtigkeit Selbstsucht Dummheit Studentenleben

Ich galt schon auf der Realschule als schulmüde. Die Schule war einfach nie so mein Ding. Im Unterricht habe ich kaum mitgemacht und meine Interessen haben sich nicht in Form der Schulsozialisation wiedergefunden. Im Fachabi der elften Klasse wäre ich wegen meiner Fehlstunden sitzengeblieben, allerdings entschied ich mich für einen Fachbereichswechsel in Richtung Sozial- und Gesundheitswesen. Dort fing ich an, mich tatsächlich für den Unterricht zu interessieren. Zwar machte ich immer noch viel Blau, allerdings interessierte es die Lehrer nicht wirklich. In einigen Fächern war ich gut, in anderen "Standardfächern" war ich immer noch genauso schlecht.


Nunja, mein Abschlusszeugnis war durchschnittlich. Ich machte dann ein FSJ, merkte, dass mir der soziale Bereich gut liegt, und wollte studieren gehen. Allerdings gar nicht mal so einfach mit meinem Zeugnis. Ich merkte, dass Soziale Arbeit genau mein Ding ist, allerdings war der NC-Durchschnitt bei 2,1, also probierte ich es mit Ingenieurwesen. Nach zwei Semestern brach ich ab. Aus Verzweiflung habe ich dann mein Zeugnis gefaket und beglaubigen lassen. Alles Weitere war ein Klacks. Ich habe damals gut und viel recherchiert. Ich studiere jetzt im dritten Semester. Ich weiß, dass das, was ich getan habe, hochgradig illegal ist. Ich habe mir unerlaubt Zugang zu einer Hochschule verschafft und dadurch, dass ich reingekommen bin, hat es ein anderer nicht geschafft, was mir persönlich mehr leidtut, als die Urkundenfälschung. Ich möchte mich dafür hier entschuldigen!


Ich habe das System konsequent ausgenutzt, allerdings halte ich eine NC-Reglung, gerade bei Sozialer Arbeit, für völlig hirnrissig. Ich weiß, dass viele sich hier von mir auf die Füße getreten fühlen - frei nach dem Motto: "Ich habe es nicht verdient", allerdings hat das jemand, der sich einklagt, auch nicht und jeder, der die Leistung und Fähigkeiten eines Menschen anhand der Schulnoten abliest, ist für mich ein Dummkopf. Nach dem zweiten Semester war ich Bester meines Semesters. Ich arbeite als Fachtutor und bin ehrenamtlich in der Fachschaft tätig. Ich bin mir auch recht sicher, dass ich nicht auffliege, allerdings verdränge ich die Angst.

Beichthaus.com Beichte #00037177 vom 07.12.2015 um 18:22:40 Uhr (26 Kommentare).

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Bewerbungsgespräch unter falscher Identität

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Betrug Lügen Falschheit Arbeit

Bewerbungsgespräch unter falscher Identität
Ich beichte, dass ich mir meinen Job erschlichen habe. Ich arbeite bei einer Unternehmensberatung mit drei Buchstaben, habe also einen Job, den sich viele BWLer wünschen. Und das, obwohl ich meinen Abschluss nicht geschafft habe. Ich habe die Statistikprüfung aus dem zweiten Semester so lang geschoben, bis ich im sechsten Semester tatsächlich alle Versuche verhauen habe. Somit war ich ein 25-Jähriger mit Abi und ohne Wartesemester.

Ich habe trotz dessen weiterhin Recruitingevents der Big Four besucht, weil man dort nette Leute kennenlernen und so manches Essen abgreifen konnte. Dort kam ich mit einer Personalerin ins Gespräch, die in meiner Heimatstadt die Bewerbungsgespräche für alle Standorte führt bzw. im Auswahlverfahren eine sehr wichtige Rolle spielt. Da kam mir die Idee: Wenn das Bewerbungsgespräch in meiner Heimatstadt stattfindet, wie sollen dann die Kollegen am Standort X überprüfen können, ob ich es war, der am Bewerbungsgespräch teilgenommen hat?

Einige schlaflose Nächte und Stunden Photoshop später war mein Plan komplett. Ich sendete meine vielversprechenden Abschlusszeugnisse ein und wurde tatsächlich zum Gespräch eingeladen. Dorthin schickte ich dann jedoch einen guten Freund von mir, der die jeweiligen Cases im Schlaf würde lösen können, da er selbst Berater war und sich vorher monatelang auf die Interviews vorbereitet hatte.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe, nachdem mein Kumpel das komplette Verfahren durchlaufen hatte, den Job bekommen und fing einige Monate später in München an zu arbeiten. Womit ich jedoch nicht gerechnet hätte: Ich komme bisher super klar. Die Kollegen sind klasse und wenn ich mal nicht weiter weiß, was ab und zu vorkommt, springen die mir in die Bresche oder ich lasse die Arbeit von einem der Praktikanten erledigen. Bemerkt hat bisher eigentlich noch niemand etwas, nur eine Kollegin meinte letztens, dass sie gar nicht wisse, was ich eigentlich den ganzen Tag machen würde.

Beichthaus.com Beichte #00037140 vom 30.11.2015 um 19:28:18 Uhr (27 Kommentare).

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