Parken vor der Villa

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Dummheit Peinlichkeit Masturbation Studentenleben Genf

Parken vor der Villa
Vor vielen Jahren habe ich meinen MBA an der Webster University in Genf gemacht und weil das Studium ohnehin sehr teuer war und für mich nur knapp leistbar, wohnte ich in einer WG mit drei anderen Männern auf entsprechend knappem Raum. Mein Zimmer war so toll gelegen, dass man durchgehen musste, wenn man ins Bad wollte, also absolut das Letzte. Ich konnte nicht nur nachts nicht schlafen, wenn einer aufs Klo musste, ich konnte vor allem morgens nicht gut Hand anlegen, wie ich es gewohnt war. Im Bad ging es zwar schon, aber man musste schnell machen, weil ja die anderen auch rein wollten. Wie die das Problem gelöst haben, weiß ich nicht, ich jedenfalls schämte mich, wenn ich an mir rumspielte und einer kam rein. Es versaute mir nicht nur die ganze Sache, ich bekam richtige Potenzstörungen deswegen. Gott sei dank fand ich bald die Lösung meines Problems: Wegen meiner Geldnot nahm ich einen Job als Zusteller bei einer Firma an, die Milch und Frühstück an Haushalte liefert. Der Dienst begann um halb fünf Uhr morgens und endete gegen acht. Ich musste also um vier aufstehen, zu der Firma radeln, den Lieferwagen holen und dann laut Adressenliste die Sachen, zumeist in den Villenvororten Ferney Voltair und Moens und Umgebung, ausliefern. Es war recht gut bezahlt, manchmal gab es auch gutes Trinkgeld und vor allem hatte ich einen Mercedes T1 für mich allein, um zu erledigen, was zu Hause nicht mehr ging.

Zu diesem Zwecke hatte ich in dem locker bebauten Gebiet eine Einfahrt gefunden, die meinen Bedürfnissen ganz ideal entsprach. Es war eine breite Allee, die nach etwa 50 Metern bei einem riesigen, grauen Eisentor endete. Wohl die Grundstückseinfahrt einer sehr noblen Villa. Jedenfalls bog ich jeden Werktagmorgen dort ein, parkte im hinteren Drittel zwischen den Bäumen und legte los. Meistens war es sogar noch dunkel, sodass ich mir eigentlich nie beobachtet vorkam. Im Gegenteil, ich legte mir keine Zwänge an. Danach warf ich die dreckigen Papiertaschentücher aus dem Wagen - mitführen bis zum nächsten Mülleimer wollte ich sie nicht - und nicht selten drückte mich danach auch noch die Blase. Das Problem löste ich an einem der Bäume oder der Mauer. Mit der Zeit fanden sich dort eine Menge Taschentücher, wohl alle von mir. Und dann, nach ungefähr einem Monat, als ich gerade mal wieder dabei war, es mir selbst zu machen, klopfte es an die Autoscheibe. Eine Frau stand draußen, vielleicht um die 50, in einem Mantel. Sie sah mich herablassend an. Ich wusste nicht recht, was ich nun tun sollte. Natürlich bedeckte ich als Erstes mit dem Sweater bestimmte Regionen. Ich glaube nicht, dass sie was gesehen hatte, der Mercedes war ja auch ziemlich hoch. Ich öffnete das Fenster runter und sie fragte: "do you speak french, german or english?" Ich stammelte "alles". Daraufhin sprach sie auf deutsch weiter: "Seien Sie doch so nett und suchen Sie sich einen anderen Platz, ja? Die Einfahrt ist ja schon übersät mit Ihren Taschentüchern, und dass sie jeden Tag an die Wand urinieren, wird langsam ein Geruchsproblem."

Danach drehte sie sich um und verschwand durch ein kleines Tor in der grauen Einfahrt. Ich war fertig. Ich kann mir nur vorstellen, dass die damals schon eine Videoüberwachung hatten und zwar keine schlechte, und mich dort beobachtet haben. Was genau man da alles sah, weiß ich nicht. Ich denke mal, nicht zu viel, aber eben das Pinkeln. Aber peinlich ist mir das heute noch. Ich habe danach immer einen großen Umweg gemacht, bin fast bis Bretigny gefahren, weil es dort einige Wäldchen gab, und hab es dann dort gemacht. Aber seit diesem Morgen war ich immer sehr nervös dabei. Und heute bin ich überglücklich, dass ich mehrere Zimmer ganz für mich allein habe, wenn es mich überkommt.

Beichthaus.com Beichte #00030659 vom 08.01.2013 um 21:51:31 Uhr in Genf (Route de Prévessin) (13 Kommentare).

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Nagel Hammer Liebeskummer

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Selbstverletzung Verzweiflung Lügen Liebe Gesundheit Hannover

Meine Freundin und ich haben uns nach 11 Monaten Beziehung in Freundschaft getrennt. Das Problem ist, ich Liebe sie nach wie vor über alles. Nun zu meiner Beichte, ich kann seit Tagen nicht aufhören zu weinen egal was um mich herum passiert und habe mir deswegen vor drei Tagen einen Nagel in den Fuß gehauen damit ich krank geschrieben bin und sie nicht sehen kann. Der Arzt denkt natürlich ich bin aus Versehen auf den Nagel getreten, wie der Rest meines Umfeldes auch. Auf jeden Fall weine ich seit knapp 5 Tagen ohne Pause und weiß einfach nicht was ich machen soll und werde deswegen meine 2 Wochen, die ich noch krank geschrieben bin in eiskalter Einsamkeit verbringen und innerlich die grausamsten Tode sterben.
Bitte Gemeinde helft mir ich schaffe das nicht alleine.

Beichthaus.com Beichte #00028570 vom 26.01.2011 um 23:58:13 Uhr in 30659 Hannover (40 Kommentare).

Gebeichtet von martina.maier
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“Beichte

Wie Gaming mein Leben zerstörte

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Sucht Maßlosigkeit Ignoranz Games Hannover

Ich (m/26/Lehramtsstudent für Geschichte und Deutsch) kaufte mir vor zwei Jahren das Computerspiel Warcraft 3. Zu jener Zeit war ich bereits drei Jahre mit meiner Freundin zusammen und in der Beziehung lief es sehr gut. Doch schon kurz nach dem Kauf des Spiels wurde ich stark abhängig. Meine Gedanken kreisten nur noch um das Spiel. Dies ging so weit, dass ich morgens nach dem Aufstehen sofort an den PC ging und spielte. Nur zum Verständnis, ich hätte eigentlich zur Uni gemusst. Meine Freundin nahm dies natürlich nicht gerade positiv auf. Ich hatte sogar keine Lust mehr auf Sex, konnte nicht schlafen, weil ich an Warcraft denken musste und fiel in allen meinen Prüfungen durch.

Es gibt zwei Beispiele, die die Stärke meiner Sucht gut zeigen:
1. Meine Freundin erwartete einen wichtigen Anruf von ihrem Vater, da die Freundin ihrer Mutter, die weit entfernt in Süddeutschland lebt, an dem Tag eine Brustkrebs-OP hatte. Das Telefon lag neben meiner Tastatur auf dem Schreibtisch. Natürlich hockte ich an diesem, voll auf mein Spiel konzentriert und war am Verlieren. Allein das frustrierte mich natürlich schon enorm, doch als ich dann noch durch das Klingeln des Telefons aufgeschreckt wurde, brannten bei mir alle Sicherungen durch, da diese Ablenkung meine Niederlage endgültig besiegelte. In meiner Wut warf ich das Telefon gegen die Wand, und natürlich ging es kaputt. Ihr könnt euch die Laune meiner Freundin vermutlich vorstellen. So sauer war sie noch nie.

2. Eines Abends im Winter, es war schon dunkel, rief mich meine Freundin an, und sagte mit verängstigter Stimme: "Ich werde hier von zwei besoffenen Typen belästigt. Könntest du mir bitte entgegen kommen?" Ich war eh schon genervt, da mich der Anruf beim Spielen gestört hatte und sagte: "Nach dem Spiel! Tschüss...!" Vor einer Woche hat sich meine Freundin nach vier Jahren Beziehung von mir getrennt. Sie fehlt mir, aber ich kann nicht mit dem Spielen aufhören!

Beichthaus.com Beichte #00026566 vom 24.06.2009 um 18:44:53 Uhr in 30659 Hannover (Hartenbrakenstraße) (55 Kommentare).

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