Das verschimmelte Mathebuch

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Ekel Lügen Peinlichkeit Unreinlichkeit Schule

Ich (m/21) habe etwas aus meiner Kindheit zu beichten. Ich muss etwa elf Jahre alt gewesen sein. Meine Mutter hat mir öfters Obst für die Pausen mitgegeben, welches ich normalerweise auch aß. Aber am letzten Tag vor den Herbstferien vergaß ich einen Apfel, der in Stücke geschnitten und in Folie verpackt war, in meiner Schultasche. Jeder wird sich denken können, was mit dem Obst passierte, da es mir erst wieder einfiel, als ich ein Blatt aus dem Rucksack nahm, das unten ganz braun war und eklig stank. Es war mir mehr als peinlich und ich fand es auch zu eklig, den Apfel zu entsorgen - weshalb ich ihn einfach ließ, wo er war. Warum ich das getan habe, ist mir bis heute noch unklar, doch leider war das nicht das Einzige, das durch meine Vergesslichkeit passiert war. Mein Mathebuch war nämlich auch in der Tasche, aber da ich mich nicht traute, jemandem davon zu erzählen, nutzte ich das Buch weiter. Wenn wir Hausaufgaben aufbekamen, lieh ich mir das Buch meines Kumpels, damit niemand es bemerkt. Und bis auf einige Fragen bezüglich des komischen Geruchs gab es keine großartigen Zwischenfälle - nur war mir leider noch nicht klar, dass ich das Buch irgendwann auch wieder abgeben musste, denn es war üblich, dass man die Bücher am Ende des Jahres wieder abgab, damit der nächste Jahrgang damit arbeiten konnte.


Und mit dem Abgabetermin kam auch die Erkenntnis, dass der Lehrer nachschauen würde, ob mit den Büchern alles in Ordnung ist. Da begann ich zu verzweifeln. Ich konnte doch nicht einfach ein verschimmeltes Mathematikbuch abgeben? Doch die Lösung nahte. Mein Kumpel half mir dabei, mein Buch unter den Stapel der geprüften Bücher zu schmuggeln, ohne, dass der Lehrer dies bemerkte. Als er mich fragte, ob ich das Buch schon abgegeben hätte, bejahte ich dies. Dann wurden die Bücher an die nächsten Klassen weitergegeben. Damals fand ich das zum totlachen, aber heute tut es mir leid, denn irgendjemand wird dieses verschimmelte, übel riechende Buch wohl erhalten haben. Oder es wurde auf Kosten der Schule ersetzt. Den Apfel habe ich mit meinem Kumpel übrigens doch noch entsorgt - wir trugen Gummihandschuhe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031892 vom 13.09.2013 um 19:25:05 Uhr (10 Kommentare).

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Wenn Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird

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Boshaftigkeit Feigheit Verzweiflung Zorn Nachbarn Gersdorf

Ich könnte mir jeden Tag in die Fresse hauen, weil ich zu freundlich bin. Ich wohne mit meinem Mann in einem Haus, in dem es 16 Wohnungen gibt. Nun ja, im Erdgeschoss wohnt eine ältere Dame, die sich den Fuß gebrochen hat. Ich habe ihr angeboten, für sie mit dem Hund spazieren zu gehen. Aber inzwischen überspannt sie es einfach. Sie ruft mich zu jeder Tageszeit runter, weil der Hund muss. Ich arbeite übrigens Vollzeit und habe noch einen Nebenjob. Zusätzlich ruft sie mich zum Einkaufen, damit ich sie zum Arzt fahre und so weiter. Aber damit nicht genug - wenn ich bei dieser besagten Dame aus dem Haus gehe, steht vor mir ihre Nachbarin von gegenüber und bittet mich ebenfalls um meine Hilfe. Ich könnte schreien! Ich bin so dankbar, dass mein Mann momentan im Ausland arbeitet, sonst hätte ich vermutlich schon längst eine Ehekrise. Ich hasse meine Nachbarinnen - ich habe mir sogar schon gewünscht, dass sie tot umfallen. Denn natürlich erzählen sie auch noch herum, wie nett und fürsorglich ich bin - weshalb auch schon eine vom Nachbarhaus zu mir kam und gefragt hatte, ob ich ihr bei meinem nächsten Einkauf etwas mitbringe. Ich verfluche meine gute Erziehung - sogar meine Mutter meinte, dass sie mich zu gut erzogen hätte, was meinen Respekt vor älteren Menschen betrifft. Ich habe inzwischen schon überlegt, ob ich mich eine Zeit lang bei meinen Eltern verkrieche, aber das bringt ja auch nichts. Ich habe auch Angst davor, nein zu sagen, nicht dass sie wirklich noch einen Anfall bekommen und wirklich umkippen. Denn dann habe ich dank meines schlechten Gewissens bestimmt noch mehr Arbeit.

Beichthaus.com Beichte #00031875 vom 09.09.2013 um 16:29:55 Uhr in Gersdorf (26 Kommentare).

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Der Womanizer

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Fremdgehen Falschheit Lügen Wollust

Ich (m/20) hatte eine Freundin. Bevor wir zusammenkamen, war sie mit meinem besten Freund zusammen. Sie war noch Jungfrau, aber aus irgendeinem Grund entjungferte ich sie schon nach einigen Tagen. Sie konnte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr genug von mir bekommen und […]
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Beichthaus.com Beichte #00031871 vom 09.09.2013 um 22:25:12 Uhr (12 Kommentare).

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Der trottelige Student

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Dummheit Peinlichkeit Verschwendung Studentenleben

Ich (m/21) muss beichten, dass ich extrem trottelig bin. Gerade habe ich, zum vierten Mal in diesem Monat, meinen Studienbeitrag überwiesen, ohne auch nur im geringsten darüber nachzudenken, dass ich das schon erledigt habe. Und ich habe auch zum vierten Mal vergessen, meine Matrikelnummer und das Semester anzugeben, obwohl doppelt und dreifach dabei steht, wie wichtig das ist. Tja, jetzt habe ich der Uni schon viel zu viel Geld überwiesen, wobei ich nicht einmal sicher sein kann, dass sie das Geld überhaupt zuordnen können. Vielleicht bekäme ich ja auch wieder etwas zurück? Aber ich traue mich nicht, dort anzurufen, da mir das einfach zu peinlich ist. Ich meine - zwei Mal überweisen mag ja noch verständlich sein, aber vier Mal?! Dann stelle ich mich ja als den Idioten dar, der ich anscheinend bin. Angezeigt wird mir übrigens, dass ich noch nicht eingezahlt habe, daher die Panik und die Idee, sofort zu zahlen, ohne zu prüfen, ob ich das nicht schon gemacht habe.


Ich hoffe nur, dass ich das im nächsten Semester besser drauf habe. Ich bin wohl einfach nicht fähig, verantwortungsvoll zu handeln. Aber für Dummheit zahlt man eben drauf. Im Übrigen ist das nicht das erste Mal, dass ich etwas nicht alleine hinkriege. Ich muss eigentlich jedes Mal darum bitten, irgendwelche Scheine oder Anträge nachträglich einreichen zu dürfen oder, dass man etwas für mich erledigt, das ich nicht selbst hinbekommen habe. Ich hoffe nur, dass man mir einfach mal die Tür vor der Nase zuschlägt, damit ich auch wirklich etwas daraus lerne. Denn so werde ich nur besser darin, freundlich zu tun und um Hilfe zu betteln.

Beichthaus.com Beichte #00031839 vom 03.09.2013 um 12:35:08 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der vorgetäuschte Millionenjob

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Lügen Falschheit Arbeit Partnerschaft Studentenleben Geld

Der vorgetäuschte Millionenjob
Ich beichte, dass ich viele Möglichkeiten in meinem Leben nicht nutze. Meine Eltern verdienen sehr gut, aber sie gaben mir nie mehr Geld, als ich zum Leben brauche. Also Handy, Restaurantbesuche oder Disco muss ich selber bezahlen. Ich habe kein Problem damit, da ich ein eher bescheidener Mensch bin, und habe einen Teilzeitjob neben meinem Studium. Was mich nun aber wurmt, ist meine Freundin. Sie war früher mit einem Freund von mir zusammen. Der kommt aus ähnlich gutem Hause wie ich, schöpft das Potential aber voll aus. Er fuhr mit 18 schon einen teuren Sportwagen, den die Eltern zahlten, stieg in die Politik ein und ließ sich von seinen Eltern einen guten Job besorgen. Da er, nach wie vor, zu meinen Freunden zählt, bekommt meine Freundin, seine Ex, auch alles mit, was er so erreicht. Sie drängt mich immer dazu, auch mehr zu machen, mehr zu arbeiten, mehr Geld zu verdienen. Und ihre Eltern, die diesen Typ sehr mochten, reiben mir ständig unter die Nase, was er schon wieder erreicht hat.

Mir machte das erst nichts aus, da ich mit meinem Leben zufrieden bin. Ich wohne in einer Stadt, in der ein Auto überflüssig ist, habe einen Garten, aus dem mein Essen kommt, esse aber auch Fleisch, dass ich von einem Bekannten von mir bekomme. Ich habe genug Geld um zumindest einmal pro Woche mit meinen Freunden auszugehen, hin und wieder meine Freundin zum Essen einzuladen oder ihr etwas Schönes zu kaufen. Wofür ich kein Geld habe, sind unnötige Dinge wie ein Auto. Aber ich muss mir ständig von meiner Freundin vorwerfen lassen, dass ich kein Geld hätte und sie für mich sorgen müsse, was überhaupt nicht der Fall ist. Trotzdem lässt sie keine Möglichkeit aus, um das vor unseren Freunden oder Familien so darzustellen. Vor Kurzem wurde es mir dann zu viel und ich erzählte, dass ich einen neuen Job hätte, bei dem ich nun mehr verdiene. In Wahrheit ist das natürlich Quatsch. Wenn ich "arbeiten" gehe, spaziere ich gemütlich im Wald, lese ein gutes Buch, lerne für die Uni und genieße einfach nur das Leben. Woher ich das zusätzlich "verdiente Geld" bekommen soll, weiß ich noch nicht. Falls mir nichts einfällt, werde ich meine Freundin verlassen und mein Leben weiterleben.

Beichthaus.com Beichte #00031835 vom 03.09.2013 um 01:51:16 Uhr (35 Kommentare).

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