Um das Erbe betrogen

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Rache Ungerechtigkeit Habgier Selbstsucht Familie Herford

Die Geschichte ist jetzt einige Zeit her und begann damit, dass meine (m/26) Urgroßmutter verstarb. Diese war in den letzten Jahren dement und hatte ihrem Sohn eine Konto-Vollmacht gegeben. Nun ergab sich Folgendes: Auf der Trauerfeier zur Einäscherung kam es so, dass der Pfarrer ausschließlich den Sohn meiner Urgroßmutter und dessen Frau und Tochter als Familie ansprach, alle anderen Anwesenden lediglich als "Freunde und Bekannte". Auch war niemand von ihren Freunden zu der Trauerfeier eingeladen worden und der Pfarrer wurde kreidebleich, als er erfuhr, dass es noch eine Tochter, nämlich meine Großmutter, gab - das hatte mein Großonkel anscheinend verschwiegen. Auch war die Trauerfeier mehr als trostlos: keine Blumen, bis auf die Kränze der Gäste, Orgelmusik vom Band und so weiter.
Dann wurde das Testament eröffnet: Meine Großmutter sollte Alleinerbin sein, mit dem Vermächtnis, meinem Großonkel den Pflichtteil auszuzahlen. Auf Nachfrage hieß es dann jedoch von dessen Seite aus, es sei nichts mehr da, meine Großmutter könne sich aber aus der Wohnung holen, was sie wolle. Ich bin dann mit meiner Großmutter zur Bank gefahren und habe namens meiner Großmutter erklärt, wir hätten gerne eine Umsatzübersicht für die letzten drei Jahre, in denen die Vollmacht bestand, da wir vermuteten, dass da etwas getürkt wäre. Die Beraterin verweigerte dieses zunächst, wollte auch das notariell beglaubigte Testament im Original nicht als ausreichend anerkennen und verlangte außerdem die Zustimmung meines Großonkels. Als ich mich dann als gelernter Bankkaufmann zu erkennen gab und überlegte, was ihr Vorgesetzter wohl dazu sagen würde, meinte sie nur noch, das würde so und so viel kosten und hat dann die Konten auf unseren Wunsch hin aufgelöst. Einige Tage später kamen dann die Umsätze - und ab dem Datum der Vollmacht ging es dann los: häufige Barabhebungen, zum Teil auch über 1.500 Euro pro Monat und selbst nach dem Tod noch hohe Abhebungen. Kurz und knapp: Es stank zum Himmel!


Auch stellte sich mittlerweile heraus, dass aus der Wohnung meiner Urgroßmutter teure Deko-Stücke, Silberbesteck und wertvolle Ringe abhandengekommen waren. Nun hatten wir einen Vorteil, den die Gegenseite nicht kannte: Ich arbeitete zu dieser Zeit bei einem Anwalt, der mir die Fallleitung unter seiner Aufsicht übertrug und mir weitgehend freie Hand ließ und die Briefe, die ich dafür verfasste, abzeichnete. Ich listete also alle fraglichen Beträge und die genannten Gegenstände auf und fragte nach, wo das alles denn geblieben sei. Nach einer Fristverlängerung in letzter Minute kam dann auch drei Wochen später die Antwort: Die größeren Abhebungen seien vor allem für die Miete gewesen, da das Haus meinem Großonkel gehört. Außerdem hätte es eine mündliche Vereinbarung gegeben, dass meine Urgroßmutter Telefon, Heizung und Strom für das gesamte Haus zahlen würde. Auch wären Gelder an die Frau des Großonkels als "Gesellschafterin" geflossen, zum Teil bis zu 800 Euro im Monat. Große Abhebungen erklärte er mit der Anschaffung eines neuen Bettes - die Belege wären leider verloren gegangen - sowie einer Bad-Renovierung, ungefähr zwei Jahre zurückliegend. Jetzt kommt aber der Kracher: Die Abhebungen nach dem Tod erklärte er mit "anteiliger Entlohnung an der Entrümpelung der Wohnung" sowie einer dreifachen Monatsmiete für das Nichteinhalten der Kündigungsfrist. Seine Antwort endete damit, dass er erklärte, meine Großmutter könne froh sein, dass er die Wohnung durch Freunde entrümpeln ließ und er keinerlei Forderungen gegen sie geltend machen würde. Achja, die wertvollen Besitztümer meiner Urgroßmutter hatte sie zu Lebzeiten natürlich noch an meinen Großonkel, seine Frau und Tochter verschenkt. Fassungslos und wütend haben wir alle die Antwort geschluckt. Einige Monate später wollte meine Großmutter dann das Grab ihrer Mutter besuchen - und fand es mit einem völlig anderen Grabstein vor. Auf Nachfrage erklärte ihr mein Großonkel dann, dass er das Grab mit einer anderen Grabstelle zusammenlegen ließ, um Geld zu sparen - ohne meine Großmutter zu fragen, geschweige denn zu informieren.


Nun zu meiner Beichte: Ich war mir sehr sicher, dass mein Großonkel die Einnahmen durch Miete und das Einkommen seiner Frau als "Gesellschafterin" niemals angegeben hatte. Nach der Nummer mit dem Grab nahm ich dann die Akte, kopierte die Konto-Übersicht und die Antwort meines Onkels, schrieb eine nette kleine Erläuterung dazu, und rief beim Finanzamt an. Die Dame dort war sehr freundlich und freute sich, wie sozial ich doch bin, meinem Onkel bei seiner Steuererklärung zu helfen und sagte, sie würde sich über die Unterlagen freuen. Am nächsten Tag schleppte ich dann zwei dicke C4-Umschläge zum Finanzamt. Was daraus wurde, kann ich leider nicht sagen, der Kontakt zu meinem Großonkel brach vollends ab. Auch bereue ich es nicht, meinen Großonkel und seine Frau beim Finanzamt angeschwärzt zu haben, es tut mir lediglich um meine Großmutter leid, dass die feststellen musste, dass mein Großonkel - ihr Bruder - sie so hintergangen und die eigene Mutter so ausgenommen hat.

Beichthaus.com Beichte #00033025 vom 09.04.2014 um 19:13:12 Uhr in Herford (14 Kommentare).

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Ein glückliches Leben als Fettsack

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Trägheit Völlerei Zorn Hass

Ich bin ein Fettsack - nicht mehr einfach "nur" dick oder pummelig, nein, richtig fett. Wenn ich so zurückblicke, habe ich mein Leben darauf hingearbeitet. Sport hab ich stets gemieden und meine Ernährung war auch immer komplett ungesund. Meine Eltern haben nicht so sehr darauf geachtet, was sie heute scheinbar bereuen - es sind übrigens ganz normale Eltern und sie haben auch Normalgewicht. Nebenbei gab es immer zwei zentrale Hobbys in meinem Leben: meine Freunde und das Zocken. Mit Freunden rumhängen beinhaltete zwar auch oft Sport, damals habe ich das aber oft nur halbherzig mitgemacht. Heute hat sich das alles etwas verlagert. Ich habe alte Freunde verloren, Neue gewonnen und unsere Aktivitäten beinhalten heutzutage viel Alkohol und eben auch das Zocken.


Aber nun zu meiner Beichte: Auch wenn ich zwar oft daran gedacht habe, an diesem Zustand zu arbeiten, denke ich eigentlich nicht im Traum daran, meine Gewohnheiten zu ändern. Ich liebe gutes Essen und leckere Getränke und ich kann meinen Tagesablauf gut mit dem Zocken vereinbaren, da ich studiere. Trotzdem reden viele Menschen auf mich ein und teilweise kommt dabei echt Schrott raus. Ich hasse diese Leute, die so oft wie möglich ins Fitnessstudio laufen und dir dann erzählen, wie toll doch alles ist. Teils mag das Neid sein, aber zu einem großen Teil ist es einfach die Verachtung für die Leute, die einfach nicht ihre Meinung für sich behalten können. Ich lebe aktuell sehr gut. Ohne irgendwelche Probleme, und wenn das irgendwann nicht mehr so ist und ich in die Kiste komme - sei es drum! Ich sehe es einfach nicht ein, mein komplettes Verhalten zu ändern und alles abzulegen, was mir bisher in meinem Leben gefallen hat. Mir gefällt mein Leben, hört auf mir einzureden, dass es nicht so ist! Ich beichte also, dass ich mein Verhalten nicht ändern werde und so weiterlebe, bis ich irgendwann in die Erde muss.

Beichthaus.com Beichte #00033011 vom 06.04.2014 um 18:45:44 Uhr (28 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Chemo während des Auslandsjahrs

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Lügen Falschheit Gesundheit

Ich (w/19) muss hier etwas beichten, was mich wirklich sehr belastet. Ich habe letztes Jahr mein Abi gemacht und wollte danach für ein Jahr nach Australien, was ich natürlich auch meinen Freunden und Verwandten erzählt habe. Ein paar Wochen vor meiner geplanten Abreise bekam ich jedoch beim letzten Arztcheck die Diagnose Darmkrebs. Für mich brach eine Welt zusammen, jedoch beschloss ich, erst einmal nur meinen Eltern davon zu erzählen. Ich bin mir sicher, dass einige meiner Freunde ihren eigenen Auslandsaufenthalt wegen mir abgesagt hätten, hätte ich ihnen davon erzählt. Ich wollte kein Mitleid und wollte auch nicht, dass sie sich Sorgen um mich machen. Also habe ich wie geplant meine Abschiedsparty gefeiert und bin anschließend in die Schweiz gegangen, wo ich immer abwechselnd Chemotherapie und Kur hatte. Den Kontakt zu meinen Freunden und Verwandten habe ich immer aufrechterhalten und regelmäßig Fotos von Australien aus dem Internet geschickt, sie als meine ausgegeben und mir die schönsten Geschichten ausgedacht, was ich angeblich alles schon erlebt habe und was für eine tolle Zeit ich habe. Mittlerweile geht es mir zwar schon wieder besser, mit der Chemo bin ich fertig, ich bleibe jedoch noch einige Monate hier auf Kur. Meine Haare wachsen mittlerweile wieder, ich werde meinen Freunden und Verwandten jedoch erzählen müssen, dass ich mir spontan eine Kurzhaarfrisur zugelegt habe. Es tut mir so unendlich leid, meine Liebsten so dreist zu belügen und in ein paar Monaten heimzukommen und so zu tun, als hätte ich gerade das Jahr meines Lebens in Australien verbracht. Aber ich will einfach nicht, dass die wichtigsten Menschen in meinem Leben wegen mir traurig sind, sich Sorgen machen und eventuell sogar ihre eigenen Pläne hinten anstellen würden, um mir beizustehen. Ich weiß, dass diese Lüge nicht zu entschuldigen ist, aber vielleicht versteht mich ja jemand.

Beichthaus.com Beichte #00033009 vom 06.04.2014 um 17:28:10 Uhr (13 Kommentare).

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Zahlung eines Strafzettels

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Betrug Faulheit Morallosigkeit Selbstsucht Auto & Co.

Ich (m/20) parke morgens immer im abgelegenen Industriegebiet - auf Parkplätzen, die eigentlich keine sind, weil in der Nähe unser Bahnhof liegt und ich in die etwas entfernte Großstadt muss. Das mache ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit, genau wie ungefähr 30 andere Personen. Als ich letztens wieder kam, hatte ich tatsächlich einen Strafzettel an der Scheibe, genau wie die fünf Personen vor und hinter mir. In der Tat steht in der Nähe ein Schild, das darauf hinweist, dass wir uns im absoluten Park- und Halteverbot befinden, welches mir zuvor wirklich noch nie aufgefallen ist. Allerdings nur, wenn man seitlich zur Straße steht, auf dem Grünstreifen ist es scheinbar in Ordnung. Während ich mich tierisch über den Strafzettel aufregte, mir den Zettel dann jedoch das erste Mal wirklich genau ansah, kam mir plötzlich eine Idee. Ich ging zu dem ersten Auto, welches zwar auf dem Grünstreifen stand, jedoch auch direkt neben dem Schild war. Das Auto hatte natürlich keinen Strafzettel, da die "verbotene" Zone direkt vor ihm endete. Allerdings klemmte ich ihm einfach meinen Strafzettel hinter die Scheibe, nachdem ich ihn mir einmal abfotografiert habe. Mir fiel nämlich auf, dass ich selbst immer, nachdem ich einen Strafzettel in der Vergangenheit bekam, nie geschaut habe, ob tatsächlich mein Kennzeichen dort steht.


Ich erhoffte mir, dass diese Person eventuell genau so ist und dann meinen Strafzettel zahlt. Und siehe da - als ich eine Woche später beim zuständigen Amt anrief und log, dass ich ein Geschäftsauto fahren und das zuständige Büro die Strafzettel zahlen würde, sagte man mir, dass bereits eine Überweisung eingegangen sei. Ich beichte also, dass ich nicht daran denke, irgendwo anders zu parken, da die Parkplätze auf dem Grünstreifen eh morgens ab sechs Uhr alle belegt sind und ich viel zu faul bin, mir einen anderen Parkplatz zu suchen. Zweimal hat der Trick bereits wieder geklappt, nur einmal bekam ich nach ein paar Wochen einen Brief nach Hause, dass die Zahlung noch offen steht. Ich lasse mir also von anderen Leuten meinen Strafzettel bezahlen und bitte um Absolution, da mir die Leute doch ein bisschen leidtun.

Beichthaus.com Beichte #00033005 vom 06.04.2014 um 10:48:16 Uhr (11 Kommentare).

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Mein Leben ohne die GEZ-Gebühr

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Morallosigkeit Betrug Medien Geld

Ich möchte beichten, dass ich in meinem Leben noch kein einziges Mal GEZ-Gebühren gezahlt habe. Rein rechnerisch habe ich damit fast 4.000 Euro gespart, es kann sich also jeder ausrechnen, wie lange ich schon kostenlos TV schaue. Wobei das natürlich eine interessante Betrachtungsweise ist, da ich so gut wie kein TV schaue, sondern mich lieber anderen Medien widme. Sprich, entweder ein Videospiel zocke oder ein Buch lese. Ich hatte bereits zwei Mal einen GEZ-Fahnder an der Tür, sehr trickreiche und redegewandte Menschen, die es verstehen, Autorität auszustrahlen. Leider hat das nicht viel gebracht, da ich mich bereits vorher informiert hatte, welche Fangfragen in etwa auf mich zukommen werden. Ich muss zugeben, dass ich letztes Jahr nach der Einführung der Haushaltspauschale ein wenig die Befürchtung hatte, dass ich nun zahlen müsste. Nach einer Welle von Briefen und dem Besuch von einem GEZ-Fahnder, den es ja eigentlich gar nicht mehr geben sollte, war dann aber Ruhe. Ich möchte hier noch betonen, dass ich auch kein Freund der privaten Sender bin, da die wirklich nur noch Schrott senden. Allerdings kaufe ich mir Filme, die ich wirklich gut finde, auf DVD, da ich es für angemessen halte, die Filmstudios dann auch zu unterstützen.

Beichthaus.com Beichte #00033001 vom 05.04.2014 um 14:51:50 Uhr (24 Kommentare).

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