Das kläffende Biest am Zaun

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Aggression Rache Tiere

Ich (m/31) arbeite in einem Betrieb, welcher in einem teilweise mit Wohnungen und Häusern bebauten Industriegebiet liegt. Es ist dort ruhig, weil es natürlich etwas abgeschieden ist, aber mir gefällt es. Auf dem Weg in die Straße, in der meine Arbeitsstelle liegt, sind jeweils drei Häuser mit Garten. Ein Grundstück, das an der Ecke der Straße liegt, hat einen höheren Zaun, eine alte Hecke und ein großes Tor. Kein Wunder - die Besitzer haben einen total ungezogenen Hund, genauer gesagt einen Airedale Terrier. Ich kenne diese Hunderasse von einem Freund, sehr verspielt, sehr energiegeladen, aber eigentlich liebe Tiere und familienfreundlich. Nicht aber dieses Mistvieh! Sobald man nur in die Nähe kommt, rennt der entweder wie blöde rum oder springt laut bellend gegen den Zaun. Wenn ich im Sommer mit dem Fahrrad fahre und die Kopfhörer mit lauter Musik beschalle, höre ich den immer noch. Wenn man damit nicht rechnet - oder es vergisst - ist das ziemlich gefährlich. Beim ersten Mal habe ich mich langgelegt und mein Fahrrad hatte einige Spuren. Mit dem Besitzer diskutieren bringt gar nichts - man solle halt besser aufpassen.


Ich habe daraufhin überlegt, ob ich irgendwas machen soll. Als ich mal wieder verdrängt hatte, dass da dieses Mistvieh lauert und mein Mittagessen dabei hatte, sprang er wieder gegen den Zaun und ich habe vor Freude mein Essen fallen lassen. Da reichte es. Zunächst habe ich dem Besitzer ein paar Zeitschriften abonniert, rund um die Themen: "Wie erziehe ich meinen Hund" und "Kommunikation für Anfänger". Da er ein paar Tage im Urlaub war, konnte ich das Ergebnis beobachten, es waren lockere fünf Kilo Zeitschriften. Als er wieder zu Hause war, war natürlich auch der Köter draußen. Ich bin wirklich gut zu Tieren und mir fiel das keineswegs leicht, aber beim letzten Gang zum Mittagessen habe ich dem bellenden Vieh Hundeabwehrspray in die Schnauze gesprüht. Wenigstens hatte er dieses Mal einen Grund zu rennen, zu bellen und zu jaulen. Da der Besitzer gerade Gartenarbeit verrichtet hat, wollte er natürlich wissen, was ich gemacht habe und die Polizei rufen. Ich meinte dann nur, er müsse halt besser aufpassen und bin gegangen. Ich beichte also, dass ich ein Tier zumindest verschreckt und einen Frührentner mit Zeitschriften belästigt habe.

Beichthaus.com Beichte #00038039 vom 11.04.2016 um 17:54:22 Uhr (16 Kommentare).

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Ein Chauvinist beim Fußballspiel

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Vorurteile Ungerechtigkeit Sport

Ich (w/32) muss beichten, dass ich dem Vater eines Kindergartenfreundes meines Sohnes die Nase gebrochen habe. Letztes Jahr im Frühjahr organisierte der Kindergarten unseres Sohnes ein Grillfest, an dem alle Eltern eingeladen waren. Neben dem Grillplatz befindet sich ein Bolzplatz. Nach dem Essen spielten dort einige Väter Fußball. Da wir recht neu im Dorf waren und dementsprechend noch nicht wirklich integriert waren, fragte ich, ob ich mitspielen könne, um einige neue Bekanntschaften zu knüpfen (Mein Mann hasst Fußball). Gleich kamen die typischen "Willst du wirklich als Frau mitspielen? Wir kicken schon ganz schön hart"-Sprüche, die mich schon immer geärgert haben. Ich spiele zwar selten Fußball, aber ich bin so etwas wie ein Naturtalent. Zwar bin ich eher schlechter in der Verteidigung, aber ich bin sehr gut im Sturm und schieße auch öfters ein Tor.


Am Anfang packten sie mich noch in Watte und schossen mir vorsichtig die Bälle zu und ließen mich mit dem Ball erstmal etwas laufen, bevor sie halbherzig eingriffen, nach dem ersten Tor durch mich sah es schon etwas anders aus. Nur ein Vater aus der Gegenmannschaft vertrödelte seine Zeit eher mit dummen Sprüchen. Er nannte den Torwart seiner Mannschaft nach dem zweiten Tor "weibisch", nach dem dritten Tor (das nicht ich direkt erzielte, aber ich den entscheidenden Pass gemacht hatte) blähte er sich auf wie eine dumme Version von Hulk und stapfte in das Tor, da er meinte, der Torwart seiner Mannschaft sei eine "Pussy." Als er noch den Satz brachte, dass ich für eine Frau ja nicht ganz so schlecht spielen würde, aber er ja jetzt im Tor stehe, würde sich das Blatt natürlich wenden, kochte ich innerlich. Ich spiele nicht für eine Frau recht gut, ich spiele gut. Fertig.


Körperlich mögen die meisten Männer mir überlegen sein, aber mein Ballgefühl und Begabung sind kein männliches Attribut, was ich trotz Frau-sein abbekommen habe. Dieser blöde Hulk im Tor schrie sein Team immer mehr an, die Sprüche wurden immer chauvinistischer und ich wurde nicht vor Anstrengung, sondern vor Wut rot im Gesicht. Als ich das nächste Mal vor dem Tor angekommen war, zielte ich nicht auf eine freie Ecke, sondern auf sein Gesicht. Und ich traf. Er konnte zwar noch die Hände hochreißen, aber die Wucht des Balles brach ihm die Nase. So beendete ich das Grillfest mit einem finalen Tor, das meiner Mannschaft den Sieg brachte und einen Chauvinisten ins Krankenhaus. Wir haben mittlerweile einige gute Bekannte gefunden, die Familie des Chauvinisten ist nicht dabei, es kommt nur ab und an deren Sohn zum Spielen vorbei und ich mag die Ehefrau ganz gerne. Es tut mir leid, dass ich sowohl den Kindergartenfreund meines Kindes als auch dessen Schwester zum Weinen brachte, als sie ihren blutüberströmten Papa sahen.

Beichthaus.com Beichte #00038037 vom 11.04.2016 um 16:00:45 Uhr (22 Kommentare).

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Er ist der größte Verlierer!

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Verzweiflung Faulheit Trägheit Maßlosigkeit Familie

Ich (m/29) möchte beichten, dass ich meinen eigenen Bruder (22) ein wenig verachte. Warum? Er macht wirklich gar nichts aus seinem Leben: Er wohnt noch bei den Eltern, hatte noch nie eine Freundin, hat keinen einzigen Freund und geht nie aus dem Haus. Alles was er tut, ist einigermaßen regelmäßig zur Uni zu gehen, wobei seine Noten sehr durchschnittlich sind, zu zocken und immer öfter auf vulgäre Weise unsere Eltern anzupöbeln, wenn diese ihn damit konfrontieren, dass sie sich wegen seines Lebensstils Sorgen machen. Außer zur Uni geht er eigentlich nie aus dem Haus, interessiert sich nicht für seine Kleidung, sein Aussehen oder seine Körperhygiene und hat auch keine anderen besonderen Hobbys außer Zocken. Dafür hat er aber immer eine Meinung zu wirklich jedem Thema, motzt bei jeder Gelegenheit und beleidigt permanent die einzigen Menschen, denen er am Herzen liegt und bei denen er sich so verhalten kann, ohne eine aufs Maul zu bekommen oder einfach nur ausgelacht zu werden.


Ich möchte beichten, dass mein Bruder für mich der größte Verlierer ist, den ich kenne, und ich große Angst vor dem Tag habe, an dem er trotz fehlender Lebenserfahrung und sozialer Kompetenz auf eigenen Beinen stehen muss und plötzlich merkt, dass er nicht nur völlig alleine und plötzlich viel älter ist, sondern auch, dass er sich mit seiner großen Schnauze allein gegen seinen Arbeitgeber und seine Kollegen auch nicht durchsetzen kann. Ich würde ihm gerne helfen, allerdings fehlt ihm jegliche Einsicht, darüber hinaus ist er stinkfaul, selbstzufrieden, arrogant und noch dazu sehr gut darin, der Tatsache aus dem Weg zu gehen, dass er absolut keinen Plan vom Leben hat und irgendwann mächtig auf die Schnauze fallen wird, wenn er so weitermacht, da er nicht einmal weiß, wie man eine Waschmaschine anmacht oder wie man sich selbst etwas zu essen kocht, geschweige denn wie man außerhalb der eigenen vier Wände mit den Herausforderungen des täglichen Lebens zurechtkommt.


Da ich seit einiger Zeit im Ausland wohne, kann ich nichts anderes tun, als ihm ab und zu vorsichtige Ratschläge per Videochat zu geben und alles dafür zu tun, damit unsere Eltern nicht das Gefühl haben, dass ihre beiden Söhne totale Versager sind, sondern zumindest einer von beiden etwas zustande bringt. Ansonsten muss ich aber zusehen, wie mein Bruder in den Abgrund läuft, da ich jetzt schon weiß, dass er irgendwann todunglücklich darüber sein wird, wenn er merkt, dass er die besten Jahre seines Lebens einfach hergegeben hat und dass er auf eigenen Füßen einfach nicht klarkommt. Ich kann aber nichts dagegen tun, außer dabei zuzusehen, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich ihn im Stich lasse und als Bruder versage.

Beichthaus.com Beichte #00038035 vom 10.04.2016 um 22:25:30 Uhr (7 Kommentare).

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Mein Kindheitsfreund war ein Psycho!

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Gewalt Boshaftigkeit Engherzigkeit Kinder Tiere

Ich war damals ungefähr 12 Jahre alt und hatte wenige Freunde, irgendwann hat meine Mutter mich rausgeworfen und meinte zu mir: "Wir wohnen seit zwei Monaten hier, such dir Freunde, du Stubenhocker!" Sie meinte es natürlich nur gut, aber wie gesagt, getan. Ich lernte damals einen "guten" Freund in meinem Alter kennen, der direkt über mir gewohnt hat. Wir hatten viele Gemeinsamkeiten und haben gerne zusammen gespielt. Jetzt, nach fast 12 Jahren, wurde mir klar, was für ein Psycho er eigentlich war. Wir hatten kleine Wildgärten bei uns vor dem Haus und dort waren viele Grashüpfer und andere kleine Tiere, wie beispielsweise Frösche. Wir haben die Tiere immer gesammelt und er hat den Grashüpfern, fast schon wie in einem satanistischen Ritual, die Köpfe abgerissen und versucht, sie zu ertränken. Ich weiß nicht mehr, ob es ein oder zwei Jahre später war, hatte er bei seinem Vater - hinter dessen Firma ein kleines Waldstück war, wo wir unsere "Bude" aufgebaut haben - auch Regenwürmer an ein Brett genagelt und sie mit roter Farbe angemalt.


Zudem hatte er einen kleinen Wellensittich, den er abgöttisch geliebt hatte. Er hatte sogar versucht, ihn sich in den Mund zu stecken, was mir damals schon komisch vorkam. Durch seinen Onkel hatte er damals Filme wie "House of Wax" und Ähnliche gesehen, sowie mehrere Softairs aus Polen bekommen. Mit 13 Jahren! GTA war damals auch an der Tagesordnung. Als ich damals weggezogen bin, haben wir den Kontakt verloren. Letztens habe ich ihn aber zufällig in einem bekannten Elektrohandel getroffen und wollte ihm eigentlich aus dem Weg gehen, er hatte mich aber sofort erkannt und sprach mich an. Ich habe schnell reagiert und gesagt, ich habe es eilig. Heute habe ich zwar auch nicht sehr viele Freunde, aber welche, auf die ich mich zu 100 Prozent verlassen kann.


Ich bitte also um Absolution, da ich es damals einfach nicht besser wusste und aus Gruppenzwang mitgemacht habe. Dabei könnte ich heute keiner Fliege etwas antun. Ich habe seitdem nicht einem einzigen Tier Schaden zugefügt - nicht einmal Spinnen und Ähnlichem. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass da weit Schlimmeres passiert ist, aber ich habe wohl viel verdrängt. Jetzt, wo ich noch einmal darüber nachdenke, habe ich wegen ihm vielen Leuten psychisch wehgetan, indem ich sie stark gemobbt habe. Ich habe beispielsweise mal jemanden in Klamotten unter die Dusche gestellt und ihn weinen lassen. Ich fühle mich richtig mies deswegen. Wenn ich den Namen rausfinde, werde ich mich nach Möglichkeit entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00038033 vom 10.04.2016 um 19:22:27 Uhr (7 Kommentare).

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Arbeit macht frei

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Maßlosigkeit Schamlosigkeit Zorn Kollegen

Ich habe eine ungarische Kollegin auf der Arbeit, mit der ich mich immer sehr gut verstanden habe - und auch noch immer gut verstehe. Vor einigen Tagen wollte ich sie über einen Messenger anschreiben, um den Dienstplan von ihr zugesendet zu bekommen und sah somit auch ihr Status dort. Dieser lautete: "Arbeit macht frei!" Mir fiel in dem Moment alles aus dem Gesicht. Schrieb ihr sofort, dass sie so etwas nicht in ihrem Status stehen haben sollte, da dies in den Konzentrationslagern an der "Eingangstür" stand. Sie lachte mich nur aus und meinte, das sei doch gar nicht schlimm und ich solle mich nicht so anstellen und fing dann an abzuschweifen und über die Arbeit zu meckern. Ich wusste in dem Moment wirklich nicht mehr, was ich sagen sollte.


Ein Uropa von mir war zur NS-Zeit für einige Jahre in einem KZ Häftling, und da ich ihr das irgendwann mal erzählt hatte, wusste sie natürlich auch Bescheid darüber. Ich bin froh momentan Urlaub zu haben und sie nicht sehen zu müssen, aber ich weiß absolut nicht, was ich machen werde und vor allem, wie ich ihr gegenüber reagieren soll, wenn ich sie in ein paar Tagen wieder sehen werde. Sie widert mich als Person einfach nur noch an. Vielleicht reagiere ich da über und die Sache ist wirklich belanglos, aber ein solches Gedankengut sowie solche Äußerungen widern mich einfach nur an und ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie man so etwas in seinen Status schreiben kann, der für jeden sichtbar ist.

Beichthaus.com Beichte #00038031 vom 10.04.2016 um 17:37:21 Uhr (46 Kommentare).

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