Der Tod meines Hundes

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Verzweiflung Dummheit Tod Unfall Tiere

Mein Chihuahua wurde eben überfahren - und das ist meine Schuld! Nur, weil ich aus Bequemlichkeit an der Hauptstraße entlang gelaufen bin. Ich bin so dumm. Ich war mit ihm und unserem Dalmatiner, der schon 12 ist, unterwegs. Der war ziemlich langsam und ich drehte mich um zu ihm. Als ich mich wieder nach vorne drehte, stand Bibo schon auf der Straße und wurde überfahren. Ich war wie erstarrt, das war so schlimm für mich, ich konnte mich gar nicht mehr bewegen. Ich habe so ein schlechtes Gewissen!

Er hat immer gut gehört nur dieses Mal nicht, weil gerade auf der anderen Seite Baumarbeiten gemacht wurden. Bibo war gerade mal 1,5 Jahre alt. Wäre ich nur nie da entlang gelaufen, sondern die normale, längere Strecke. Der Autofahrer hat nicht einmal angehalten - die Frau, die nach ihm kam, hat jedoch noch angehalten und sich entschuldigt, da sie ja nicht mehr bremsen konnte und ihn auch noch einmal überfahren hat. Ich vermisse ihn so. Es tut so weh. Diese Bilder, ich bekomme sie nicht mehr aus meinem Kopf. Das alles ist gerade mal eine Stunde her, seitdem kann ich nicht mehr aufhören zu weinen, weil es alles nur meine Schuld ist. Und hier erinnert mich auch noch alles an ihn. Das einzig Positive ist, dass er nicht gejault hat und daher hoffentlich keine Schmerzen hatte. Ich wollte das doch alles nicht und verspreche, beim nächsten Mal alles besser zu machen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038178 vom 02.05.2016 um 23:01:40 Uhr (30 Kommentare).

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Gefangen in der Warteschleife

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Betrug Lügen Faulheit Telefon Arbeit

Ich beichte, dass ich als Callcenter-Agent einer Hotline bei einem DSL-Anbieter keine Lust auf die Gespräche mit Kunden habe. Ich schalte daher mein Telefon auf stumm, bevor ich einen Anruf entgegennehme, damit die Anrufer keine Hintergrundgeräusche hören, bevor ich sie direkt auf "Halten" drücke. Die Musik, die dann kommt, gleicht der in der Warteschleife. Daher denken die Kunden, sie befänden sich noch in der Warteschleife. Nach ungefähr sieben Minuten lege ich einfach auf und hole mir den nächsten Kunden ans Telefon, mit dem ich dasselbe mache. Damit diese Praxis meinem Chef nicht auffällt, tue ich manchmal sogar so, als würde ich mit den Kunden sprechen. Ich weiß, dass die Teamleiter nicht erkennen können, ob ich einen Kunden auf Halten gedrückt habe oder tatsächlich mit ihm spreche. Lediglich an Tagen, an denen die Anrufe mitgeschnitten werden, arbeite ich wirklich, das weiß ich aber im Voraus.

Beichthaus.com Beichte #00038167 vom 01.05.2016 um 00:56:07 Uhr (7 Kommentare).

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Hilfe, ich bin ein Totalversager

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Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

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Gewalt in der Ehe

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Gewalt Missbrauch Verzweiflung Feigheit Partnerschaft

Meine Frau beschimpft mich (42) seit einigen Jahren übel und schlägt auch gerne mal zu. Ernsthaft passiert mir hierbei körperlich zum Glück nichts, aber ich hatte schon blaue Flecken und blaue Augen, Bisswunden, eine dicke Lippe oder tiefe Kratzer überall am Oberkörper. Ich kann mich gegen sie wehren, aber ich wehre nur ab - ich schlage nie selbst zu oder zurück. Ich finde die Gewalt dabei weniger verletzend als das, was sie sagt. In unseren Auseinandersetzungen bin ich selbst kein Kind von Traurigkeit und lasse mir nicht alles gefallen. Ich halte es auch für normal, dass es in einer langen Partnerschaft mitunter hoch hergeht. Wir sind schnell schwanger geworden und haben geheiratet, aber für mich hat das gepasst und passt immer noch (abgesehen von diesem Problem hier).

Ich finde jedoch, dass sie mitunter stark dramatisiert oder völlig überzogene Vorstellungen von bestimmten Ideen hat, daher streiten wir mitunter recht heftig. Hinzu kommt, dass mir ihre Art zu Streiten widerspricht: Bei ihr scheint es immer nur ums Gewinnen zu gehen und weniger um das Thema, da ist jedes Mittel recht. Hinzukommt, dass sie meint, sie leide stark unter mir und meinen Eigenschaften, sodass ihr eine gewisse Objektivität völlig abgeht. Dann gerät sie in solche Wutanfälle, dass die fürchterlichsten Worte und Beschimpfungen über mich, mein Leben und meinen Charakter rauskommen - richtig heftige verbale Ausfälle. Ich liebe meine Frau tatsächlich für einiges, ich bewundere sie und habe gleichzeitig aber ein sehr starkes Selbstbewusstsein. Ich lege mich auch mit anderen Leuten wegen meiner Familie an, ich kämpfe für meine Ziele und bin ein wohl ein "starker Charakter". Nur gegen meine Frau komme ich nicht an: Immer bin ich es, der versucht, die Wogen zu glätten, sich zuerst entschuldigt, versucht sie zur Einsicht und zur Versöhnung zu bringen.

Immer wieder macht sie mir klar, dass ich eigentlich ein unerträglicher Typ sei, denn sie sagt, sie betet dafür, dass unsere Kinder nicht so werden wie ich. Wir haben zwei Kinder von 7 und 3 Jahren und ich glaube, wenn die nicht wären, wäre ich schon weg. So habe ich aber Angst vor einem zermürbenden Scheidungskrieg und ich habe auch Angst davor, meine Familie zu verlieren. Sodass ich lieber hinnehme, was passiert und mir immer wieder Hoffnungen mache, dass es besser wird, denn eigentlich ist sie eine tolle Frau und wir verstehen uns hervorragend in vielerlei Hinsicht - wenn wir uns versöhnen. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich mich von einer Frau schlagen und verbal missbrauchen lasse, weil mir der Mut und die Hoffnung fehlen, dass nach einer Scheidung mein Leben noch lebenswert wäre.

Beichthaus.com Beichte #00038154 vom 28.04.2016 um 15:21:02 Uhr (29 Kommentare).

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Die Putzfrau meiner Eltern

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Schamlosigkeit Falschheit Begehrlichkeit Studentenleben

Ich (Student/25) lebe noch bei meinen Eltern. Diese haben seit zwei Jahren eine neue Putzhilfe, eine Tschechin Ende 30. Da ich in in den letzten zwei Semestern donnertags immer erst am Nachmittag Vorlesung habe und meine Eltern beide arbeiten, bat sie die Putzfrau, am Donnerstagvormittag zu kommen, statt abends. Alleine im Haus soll die Putzfrau nämlich auch nicht sein. Sie bekommt mit fünfzehn Euro pro Stunde aber einen netten Lohn, da meine Mutter fair sein möchte, und hat auch nicht die Welt zu tun. Was meine Mutter jedoch nicht ahnt, ist, dass ich ihre Putzhilfe, wenn sie fertig ist, nach allen Regeln der Kunst durchnehme. In der Erdbeerwoche kriege ich die Flöte gespielt. Manchmal putzt sie auf meinen Wunsch auch nackt.

Meine Eltern sind aber streng gläubige Katholiken und würden sie sofort rauswerfen, wenn das herauskäme. Während ich mir die Neuauflage der Bergpredigt anhören müsste. Für sie ist es ja schon eine Todsünde, dass ich den Kirchenbesuch verweigere und jeden Sonntag ist hier deshalb dicke Luft, aber ich habe ihnen etwas von einer Glaubenskrise erzählt und ihr Pfarrer sagte ihnen, man dürfe mich gerade dann nicht dazu zwingen, in die Kirche zu gehen. Sie wissen auch nicht, dass ich vor der Ehe schon Sex habe und auch nicht, was ich sonst ab und zu so treibe in Sachen Sex, Alkohol und Drogen. Aber es ist erstens allgemein mein Leben und ich werde ja nicht mehr jünger und zweitens ist es einfach zu gut mit ihr, um damit aufzuhören! Niemandem wird wehgetan, wir sind beide Single. Daher bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038153 vom 28.04.2016 um 09:51:40 Uhr (23 Kommentare).

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