Der perfekte Weg zur eigenen Familie

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Verzweiflung Engherzigkeit Kinder Partnerschaft

Ich beichte, dass ich (w/27) meine biologische Uhr ticken höre. Ich bin in einer Beziehung, genauer gesagt eine fast 10-jährige Fernbeziehung. Mein Freund und ich wollen allerdings endlich mal zusammenziehen. Er ist voll optimistisch, ich allerdings bin extrem skeptisch. Versteht mich nicht falsch, ich liebe ihn wirklich. Allerdings wäre es vielleicht gut zu wissen, dass ich hausfrauentechnisch gesehen echt eine Niete bin. Meine Mutter war halt nie so die Hausfrau, Kochen bedeutete Fertiggerichte aufwärmen und wenn was kaputt war, wurde eben was Neues gekauft. Mit dieser Mentalität bin ich aufgewachsen. So habe ich auch meinen Freund kennengelernt. Allerdings wollte er fast Schluss machen, als er sah, was ich hausfraulich so leisten konnte, nämlich rein gar nichts. Jedoch arbeite ich daran! Ich habe diverse Kurse besucht, schaue mir Youtube-Videos an, wie man etwas näht, strickt und häkelt, und so weiter.


Allerdings ist das meinem Freund nicht genug. Mein Kochen nach Rezept schmeckt ihm nicht und er meckert nur rum. Ich koche mittlerweile für Freunde und Familie, denen schmeckt es! Es kann natürlich auch sein, dass sie einfach nett sind, aber mir selbst schmeckt es eigentlich auch ganz gut und ich bin ziemlich gut darin, mir alles selbst madig zu reden. Gut, nähen und häkeln kann ich einfach nicht, auch wenn mein Leben davon abhänge. Vielleicht ist es einfach ab einem gewissen Zeitpunkt zu spät, so etwas lernen zu wollen. Jedenfalls bin ich absolut pessimistisch, was unsere Zukunft angeht. Er redet die ganze Zeit von Kindern und Haus. Ich bekomme fast schon Panik, wenn ich das nur höre. Ja, ich will Kinder, allerdings habe ich eine miese Ausbildungswahl getroffen und daraufhin gezwungenermaßen ein Studium angefangen, was sehr erfolgreich verläuft und mir karrieretechnisch einiges bietet. Ich werde ziemlich gut verdienen, wenn ich die mir angebotene Stelle nun annehmen werde. Das wird mich allerdings noch einmal minimal zwei Jahre kosten.


Jetzt kommen allerdings meine Eltern und Großeltern ins Spiel. Sie wollen endlich Enkelkinder. Da mein Onkel unfruchtbar ist, meine Schwester lesbisch oder asexuell, schauen nun alle auf mich. Und ja, ich will Kinder. Aber nicht aktuell. Es passt einfach nicht! Meine Beichte ist nun Folgende: Ich habe alternative Familienmodelle gegoogelt, bin dabei auf das Co-Parenting gestoßen und habe bereits Kontakt zu vier potenziellen Interessenten aufgebaut. Ich warte eigentlich nur darauf, dass mein Freund mit mir zusammenzieht und feststellt, dass ich seinen Mama-Ansprüchen nicht genüge. Ich werde mich nach unserer Trennung für eine Leihmutterschaft mit Tantenfunktion zur Verfügung stellen. So habe ich biologischen Nachwuchs, Kontakt zu meinen Kindern, kann trotzdem meine Karriere durchziehen und meine Eltern und Großeltern haben ihr Enkelkind.

Beichthaus.com Beichte #00037885 vom 21.03.2016 um 02:47:23 Uhr (35 Kommentare).

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Der letzte Wunsch meines Vaters

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Selbstsucht Verzweiflung Tod Arbeit

Ich (m/34) möchte hiermit beichten, dass ich den letzten Wunsch meines vor knapp sechs Wochen verstorbenen Vaters nicht erfüllen werde. Und zwar war mein Vater Landwirt in der mindestens siebten Generation auf unserem Hof. Da meine Mutter schon starb, als ich fünf Jahre alt war, er nie mehr geheiratet hat und auch mit meiner Mutter keine weiteren Kinder hatte, bin ich Alleinerbe. Es geht um einen Haupt- und drei Nebenhöfe und sehr viel gutes Ackerland. Der Wert ist immens. Ich selbst habe aber gesehen, wie sich mein Vater für den Hof zu Tode geschuftet hat und nicht einmal das Rentenalter erreichte. Ich selbst bin zwar auch als Landwirt ausgebildet, aber habe einfach kein Interesse daran. Dennoch habe ich ein sehr schlechtes Gewissen, denn mein Vater war trotz seiner zur Schau gestellten Bärbeißigkeit ein extrem gutmütiger Mensch.


Als ich beispielsweise 15 wurde, war mein Wunsch ein Mofa, wie für jeden, der auf dem Land lebt. Er tat die ganze Zeit so, als wollte er davon nichts wissen. Als ich an dem Tag nach Hause kam, meinte er nur, wir würden später Kuchen essen, aber ich soll vorher die Stallgasse ausfegen. Dort stand eine alte, aber blitzsaubere und extrem gepflegte Puch, ein Mofa, das damals schon ein Oldtimer war und außerdem dafür berühmt ist, sehr schnell zu sein. Auf dem Sattel lag ein Umschlag mit 300 Mark darin, für den Führerschein. Und er stand wie ein Honigkuchenpferd grinsend hinter mir. Oder aber man sah ihn eine seiner geliebten Milchkühe minutenlang streicheln und leise und liebevoll mit ihr reden. Er fehlt mir auch immer noch sehr...


Trotzdem habe ich mich entschlossen, bis auf den Kernhof alles abzustoßen. Die Kühe schicke ich in Rente, sprich, ich melke sie ab, sorge also dafür, dass sie keine Milch mehr geben müssen, aber behalte sie. Bis sie sterben, was noch dauern kann, da einige noch recht jung sind. Die Weide liegt ja zum Glück nahe und der Stall ist eh ein großer Freilaufstall, sie haben es also echt gut. Sogar eine Streichelrolle haben sie da drin. Aber das Land verkaufe ich. Für zwei große Stücke Ackerland, die direkt an der Straße und am Ortseingang liegen, gibt es bereits erste Angebote und die sind in zweistelliger Millionenhöhe. Dort soll wohl eine Art Lagerhallenpark entstehen. Und da wir in unmittelbarer Nähe des Münchner Flughafens liegen, werde ich auch den Rest teuer los. Ich weiß, mein Vater würde im Grab rotieren, aber ich will mich nicht kaputtschuften.

Beichthaus.com Beichte #00037853 vom 16.03.2016 um 19:44:16 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eine schwarze Frau im Bett

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Vorurteile Ekel

Ich (m/27) möchte hiermit beichten, dass ich sexuell gesehen ein Rassist bin. Ich finde schwarze Frauen, gelinde gesagt, extrem unattraktiv und kann mir nicht mehr vorstellen, mit ihnen Sex zu haben. Und um es gleich vorwegzunehmen, ich hatte schon Sex mit Mulattinnen und Negerinnen. Erstens sehen sie einfach nicht gut aus, und zweitens riechen sie seltsam. Im richtigen Leben ist mir allerdings egal, welche Hautfarbe und Ethnie ein Mensch hat. Ich habe auch kein Problem damit, wenn eine weiße Frau einen Afrikaner liebt und heiratet, im Gegenteil, ich liebe meine Kumpels aus dem Senegal. Ich finde Afrikaner nur sexuell abstoßend. Das geht mir auch bei Pornos so, wenn ich sehe, dass ein Afrikaner involviert ist, klicke ich das Video sofort wieder weg.

Beichthaus.com Beichte #00037768 vom 08.03.2016 um 03:06:43 Uhr (34 Kommentare).

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Die Goldene Brombeere

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Engherzigkeit Hochmut Schamlosigkeit Internet

Wenn ich unterwegs bin, bin ich (w/20) manchmal mit dem Smartphone in einem bekannten sozialen Netzwerk unterwegs. Eines Tages bin ich zufällig (ich habe eine Schulfreundin gesucht und war versehentlich auf einem Profil gleichen Namens) auf das Profil eines jungen Mädchens (etwa 16 oder 17) gestoßen. Die abnormale Intelligenz dieser Nutzerin raubte mir den Atem. Sie hatte bereits ein Kind, mit dem Vater des Babys ist sie natürlich längst nicht mehr zusammen, zeigte auf allen Bildern diesen als Duckface bezeichneten Kussmund, der Name des Kindes war ein Fall von schlimmstem "Kevinismus", ihre Rechtschreibung war gruselig und von Schule und Ausbildung war auch nirgendwo die Rede. Das Lustigste war jedoch ein geposteter Monolog, in dem sie sich fragte, ob es noch "interligente" Menschen auf der Welt gäbe. Seither gibt es bei mir und meinen beiden besten Freundinnen die "Goldene Brombeere" - den Preis für den dämlichsten Nutzer des sozialen Netzwerks. Die Jungmutti musste allerdings bald wieder abtreten, es gibt so viele, die noch schlimmer sind. Manchmal dauert es allerdings eine Weile, bis die Goldene Brombeere weitergereicht wird.

Beichthaus.com Beichte #00037754 vom 06.03.2016 um 06:59:26 Uhr (17 Kommentare).

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Mein Vater hat sich in ein Monster verwandelt

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Verzweiflung Hass Zorn Mord Familie

Mein Vater (50) ist an einer relativ seltenen Form von Demenz (FTD) erkrankt, durch die er sich in ein abstoßendes Arschloch verwandelt hat. Ich (w/17) habe ihn immer geliebt, doch seit er sich verändert hat, hasse ich ihn! Er war ein liebender Vater und Ehemann, der immer für mich, meine Geschwister und natürlich auch für meine Mutter da war. Ein zurückhaltender, freundlicher Mann, der nur im äußersten Notfall die Stimme erhob, und dem beim besten Willen keine Schimpfwörter über die Lippen kamen. Ich hätte mir keinen besseren Vater wünschen können, doch so sollte es nicht bleiben.

Wie schon erwähnt ist er an einer Demenz erkrankt, die sich vor allem in einer Persönlichkeitsänderung äußert. Er ist nicht mehr der nette Vater, sondern ein kaltes, gefühlloses Monster. In seinen Augen gibt es nicht mehr den warmen Glanz. Sie sind nur noch starre, kalte Löcher, die mir jedes Mal, wenn ich ihn ansehe, Schauer über den Rücken jagen. Er legt auch keinen Wert mehr auf Hygiene und stinkt dementsprechend. Doch das Schlimmste ist, dass er jeden und alles lautstark beschimpft! Es ist egal, ob das ein Mensch im Fernsehen ist, oder im realen Leben. Er beschimpft uns. Er beschimpft mich, mit einem Hass und einer Inbrunst, die ich noch nie zu spüren bekommen habe. Anfangs saß ich nur stumm da und habe geheult, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass er mich so derartig verletzt. Einfach so, ohne Grund so heftig beschimpft zu werden, ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Nach einigen seiner Beschimpfungsorgien habe ich es nur noch ertragen, wenn ich ihn ebenfalls angeschrien habe. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir den Auslöser für sein abartiges Verhalten noch nicht.

Ich habe angefangen ihn zu hassen und es ging mir von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, immer schlechter, ebenso meinen Geschwistern und meiner Mutter. Wir leiden sehr unter den Wut- und Zornausbrüchen, die immer heftiger werden und teilweise mit physischer Gewalt einhergehen. Dann kam jedoch die Diagnose und ich hasste mich dafür, dass ich meinen Vater so sehr verabscheute, denn schließlich war es eine Krankheit, die ihn zu diesem Monster hatte werden lassen. Es hätte die Last von mir nehmen sollen, doch stattdessen bin ich zerrissener als jemals zu vor. Da es keine Heilung dieser Krankheit gibt, wird es darauf hinauslaufen, dass er irgendwann willenlos in einem Altenheim vor sich hinvegetiert. Und die Diagnose ändert auch nichts an seinem Verhalten. Sie ändert nichts daran, dass wir alle leiden. Deshalb habe ich mich schon mehrfach dabei ertappt, die Wutausbrüche meines Vaters zu provozieren. Ich bestrafe mich damit, dass ich ihn für etwas hasse, für das er eigentlich nichts kann. Außerdem habe ich erschrocken festgestellt, dass sich noch ein ganz anderer Hintergrundgedanke dazugesellt hat.

Wenn ich ihn so weit provoziere, dass er auf mich losgeht, dann muss ich mich schließlich wehren und was gäbe es für eine leichtere Lösung, um unser aller Leid zu beenden, als ihn womöglich aus Notwehr zu töten?! Er ist schließlich stärker als ich, und wenn er in seinem "Rausch" ist, dann habe ich keine reelle, gewaltlose Chance gegen ihn. Ich kann das Leid und die Traurigkeit in den Augen meiner jüngeren Geschwister und meiner Mutter nicht mehr ertragen. Und mein Vater ist nicht mehr mein Vater, sondern nur noch das Monster Demenz, das sich seine körperliche Hülle übergestreift hat. Ich wünschte, er wäre tot. Ich wünschte, es würde zu dieser "Notwehr"-Situation kommen, doch gleichzeitig weiß ich, dass diese Wünsche unfassbar falsch sind. So verabscheuungswürdig, dass ich sie niemandem erzählen kann, und so grausam, dass ich es nicht über mich bringe, meinen Vater noch einmal zu provozieren, weil ich mich schon mit einem blutverschmierten Messer auf dem Boden sitzen sehe. Bitte verzeiht mir diese unmenschlichen und abscheulichen Wünsche und Gedanken.

Beichthaus.com Beichte #00037738 vom 02.03.2016 um 16:30:00 Uhr (22 Kommentare).

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