Das geheime Regierungsgebäude

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Neugier Dummheit Arbeit Teupitz

Ich bin Monteur bei einer Aufzugsfirma, die Teil eines internationalen Konzerns ist. Seit einigen Jahren betreue und warte ich Anlagen, welche der Bundesregierung gehören. Eigentlich sind die Monteure nur regional unterwegs, aber ich bin eigentlich bundesweit unterwegs - was nicht die Regel ist. Eine Anlage ist etwas speziell, denn sie liegt wahrscheinlich unter der Erde und dürfte nicht offiziell sein. Wenn alle zwei Monate eine Wartung dort ansteht, werde ich in einem Kastenwagen, welcher keine Fenster hat, dort hingeführt, wobei die Fahrt circa zwei Stunden dauert und wenn ich aussteige, bin ich schon in dem Gebäude. Mein Telefon muss ich vor Fahrtantritt abgeben und bekomme es erst zurück, wenn wir wieder am Abfahrtsort angekommen sind. Ich habe auch immer einen "Aufpasser" an meiner Seite. Aber es sind dort alle freundlich und wir gehen in den paar Stunden, in denen ich dort bin, auch ein bis zwei Mal zum Kaffeeautomaten in der Küche. Man kann mit den Angestellten dort ganz normal über Alltägliches sprechen. Was dort aber gemacht wird, darüber verliert keiner ein Wort.


Ich habe dort außer der Ladehalle, wo ich aus dem Fahrzeug aussteige, der Aufzugsanlage, der Kaffeeküche und der Toilette nie einen anderen Raum gesehen. Irgendwann ist meine Neugier mit mir durchgegangen und ich habe mir das Telefon meiner Frau geliehen und eine App darauf geladen, welche zurückgelegte Wege aufzeichnet. Als die nächste Wartung in der besonderen Anlage anstand, habe ich das Telefon in meiner Werkzeugtasche versteckt. Am folgenden Wochenende fuhr ich die Strecke, welche ich aufgezeichnet hatte, und kam zu einem unscheinbaren größeren Haus in einer Wohnsiedlung mitten in der Pampa - dort wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Das sollte es also sein? Zuerst konnte ich es nicht glauben, aber die Kameras rund um das Haus und die festeren Zäune im Vergleich zu den Häusern rundherum ließen schon darauf schließen, dass es diese Anlage war. Ich fuhr dann wieder heim und ärgerte mich irgendwie, weil ich mehr erwartet hatte.


Am Dienstag der Woche darauf wurde ich in die Firma beordert. Sie sagten mir, dass ein anderer Monteur in Zukunft für meine Anlagen zuständig wäre und dass ich nur mehr in der Stadt zu tun habe - ohne weitere Begründung. Jetzt mache ich Wartungen in Sozialbauten, wo in die Kabinen gepinkelt und gekotzt wird und die Anlagen generell in einem schlechten Zustand sind. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mir wahrscheinlich aufgrund meiner dummen Neugier meine Arbeitsanstellung mehr als nur verschlechtert habe. Ich bitte um Absolution und darum, wenn es da weit oben jemanden gibt, der allmächtige Entscheidungen trifft, dass dieser mich bitte wieder in meine alte Position bringen möge, in der es mir mehr als nur gut gegangen ist.

Beichthaus.com Beichte #00035688 vom 12.05.2015 um 08:12:07 Uhr in Teupitz (21 Kommentare).

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Die Glückszigarette

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Dummheit Drogen Ekel Last Night

Ich (m/35) hatte in meiner Raucherphase die Angewohnheit, aus meiner Zigarettenschachtel immer eine Zigarette raus zu nehmen, umzudrehen und mit dem Filter nach unten wieder reinzustecken. Das war dann quasi immer meine Glückszigarette, wie ich sie liebevoll nannte, und ich rauchte sie immer vor wichtigen Anlässen oder wenn ich ziemlich aufgeregt war. Irgendwann war ich mal mit meinen Kumpels auf Sauftour durch die Stadt und habe mir meine Schachtel aus der Tasche geangelt. In meinem Rausch bemerkte ich nicht, dass ich meine Glückszigarette herausgefischt hatte. Zuerst wunderte ich mich über den beißenden Geschmack und das unangenehme Gefühl in meiner Lunge, doch ich ignorierte es und rauchte genüsslich weiter. Manche Leute, die ebenfalls vor der Kneipe standen, glotzten mich verwundert an, doch ich ignorierte die Blicke und qualmte weiter. Erst als ich zum Aschenbecher vor der Kneipe ging und meine Kippe ausdrücken wollte, bemerkte ich meinen Fehler und starrte wie zur Salzsäule erstarrt auf den Rest meiner Zigarette zwischen den Fingern. Plötzlich brach ich in schallendes Gelächter aus und ging kopfschüttelnd unter noch mehr verwunderten Blicken wieder in die Kneipe. Heute habe ich das Rauchen zwar schon lange aufgegeben, doch dieser Moment ist mir heute noch sehr gut in Erinnerung. Ach ja, und die Sache mit der Glückszigarette ist bis heute noch ein Brauch von mir, auch wenn ich nur noch alle paar Wochen in den Genuss einer Zigarette komme, wenn ich z.B. einen vorbeigehenden Raucher um eine Zigarette bitte. Ich bitte um Absolution für meine damalige Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00035446 vom 12.04.2015 um 17:40:06 Uhr (8 Kommentare).

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Der Lehrmeister mit dem gebrochenen Zeh

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Rache Zorn Boshaftigkeit Arbeit

Als ich noch in der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker war, hatte ich einen strengen Lehrmeister. Er war der absolute Choleriker. Wenn ein Werkstück nicht richtig war, hat er es durch die Fabrikhalle geworfen. Er hat auch mal einem Azubi einen Arschtritt verpasst. Und freitags mussten wir immer top aufräumen. Er ging dann durch die Lehrwerkstatt und hat alles kontrolliert, und wehe da stand noch etwas rum - dann hat er beispielsweise Kisten durch die ganze Halle gekickt. Irgendwann hatten wir die Nase voll und ich habe eine Kiste aus Pappe voll mit U-Stahl mitten in den Weg gestellt. An dem Freitag lief der Meister wie immer durch die Werkstatt und kontrollierte, ob alles sauber war. Er sah sofort die Kiste und ist ausgeflippt. Er hat mit voller Wucht gegen die Kiste getreten. Auf einmal ließ er einen Schrei los und fluchte. Er schrie, wer das gewesen sei, und sagte, wenn er denjenigen finde, würde es mächtigen Ärger geben. Er fand nie heraus, wer das war. Er hatte sich bei dem Tritt den Zeh gebrochen und war danach zwei Wochen krank. So hatten wir Azubis zwei Wochen Ruhe vor dem Choleriker. Irgendwie tut es mir leid für seinen Zeh, aber irgendwie war es eine witzige Aktion. Und die Rache dafür, dass er manche Azubis getreten und beschimpft hat.

Beichthaus.com Beichte #00035360 vom 30.03.2015 um 14:48:59 Uhr (12 Kommentare).

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Das Klientel von Spielhallen

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Aggression Hass Zorn Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich das Klientel von Spielhallen verabscheue. Jedes Mal, wenn man an einer dieser Spielhöllen vorbeischaut, sieht man den gleichen Typ von Leuten. Komische Versager, zwischen 18 und 45, die ihr hart verdientes Geld in dem Glauben, dass sie es tatsächlich vermehren können, in die Automaten werfen. Jedes Mal, wenn ich an solch einem Ding vorbeikomme, und sehe, wie die Assis mit Baseballmütze, Bomberjacke und Goldkettchen rauchend davorstehen, könnte ich jedem in die Fresse hauen.

Beichthaus.com Beichte #00035323 vom 25.03.2015 um 03:56:12 Uhr (12 Kommentare).

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Geld in Spielhallen verzockt

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Sucht Maßlosigkeit Verschwendung Habgier Wuppertal

Ich habe mit 18 Jahren über 5.000 Euro in Spielhallen verzockt. Zum größten Teil war es Geld, das ich nicht hatte, aber das war mir relativ egal. Geld wurde irgendwann nur noch zu Papier und 20 Euro waren Kleingeld. Heute gehe ich nicht mehr spielen, aber habe immer noch 2.000 Euro Schulden. Es ist leider viel zu einfach, sich über Kreditkarten oder ähnliches Geld zu besorgen.

Beichthaus.com Beichte #00035290 vom 21.03.2015 um 02:01:30 Uhr in Wuppertal (7 Kommentare).

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