Den lieben Freund verletzt

17

anhören

Fremdgehen Ungerechtigkeit Ex

Mit 16 kam ich mit meiner ersten großen Liebe zusammen, zwei Jahre hielt es. Ich hätte alles für ihn getan, ich dachte, er auch für mich. Er war zwei Jahre älter als ich, und stand mir in der schwersten Zeit meines Lebens bei. In dieser Zeit hat er mich allerdings auch das erste Mal geohrfeigt, da waren wir ein Jahr zusammen. Dann wurde es immer schlimmer. Er hat mich geschlagen, bedroht, eingesperrt. Vieles war wohl auf seinen Drogenkonsum zurückzuführen. Und ich kam einfach nicht von ihm los, ich hatte Angst vor ihm. Und war ihm gleichzeitig verfallen. Dann schaffte ich es, mich zu trennen und bin weggezogen, zu meinem Vater. Ein halbes Jahr später, mit 19, lernte ich dann jemanden kennen. Er hat mich vom ersten Moment an verzaubert, er war so anders, so normal. Ich verliebte mich unglaublich und er sich auch in mich. Ich war so glücklich wie wahrscheinlich noch nie. Wir waren zweieinhalb Jahre zusammen, waren eine Einheit. Ich hatte mein erstes richtiges Mal mit ihm, wir waren immer zusammen, hatten den gleichen Humor. Es gab nie Streit, wir waren immer füreinander da. Nach mehr als zwei Jahren merkte ich jedoch, dass mir etwas fehlt, das irgendwas nicht stimmt, obwohl doch eigentlich alles perfekt war. Er ließ sich alles gefallen, wollte mir immer alles recht machen.


Genau in dieser Zeit meldete sich mein Ex bei mir. Er sagte, er hätte sich geändert, hat nun einen Job. Und er möchte mich zurück um jeden Preis. Ich ging zuerst überhaupt nicht darauf ein, es hat mich nicht interessiert. Zwei Monate später hat er sich wieder gemeldet. Und ich bin eingeknickt. Ich habe zugestimmt, mich mit ihm zu treffen, hinter dem Rücken meines Freundes. Ich habe mit ihm telefoniert, SMS geschrieben. Und mich erneut in ihn verliebt. Alles hinter dem Rücken meines Freundes. Ich habe mich mit ihm getroffen, in einem Hotel übernachtet und mit ihm geschlafen. Ich konnte es meinem Freund nicht sagen, ich konnte ihn nicht verletzen, ich hatte einfach nicht den Mut. Da wir auch zusammen gewohnt haben, und er mir ja auch unglaublich viel bedeutet hat. Eines Mittags, ich habe geschlafen, ist mein Freund an mein Handy gegangen, da er etwas geahnt hatte. Er hat mich geweckt, und ich habe direkt gesehen, dass er es weiß. Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen. Er ist rausgestürmt. Ich stand da und wusste gar nicht, was tun. Dann habe ich eine Tasche gepackt und bin in den Bus gestiegen, einfach nur weg. Zu meiner Schwester. Er hat mich angerufen, mich trotz allem angefleht, zurückzukommen. Aber ich bin nicht zurückgegangen. Stattdessen bin ich zurück zu meinem ersten Ex. Aber ich habe kurz darauf gemerkt, dass er sich zwar wirklich geändert hat, aber ich mich auch. Und ich die Vergangenheit nicht vergessen kann. Mit meinem zweiten Ex habe ich mich noch zwei Mal getroffen, allerdings gab es für mich keinen Weg zurück, obwohl er mich angefleht hat. Ich habe mir in meiner alten Heimat ein neues eigenes Leben aufgebaut und mich irgendwann neu verliebt. Wir sind seit über einem Jahr zusammen, und ich habe das Gefühl, angekommen zu sein. Mein zweiter Ex weiß nur, dass ich einen anderen geküsst habe und SMS-Kontakt hatte, ich konnte ihm die Wahrheit nicht sagen. Mein Freund weiß davon fast gar nichts. Ich habe Angst, dass er dann ganz schlecht über mich denkt. Ich schäme mich so sehr für das alles, mein Schlechtes Gewissen belastet mich noch immer sehr. Mein Ex hat mittlerweile eine neue Freundin, ich hoffe wirklich, dass er glücklich ist. Ich kann mir einfach nicht verzeihen, dass ich den einzigen Menschen, der mich bis dahin niemals enttäuscht hat, so verletzt habe. Ich werde so etwas nie wieder tun.

Beichthaus.com Beichte #00030998 vom 09.04.2013 um 18:18:26 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Vögeln spielen

19

anhören

Peinlichkeit Schamlosigkeit Kinder

Vögeln spielen
Ich war damals vielleicht 5 Jahre alt und ein Mädchen aus der Nachbarschaft hatte mich zum Spielen besucht. Das Wetter war schön, deshalb entschieden wir uns, in den Garten meiner Großeltern zu gehen. Da uns langsam die Ideen ausgingen, schlug sie vor, vögeln zu spielen. Ich hatte natürlich keine Ahnung, was das sein sollte und auf meine Frage hin antwortete sie, das sei "Babys machen". Ich sollte die Mama sein und sie der Papa. Also legte ich mich auf den Bauch, sie setzte sich auf mein Hinterteil und hopste fröhlich darauf auf und ab. Dazu muss man sagen, dass man direkt von der Straße aus in den Garten sehen konnte, was uns an sich eigentlich schon von unserem lustigen neuen Spiel hätte abhalten sollen. Tat es aber nicht. Ich empfand die ganze Sache auch keineswegs als obszön und eher als eine Erweiterung unserer sonst üblichen Vater-Mutter-Kind-Spiele, zumal mir ohnehin schleierhaft war, wie so ein Kind entstehen sollte. Deshalb begaben wir uns bald darauf in mein Zimmer, wo ich dann den Papa-Part übernehmen durfte. Unglücklicherweise wurden wir von meiner Großmutter überrascht, die natürlich wissen wollte, was das denn für ein Spiel sei, worauf ich arglos antwortete: "Vögeln natürlich!". Dem erschrockenen Gesichtsausdruck meiner Großmutter nach zu urteilen, schien es nun plötzlich doch sinnvoller, das Spiel zu unterbrechen, auch wenn ich den Grund nicht wirklich ausmachen konnte. Nicht viel später sprach mich meine Mutter mit ernstem Gesichtsausdruck darauf an und empfahl mir, solches Vokabular doch bitte nicht mehr zu benutzen, sie wisse ja gar nicht, wo ich das her habe. Ich akzeptierte das Ganze und dachte mir nichts weiter dabei, bis mir einige Jahre später doch ein größerer Aufklärungsstand zuteil wurde und mir die ganze Aktion nun doch etwas unangenehm war. Ich hoffe, meine Eltern dachten nicht, dass ich schon in so jungen Jahren ein hoffnungslos verdorbenes Kind gewesen bin.

Beichthaus.com Beichte #00030978 vom 06.04.2013 um 17:25:19 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Angst vor Kontakten

18

anhören

Feigheit Verzweiflung Gesellschaft Studentenleben Hamburg

Ich (w/19) wohne seit Kurzem in einem Studentenwohnheim, studiere im zweiten Semester BWL, habe einen festen Nebenjob mit Chance auf eine spätere Übernahme und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio, Feiern und Shoppen. Ein ganz normales Leben also, und eigentlich voll an Gelegenheiten, um viele nette neue Leute kennenzulernen.
Aber ich habe ein ziemliches Problem, mit anderen Menschen umzugehen. Ich war schon früher in der Schule sehr schüchtern und wurde deswegen und wegen meiner guten Noten - an einem Gymnasium ist das eigentlich echt traurig - gemobbt, wodurch ich ein echt geringes Selbstbewusstsein habe. Immer, wenn ich also auf andere Menschen treffe, frage ich mich die ganze Zeit, warum sie sich mit mir abgeben und was ich wohl sagen und wie ich mich geben muss, damit sie mich wenigstens ein bisschen mögen. Bei jedem Gespräch bete ich verzweifelt, dass mein Gegenüber viel zu erzählen hat, sodass ich nicht viel reden muss, weil mir mein Leben so langweilig vorkommt und ich niemanden mit öden Geschichten vergraulen will. Weil das aber auf die Dauer sehr anstrengend ist, habe ich es mir angewöhnt, Menschen generell aus dem Weg zu gehen. Heißt: Wenn mich meine Kollegen aus dem Büro zur Mittagspause einladen, täusche ich vor, dass ich bereits eine Verabredung mit Kommilitonen habe; wenn meine Kommilitonen fragen, ob ich mit ihnen lernen will, bin ich, oh Wunder, mit meinen Arbeitskollegen verabredet. Bevor ich im Wohnheim die gemeinsam genutzte Küche oder das Bad betrete, stehe ich ewig an meiner Tür und lausche, ob meine Mitbewohner sich eventuell da aufhalten, und komme nur dann raus, wenn das Licht in den Räumen aus ist und keiner da ist. Auch wenn mich Typen in einem Club ansprechen oder antanzen und mich auf einen Drink einladen wollen, ergreife ich panisch die nächste Möglichkeit zur Flucht. Ich beichte, dass ich in Selbstmitleid versinke, weil ich nicht in der Lage bin, meine Einstellung zu verändern und dadurch alle meine Bekanntschaften, ob bereits bestehende oder zukünftige, zerstören werde und ich deswegen allein sterben werde.

Beichthaus.com Beichte #00030945 vom 28.03.2013 um 22:54:35 Uhr in Hamburg (Grindelallee) (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Womanizer in Japan

43

anhören

Fremdgehen Morallosigkeit Studentenleben Japan

Ich (m/21) war bis vor einiger Zeit Austauschstudent in Japan, in der Nähe von Osaka. Bevor ich abflog, war ich in einer recht langen Beziehung, die ich aber ohnehin satt hatte und daher beendete. Schnell entdeckte ich in Japan eine Womanizer-Seite an mir, die ich so noch nicht kannte. Ich lebte in der Nähe eines Ortes, der viele junge Backpackerinnen aus aller Welt anzog, sowie auch japanische Touristinnen - ein sehr flirt-freundliches, liberales Umfeld also. Dieses nutzte ich aus, um mit jungen Tokio-Ladies, Amerikanerinnen, Spanierinnen und so weiter im Bett zu landen. Eines Tages entdeckten ich und ein Freund eine absolut heiße Japanerin in einer Bar, deutlich älter als wir und ihrem Stil nach zu urteilen auch deutlich reicher und gebildeter, mit fantastischen Englischkenntnisse und noch einigen anderen Sprachen im Repertoire. Mein Kumpel unterhielt sich nun gepflegt mit ihr und beeindruckte sie mit seinem Japanisch, während ich mit Tanzen und Trinkspielen beschäftigt war.
Irgendwann gratulierte ich ihm zum Gespräch und schlug vor, mehr zur Sache zu gehen, woraufhin er mir sagte, dass das aussichtslos sei, da sie 33 und mit einem Amerikaner verheiratet war, der Firmen in Tokio leitete und gar einen fünfjährigen Sohn mit ihr hatte. Später in dieser Nacht gingen alle, die noch in der Bar waren, gemeinsam essen - asiatische Straßensnacks. Besagte Lady sprach mich dabei auf meinen rockigen Stil an, worauf ich sie ganz unverfroren anbaggerte und fragte, ob sie mal Sex mit so einem Typen hatte. Ich versprach mir nichts von der ganzen Geschichte, doch sie schien am nächsten Abend sehr interessiert an mir, sodass ich mich älter log und sie offensiv anflirtete. Und so kam es, dass wir zum ersten Mal im Bett landeten und ich mich am nächsten Tag wie Gott fühlte, eine asiatische Angelina Jolie zum Kreischen gebracht zu haben. Ende der Geschichte ist: Diese Affäre hielt sich über Monate und gemeinsam verprassten wir das Geld, das ihr Mann verdiente, für Drinks und teure Hotels. Sie zahlte gar Flüge für mich, um Zeit mit mir zu verbringen. Zwischendurch hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie mit ihrem Mann telefonieren hörte. Dennoch: Ich bin 21 und genau jetzt ist die Zeit, die Welt zu erleben, zu erobern und die unfassbarsten Dinge durchzuziehen.

Beichthaus.com Beichte #00030937 vom 27.03.2013 um 16:45:39 Uhr in Japan (Osaka) (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Fesseln als Gag

51

Fetisch Morallosigkeit Last Night

Ich war am Wochenende feiern. Dort habe ich eine Studentin kennengelernt. Diese wurde von ihrer Freundin, bei der sie eigentlich übernachten wollte, im Stich gelassen. Ich habe ihr daher Asyl angeboten und sie mit nach Hause genommen. Interesse war von beiden Seiten […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00030895 vom 17.03.2013 um 12:35:29 Uhr (51 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht