Ehemaliger Kiffer mit Zukunftsängsten

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Drogen Falschheit Verzweiflung Studentenleben Frankfurt am Main

Ich bin 21 Jahre alt und verzweifle momentan an meinem Leben. Die ganze Sache fing sehr früh im Alter von 10 Jahren an, als ich mit ADS diagnostiziert wurde. Darauf folgten natürlich große Probleme in der Schule. Ich musste ständig zur Nachhilfe und zu irgendwelchen Besprechungen mit Lehrern. Dauernd hat irgendein Lehrer bei uns zu Hause angerufen, um meinen Eltern nahezulegen, wie ernst die Sache ist. Meine Eltern haben mich auch ständig "gezwungen" meine Hausaufgaben zu erledigen und sich um meine schulischen Leistungen gekümmert. Aber ich hatte nie Bock irgendetwas zu machen und interessierte mich für andere Dinge. Im Unterricht habe ich nie zugehört und nur Scheiße mit meinen Freunden gebaut. Ihr müsst wissen, dass ich nicht dumm bin, sondern nur richtig, richtig faul und vielleicht etwas verplant.

Mein schulisches Desinteresse war natürlich sehr angesehen bei meinen Mitschülern und ich war nie ein Außenseiter. Im Gegenteil, ich war sehr beliebt, hatte früh schon Freundinnen und hing immer mit den "coolen" Jungs ab. Der Freundeskreis besteht auch heute noch und die Jungs sind wirklich unglaublich loyal und wie meine Brüder! Im Alter von 14-15 fing es dann mit Partys und Alkohol an und später kam dann Gras dazu. Auf Gras sind wir alle etwas hängen geblieben und so kifften wir irgendwann täglich, auch in der Schulzeit. Mit ca. 18 Jahren war ich dann jeden Tag high in der Schule, was meine Noten nicht grade verbesserte. Kurz vor dem Abitur war es am Schlimmsten. Wir haben uns morgens vor der Schule einen durch gezogen, um so die Stunden zu überstehen. Trotz alldem habe ich es geschafft, gerade so mein Abitur zu bekommen. Nach dem Abi habe ich natürlich heftiger gekifft als am Anfang und bin ein Jahr nach Südafrika abgehauen und habe dort in einer sozialen Einrichtung gearbeitet.

So, alles schön und gut bis dahin, aber als ich zurückkam, musste ich sehen, dass mein Freundeskreis total abgestürzt ist. Ich dachte, nach dem Abi legt sich das mit dem Graskonsum - aber es ist viel schlimmer geworden. Pro Tag haben die zusammen bestimmt 100 Euro weggekifft. Irgendwann kam dann noch Ecstasy und Pepp dazu. Der extreme Drogenkonsum ist natürlich auf Fremde abschreckend, und so kam es dazu, dass sie sich total isoliert haben, nur noch bei sich zusammen in der Bude hingen und gekifft haben. Im Fernseher lief wieder irgendeine Deutschrap-Scheiße. 100 Prozent Verblödung also. Ich war wirklich sehr schockiert und bin dann auch schließlich weggezogen. 200 km weit weg nach Frankfurt und habe dort ein Studium angefangen - Musikwissenschaft und Philosophie. Eine Alternative gibt es auch nicht wirklich, wegen meines schlechten Abis und Musik ist meine Leidenschaft. Ich produziere elektronische Musik und spiele Gitarre. Mein großer Traum ist es, irgendwann ein Label zu gründen oder selbst erfolgreich mit meiner eigenen Musik zu werden. Meine Freunde sind alle sehr begeistert von mir und halten mich für den Übergott, der es als Einziger schafft, aus dieser versifften Kifferbude zu entkommen.

Ich kiffe wirklich selten, wobei das immer darauf ankommt, ob ich in Frankfurt oder wieder zu Hause bin. Wenn ich dort bin kiffe ich auch mehr. Was mich aber richtig stört, ist, dass meine Freunde mich bewundern und denken, dass aus mir mal etwas wird, obwohl ich selbst Zukunftsängste habe. Ich studiere kompletten Schwachsinn, der mich nicht richtig interessiert. Ich arbeite als Pizzabote, kann nicht mit Geld umgehen und bin hier in Frankfurt ziemlich alleine. Meine einzigen Freunde sind die zu Hause, die mich aber nur runterziehen. Trotzdem erzähle ich keinem, in welcher Lage ich mich befinde. Meine Beichte ist also: Ich nehme Bewunderung anderer Leute wahr und auch an, verschweige aber, wie es mir wirklich geht. Ich behaupte, dass es mir gut in Frankfurt geht und mich mein Studium erfüllt, obwohl ich eigentlich etwas ganz anderes machen will. Ich bin zu egoistisch, die Wahrheit zu sagen und etwas anzufangen. Meine Freunde zerstören sich selbst mit ihrem Drogenkonsum und ich helfe ihnen nicht und traue mich nicht das anzusprechen, da ich Angst habe, meine letzten Freunde zu verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00039527 vom 24.03.2017 um 17:05:23 Uhr in Frankfurt am Main (Hedderichstraße) (25 Kommentare).

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Ohne TÜV und Führerschein in der Polizeikontrolle

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Waghalsigkeit Schamlosigkeit Auto & Co.

Ich beichte, dass ich früher immer ohne Führerschein und mit falschen Kennzeichen Auto gefahren bin und nie erwischt wurde. Das lag daran, dass ich immer auf die Verkehrsregeln geachtet habe und somit nie aufgefallen bin. Diese Geschichte spielte sich letztes Jahr im April ab, ich war 17. Es war 12 Uhr nachts und ich war mit zwei Kumpels in der Stadt unterwegs, weil wir zu einer Disco wollten. Mein Auto war zu der Zeit ein über 20 Jahre alter Renault 19 Chamade, welchen ich für 100 Euro gekauft hatte. Die Kennzeichen waren französisch. Das Auto war seit vier Jahren abgemeldet, hatte seitdem keinen Tüv mehr und war eigentlich nichts weiter als ein noch irgendwie fahrender Haufen Schrott, was äußerlich auch an einem angerosteten Streifschaden hinten rechts und einem fehlenden Blinker vorne rechts erkennbar war.

Jedenfalls wusste ich nicht, wo ich lang fahren musste, weil ich mich nicht auskannte. Ich wurde daraufhin von der Polizei auf die Busspur gewunken. Erst auf französisch angesprochen, sagte ich dann, sie können deutsch reden. "Motor aus, Schlüssel aufs Armaturenbrett." Habe ich gemacht. "Sie sind ziemlich unsicher gefahren." "Ja, kann sein, es ist dunkel und ich kenne mich hier nicht aus und weiß nicht, wo genau ich lang fahren soll." "Haben sie was getrunken?" "Ein bisschen." "Okay, dann pusten Sie bitte einmal um zu sehen, ob Sie überhaupt noch fahren dürfen". Ergebnis: 0,1 Promille. Also noch in Ordnung. "Wohnen Sie in Frankreich?" - "Nein, das Auto gehört meinem Onkel, der wohnt an der Grenze." "Und wo kommen sie gerade her?" "Von zu Hause, hab meine Kumpels abgeholt". "Ah okay, gut, Sie können weiterfahren." Die Polizei fuhr davon und meine Kumpels mussten erstmal schieben, weil der Anlasser kaputt war und das Auto nur durch Anschieben gestartet werden konnte.

Ich hatte das Auto danach noch etwa eine Woche, dann habe ich es zum Schrott gebracht. Und die Polizei weiß bis heute nicht, was sie damals eigentlich aus dem Verkehr gezogen hat. Das war übrigens nicht mein erstes Auto, ich hatte schon vorher immer mal wieder Schrottkisten, die ich für 100-200 Euro gekauft und ein paar Wochen benutzt habe. Mittlerweile habe ich damit aber aufgehört.

Beichthaus.com Beichte #00039518 vom 23.03.2017 um 01:48:55 Uhr (6 Kommentare).

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Das zweite Opfer von Marcel Heße

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Verrat Engherzigkeit Habgier

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einem Reporter für 500 Euro in Bar und weitere 500 in Form eines bereits eingelösten Schecks den Namen der besten Freundin des zweiten Opfers von Marcel Heße verraten habe. Sie wurde daraufhin zwei Tage lang mit Anfragen belästigt, das ist aber schon wieder vorbei. Sie weiß nicht, dass ich das war, aber ich habe vor, einen Teil dieses Geldes in ihr nächstes Geburtstagsgeschenk zu investieren und ihr damit als Ausgleich etwas Gutes zu tun. Ich hätte das nicht gemacht, wenn ich momentan nicht in extremen finanziellen Problemen stecken würde, an denen ich aber keinerlei Schuld trage, und habe somit wenigstens die Miete für April zusammen.

Und ich bin auch nicht zur Presse gerannt damit, sondern kenne den Reporter schon länger, er arbeitet für eine große Zeitung und wir trafen uns zufällig in einer kleinen Kneipe, bei der ich noch Kredit habe, und kamen ins Gespräch. Und als wir darüber sprachen, dass der arme Kerl ja wirklich absolut nichts ahnend in diese Sache geraten war und seinem Kumpel nur helfen wollte, sagte ich nur: "Ja, seine Beste sei auch total am Boden zerstört." Fast sofort fing er an zu bieten und bei 1.000 Euro sagte ich dann ja. Sie kennt Marcel H. übrigens nicht. Es tut mir wirklich leid wegen des erzeugten Stresses, aber ich hoffe, sie kann schnell wieder normal leben. Und ich brauche das Geld wirklich, aber es ist die mit Abstand unmoralischste Angelegenheit, auf die ich mich je eingelassen habe.

Beichthaus.com Beichte #00039517 vom 22.03.2017 um 23:13:25 Uhr (10 Kommentare).

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Habe ich die Chance auf Glück verpasst?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/29) beichte hiermit, dass ich noch immer Jungfrau bin. Ich werde jetzt bald 30 und da kam plötzlich ungewollt die Reflexion der letzten drei Jahrzehnte in mir hoch. Damit einher auch wieder der Ärger, die Enttäuschung und langsam auch die Verzweiflung über den oben genannten Umstand.

Mit 30 noch Jungfrau... Keine Ahnung, wie es so weit kommen konnte, aber ich traute mich noch nie, eine Frau, die mir gefällt, einfach anzusprechen - die wenigen Male, die ich versucht habe eine Frau kennenzulernen, bin ich mit der Karre knallhart in den Dreck gefahren. Jedes Mal, wenn ich bisher in eine Frau verliebt war, bin ich abgeblitzt. Ich hatte in den fast 30 Jahren erst eine Freundin und die habe ich nach zwei Monaten wieder verlassen, weil mir klargeworden ist, dass ich sie gar nicht liebe und nur aus Verzweiflung mit ihr zusammen war. Das wollte ich weder ihr noch mir antun, damals war ich gerade 18 und seitdem hat sich einfach nichts mehr entwickelt. Ich bin viel zu schüchtern gewesen und konnte aus den wenigen Gelegenheiten, die ich vielleicht hatte, nie etwas machen - vielleicht auch weil ich sie oft gar nicht als Gelegenheit erkannt habe. Hätte ich die gleiche Gelegenheit heute nochmal, würde ich wohl etwas offensiver auftreten, aber da liegt das Problem. Mittlerweile bin ich auch so introvertiert und habe so lange keine Erfahrung gemacht, dass ich, was das Flirten angeht, fast schon "de-sozialisiert" bin.

Dadurch wird das Ganze natürlich noch schlimmer und langsam verliere ich die Hoffnung. Wenn ich dann daran denke, was ich alles verpasst habe, denn seien wir mal ehrlich - Liebe und Beziehungen sind nie wieder so schön wie in der Jugend, auch bezogen auf Freizeit und Intensität usw. Nicht, dass ich jetzt nicht mehr willens wäre für eine Beziehung, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man mit Mitte 30 noch eine Beziehung mit solcher Leidenschaft führt wie als Jugendlicher. Das alles (ja auch die schlechten Erfahrungen dabei) habe ich eben verpasst und das lässt sich auch nicht mehr retten... Langsam fange ich an, mich zu fragen ob das überhaupt noch was wird, auch mit Frau und Kindern. Die 35 und die 40 rücken näher, mit 35 wollte ich die Familienplanung eigentlich abgeschlossen haben und man will ja auch nicht sofort mit einer Frau Kinde haben, sondern erst mal ein paar Jahre zusammen und alleine glücklich sein.

Ich beichte also, dass ich, zumindest von meinem Standpunkt aus, meine komplette Jugend verschenkt habe und viele wunderschöne Erlebnisse nie hatte und mich diese Erkenntnis in den letzten Wochen wie ein Schlagring im Gesicht getroffen hat. Wie oft ich mir in dieser Zeit gewünscht habe, die Zeit wenigstens um fünf Jahre zurückzustellen, weiß ich gar nicht mehr...

Beichthaus.com Beichte #00039510 vom 21.03.2017 um 15:36:16 Uhr (34 Kommentare).

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Faschings-ONS mit der besten Freundin meiner Frau

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Waghalsigkeit Fremdgehen Last Night Wien

Faschings-ONS mit der besten Freundin meiner Frau
Ich bin jetzt seit sieben Jahren mit meiner Frau verheiratet, insgesamt sind wir 15 Jahre zusammen. Läuft eigentlich alles super, Frau meiner Träume, es passt alles perfekt, sogar im Bett bin ich ausnahmslos glücklich. Problem ist nur, dass ich Jahre bevor ich sie kennenlernte, einen One Night Stand hatte. Bald nach dem ersten Date mit meiner zukünftigen Frau stellte sich heraus, dass der One Night Stand eine ihrer besten Freundinnen ist. Und wir verpassten den Zeitpunkt es ihr zu sagen, sie weiß es bis heute nicht.

Wie es halt so kam, mit Alkohol und blödeln, lief das Ganze bei einer Hausparty etwas aus dem Ruder. Die damalige Verlobte musste früh ins Bett, irgendwann waren alle gegangen und unser beider Bekannte fing dann irgendwann mit "Traust du dich nie!" an, ihre Brüste in meine Hände zu drücken. Das Ganze endete mit so leise wie möglichem Sex auf dem Küchenboden und viel schlechtem Gewissen.

Dann passierte jahrelang nichts, die Bekannte zog in ein anderes Land, war jetzt aber wieder zu Besuch. Fasching, verkleidet als Sexy-Schmetterling. Viel getrunken, viel zu viel getrunken und viel geflirte ihrerseits. Als es meine schwerst betrunkene Frau nicht mitbekam, weil sie gerade auf der Tanzfläche war, gingen wir aufs Klo und hatten dort einen richtig miesen Quickie. Alles in allem: Ich fühle mich mal wieder furchtbar und brauche mal einen Platz das loszulassen. Danke.

Beichthaus.com Beichte #00039505 vom 20.03.2017 um 15:24:44 Uhr in 1020 Wien (Selzergasse) (20 Kommentare).

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