Meine Freundin hat nie Zeit für mich

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Verzweiflung Ignoranz Maßlosigkeit Partnerschaft

Meine Freundin und ich (m/19) sind nun seit fast zwei Jahren zusammen. Wir verstehen uns immer super - wenn wir uns sehen - und ich bin für sie vermutlich der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Ich weiß nur nicht mehr, ob sie das auch für mich ist. Wenn man ihr Nachrichten schreibt, in denen man um Hilfe bittet, wird das zwar gelesen, aber nicht beantwortet. Irgendwann hatte ich sie mal auf diese Ignoranz angesprochen und sie meinte, dass ihr vom Tippen immer die Finger wehtun würden. Wir sind oft verabredet und sehen uns quasi jeden Tag, nur sobald etwas länger im Voraus geplant war, kommt ihr irgendetwas Dummes dazwischen. Gestern musste ich arbeiten - wir hatten abgemacht, dass wir uns hinterher sehen, aber sie fuhr dann mit ihrer Familie weg, ohne mir irgendwas zu sagen. Als ich Feierabend hatte, fragte ich sie, wo wir uns treffen, darauf erst hat sie mir das am Telefon erklärt und meinte, dass sie es jetzt nicht mehr schaffen würde.


Das klingt zunächst harmlos, aber es läuft ständig so, dass irgendwas dazwischen kommt. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll und denke oft daran, Schluss zu machen, frage mich dann aber auch, ob solche Dinge nicht nur Kleinigkeiten sind. Wir haben oft darüber geredet, aber sie nimmt trotzdem nie Rücksicht darauf. Eine Chance gebe ich uns noch und werde nochmals mit ihr reden. Falls das nicht klappt, so tut es mir leid, dass ich zu schwach bin, um das noch länger mitzumachen.

Beichthaus.com Beichte #00036150 vom 13.07.2015 um 10:58:14 Uhr (21 Kommentare).

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Der Schatz meiner Großeltern

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Diebstahl Neugier Selbstsucht Familie Geld

Ich (m/21) möchte beichten, dass ich über mehrere Jahre hinweg meine Großeltern beklaut habe. Meine Großeltern führten seit über 40 Jahren eine kleine Schneiderei mit eigenem Modegeschäft und verkauften Anzüge und Ähnliches. Hinten war also die Schneiderei, in der meine Großeltern mehr als zehn Stunden täglich schneiderten. Dadurch, dass ich relativ oft bei ihnen war, habe ich auch nebenbei gelernt, wie man seine Klamotten flickt und Knöpfe annäht. Da der Laden sehr alt war und es genug zu erforschen gab, begab ich mich als neugieriger kleiner Teenager (ca. 13 Jahre) auf Entdeckungsreise. Hinten, in einem kleinen Abstellraum, befanden sich alte Möbel und unter diesen Möbeln war ein sehr robuster, uralter Tisch mit einer Schublade. Ich öffnete diese Schublade und konnte meinen Augen nicht trauen: Ein riesiger Haufen Geld lag in dieser Schublade und ich wusste erst einmal gar nicht, was ich machen soll. Schnell wurde mir allerdings klar, dass das wohl ein Aufbewahrungsort meines Großvaters sein muss, und verließ den Abstellraum.


Kurze Zeit später reizte mich der Gedanke, etwas mehr Taschengeld zu haben, so sehr, dass ich wirklich an die Schublade ging und meinem Großvater Geld gestohlen habe. Das Schlimme dabei ist, dass es nicht das letzte Mal war, und so stockte ich mein Taschengeld mit gestohlenem Geld ein wenig auf. Ich glaube auch, dass mein Großvater es irgendwann bemerkt hat, ich hatte nicht übertrieben viel mitgehen lassen, sondern immer nur 5 oder 10 Euro, aber meine Oma gab mir natürlich auch so noch etwas Taschengeld und somit wäre es unnötig gewesen. Da mein Großvater mittlerweile verstorben ist, bereue ich es umso mehr, so geldgeil gewesen zu sein und meinen armen Großeltern dies angetan zu haben. Mittlerweile verdiene ich recht gut und helfe meiner Oma finanziell ein wenig und hoffe, dass mein Opa im Himmel auf mich wartet und ich mich bei ihm entschuldigen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036149 vom 13.07.2015 um 10:15:18 Uhr (2 Kommentare).

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Warum kann ich nicht trauern?

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Verzweiflung Familie Tod

So langsam zweifele ich an mir. Meine Großmutter, die für mich wie eine zweite Mutter war, ist vor einigen Wochen nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen. Alleine dafür bin ich dankbar, weil sie eine so starke und unabhängige Frau war und eine lange Leidenszeit nicht verdient hatte. Meine Mutter, mein Großvater und mein Bruder leiden fürchterlich und haben im Alltag mit der Trauer zu kämpfen. Während sie fast täglich - mein Großvater sogar wirklich täglich - zum Friedhof gehen, habe ich das Gefühl, ich trauere gar nicht. In den Tagen zwischen Todestag und Beerdigung ging es mir schlecht und ich habe oft geweint, danach aber gar nicht mehr. Auch wenn wir über sie sprechen, lächele ich mehr als ich weine.


Ich hatte 23 wunderschöne Jahre mit ihr, ich bin nach der Schule immer zuerst zu ihr und konnte mit ihr über alles reden. Sie hat mir so viel beigebracht, mich in so vielen Sachen unterstützt und hat mir auch für mein Leben so viel mitgegeben. Und jetzt weine ich nicht, während alle um mich noch trauern. Ich war bisher auch nur zwei Mal auf dem Friedhof. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, sie wäre gar nicht weg, sondern einfach nur gerade nicht da. Bin ich so ein gefühlskalter Mensch? Bin ich nicht dankbar genug? Warum habe ich schon damit abgeschlossen während alle anderen noch kämpfen? Ich bitte um Vergebung, da ich nicht trauere.

Beichthaus.com Beichte #00036147 vom 13.07.2015 um 08:56:16 Uhr (16 Kommentare).

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Wie ich für ein Mädchen fast mein Leben versaute...

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Dummheit Schule Sprockhövel

Ich (m/24) war auf einer Schule, bei der man im neunten Schuljahr einen neuen Kurs wählen muss. Ich wählte Kunst, obwohl ich komplett inkompetent bin, wenn es um Kunst in irgendeiner Art geht. Warum ich es trotzdem wählte? Weil ich zu der Zeit mit einem künstlerisch begabten Mädchen zusammen war. Dazu, dass ich eben eine Niete in Kunst bin, kam auch noch, dass die Lehrerin mich gehasst hat, weil meine "Werke" auch von einem 3-Jährigen hätten stammen können. Das Ende vom Lied war, dass die Beziehung in die Brüche ging und ich in dem Fach logischerweise nur schlechte Noten hatte. Diese Tatsache hat mich dazu verleitet, immer den Kunstunterricht zu schwänzen, weshalb ich fast von der Schule geflogen wäre. Das alles brachte mir viel Stress ein, den ich einfach hätte vermeiden können. Ich möchte also beichten, dass ich wegen eines Mädchens fast mein Leben versaut hätte. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036146 vom 13.07.2015 um 00:44:27 Uhr in 45549 Sprockhövel (Geschwister-Scholl-Straße) (7 Kommentare).

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“Beichte

Kraftwerk bei der Arbeit

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Arbeit Trägheit Musik

Ich (m) bin ein ziemlicher Fan der bekannten deutschen Elektropopgruppe Kraftwerk, und zeige mich auch so in der Öffentlichkeit. Ich mache jetzt allerdings ein Praktikum bei einem bekannten Energieunternehmen und dort bin ich am Eingang eines Bürogebäudes am Schalter tätig. Meine Aufgabe ist es, den Leuten zu sagen, wohin sie gehen müssen, mit wem sie zu sprechen haben, und so weiter. Es ist sterbenslangweilig. Aber zur Beichte: Ich sagte ja bereits, dass ich großer Fan der Gruppe bin, was bedeutet, dass ich mich auch passend kleide. Ich trage also immer die typische kraftwerkische Kleidung: Rotes Hemd, schwarze Krawatte, graue Hose und schwarze Schuhe, dazu ein schwarzer Gürtel. Meine Beichte ist, dass ich meine Zeit im Praktikum meistens damit verbringe, mit den Kunden wahrlich stundenlang über meine Lieblingsgruppe zu reden, da denen natürlich mein Aufzug auffällt. Liebe Mitarbeiter, bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00036145 vom 12.07.2015 um 23:51:15 Uhr (10 Kommentare).

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