Lebensretter?

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Zorn Stolz Stolz Gesellschaft Bahn & Co.

Vor ein paar Tagen habe ich (m/23) ein Leben gerettet. Es war nachts am S-Bahnhof Alexanderplatz und wie immer tummelte sich hier die Creme des Berliner Volkes. Während ich noch auf meine Bahn wartete, sah ich, wie an der anderen Seite des Gleises ein Mann nahe am Steig stand und schließlich Kopf und Oberkörper über das Gleis hängen ließ. Die S-Bahn fuhr schon ein. Alle gafften nur - keiner tat etwas. Eine Frau stand direkt neben ihm und guckte ihn nur dumm an, als hoffte sie, etwas würde passieren. Warum der Mann es tat weiß ich nicht, und ich muss zugeben, auch ich war erst starr vor Schock. Die S-Bahn gab sogar Signallaute. Irgendwie begann ich dann, loszurennen und schaffte es, den Mann am Rucksack zu packen und nach hinten zu reißen. Keine Sekunde zu spät, denn da war dann auch schon die Bahn.


Doch was nun kam, erstaunte mich am meisten. Weder dankte er mir, noch kümmerte es irgendeinen der umstehenden Menschen, was hier eben passiert war. Der Mann sah mich nur wütend an und lief weg, die Menschen um mich herum starrten mich an wie Fische und stiegen in die Bahn. Niemand achtete darauf, was eben passiert war. Nun zu meiner Beichte: Zum einen empfand ich absolut nichts dabei, keine Freude oder Ähnliches, dass ich eben ein Leben gerettet hatte. Einfach nichts, ich lachte nur wie blöde! Hysterisch und laut wie ein Irrer. Zum Anderen bin ich wütend, dass sich niemand bedankt hat, dass niemand ein Wort sagte und dass es dem Volk wohl lieber gewesen wäre, wenn dem Mann von der Bahn Kopf und Oberkörper zerfahren geworden wären. Ich weiß, dass ich mich damit abfinden sollte, ein Leben gerettet zu haben, aber ein wenig Anerkennung dafür, dass ich nicht gegafft habe, wäre schön gewesen. Manchmal denke ich auch, dass er eventuell einen Suizid begehen wollte und ich damit nur sein Leid verlängert habe.

Beichthaus.com Beichte #00033388 vom 03.06.2014 um 03:20:00 Uhr (25 Kommentare).

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Zerfressen vom exzessiven Konsum

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Drogen Trunksucht Sucht Verzweiflung Hass Großenaspe

Ich (m) komme aus einer ziemlich kaputten und zerstreuten Familie. Ich fing sehr früh an, Drogen und Alkohol zu konsumieren und im letzten Jahr war ich in einer Entzugsklinik. Mittlerweile lebe ich alleine und gehe brav zur Schule. Alle denken, ich sei clean. Und das […]
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Beichthaus.com Beichte #00033178 vom 01.05.2014 um 13:21:00 Uhr in Großenaspe (15 Kommentare).

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“Beichte

Geprägt von den Taten meines Bruders

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Zorn Missbrauch Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) bin eigentlich ein verständnisvoller, toleranter und herzlicher Mensch. Genau, eigentlich. Seit meinem elften Lebensjahr habe ich ein Problem damit, andere Menschen an mich ranzulassen. Nicht einmal meiner Familie kann ich diese gewisse Familienliebe erwidern. Das hängt mit einem Erlebnis zusammen, welches mein Leben oder besser gesagt mich verändert hat. Mit elf Jahren wurde ich körperlich misshandelt. Seither habe ich mit ganzer Kraft versucht es zu verdrängen, doch je älter ich wurde, desto stärker wurde ich damit konfrontiert. Zum Beispiel in der Schule war Misshandlung ein sehr heikles, aber wichtiges Thema. Im Unterricht wollte ich immer im Boden versinken, denn ich fühlte mich minderwertig und ungeliebt. Meine Eltern wussten nie etwas davon und wissen es noch heute nicht. Ist vielleicht besser so. Denn der Täter ist mein fünf Jahre älterer Bruder. Ihr habt es erfasst. Damit die Familienidylle nicht zerstört wird, schwieg ich all die Jahre.


Doch irgendwie wurde ich immer schlecht behandelt von meinen Eltern. Mein Bruder war schulisch gesehen viel besser und begabter als ich. Das ließ ich mir auch immer gefallen, diesen ständigen Vergleich, wer besser war. Natürlich habe ich sehr viele andere Talente, wie zum Beispiel das Singen, Texte und Geschichten schreiben, und ich beherrsche auch mehrere Fremdsprachen. Und trotzdem reichte das niemals aus. Ich empfinde sehr oft einen Hass auf meine Familie und noch mehr einen Hass auf mich. Meine Laune schwankt nicht, doch wenn ich wütend bin, dann werde ich zu einer dunklen Person, die mit keinem ein Wort wechselt und alles in sich frisst - bis es herausplatzt. Ich fühle mich einerseits schlecht, wie ich alle um mich herum behandle, mit dieser Distanz, Unerreichbarkeit und manchmal mit diesem inneren Hass. Eine Zeit lang dachte ich, dass ich an Schizophrenie leide, aber es gibt keinerlei Zeichen oder Meinungen von meinen Mitmenschen. Ich denke, dass so ziemlich jeder verschiedene Facetten hat, jedoch nicht alle zum Vorschein kommen.


Mit meinem Bruder habe ich regelmäßigen Kontakt und wir unternehmen viel zusammen. Seit vier Jahren hat er auch eine Freundin mit der er inzwischen verlobt ist. Ich verdränge es immer noch so gut es geht, doch es zerfrisst mich jeden Tag immer mehr. Doch abgesehen von all dem, möchte ich meine Seele befreien und mich bei den Menschen für mein Verhalten entschuldigen. Ich bin keine Egoistin, keine Rassistin, keine Verräterin und keine Tyrannin. Und trotzdem fühle ich mich wie all das. Es tut mir von Herzen leid, wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00032801 vom 01.03.2014 um 20:45:51 Uhr (27 Kommentare).

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Tarnkappenbomber mit Zebra-Muster

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Engherzigkeit Falschheit Kinder Telefon

Zwischen Weihnachten und Neujahr traf sich ein Großteil meiner damaligen Grundschulklasse zu unserem ersten Klassentreffen. Glücklicherweise waren alle Jungs, mit denen ich (m/25) damals in einer Clique war, ebenfalls anwesend, sonst wäre mir diese Erinnerung wohl nie wieder in den Sinn gekommen. Wir gingen damals nach der Schule immer den größten Teil unseres Heimwegs gemeinsam, da wir nicht weit voneinander entfernt wohnten. Und wie Jungs mit zehn oder elf Jahren nun einmal sind, machten wir regelmäßig Unsinn und versuchten uns gegenseitig zu überbieten. Irgendwann wurde dann auf unserem Heimweg eine Telefonzelle gebaut - und nach ein paar Monaten erfuhren wir, dass 0800er-Nummern nicht nur kostenlos sind, sondern auch prima von Telefonzellen aus erreichbar waren. Also testeten wir jeden Tag irgendeine ausgedachte 0800er-Nummer, bis wir Erfolg hatten. Wir landeten bei einer Hotline, die sich mit einem Namen meldete, den wir als "Krieg Bestellannahme" verstanden (oder verstehen wollten). Von nun an riefen wir jeden Tag mehrere Male dort an.


Wir hatten jedes Mal den gleichen Mann an der Strippe und wir nervten ihn von Tag zu Tag mehr. Mal bestellten wir Kampfpanzer, mal nur Panzerfäuste, an anderen Tagen wieder Tarnkappenbomber mit Zebra-Muster. Das Lustige war aber, dass er jedes Mal so lange mit uns diskutiert hat, bis er auf 180 war und ins Telefon brüllte. Als uns dann irgendwann der Spaß daran verging, rief einer von uns "normal" dort an und erkundigte sich, was man dort denn bestellen könnte. Es stellte sich heraus, dass wir bei einem ziemlich großen Sportartikelhändler gelandet waren. Der besagte Freund bekam dann noch einen rund 180 Seiten starken Katalog zugeschickt, weil er das nicht so recht glauben wollte, gemeinsam mit einem kleinen Fußball, auf dem "Bitte nicht mehr anrufen" stand. Zugegeben, ich habe den Spaß damals wirklich genossen, aber heute tut mir der Herr, der sich damals mit uns herumquälen musste, irgendwie leid. Er wollte uns doch nur ein paar Bälle verkaufen.

Beichthaus.com Beichte #00032550 vom 10.01.2014 um 08:22:05 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Tod meiner großen Liebe

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Hass Verzweiflung Ungerechtigkeit

Nachdem ich (m) nun schon seit Ewigkeiten hier Beichten lese, möchte ich nun auch etwas beichten, das mich seit Jahren zerfrisst. Vorne weg, wer eher auf etwas Lustiges aus ist, sollte eine andere Beichte lesen. Ich lernte irgendwann ein wunderbares Mädchen kennen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00032199 vom 09.11.2013 um 20:25:18 Uhr (15 Kommentare).

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