Mit Geisteswissenschaften kann man nichts anfangen!

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Vorurteile Hochmut Studentenleben Freiburg

Ich beichte, dass ich, als ehemalige Geisteswissenschaften-Studentin, mittlerweile ebendiese verachte und mich frage, was die je in ihrem Leben damit anfangen wollen. Ich selbst habe damals ein Semester lang Anglistik und Germanistik studiert. Schon zu Beginn habe ich gemerkt, dass es nichts für mich war und dass ich nur von "ich studiere einfach mal und später mache ich was mit Medien"-Leuten umgeben war, mit denen ich nichts anfangen konnte. Obwohl ich eigentlich nicht der Typ bin, der einfach Sachen hinwirft, habe ich das Studium schon bald abgebrochen und mache heute eine Ausbildung.


Eine Freundin von mir studiert nach wie vor Geisteswissenschaften und ist bald damit fertig. Schon jetzt beklagt sie sich darüber, dass es kaum passende Stellenanzeigen gibt. Ich tue zwar betroffen und versuche sie zu trösten, aber innerlich lache ich mich kaputt. Ich meine, was soll das? Man kann doch nicht einfach irgendetwas studieren, einfach weil es interessant ist und Spaß macht! Es muss auch etwas einigermaßen Sinnvolles sein. Ich verstehe nicht, wie man sich über so etwas nicht früh genug informieren kann und plötzlich am Ende dumm dasteht. Ich bin überglücklich, dass ich nicht so naiv bin und früh genug gemerkt habe, dass das Studium nirgends hinführt. Und mit leiser Schadenfreude betrachte ich die GeWi-Studenten, die sich sicher sind, dass ihr Plan, "was mit Medien" zu machen, aufgehen wird. Das will ich, neben meinem an der Uni verschwendeten halben Jahr, das ich leider nie wieder zurückbekomme, beichten.

Beichthaus.com Beichte #00036392 vom 18.08.2015 um 22:25:43 Uhr in 79098 Freiburg (Gartenstraße) (20 Kommentare).

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Als oder wie?

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Dummheit Aggression Groß-Gerau

Meine beste Freundin kann einfach "als" und "wie" nicht korrekt einsetzen. Vielleicht ist es albern und kleinlich, aber mich macht das absolut wahnsinnig und ich möchte dann nur noch schreien und sie schütteln.

Beichthaus.com Beichte #00036391 vom 18.08.2015 um 20:58:11 Uhr in Groß-Gerau (25 Kommentare).

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“Beichte

Warum ich gegen Wirtschaftsflüchtlinge bin

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Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Politik Gesellschaft Bischoffen

Warum ich gegen Wirtschaftsflüchtlinge bin
Ich möchte gerne beichten, dass ich mich in meinen jungen Jahren schon als Flüchtlingsgegner verstehe. Bevor ihr mir jetzt den Kopf abreißt: Ich habe gute Gründe. Ich wohne in einem kleinen Dorf, dort wurden uns vom Land Notunterkünfte aufgezwungen. Wir mussten alle Kleider spenden, weil die Stadt nicht hinterherkam. Meine Oma traut sich nach 18 Uhr nicht mehr in die kleine Innenstadt, weil dort Banden herumziehen und die Leute anpöbeln. Ich habe das selbst an mir erlebt.

Und das Beste ist: Von denen ist kein einziger Syrer oder Wirtschaftsflüchtling aus dem Balkan. Das sind alles Afrikaner, die weder Deutsche noch vernünftig Englisch sprechen und auch kein Interesse daran zeigen - zumindest der größte Teil. Besser noch, jeder, den man fragt, antwortet damit, dass er seine gesamte Familie nachholen will. Ich bitte nicht um Absolution, da ich es nicht falsch finde, mich gegen Wirtschaftsflüchtlinge zu engagieren. Für Kriegsflüchtlinge sollte unsere Türe immer offen stehen, wenn ich jedoch durch Köln Kalk fahre und dort den absoluten Verfall der deutschen Infrastruktur und Kultur erlebe, weil der Stadtteil mittlerweile zu Neu-Bagdad verkommen ist, kotzt mich das nur noch an.

Beichthaus.com Beichte #00036390 vom 18.08.2015 um 20:35:06 Uhr in Bischoffen (34 Kommentare).

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Mittagessen für Kinder

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Engherzigkeit Kinder Familie

Als ich (w/26) noch im Elternhaus gewohnt habe, habe ich mir früher einen riesigen Spaß draus gemacht, meinen zwei Jahre jüngeren Bruder zur Weißglut zu bringen. Unsere Eltern mussten beide bis zum Abend arbeiten und meine zwei Geschwister und ich kamen meist schon nachmittags aus der Schule. Unsere Mutter hatte immer eine Kleinigkeit für uns zum Essen vorbereitet, was wir uns nur noch in Mikrowelle oder auf dem Herd warm machen mussten. Immer, wenn ich mitbekam, dass sich mein Bruder etwas zu essen warm macht, bin ich in die Küche geschlichen und habe - je nachdem was es gab - den Ofen, die Mikrowelle oder den Herd wieder ausgeschaltet. Mein Bruder hat so lange nichts ahnend in seinem Zimmer gewartet, bis er dachte, das Essen wäre gut und pöbelte dann rum, als er sah, dass in der ganzen Zeit nichts passiert ist. Für mich ein toller Spaß, weil er umsonst gewartet hatte. Etwas schäme ich mich ja doch, da er nach der Schule bestimmt genau so großen Hunger hatte wie ich und ich diesbezüglich keine gute große Schwester war.

Beichthaus.com Beichte #00036389 vom 18.08.2015 um 18:58:51 Uhr (6 Kommentare).

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“Folge

Mannsweiber in Schlabberklamotten

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Ungerechtigkeit Vorurteile Feigheit

Ich (w/26) bin wohl das, was man ein Mannsweib nennt. Ich sehe nicht aus, wie man sich das typische Mannsweib vorstellt, kleide mich weiblich und lebe in einer heterosexuellen Beziehung - meine Gestik, Sprechweise und Gangart sind allerdings nicht gerade prinzessinnenhaft. Ich war von klein auf so. Hing lieber mit Jungs rum, kleidete mich männlich und identifizierte mich immer mehr mit männlichen Vorbildern oder Charakteren als mit weiblichen. Mein langjähriger Freund hat es geschafft, dass ich meine Weiblichkeit angenommen habe und mich seit einigen Jahren gerne körperbetont und weiblich kleide. So weit wäre das alles eigentlich kein Problem, wenn ich dasselbe Verhalten bei anderen Frauen nicht so furchtbar ätzend fände. Da ich nicht so wirken will, reflektiere ich mein Verhalten ständig und versuche mich anders zu geben, was ziemlich anstrengend und zudem von mäßigem Erfolg gekrönt ist. Es wird halt doch immer komisch geguckt, wenn Frau sich nicht wie Frau verhält.

Beichthaus.com Beichte #00036388 vom 18.08.2015 um 18:22:53 Uhr (8 Kommentare).

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