Zucchini zu Silvester

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Engherzigkeit Ernährung Kinder Silvester Süplingen

Ich (w) möchte etwas beichten, an das mich meine Mutter gerade wieder erinnert hat. Früher haben wir Silvester immer mit einer befreundeten Familie verbracht, mit deren Tochter ich gut befreundet war. Eines Tages war es dann wieder so weit - ich war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, Silvester stand bevor und es war geplant, dass wir zwei Zucchini mit zur Feier bringen, die die Mütter dann zusammen füllen wollten. Was meiner Freundin, meinem Bruder und mir allerdings gar nicht gefallen hat, da wir keine Zucchini mochten. Am Silvesternachmittag bin ich dann noch ein bisschen rausgegangen, um mit den anderen Kindern einen Schneemann zu bauen und auf dem Weg nach draußen fiel mein Blick auf die beiden Zucchini, die in der Küche lagen. Mit meiner kindlichen Logik kam mir die Idee, mit dem Gemüse so viele Menschen wie möglich glücklich zu machen. Kurzerhand schnappte ich mir die größere der beiden Zucchini und legte sie unseren Öko-Nachbarn in das Zeitungsrohr, da ich wusste, dass sie sich fast nur von Gemüse ernähren.

In dem Moment erschien es mir richtig, da ich dachte, ich tue den Nachbarn etwas Gutes - und gleichzeitig würden sich mein kleiner Bruder und meine Freundin bestimmt freuen, wenn wir das nicht essen müssten. Als wir uns ein paar Stunden später auf den Weg zu unseren Bekannten machen wollten, bemerkte meine Mutter die fehlende Zucchini und mir wurde bewusst, dass ich damit zwar uns Kindern und den Nachbarn etwas Gutes getan, jedoch meine Eltern in eine doofe Situation gebracht hatte. Also bin ich schnell zu den Nachbarn gelaufen und habe nachgesehen, ob die Zucchini noch da war. Als sie jedoch verschwunden war, beichtete ich meiner Mama, was ich getan hatte. Sie war zwar etwas verwirrt, nahm es mir aber nicht übel. Zum Einkaufen war es schon zu spät und bei den Nachbarn klingeln wollte sie natürlich auch nicht. Und so gingen wir zu unseren Bekannten, wo es dann nur eine gefüllte Zucchini gab - aber dafür haben wir Kinder Nudeln mit Tomatensoße bekommen, wofür mir die anderen sehr dankbar waren. Trotzdem tut mir das im Nachhinein sehr leid, weil ich nicht nur meine Mutter, sondern auch die Mutter meiner Freundin in eine peinliche Situation gebracht habe - schließlich musste sie dann mit dem Essen improvisieren und nach den Feiertagen ist das ja immer so eine Sache.

Beichthaus.com Beichte #00032552 vom 10.01.2014 um 20:38:37 Uhr in Süplingen (9 Kommentare).

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Lass es doch klingeln!

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Aggression Faulheit Trägheit Zorn Telefon

Ich muss beichten, dass es mich wahnsinnig aufregt, wenn bei uns zu Hause das Telefon klingelt und niemand abnimmt. Wir sind eine vierköpfige Familie und leben in einer Doppelhaushälfte und insgesamt haben wir vier Telefone. Im Wohnzimmer, im Schlafzimmer meiner Eltern sowie bei meinem Bruder und oben im Dachgeschoss. Aber mein Vater und mein Bruder sind zu faul, um ranzugehen, wenn es klingelt. Sie lassen es so lange klingeln, bis meine Mutter reagiert, oder eben ich rangehe - obwohl das Telefon oftmals direkt neben ihnen liegt. Oft kommt es vor, dass der Anrufer wieder auflegt, da der Anruf zu spät angenommen wird. Vor allem regt es mich auch auf, dass mein Vater ein klingelndes Telefon oft erst einmal anguckt, nicht abnimmt und es dann meiner Mutter gibt, damit sie rangeht. Mein Bruder geht mir deswegen auch auf den Sack. Heute klingelte zum Beispiel wieder das Telefon - ich war jedoch auf dem Klo und mein Bruder hat einfach gar nichts gemacht! Erst als ich ihn anmotzte, dass er gefälligst abnehmen solle, ging er ran. Und, oh Wunder, der Anrufer legte in dem Moment auf, weil er so lange warten musste. Ich liebe meine Familie wirklich sehr, aber es macht mich einfach verrückt, wenn niemand an das klingelnde Telefon geht!

Beichthaus.com Beichte #00032501 vom 02.01.2014 um 15:28:58 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Binde unterm Kopfkissen

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Trunksucht Last Night

Was ich zu beichten habe, ist schon ein paar Jahre her. Ich (w/33) hatte damals meine erste eigene Wohnung - klein aber fein. Jedenfalls wollten wir mal wieder alle zusammen in der Truppe feiern gehen und trafen uns deshalb bei mir, um vorzuglühen. Da jeder sich noch herrichten wollte, war mein Bad andauernd besetzt und das Taxi war schon gerufen. Die Zeit war also knapp. Ich musste damals aber noch dringend meine Binde gegen einen Tampon austauschen, auch wenn ich nicht ins Bad kam. Ich ging also ins Schlafzimmer und dachte, dass ich das dort schnell erledigen würde. Gedacht, getan. Nur klopfte es dann an meiner Tür und sie ging dann fast zeitgleich auf. Ich hatte natürlich vergessen abzuschließen. Da ich nicht erwischt werden wollte, steckte ich die Binde schnell unter mein Kopfkissen. Ich nahm mir natürlich vor, die Bettwäsche direkt am nächsten Morgen zu wechseln, und bin nur noch schnell in die Küche gegangen, um mir die Hände zu waschen. Dann war auch schon das Taxi da und ein feuchtfröhlicher Abend folgte. Am nächsten Morgen kamen wir nicht mehr ganz nüchtern an. Mein Kumpel wollte sich direkt hinlegen - wir anderen allerdings noch nicht und ich bot ihm deshalb freundlich mein Bett an. Als alle weg waren und ich einen Tag später in meinem Schlafzimmer in die Ecke geguckt habe, sah ich da eine Binde liegen und das Ganze fiel mir peinlich berührt ein. Ich sprach meinen Kumpel darauf an, als wir uns das nächste Mal sahen, wir hatten nämlich ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Er erzählte mir, dass er immer auf dem Bauch liegend und mit den Händen unterm Kopfkissen schläft und sich in der Nacht nur fragte, was das Ekliges sei und es dann wegschleuderte. Ich bitte um Absolution, da ich einfach vergessen hatte, was ich damals unter meinem Kopfkissen versteckt hatte und er darunter leiden musste.

Beichthaus.com Beichte #00032490 vom 30.12.2013 um 23:08:50 Uhr (16 Kommentare).

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Der Ausbeuterbetrieb

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/34) beichte, dass ich die Firma, in der ich arbeite, hasse. Ich bin bei einer Dienstleistungsfirma beschäftigt. Als ich 2009 dort anfing, wurde ich als Gebäudereiniger eingestellt, sollte aber auch Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Im ersten Winter musste ich Winterdienst in 15 Objekten übernehmen, ich hatte in drei Monaten gerade mal zwei Wochenenden frei. Nach nicht einmal einem Jahr wurde ich von meinen Objekten abgezogen, weil ich als Springer eingesetzt werden sollte - also immer dort, wo es brennt. Es hat sich relativ schnell herumgesprochen, dass ich meine Arbeit gewissenhaft und zuverlässig mache. Und so wurde ich kurze Zeit später Haustechniker in einem exquisiten Hotel. Meine Firma hatte dort schon lange einen Kollegen abgestellt, dessen Verhalten war aber offensichtlich nicht ideal, weshalb man mich dort hinschickte, um den Kunden zu halten. Seit drei Jahren bin ich nun schon dort und es gefällt mir sehr. Da ich mich mit dem technischen Leiter im Hotel super verstehe, kenne ich auch die Summe, die das Hotel für mich an meine Firma zahlen muss. Es ist wie Zeitarbeit - ich verdiene nicht einmal die Hälfte von dem, was die Firma einstreicht. Ich werde immer noch nach Reinigungs-Tarif bezahlt, obwohl ich nichts mehr damit zu tun habe.


Ich hatte dieses Jahr dann ein Gespräch zwecks Lohn-Anpassung mit der Geschäftsleitung. Mir wurde schamlos ins Gesicht gelogen, und meine Arbeit und Leistungen wurden heruntergespielt. Ich habe verschiedene Aufträge angepriesen, die ich für die Firma an Land gezogen habe, aber die Antwort war nur, dass man das von den Mitarbeitern auch erwarte. Ich musste mich extrem zusammenreißen und war drauf und dran den Chef über den Tisch zu ziehen. Ich habe es natürlich nicht gemacht, obwohl meiner Forderung auf eine Lohnerhöhung nicht stattgegeben wurde. Seitdem hält mich nichts mehr in der Firma, ich spekuliere nur noch darauf, dass mich das Hotel irgendwann übernimmt. Spätestens, wenn der technische Leiter in drei Jahren in Rente geht, habe ich sehr gute Chancen diesen Ausbeuterbetrieb endlich zu verlassen!

Beichthaus.com Beichte #00032434 vom 20.12.2013 um 20:19:42 Uhr (7 Kommentare).

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Nächtlicher Passanten-Schreck

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Waghalsigkeit Dummheit Morallosigkeit Auto & Co.

Ich beichte, dass ich, wenn ich abends oder nachts Auto fahre, mit voller Absicht nach ahnungslosen Passanten Ausschau halte. Dann steuere ich mit der Karre direkt auf sie zu, um im letzten Moment dann umzuschwenken. Manchmal fahre ich auch ganz langsam an ihnen vorbei und starre sie ausdruckslos, böse oder entgeistert an. Hin und wieder verfolge ich sie auch. Das ist besonders dann amüsant, wenn ich eine Kopfbedeckung trage. Zur Weihnachtszeit gerne eine Weihnachtsmütze mit Blinklichtern, aber ich besitze auch eine Penismütze und einen solchen Haarreif, den ich ebenso freudig auf meinem Haupt trage. Gerne mache ich auch ganz laut Musik an und kurbele die Fenster runter, oder ich brülle die Passanten wie wahnsinnig in seltsamem Kauderwelsch an. Sehr toll ist das, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, da diese ganz begeistert mitmischen und der Effekt dann noch einmal verstärkt wird. Meine liebsten Opfer sind Jugendliche, vor mir sicher sind nur ältere Menschen, Behinderte, Radfahrer und Personen mit Hunden oder Kindern.


Ich bin mir bewusst, dass dieses Verhalten sehr kindisch und sinnlos ist und dass ich damit nicht dem Alter gerecht werde, das auf meinem Ausweis steht, aber ich finde es einfach zu amüsant, wenn die Leute wegspringen. Oder auch rumkreischen, mich fassungslos anstarren, mir mit der Faust drohen, mir nervös hinterherblicken, verwirrt oder entsetzt gucken oder mich sogar mit dem Handy verfolgen, weil sie glauben, sie könnten noch ein Foto von meinem Kennzeichen machen. Wobei ich auch schon Fälle hatte, bei denen mich die Opfer ausgelacht und mir gewunken haben. Diese sind mir immer besonders sympathisch. Häufig frage ich mich aber auch, ob diese Aktionen den Ärger, der mir blühen könnte, überhaupt wert sind.

Beichthaus.com Beichte #00032432 vom 20.12.2013 um 14:21:16 Uhr (14 Kommentare).

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