Stress im Bus

34

anhören

Hass Engherzigkeit Bahn & Co.

Ich hasse öffentliche Verkehrsmittel. Da ich (w) Montag bis Freitag zur Arbeit muss, bin ich leider Gottes auf unsere lieben Freunde angewiesen. Besonders schlimm ist es im Winter: Sie sind jedes Jahr aufs Neue total überrascht und überrumpelt wenn es plötzlich schneit. Schnee, und das auch noch im Winter, darauf sind wir gar nicht vorbereitet! Verspätungen und Komplettausfälle sind dann Standard.
Einmal stand ich 20 Minuten bei -17 Grad Celsius an der Bushaltestelle, da mein Bus nicht kam. Da ich in einem ziemlichen Kaff wohne, wo nur sehr wenig und sehr selten etwas fährt, musste ich wohl oder übel warten. Mir ist in diesen 20 Minuten alles abgefroren. Dann kommt der Bus, ich freue mich, die Erlösung. Denkste! Brechend voll war das Ding! Mittlerweile waren auch die Leute am Start, die eigentlich einen späteren Bus nehmen wollten. Ich konnte mich gerade so noch vorne mit reinquetschen. Allerdings missfiel das dem Busfahrer, der meinte, ich solle mal durchlaufen, da er eh zu spät dran sei. Ein genervtes:"Na ach nee!" entwich mir. Der Bus war wirklich brechend voll.


Kennt ihr am Vordereingang diese Klappdinger? Da muss man durchgehen. Aber wenn 70 Leute vor dir stehen, ist es schwierig. Ich liebe auch diese Menschen, die nicht durchtreten und den Bus komplett füllen. Nein, die bleiben kurz nach dem Eingang stehen weil da jemand sitzt den die kennen. Die anderen sieben Leute müssen dann halt draußen bleiben. Dann kommt die genervte Durchsage des Fahrers, man möge durchtreten. Dann setzt man sich vielleicht langsam in Bewegung. Aber nur ganz langsam, erstmal schauen, ob der mich überhaupt meint. Oje, da sind ja Menschen hinter mir, wo kommen die denn her? Soll ich mich jetzt bewegen? Aber da sind doch meine Freunde, ich kann doch jetzt nicht einfach gehen. Naja, vielleicht geh ich erst mal und drängel mich dann wieder zurück. Aber besagter Busfahrer hatte kein Interesse, das zu tun. Er lehnte sich zurück und wartete mit offenen Türen, bis sich das Problem von selber löste.
Ich hasse es, weil ich und viele Andere auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und es für den Betrieb deshalb keinen Grund gibt, etwas zu ändern oder die Qualität zu bessern. Dann könnte man ja beliebt sein und geschätzt werden! Bloß nicht. Bloß keinen Service und bloß keine Qualität! Ich hasse es, wie die Abhängigkeit vieler Leute ausgenutzt wird, die sonst keine Möglichkeit haben, von A nach B zu kommen. Man gibt sich keine Mühe, da der Hauptnutzer wirklich abhängig ist. Aber die Ticketpreise erhöhen! Ich bin am Ende übrigens doch ausgestiegen. Mittlerweile kam der nächste Bus.

Beichthaus.com Beichte #00029958 vom 24.04.2012 um 20:02:20 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Mitbewohner mit dem Erbsenhirn

18

anhören

Habgier Engherzigkeit WG Dresden

Ich hasse meinen Mitbewohner abgrundtief. Er wohnt im Zimmer nebenan und ist die reinste Plage. Der Typ weiß weder, was eine Klobürste ist, noch was man alles mit dieser genialen Erfindung anstellen kann. Wenn er von der Uni "nach Hause" kommt, macht er sofort den Fernseher an und genießt lautstark die Fußballspiele. Dabei lacht er sich auch mal ab und an halbtot über seine eigenen geistreichen Kommentare wie "Aber das gibts doch nicht!" und andere unschönen Wörter, die ich alles durch die papierdünnen Wände hören kann. Der Typ hat ein ziemlich lautes Organ und führt gern Selbstgespräche. Sowohl meine andere Mitbewohnerin als auch ich haben mit ihm geredet, doch das kommt scheinbar nie in seinem Erbsenhirn an, da er "sich gar nicht vorstellen kann, dass er so laut sein soll". Ich hege ihm gegenüber ernsthafte Mordgedanken und habe ihm immer wieder üble Krankheiten gewünscht. Einmal habe ich davon geträumt, wie ich ihn mit einer Klobürste erstickt habe. Herr im Himmel vergib mir.

Beichthaus.com Beichte #00029956 vom 23.04.2012 um 22:10:01 Uhr in 01069 Dresden (Fritz-Löffler Straße) (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Meine hirnlose Generation

87

anhören

Hass Selbstsucht Gesellschaft

Meine hirnlose Generation
Ich (w/21) möchte beichten, dass ich meine Generation hasse. Der tägliche Gang zur beruflichen Oberschule ist für mich reine Folter, da ich mindestens fünf Stunden meiner Zeit mit diesem bildungsresistenten Abschaum verbringen muss. Auch wenn einige von ihnen durchaus gute Noten haben mögen, sobald es darum geht, selbstständig zu denken, schalten diese hirnlosen Partyzombies einfach ab. Ich habe nichts dagegen, ab und zu mal gepflegt feiern zu gehen, ganz im Gegenteil, aber diese Generation scheint das zu ihrem kompletten Lebensinhalt gemacht zu haben. Der Musikgeschmack besteht aus hirnlosem Elektrogedöns oder irgendwelchem sinnentleerten Hip-Hop. Hauptsache, voll in und gerade in den Charts. Ich wünsche mir mehrmals täglich eine große Axt, wenn ich mir Fragen anhören darf wie "was macht diese CDU eigentlich?". Aber dann lautstark über Politiker beschweren, dass die Regierung ja alles "voll die Ausbeuter sind und so", wegen den Spritpreisen. Ich schäme mich sehr, zu dieser Generation zu gehören, die zwar super auswendig lernen und nachplappern kann, aber keinerlei Fähigkeit zum selbstständigen Denken besitzt. Das dritte Reich hätte an so einer Generation sicher seine Freude gehabt.

Beichthaus.com Beichte #00029954 vom 22.04.2012 um 23:59:12 Uhr (87 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Schwanger mit 15

48

anhören

Morallosigkeit Schwangerschaft

Ich beichte, dass ich im Alter von 15 Jahren schwanger war und abgetrieben habe. Zu besagtem Zeitpunkt hatte ich bereits ein Jahr lang eine feste Beziehung, habe ihn nie betrogen, es war ganz sicher sein Kind. Ich hatte das Gefühl, dass alle von mir erwarteten, dass ich das Kind abtreiben lasse. Es kam mir vor, als gäbe es keine andere Möglichkeit. Selbstverständlich war es unter den gegebenen Umständen das Vernünftigste, was ich hätte tun können und wenn man berücksichtigt, dass ich gerade die 9. Klasse eines Gymnasiums besuchte, keine finanziellen Rücklagen hatte, von meiner Familie keine Unterstützung erwarten konnte und meine Beziehung voraussichtlich in dem Alter nicht ewig halten würde, ist meine Entscheidung wohl sogar für viele Abtreibungsgegner nachvollziehbar. Diesbezüglich bereue ich es nicht, jedoch bekomme ich mein schlechtes Gewissen nicht los.
Noch immer, nun schon drei Jahre später, kann ich nicht umhin und heule los, sobald im Fernsehen eine Dokumentation über Geburt, wie Leben entsteht und wie sich das Kind im Laufe der Schwangerschaft entwickelt, sehe. Auch wenn im Biologieunterricht ein Video über das besagte Themengebiet läuft, fange ich vor versammelter Mannschaft an zu flennen und wenn sie es merken, fragen sich alle, warum. Normalerweise weine ich nie und bin eine Spezialistin im Gefühle-unterdrücken, sogar während einer festen Beziehung, jedoch hat sich dieser Vorfall so unglaublich tief hineingebrannt, sodass, obwohl ich mittlerweile die Oberstufe besuche und bald Abitur mache, ich niemals wieder abtreiben würde, nicht einmal, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt schwanger werden würde, obwohl die Umstände sich nicht großartig geändert haben.


Ich habe die Beziehung zu meinem mittlerweile Ex-Freund nach insgesamt 3 Jahren beendet, mit einem Kind wäre das zwischen uns, keine Frage, anders gelaufen. Ich habe mit einigen Frauen (Mädchen) geredet, die eine Abtreibung hinter sich haben und keine von ihnen hat so ein extremes schlechtes Gewissen, wie ich es habe. Lediglich Frauen, die bereits ein Kind haben, leiden vergleichbar ähnlich stark unter der Abtreibung. Ich hasse Frauen, denen so etwas quasi "egal" ist und die das fast ständig machen, weil sie zu dumm zum Verhüten sind. Und wenn ich sehe, welche Mädchen heutzutage Kinder bekommen, die nicht annähernd so reflektiert sind wie ich es mit 15 war, die würde ich am liebsten an den Schultern packen und kräftig durchschütteln. Die eigenen Eltern Hartz IV Empfänger, der Freund, insofern vorhanden, in der Schule oder mitten in der Ausbildung, selbst ohne Abschluss und ohne Plan. Wenn ich so etwas sehe weiß ich genau, ich hätte es geschafft. Es raubt mir bis heute den Schlaf und ich wünsche keiner Frau diese Erfahrung.

Beichthaus.com Beichte #00029953 vom 22.04.2012 um 15:51:23 Uhr (48 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Dreier ohne Happy End

27

anhören

Lügen Ignoranz Peinlichkeit Damme

Es ist jetzt auch schon ein paar Jahre her, damals war ich (w) so circa 18 Jahre alt. Auf Karneval hatte ich einen Typen kennengelernt, der mir eigentlich so überhaupt nicht gefiel. Trotzdem war ich irgendwie zu feige ihm das so direkt zu sagen. So kam es dann, dass ich mehr aus Mitleid öfter mal auf einer bekannten Communityseite mit ihm schrieb. Dort entdeckte er in meiner Freundesliste auch meine damals beste Freundin. Daraufhin schrieb er uns beide immer an und fragte ob wir nicht mal Bock auf einen Dreier hätten. Nach ständigen Verneinungen unsererseits ließ er noch nicht locker. Und an einem etwas alkoholreichen Abend und einer erneuten Anfrage von ihm stimmten wir zu. Aber nicht mit der Absicht das wirklich zu tun. So stand er dann eine halbe Stunde später vor meiner Wohnungstür. Erst gab es Sekt und viele Versprechen von uns. Irgendwann schickten wir ihn schon mal vor ins Schlafzimmer, mit der Bitte sich doch schon auszuziehen. Das machte er dann tatsächlich. Als wir ihn dort stehen sahen, in einer ekligen ausgeleierten Boxershorts und einer kaum zu übersehenden Erektion. da konnten wir uns das Lachen echt nicht mehr verkneifen. Wer hätte denn gedacht, dass er das wirklich macht - wir nicht. Wir verzogen uns ins Bad. Hoch rot zog er sich dann schnell an und verschwand aus meiner Wohnung. Jetzt, ein paar Jahre später, tut er mir irgendwie Leid. Und ich beichte, dass wir ihn wahrscheinlich ziemlich verletzt haben. Zudem haben wir uns selber in Gefahr gebracht, der hätte ja auch ganz anders reagieren können.

Beichthaus.com Beichte #00029950 vom 21.04.2012 um 09:49:16 Uhr in Damme (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000