Unterentwickelte Menschen

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Zorn Ungerechtigkeit Tiere Nürnberg

Ich möchte beichten, dass mich die Menschheit zurzeit so richtig ankotzt. Jeder ist nur auf sich selbst konzentriert und unfreundlich zu anderen Personen. Muss das denn sein? Es ist doch um so viel einfacher, wenn man anderen hilft. Ist denn die Welt in der wir leben ein solch schrecklicher Ort geworden, dass es für Gefühle überhaupt keinen Platz gibt? Und wenn ja, warum? Ist der Mensch ein solch dummes und gefräßiges Tier, dass wir nicht einmal mit Unseresgleichen auskommen? Oder haben wir nur verlernt, ein soziales Leben zu führen? Selbst Krokodile und Löwen, die viele von uns Menschen als aggressiv und brutal einschätzen, schaffen es in einer "sozialen Umgebung" klar zukommen. Und wir, die wir um weiten intelligenter sind, - zumindest die meisten von uns - können uns nur um Dinge kümmern, wie zum Beispiel: Woher bekomme ich am billigsten einen Liter Milch? Oder warum muss mein Nachbar immer ein größeres Auto fahren als ich und wie kann ich das unterbinden?

Ist es von einer zivilisierten Spezies zu viel verlangt, dass sie Rücksicht nimmt auf den Anderen? Oder sind wir gar nicht die Spitze der Evolution? Vielleicht ist es eine ganz andere Kreatur auf unserer Erde. Vielleicht ist es sogar der Affe, der in einer perfekten Umwelt wohnt. Er verdreckt und zerstört seine Umwelt und die der anderen nicht. Er versorgt seine Alten und Schwachen und lebt in einem derart sozialen Umfeld, welches für uns wohl als erstrebenswert erwähnt sein möchte. Ich frage euch, ist der Mensch das höchstentwickelte Tier auf Erden oder hatten wir einfach nur Glück, dass wir nicht ausgestorben sind? Ich erbitte hiermit um Antwort. Vielen dank im Voraus.

Beichthaus.com Beichte #00025039 vom 02.11.2008 um 14:39:42 Uhr in Nürnberg (14 Kommentare).

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Nachrichten an alle

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Dummheit Waghalsigkeit Medien München

Während meiner Ausbildung bei einem großen deutschlandweit vertretenen Konzern bekamen wir ein paar Tage EDV-Unterricht. Unsere Ausbildungsgruppe mit etwa 30 Personen wurde auf zwei angrenzende EDV-Räume verteilt, wo jeder an einem 386er saß und selbstständig die Unterrichtseinheiten erarbeiten musste. Irgendjemand entdeckte den Send-Befehl, mit dem man auf andere Rechner kurze Nachrichten schicken konnte. Besonders beliebt war der Send-all-Befehl, weil die Gemeinheiten, die wir uns schickten, auf allen Rechnern in beiden Unterrichtsräumen erschienen. Lange war uns der Spaß leider nicht gegönnt, weil ein Ausbilder den Send-Befehl kurzerhand deaktivierte. So kam ich auf die glorreiche Idee, den Befehl mal im Serverraum zu probieren, welcher sich zwischen den Unterrichtsräumen befand. Wir sind dann zu zweit reingeschlichen, haben den Bildschirm eingeschaltet und ich habe "send all "Hallo ihr alten Arschlöcher"" eingegeben und mit "cls" die Tat entfernt. Anhand der lautstarken Äußerungen aus den Unterrichtsräumen wussten wir, dass es funktioniert hatte, und sind schnell an unsere Plätze zurück. Was wir leider nicht wussten, war, dass die nette Nachricht im gesamten Betrieb an allen Bildschirmen erschien und bestätigt werden wollte. Wir fanden es etwa eine Minute später heraus, als der EDV-Chef mit hochrotem Kopf in den Serverraum stürmte. Gemeinsam mit anderen Spezialisten hat er stundenlang versucht herauszufinden, welcher Arbeitsplatz den pikanten Gruß verschickt hatte. Dass er genau an diesem Rechner saß, fand er wohl nicht heraus und wir sind ungeschoren davongekommen.

Beichthaus.com Beichte #00025027 vom 01.11.2008 um 01:37:12 Uhr in München (18 Kommentare).

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“Beichte

Das ganz normale Leben?

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Hass Zorn Familie Stuttgart

Ich bin eigentlich ein ganz normaler 23-Jähriger und führe ein ganz normales Leben - mit gutem Job, eigener Wohnung etc. Ich bin auch eigentlich die Ruhe selbst. Aber es gibt eine Sache, bei der ich Mordgelüste kriege, und zwar wegen meines Stiefvaters. Als meine Mutter ihn kennenlernte, war ich etwa sechs Jahre alt. Am Anfang war es ja auch noch okay, er war für mich der Onkel, der halt öfters da war. Alles war gut, bis die beiden heirateten. Erst waren es nur Kleinigkeiten wie "Du Depp" oder "Du dummes Kind", die er mir an den Kopf warf. Dann begannen die Ausdrücke schlimmer zu werden und es setzten auch die ersten Hiebe ein. Meiner Mutter gegenüber spielte er immer das Unschuldslamm und ich wäre ja noch ein kleiner Lausbub und so weiter. 1993 kamen meine Schwestern auf die Welt, es wurde immer schlimmer. Er ging früh zur Arbeit kam abends besoffen heim, schlug meine Mutter, die dann abends noch arbeiten ging und sich den ganzen Tag noch um die Kleinen kümmern musste. Sein Hass konzentrierte sich quasi auf mich.

Was ich eigentlich beichten will, ist, dass ich meinen Stiefvater so hasse, dass ich gelegentlich noch Albträume darüber habe, wie ich ihn auf eine besonders schmerzhafte und qualvolle Weise töten könnte, und das macht mir Angst, denn sollte ich ihn eines Tages durch einen Zufall treffen, wüsste ich nicht, ob ich meinen Hass so unterdrücken könnte, um es nicht zu tun. Ich merke es auch, wenn ich unterwegs bin und sehe, wie Eltern ihre Kinder schlagen oder beleidigen. Diese Menschen sind in meinen Augen keine Eltern, sie sind für mich etwas wie perverse Kinderschänder, die es meiner Meinung nach nicht verdient haben, ein ruhiges Leben zu führen. Ich könnte sie mit irgendetwas Scharfem an die Wand tackern und ihnen beim Sterben zuschauen. Ich will niemandem etwas antun, aber das sind die Gedanken, die ich dabei kriege. Und deshalb sollte man sich über gewaltbereite Jugendliche, egal welcher Herkunft die so etwas durchgemacht haben auch nicht wundern.

Beichthaus.com Beichte #00024995 vom 26.10.2008 um 20:50:42 Uhr in Stuttgart (13 Kommentare).

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Geschäftsreisen sind scheiße

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Falschheit Trägheit Peinlichkeit Arbeit

Ich beichte, dass ich Geschäftsreisen hasse, weil ich mich einfach komplett unwohl fühle. Ich glaube das liegt daran, dass ich weiblich bin, in einer Männderdomäne arbeite und noch dazu jedes Mal mit Abstand die Jüngste auf irgendwelchen Konferenzen bin. Es ist immer dasselbe: tagsüber Meetings, ein bisschen Small Talk, und so eben. Abends muss ich dann mit diesen alten Säcken an der Hotelbar hocken und mir irgendwelche Geschichten von vor meiner Existenz anhören. Ich kann und will da einfach nicht mitreden.

Manchmal, wenn ich daran denke, muss ich vor mich hin lachen, weil ich privat nun mal total anders bin. Da gehe ich auf Boybandkonzerte, übernachte auf Reisen im Hostel im Sechsmannzimmer statt im 600-Euro-Zimmer auf Geschäftsreisen und kleide mich wie der letzte Assi. Erst gestern hat mir ein Chef erzählt, dass eine von meinen Reisen gecancelt wurde, weil bei uns in der Firma alle viel zu oft reisen und das nun eben zu teuer ist. Ihm war das sichtlich peinlich, während das für mich der beste Tag überhaupt war.

Beichthaus.com Beichte #00024618 vom 29.08.2008 um 16:41:49 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Zum Hieressen für die Mehrwertsteuer

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Betrug Hass Hochmut

Wenn ich bei großen Fastfoodketten bestelle, antworte ich bei der Frage am Ende "Zum Hier-Essen oder Mitnehmen?" immer "Hier essen!", auch wenn ich das Essen meist mitnehme, damit diese kapitalistischen Dreckskonzerne die vollen 19% Mehrwertsteuer zahlen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00024612 vom 29.08.2008 um 13:53:07 Uhr (29 Kommentare).

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