Die brennende Gartenhütte

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Vandalismus Morallosigkeit Kinder Kaiserslautern

Ich (w/30) möchte beichten das ich vor Jahren mit meinem Bruder einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst habe. Ich war damals 12, mein Bruder 8. Leider hatte mein Meerschweinchen seinen letzten Atemzug getan und so machte ich mich gemeinsam mit meinem Bruder auf den Weg um eine schöne letzte Ruhestätte im grünen zu finden. Zu diesem Zeitpunkt, war knapp 200 Meter hinter unserem Haus eine stillgelegte Schrebergartenanlage mit verwitterten und alten Gartenhäuschen (in denen Nachts die Obdachlosen der Umgebung Unterschlupf suchten). Schließlich fanden wir eine schöne Stelle und vergruben dort unser Meerschweinchen, bauten ein kleines Kreuz und schmückten das Grab mit Blumen. Am nächsten Tag (wir waren öfters in den alten Gärten spielen mit den Nachbarskindern) sahen wir das das Grab "geschändet" war. Das Kreuz zerschlagen und der Kadaver des Meerschweinchens lag ein paar Meter weiter. Mein Bruder und ich waren uns direkt einig das mussten die Obdachlosen gewesen sein. Wir schmiedeten Rachepläne und so kamen wir darauf, eine dieser Gartenhütten abzufackeln. Wir gingen nach Hause besorgten uns heimlich Feuerzeug und Toilettenpapier und kamen zurück. Es war damals Hochsommer und hatte seit Wochen keinen Tropfen Regen getan. Dementsprechend trocken war alles! Wir setzten unseren Plan ohne größere Überlegungen in die Tat um, verteilten in der Hütte das Toilettenpapier und steckten dieses an, nahmen die Beine in die Hand und machten, dass wir weg kamen. Wir rannten nach Hause und fuhren auf unschuldig machend mit unseren Eltern zu einem Nahe gelegenen Baggerseee. Als wir abends zurück kamen stand die ganze Nachbarschaft in der Straße, überall Feuerwehr und Polizei. Meine Mutter fragte verängstigt was denn los sei. Das Feuer das mein Bruder und ich gelegt hatten, hatte sich durch das trockene Wetter schlagartig ausgeweitet und auf andere Gartenhütten übergegriffen! Die Polizei kam schnell darauf das es Brandstiftung war, beschuldigte dafür aber die Obdachlosen. Kein einziges mal wurden wir Kinder beschuldigt. Bis heute wissen es nur mein Bruder und ich. Das Gelände wurde vor Jahren abgerissen und neu bebaut. Ich möchte mich entschuldigen das ich damals das Leben meines Bruders, mir, anderen spielenden Kinder und der Obdachlosen riskiert habe einfach nur aus kindlicher Dummheit. Verletzt wurde damals Gottseidank niemand.

Beichthaus.com Beichte #00029813 vom 19.02.2012 um 21:26:20 Uhr in Kaiserslautern (Parkstraße) (19 Kommentare).

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Die falsche Frage

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Gewalt Aggression

Ich wohne in einer Kleinstadt im Südwesten von Deutschland. Ich bin momentan auf den Busverkehr angewiesen, da ich mir kein Auto leisten kann, und demzufolge bin ich täglich am Hauptbahnhof. Nicht weit vom Bahnhof entfernt befindet sich ein Flüchtlingsauffanglager. Menschen unterschiedlichster Nationen leben dort, und da viele dieser Leute keine Arbeit finden, haben sie auch viel Zeit. Ein Großteil dieser Menschen hält sich die meiste Zeit des Tages am Bahnhof auf. Die meisten sind nett und freundlich, aber wie überall gibt es auch schwarze Schafe. Einige erfüllen das Klischee des "Gangster-Türken" voll und ganz. Das Ganze fing vor etwa zwei Jahren an. Ich stand damals seelenruhig am Bahnhof, als eine Gruppe halbstarker Jugendlicher, aus Richtung des Asyllagers kam. Ich beachtete sie nicht weiter, bis mich einer der Jugendlichen anrempelte und stehen blieb. Er sah mich mit finsterer Miene an und fragte mich, warum ich mich "so scheiße in den Weg stelle". Ich gab keine Antwort. Er schubste mich dann - ein paar Mal. Seine Kollegen schubsten mit. Nach einer Weile gaben sie auf, da ich nicht auf die Provokationen einging. Dieses Spielchen vollzog sich dann regelmäßig alle zwei bis drei Wochen. Ab und an wehrte ich mich, worauf ich eine kassierte. Hilfe von Außen konnte ich nicht erwarten, da es meist abends geschah und somit kaum einer am Bahnhof war. Ich beschäftigte mich zu der Zeit bereits mit dem Buddhismus und mir wurde nach einiger Zeit klar, dass ich diesen Konflikt anders angehen müsste. In der Folgezeit kam es allerdings immer seltener zu Angriffen.

Die Kerle verloren anscheinend das Interesse am Bahnhof und ließen sich bald gar nicht mehr blicken. Das Problem hatte sich anscheinend erledigt. Bis vor Kurzem, denn sie kamen wieder öfter zum Bahnhof. Anfangs erkannten sie mich nicht, aber schon nach kurzer Zeit ging das alte Lied wieder los. Ich wollte die Sache endgültig beenden und fragte den Chef der Gruppe, warum er eigentlich so aggressiv sei. Ich habe ihm nichts getan und wollte wissen, wo seine Probleme herkommen, die er auf diese Weise zu kanalisieren versuchte. Die Frage, ob es in seiner Familie vielleicht Probleme gebe, beantwortete er mir mit einem Faustschlag ins Gesicht bei dem er mir die Nase mehrfach brach. Ich erstattete daraufhin endgültig Anzeige. Zuvor hatte ich mich nicht getraut diesen Schritt zu wagen, da ich Angst hatte, daraufhin noch mehr belästigt zu werden. Man fasste den Kerl relativ schnell und er wurde zu vier Wochen Jugendarrest verdonnert, da er wohl vorher schon strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Danach war Ruhe. Ich sah die Kerle zwar noch, allerdings passierte nichts mehr. Erst später fand ich heraus, dass der Kerl wirklich familiäre Probleme hat. Er lebt mit seiner Mutter und vier Geschwistern im Asyllager, ohne Vater. Tja, er musste wohl Arbeit suchen. Diese Chance ist nun stark vermindert durch den Jugendarrest auf dem polizeilichen Führungszeugnis. Auf der einen Seite tut es mir Leid, da ich durch meine Anzeige dazu beigetragen habe, dass seine Familie nun weiterhin am Hungertuch nagt. Auf der anderen Seite ist er selbst schuld. Er hatte ja wissen müssen, dass sein Verhalten solche Konsequenzen haben wird. Trotzdem, ein wenig schuldig fühle ich mich schon.

Beichthaus.com Beichte #00029796 vom 13.02.2012 um 13:07:49 Uhr (49 Kommentare).

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Der Freund aus Kindheitstagen

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Eifersucht Fremdgehen Zwietracht Partnerschaft

Im Herbst 2004 bin ich mit meiner jetzigen Ex-Freundin zusammengekommen. Eigentlich war alles sehr schön zwischen uns, ich hatte das Gefühl, dass wir gut zusammenpassten und war auch wirklich schwer verliebt in sie. Dennoch störte es mich, dass egal wo wir hingingen und was wir taten, immer ihr bester Freund mitkommen musste. Die beiden kannten sich seit ihrer frühesten Kindheit und gingen dementsprechend vertraut miteinander um. Wenn sie sich untereinander über ihre vielen gemeinsamen Erlebnisse unterhielten und zusammen lachten, kam ich mir oft vor wie das fünfte Rad am Wagen. Ich war ziemlich eifersüchtig auf ihn, ließ es mir aber nicht anmerken, denn als ich meiner Ex gegenüber mal erwähnte, dass es mich störte, dass ihr bester Freund immer und überall dabei war, wurde sie sehr aufbrausend. Offensichtlich hatten sie auch irgendwelche Geheimnisse vor mir, denn oft warfen sie sich vielsagende Blicke zu, wenn jemand das Wort "Feuerwehr" erwähnte. Ich dachte erst, dass sie vielleicht als Kinder irgendetwas angezündet hatten, deswegen fragte ich nicht weiter nach. Eines Tages stellte der beste Freund meiner Ex uns seine neue Freundin vor. Sie war sehr hübsch, nur etwas schüchtern. Mir fiel allerdings ein ziemlich großer Stein vom Herzen, da ich dachte, ich hätte jetzt etwas mehr von meiner eigenen Freundin. Doch weit gefehlt. Wir trafen uns jetzt ständig zu viert. Meine Freundin und ihr bester Freund lachten die ganze Zeit und amüsierten sich, und wir beiden Anhängsel saßen stumm daneben. Ich versuchte zwar mit dem Mädchen ins Gespräch zu kommen, aber sie antwortete auf Fragen immer nur mit Ja oder Nein und erzählte nie etwas von sich aus. Nach dem vierten Treffen gab ich es auf, mit ihr reden zu wollen. Irgendwann begrüßte sie mich nicht einmal mehr und rannte eines Tages, als meine Freundin und ihr bester Freund mal wieder so richtig vom Leder zogen, einfach schluchzend aus dem Raum. Ihr Freund lief ihr nach etwa fünf Minuten hinterher und kam mit versteinerter Miene nach einer halben Stunde wieder zu uns um uns mitzuteilen, die beiden hätten sich getrennt. Anschließend hing er deprimiert in den Armen meiner Freundin, die beiden kuschelten, und ich wusste nicht was ich sagen oder tun sollte.


In derselben Nacht erhielt ich eine formatsprengende SMS von einer unbekannten Nummer, wie sich herausstellte, von dem Mädchen. Sie entschuldigte sich darin, dass sie nie wirklich mit mir gesprochen habe, aber ihr jetziger Ex-Freund hätte es ihr verboten. Beim nächsten Satz stockte mir jedoch der Atem. Sie wusste, was es mit dem Wort "Feuerwehr" auf sich hatte. Meine Freundin und ihr bester Freund hatten wohl beide ihr erstes Mal miteinander gehabt, im Geräteschuppen der örtlichen Feuerwehr. Mir hatte sie jedoch immer erzählt, ihr Ex vor mir habe sie entjungfert, mit dem sie allerdings nur zwei Monate lang zusammen gewesen war. Nach langem Überlegen zeigte ich meiner Freundin die Nachricht. Sie stritt natürlich alles ab, und wurde ziemlich schroff. Dann fragte sie mich, ob ich einer dahergelaufenen Tussi mehr Glauben schenken würde als ihr. Kurz darauf bekam ich jedoch mit, wie meine Freundin mit ihrem besten Freund telefonierte, ich verstand zwar kein Wort, aber ihre Stimme klang angespannt und nervös. Ab und an wurde sie laut. In den folgenden Wochen wuchs mein Misstrauen meiner Freundin und ihrem besten Freund gegenüber nahezu ins Unermessliche. Meine Freundin bemerkte das natürlich und reagierte darauf indem sie erst wahnsinnig zickig und nach einem heftigen Streit, in dem ich ihr androhte mich zu trennen, extra liebenswert wurde. Sie bemühte sich danach das erste Mal, mich nicht immer komplett links liegen zu lassen sobald ihr bester Freund in der Nähe war. Ich ließ mich einlullen und wir kamen wieder besser miteinander klar.


Dieser Zustand hielt so lange, bis ich bemerkte, dass meine Freundin seltsam unpünktlich bei Verabredungen wurde und oft stundenlang nicht an ihr Handy ging. Ihre Eltern begannen mich mitleidig anzusehen, wenn ich bei ihr zu Hause auf sie wartete, und eines schönen Tages, als ich sie zur Rede stellte, erzählte sie mir unter Tränen alles. Sie hatte seit Jahren eine Affäre mit ihm, aber er wollte keine richtige Beziehung mit ihr, da er die Freundschaft nicht zerstören wollte. Ich vermutete zwar eher, dass er darauf aus war, problemlos auch noch mit anderen Mädchen schlafen zu können und dass diese Behauptung nur Unsinn war, aber ich konnte es ja schlecht beweisen. Sie war nur mit mir zusammen, weil ich eine Art Trophäe für sie war, die ihr Ego pushte und gleichzeitig auch noch ihren besten Freund eifersüchtig machte. Bei der Vorstellung, dass unsere ganze Beziehung nur darauf beruhte, drehte sich mir der Magen um. Wir trennten uns natürlich. Mir ging es eine Weile wirklich schlecht, aber ich rappelte mich wieder auf. Bald erfuhr ich, dass meine Ex wieder mit jemandem zusammen war. Die Beziehung hielt jedoch erwartungsgemäß nicht lange und ihr bester Freund wurde anschließend von ihrem neuen Freund krankenhausreif geprügelt. Man munkelte, dass er die beiden in flagranti erwischt hatte. Sie suchte daraufhin Trost bei mir. Aber anstelle sie zu trösten schrieb ich ihr einfach eine lange Nachricht in der ich ihr darlegte warum sie genau das verdient hatte, was sie bekommen hatte, und dass ich nie wieder etwas von ihr und ihrem besten Freund hören wollen würde. Ich drückte mich teilweise sehr krass aus, und beleidigte sie an vielen Stellen der Nachricht auf das Übelste. Sie musste zur Therapie, ob nun nur meinetwegen weiß ich nicht, aber ich habe mit meinen Worten sicherlich einen größeren Beitrag dazu geleistet. Es tut mir aufrichtig Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029792 vom 09.02.2012 um 13:34:41 Uhr (35 Kommentare).

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Ich hasse Berlin!

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Hass Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Berlin

Ich hasse Berlin!
Seit Februar 2011 wohne ich aus beruflichen Gründen in Berlin. Der Job ist eigentlich ganz gut. Aber ich verachte inzwischen die arroganten Berliner, egal ob zugezogen oder gebürtig. Jeder Berliner hat grundsätzlich Recht und alle Wessis erstmal nicht. Fehler machen ausschließlich die anderen, daran gibt es in deren Augen keinen Zweifel. Ich habe viel mit Menschen zu tun, aber ich habe noch keine Ausnahme getroffen. Erschreckend! Auch haben die Berliner immer noch die Mauer in den Köpfen. Es gibt Kunden, die nicht bei mir kaufen würden, wenn ich Ossi wäre – und umgekehrt. Auch gibt es Exemplare, die gar nicht in den Ost- oder Westteil Berlins fahren oder gehen und sich einfach weigern. Da sind Leute dabei, die nicht verstehen, wieso man nach Pankow oder Charlottenburg zieht. Tja, aber die Berliner sind ja so multikulti, so weltoffen, so vorurteilsfrei. Hallo? Die Mauer ist seit 23 Jahren verschwunden!

Ich habe sogar Personen getroffen, die stolz darauf sind, damals für die Stasi gearbeitet zu haben. Oder zumindest deren Ehepartner. Unfassbar. Jedenfalls erklärt sich damit, warum so viele Berliner so gerne bei Ämtern, Obrigkeiten und Chefs petzen gehen. Wie oft ich schon den Kopf deswegen schütteln musste. Ich kann es nicht beziffern. Mein Hausmeister sagte mir als erstes nach meinem Einzug: Erwarte von den Berlinern nicht zu viel. Damals habe ich gedacht, was er wohl für ein frustrierter Mensch sein mag. Tja, er hat absolut Recht. Die Berliner sind meist nur Blender und Schaumschläger. Es wird viel geredet und versprochen, was man könne und machen werde. Ist es dann soweit und fordert die Taten der voluminösen Worte ein, platzen die Luftblasen schneller als man blinzeln kann. Erbärmlich. In meiner Heimat sagt man: In Westfalen gilt sein Wort. Dort habe ich schon teure Premiumprodukte per Handschlag verkauft und jedes einzelne wurde pünktlich bezahlt. In Berlin werden 10 bis 15 Prozent der Aufträge storniert. Soviel dazu.

Sie bilden sich tatsächlich ein, in der tollsten Stadt der Welt zu leben und blenden die offensichtlichen Probleme und Missstände, die in Berlin existieren, vollkommen aus. Die extrem hohe Arbeitslosenquote und die mit sich bringenden Probleme an Gewalt- und Aggressionspotential. Man kann ja nicht mal mehr tagsüber in Sicherheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ohne von Betrunkenen, Asozialen, Obdachlosen, Bettlern und Jugendlichen angebettelt oder angepöbelt zu werden. Auch die Fußgängerbereiche rund um die Stationen und Bahnhöfe sind einfach nur furchtbar. Allein auf dem Weg vom S- und U-Bahnhof Friedrichstraße bis zur Nobel-Meile Unter den Linden wird man an guten Tagen von mindestens fünf Bettlern der Osteuropa-Mafia, von obdachlosen Verkäufern von Straßenmagazinen oder aufdringlichen Promotion-Teams, die sich einem frech in den Weg stellen, aufgehalten und belästigt. Durch diesen notwendigen Slalom-Lauf verlängert sich der Weg von 200 Metern ganz erheblich.

Von vielen Berlinern habe ich den Eindruck, dass sie entweder nur faul oder blöd sind. In vielen Fällen sind sie beides. Der Staat zahlt ja schön Hartz IV und man kann ja ganz gut leben. Deswegen ist in Berlin die Hartz IV-Quote auch doppelt so hoch, wie im Bundesdurchschnitt. Was man hier für asoziale Figuren trifft. In Hamburg ist das im Vergleich definitiv nicht so. Hinzu kommt, dass der Berliner Dialekt oder Slang auch noch unglaublich doof klingt und die Berliner eben dumm wirken lässt. Einigen von denen scheint es selbst auch schon aufgefallen zu sein, dass sie bemüht versuchen Hochdeutsch zu sprechen. Das ist traurig, aber wahr. Nur wenige schaffen es erfolgreich diesen Slang abzulegen.

Widerlich ist auch die extreme Verbreitung von Tattoos und Piercings bei jungen Leuten. Kaum einer, egal ob Männlein oder Weiblein, ist nicht zugehackt und gelöchtert. Weil es ja so cool und so schön ist. Habt ihr mal daran gedacht, dass der Mist im Alter einfach nur noch peinlich, billig und schäbig aussehen wird? Im Fitnessstudio bin ich als jemand, der keine Tätowierungen oder Piercings hat, ein absoluter Exot. Ach ja, ins Solarium gehe ich auch nicht. Hier scheint auch so selten die Sonne in Berlin. Trotzdem sieht man so viele Brathähnchen auf den Straßen.

Warum haben eigentlich alle jungen Männer bis 30 Jahre fast kahlrasierte Schädel. Soll das besonders männlich wirken? Blöd, dass viele einfach dumm aussehen mit Ihren noch sichtbareren Segelohren und Eierköpfen. Und warum müssen fast alle jungen Frauen bis 30 Jahre gefärbte Haare haben? Entweder ganz blond oder pechschwarz. Diese Färbungen sind übrigens die, bei denen man die Unnatürlichkeit sofort und schon aus der Ferne erkennen kann. Langweilig und billig. Auch der extrem verbreitete Tussi-Style mit langen, bunten und gemusterten Fingernägeln, hautengen Klamotten (auch bei Übergewicht!! Bäh!) und Schminke wie Kriegsbemalung ist doch einfach nur abstoßend und nicht sexy. Wie heißt es von offizieller Seite? Berlin arm, aber sexy! Wenigstens mit dem ersten Teil der Aussage hat der regierende (homosexuelle und Party-)Oberbürgermeister recht. Die Berliner lieben ihn. Obwohl er seit Beginn seiner Amtszeit 6.000 Polizisten eingespart hat und somit für die gefährlichen und gesetzlosen Zustände auf den Straßen unserer Hauptstadt verantwortlich ist. Unverständlich. Das zeigt einfach nur wie engstirnig und oberflächlich das Volk hier ist. Ich kann es als weltoffener und selbständig denkender Mensch nicht nachvollziehen.

Auch halten die Berliner nix von Pünktlichkeit. Weder privat noch beruflich. Dann beschweren sie sich aber noch, dass man bei ihrer 1,5-stündigen Verspätung keine Zeit mehr für sie hat. Vielleicht sollte ich lernen, dass sich jeder Berliner für den wichtigsten Menschen der Welt hält! (Ironie!) Die Straßen hier in Berlin sind allesamt, auch in den besten Gegenden, so schlecht, löchrig, wellig und ruiniert, dass ich manchmal Angst um mein sportliches und kultiges Auto habe. Vermutlich würde es deswegen in ein paar Jahren auseinander fallen. Außerdem ist es hier eine extrem gefährliche Unsitte, überall in zweiter Reihe zu parken. Die Leute sind einfach zu faul, sich eine Parklücke zu suchen oder zu blöd darein zu kommen. Ich vermute letzteres. Nervig ist das ständige Ausweichen und man muss eigentlich immer auf der linken Spur fahren, was natürlich die Staugefahr extrem erhöht. Wieder so ein eigenverschuldetes Ego-Problem der Berliner.

Was nutzen denn einem die hippen Clubs und Restaurants? Die obercoolen Veranstaltungen für die Prominenz und die, die sich in dessen Schatten ergötzen und scheinen möchten. Solche scheinheiligen Blender eben. Die Szene hier (beispielsweise in Kreuzberg oder Friedrichshain) ist ja so stolz auf ihren alternativen Anstrich. In manchen Clubs oder Konzert-Räumlichkeiten lässt sich der Ekel kaum beschreiben! Alles dreckig, vollgeschmiert und vollgesprayt, mit dämlichen Aufklebern zugepflastert, dass man die ursprüngliche Wandfarbe nur noch raten kann. Die sanitären Einrichtungen sind dann logischerweise nur noch gesundheitsgefährdend. Abartig. Ich weiß absolut nicht, was daran cool sein soll. Wohnen die regelmäßigen Besucher dieser Szene-Lokale auch zu Hause unter diesen Umständen? Das würde mancherorts in der Tat den desolaten Zustand der Gebäude erklären. Traurig.

ABER: Ich bin trotzdem glücklich! Ab April wohne ich wieder in meiner alten, westfälischen Heimat (kein Dorf), wo die Straßen sauber, sicherer und überwiegend im guten Zustand sind. Wo man sich auf die meisten Aussagen seiner Mitmenschen verlassen kann, wo man nur wenige Minuten fahren muss, um ins Grüne zu kommen. Und damit meine ich nicht diese Pseudostadtparks wie hier in Berlin, wo man hinter jedem Busch einen verendeten Junkie vermuten muss. Zwar gibt es dort weniger Clubs und Restaurants, in die man jedoch bedenkenlos reingehen kann. Meine Freude konnte ich gar nicht in Worte fassen, als mir mein zukünftiger Chef Ende Januar die Jobzusage gab und damit der Startschuss für meinen Wegzug aus Berlin fiel.

BERLIN: Einmal und nie wieder! Ich wünsche Dir alles erdenklich Schlechte. Du hast es Dir verdient! Hoffentlich erstickst Du in Deinem Dreck und Deinem Smog! Die Umzüge haben mich leider viel Geld gekostet. Aber egal. Ob John F. Kennedy heute immer noch sagen würde: Ich bin ein Berliner? Wohl kaum!

BERLIN. Ich hasse Dich!

Beichthaus.com Beichte #00029780 vom 06.02.2012 um 14:29:53 Uhr in 10117 Berlin (Friedrichstraße) (97 Kommentare).

Gebeichtet von Trigger77 aus Neuenkirchen
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Zufallsbeichte
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Mädel im Notstand

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Dummheit Begehrlichkeit Schamlosigkeit Wollust Studentenleben Mannheim

In meinem Block wohnt ein Mädel, dass ich vom Studium her kenne. Manchmal kochen wir am Wochenende was zusammen oder lernen, sie hilft mir auch manchmal mit der Wäsche aus, weil ich keine Waschmaschine habe. Mehr war da nie. Bis vor kurzem. Wir sind in meiner Wohnung und lernen für die nächste Klausur. Nach einiger Zeit machen wir eine Pause. Da erzählt sie mir plötzlich, dass bei ihr sexueller Notstand herrscht, sie schon lange alleine ist und sich sehr nach Zärtlichkeiten sehnt. Ich werde hellhörig, denke mir natürlich sofort: Da geht doch was! Als sie sich schließlich verabschieden will, versuche ich meine Chance zu nutzen: Ich stelle mich vor sie, frage sie ob sie nicht noch etwas bleiben möchte und fasse ihr, um der Frage Nachdruck zu verleihen, zwischen die Beine. Doch dann klatscht es. Sie schreit mich an, was mir einfällt und so hätte sie das vorhin sicher nicht gemeint. Ich bin sprachlos und denke mir nur: Ja wie denn dann? Na toll, jetzt posaunt dieses Mauerblümchen überall rum, ich hätte sie genötigt. Was für ein Stuss. Das einzige was ich mir vorzuwerfen habe und warum ich letztendlich auch beichte ist: ich habe zuvor versucht eine illusorisch freundschaftliche Beziehung als Ausgangsbasis aufzubauen, um sie später ins Bett zu kriegen. Das ist Humbug und Zeitverschwendung - bei dieser Art von Frau konnte das nicht funktionieren. Das hätte mir direkt klar sein müssen.

Beichthaus.com Beichte #00029774 vom 03.02.2012 um 21:41:56 Uhr in Mannheim (55 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
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