Der gemeine Vater
Beichthaus.com Beichte #00031091 vom 28.04.2013 um 09:48:18 Uhr in Rheine (Schultestraße) (24 Kommentare).
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So etwas in der Art passierte unglaublich oft. Vor drei Monaten ungefähr gab es dann den, bis jetzt, letzten Vorfall: Ich kam abends nach Hause, so um halb neun, und ging zu meiner Mutter, die im Wohnzimmer saß, um mich mit ihr zu unterhalten. Dann kam mein Vater runter, und fragte wo sein Geld sei. Ich hatte mir vorher zwei Euro von ihm geliehen und ganz vergessen, es ihm wieder auf den Tisch zu legen. Aber anstatt, dass ich aufstehen durfte, um das Geld zu holen, brüllte er auf einmal herum, behauptete, ich sei eine verlogene Diebin und schubste mich in eine Ecke, als ich gerade aufgestanden war. Ich wollte wieder aufstehen, aber er schubste mich immer und immer wieder. Er schlug mir auf den Rücken, ins Gesicht, überall hin. Ich hatte unglaubliche Schmerzen und unvorstellbare Angst um mein Leben! Ich dachte nur "Jetzt ist es vorbei. Er bringt mich jetzt um." Doch in einem, von ihn unbeobachteten, Moment konnte ich aufstehen, rannte nach oben und schloss mich im Bad ein. Das waren noch längst nicht alle Vorfälle. Mein Vater hat mir zum Beispiel mit elf auch gesagt, dass er mich verbrennen möchte. Und er hat mich schon als kleines Kind sehr oft beleidigt. Jetzt kommt so etwas seltener vor, denn ich lasse mir das nicht mehr gefallen. Ich habe meinem Vater die Meinung gesagt, ich habe ihn angebrüllt und so fertig gemacht, dass er es jetzt kaum noch wagt, mit mir zu reden. Früher hatte ich nie den Mut dazu, aber jetzt habe ich es endlich getan. Dennoch ist er immer noch ein sehr großer Störfaktor. Schließlich muss ich hier noch wohnen - ich gehe noch zur Schule und habe kein Geld. Und ich muss sein ständiges Gesaufe und Gerauche ertragen, den ekeligen Geruch riechen. Und sagt mir bitte nicht, dass ich mich ans Jugendamt wenden soll. Ich war da bereits zwei Mal, und einmal bei meiner Schuldirektorin und niemand konnte oder wollte mir helfen. Ich habe so vielen Leuten davon erzählt, um Hilfe gefleht und geweint, aber niemals habe ich Hilfe bekommen. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, aber ich wünsche meinem Vater wirklich den Tod. Ich bin kein gemeiner, unfreundlicher oder boshafter Mensch. Ich hoffe, dass Gott mir meine Mordgedanken verzeiht und mich möglichst schnell von diesem Mann erlöst.