Beziehungsunfähig

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Fremdgehen Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w) wollte nie eine Beziehung. Bis jetzt jedenfalls. Ich fand es überflüssig und so unterwürfig wie sich ein Großteil meiner weiblichen Bekannten/Freunde sich mit der Zeit wegen ihres Freundes verhielten. So wollte ich niemals sein. Stattdessen hatte ich gelegentlich "Fickbeziehungen", bei denen wir uns circa einmal die Woche für 1-2 Stunden ausschließlich für Sex getroffen haben. Obwohl die zum Teil bis zu 4 Monate gingen, wusste ich außer Name und Alter so gut wie nichts über diese Männer. Meine Freundinnen konnten nie verstehen, dass ich es gut fand, wie "respektlos" die mit mir umgingen. Aber so was ist einfach am unkompliziertesten, wieso soll man zusätzlich dauernd schreiben/telefonieren oder auch nur länger als 5 - 10 Minuten reden, wenn man sich sieht, wenn es auch anders geht? Wir hatten beide unseren Spaß dabei, ohne irgendwelche Verpflichtungen zu haben.
Mittlerweile habe ich seit einigen Monaten wieder so eine offene Beziehung. Doch dieses Mal ist es ganz anders. Wir haben viel Kontakt, sehen uns so oft, wie es nur geht, führen alberne und tiefgründige Gespräche, unternehmen auch andere Sachen, haben uns bereits gegenseitig unseren Freunden und Familie vorgestellt. Vor einigen Wochen haben wir beide beschlossen, uns treu zu sein (was aber ohnehin schon längere Zeit davor der Fall war). Klingt wahrscheinlich ziemlich perfekt und meine Freunde sagen ebenfalls, dass wir im Prinzip schon ein Paar sind.


Nun zu meiner Beichte: Als es mit uns begonnen hat, hatte er noch eine Freundin. Als er mir erzählte, dass sie nicht mehr zusammen sind, fing ich an zu weinen, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, ihre Beziehung kaputtgemacht zu haben. Außerdem habe ich wahnsinnig Angst vor einer Beziehung und bin deshalb ihm gegenüber oft sehr launisch bzw. zickig, worauf hin er aber immer nur noch netter zu mir ist, anstatt sich drüber aufzuregen. Ich bin in ihn verliebt, aber dennoch wünsche ich mir oft, dass das alles nie passiert wäre. Manchmal vermisse ich ihn nach ein bis zwei Tagen und suche seine Nähe, aber innerhalb kürzester Zeit schlägt das in Angst vor Nähe um und ich fange grundlos Streit mit ihm an. Ich glaube ich bin einfach beziehungsunfähig und werde ihn durch mein seltsames und sicherlich anstrengendes Verhalten früher oder später vertreiben.

Beichthaus.com Beichte #00031087 vom 27.04.2013 um 13:33:38 Uhr (14 Kommentare).

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Deutsch lernen in der Buchhandlung

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Vorurteile Gesellschaft Stolz Wiesmoor

Meine Verlobte kam letztes Jahr nach Deutschland, nachdem sie in Italien ihren Arbeitsplatz bei der Telecom Italia verloren hatte. Sie nimmt nun am Programm des Bundes für ausländische Fachkräfte teil, um die deutsche Sprache zu erlernen. Sie spricht perfekt Italienisch, Spanisch und Englisch. Außerdem hat sie Kommunikationswissenschaften studiert. Und bei der deutschen Sprache macht sie sehr gute Fortschritte. Ihren Akzent finde ich persönlich sehr wohlklingend. Natürlich spricht sie noch lange nicht perfekt Deutsch, aber sie hat wirklich Talent. Der Satzbau ist vor allen Dingen mehr romanisch gefärbt. "Ich habe gekauft ein paar Bücher." Aber wir arbeiten daran.


Letzten Sonnabend waren wir in einem Buchladen, um für sie neue Schulbücher zu kaufen. Meine Verlobte fragte eine der Angestellten nach einem bestimmten Buch. Diese war wegen des regen Tagesandrangs sichtlich genervt. Es war halt gutes Wetter und die Leute gingen shoppen. "Monika! Haben wir vom Verlag xy und dem Autor yx dem sein Buch mit dem Titel soundso?" Meine Verlobte schaute etwas irritiert. Wir beide sagten aber nichts. "Prima, Monika. Kannste es mal zur Kasse herholen?" Und das war nicht alles. Zu meiner Freundin sagte sie dann noch: "Du bezahlst soundsoviel Euro und ich gebe Dir das Buch." Als wäre sie bescheuert. Ich war in Sorge. Wer eine Süditalienerin zu sehr reizt, wird sehr schnell feststellen, dass diese nicht das typische, norditalienische Temperament hat. Erst vollkommen ruhig – dann Furie! Zum ersten Mal machte ich meinen Mund auf. "Haben Sie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" auf Lager? Alle fünf Bände?" Irritierter Blick der Verkäuferin. "Scheinbar haben Sie es nicht auf Lager, geschweige denn auf der Pfanne. Du geben mir Quittung für Buch?"

Beichthaus.com Beichte #00031037 vom 16.04.2013 um 12:17:36 Uhr in Wiesmoor (28 Kommentare).

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Das unangenehme Schaukeln

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Ekel Peinlichkeit Urlaub

Das unangenehme Schaukeln
Mit 16 durfte ich mit meinem damaligen Freund zum ersten Mal in den Urlaub fahren. Zelten in Österreich, nichts besonderes, aber für uns war nur wichtig, weg von den Eltern. Wir hatten täglich mehrmals Sex. Ich wollte gerne mal surfen lernen, meine ersten Versuche scheiterten aber und dann hatte ich keine Lust mehr, zumal ich das Schaukeln auf dem Wasser überhaupt nicht vertrage. Ich kann nicht mal mit der Luftmatratze am Seeufer dümpeln, da wird mir schon schlecht. Das glaubte mir mein Süßer aber nicht so recht. Getrieben von dem Eifer, noch ausgefallenere Orte für Sex zu finden, hob er mich auf das Surfbrett, gab dem Brett einen Schubs und innerhalb kürzester Zeit waren wir mitten auf dem See. Ich merkte schon, wie mir flau im Magen wurde. Er gab richtig Gas. Ein Bein rechts vom Brett, ein Bein links und schon ging es los. Ich fand es ja echt super erregend, aber das Schaukeln wurde immer heftiger. Irgendwann meldete ich mich zu Wort: "Schaaatz". Er: "Ja Süße", ich: "Schaaaatz", er "super geil", ich "Schaaaatz", er: "ja, gibs mir", ich: "öööööörg". Ich habe gerade noch den Kopf zur Seite bekommen und ins Wasser gekotzt. Sein Kommentar war nur: "Ich wusste nicht, dass Sex mit mir so schlecht ist". Mir war es peinlich; nur gut, dass Männer diesbezüglich eine hohe Schmerzgrenze haben. Andersherum und ich hätte mich zum Sterben ins Wasser gestürzt. Es war trotzdem ein super geiler Urlaub.

Beichthaus.com Beichte #00031000 vom 09.04.2013 um 21:40:39 Uhr (20 Kommentare).

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Mein Mops und sein Fetisch

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Rache Ekel Last Night Nachbarn Tiere Regensburg

Mein Mops und sein Fetisch
Ich habe zwei Hunde. Einen Mops und einen Mischling. Aus mir bis heute unerfindlichen Gründen liebt es mein Mops, gegen Gegenstände zu kacken. Eigentlich finde ich das immer furchtbar peinlich, vor allem da es auch immer sehr komisch aussieht, wenn der Hundehaufen dann irgendwo an einer Hauswand oder an einem Mülleimer klebt. Vor Jahren hat mich eine Nachbarin meiner Eltern so auf die Palme gebracht, dass ich meinen Mops tatsächlich, natürlich nachts, vorsätzlich an ihre frisch gestrichene Garagenwand habe kacken lassen. Daraufhin habe ich ein Foto gemacht und es auch noch lachend Zuhause meinen Eltern gezeigt. Ich war überrascht, mein Vater hat sich köstlich amüsiert. Jedes Mal, wenn uns jetzt diese äußerst freundliche Nachbarin über den Weg läuft, grüßen wir überschwänglich nett und lachen uns ins Fäustchen.

Beichthaus.com Beichte #00030936 vom 27.03.2013 um 15:30:57 Uhr in Regensburg (19 Kommentare).

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Mein Bitcoin Guthaben: 17.000 Bitcoins

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Diebstahl Verzweiflung Arbeit Internet Kastellaun

Mein Bitcoin Guthaben: 17.000 Bitcoins
Ich beichte, dass ich gerade vollkommen überfordert mit einer Situation bin, über die andere sich vermutlich freuen würden. Ich weiß nicht mehr ein oder aus, bzw. was ich jetzt tun soll. Darüber vernachlässige ich seit Tagen so ziemlich alles - allem voran aber meine Familie und meinen Job. Das Ganze kam so: Vor 3 oder 4 Jahren habe ich mal in einem Forum aus Zufall über Bitcoins gelesen. Das ist eine Internet-Währung an der man sich (legal) durch sogenanntes Mining beteiligen kann. Damit die Währung funktioniert wird sozusagen Rechenpower ohne Ende benötigt, für die - wenn man sie selbst bereitstellt - so eine Art Belohnung in eben dieser Währung stattfindet.

Jedenfalls hat mich das damals irgendwie interessiert und ich habe auf mehreren unserer dicksten Server (ich bin IT-Admin in einer größeren Firma und habe mehrere Server-Schränke voll Server zu betreuen) so einen Client installiert, der zeitgesteuert in den Leerlauf-Zeiten (also am Wochenende und nachts) CPU-Leistung bereit stellt, um eben diese Bitcoins zu verdienen. Da damals der Wert einer solchen Coin nur wenige Cent betrug, hab ich das einfach mal laufen lassen um nach ein paar Monaten zu schauen, was daraus geworden ist - und das ganze irgendwie mit der Zeit vergessen.

Vor ein paar Tagen jedoch habe ich eine Mitteilung in der Presse gelesen, dass der Währungskurs von Bitcoins auf einem Allzeit-Hoch liegt und da ist mir das ganze wieder eingefallen. Nachdem ich mich erstmal wieder komplett in das ganze Thema einarbeiten musste (die Dienste auf den Servern waren gut versteckt und natürlich von mir damals umbenannt worden, so dass jemand anders nicht darüber stolpern konnte) und ich auch mein Wallet (das ist quasi das Konto, wo die ganzen Bitcoins hingebucht werden) wiedergefunden habe, ist mir fast das Herz stehen geblieben. Über die Jahre hat sich ein Guthaben von etwas über 17.000 Coins angesammelt, was nach heutigem Wechselkurs ein Vermögen von gut einer Million Euro ist.

Ich wäre buchstäblich beinahe in Ohnmacht gefallen. Das schlimmste an der Sache ist jedoch, dass der Kurs selbst in den letzten Tagen kontinuierlich steigt. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich das Geld überhaupt sauber (also versteuert - ohne dass es irgendwelche rechtlichen Probleme gibt) in Euros auf mein richtiges Bank-Konto kriege, noch wie ich das irgendwem verklickern kann, was da los ist. Gleichzeitig habe ich Angst, dass der Kurs morgen wieder komplett abrauscht und die Coins nichts mehr wert sind. Andererseits finde ich es unfassbar erregend, dass es morgen auch noch viel mehr Geld sein könnte. Dazu kommt auch noch der Gedanke, dass das Geld ja eigentlich meinem Arbeitgeber zusteht, weil es auf seinen Rechnern und von seinem Strom erzeugt wurde. Ich kann schlichtweg keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen. Was soll ich nur machen? HILFE!

Beichthaus.com Beichte #00030930 vom 25.03.2013 um 17:57:09 Uhr in Kastellaun (65 Kommentare).

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