Beherrscht von der Arachnophobie

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Ekel Peinlichkeit Tiere

Ich (m/31) bin durchtrainiert, 1,98m groß, knapp 100 kg schwer und arbeite bei einer Sondereinheit der Bundeswehr. Mit meinem Auftreten und den Tätowierungen bin ich nicht gerade Schwiegermutters Liebling und so mancher würde sich unwohl fühlen, wenn er mir alleine in der Nacht begegnet. Ich war schon in so manchem Krisenstaat dieser Erde stationiert und habe Dinge gesehen und getan, mit denen viele andere Menschen nicht leben könnten. Meine Beichte ist, dass ich trotz meiner teilweise schon klischeehaften Männlichkeit panische Angst vor Spinnen habe. Ich hasse diese Viecher abgrundtief, jedes Mal, wenn mich einer dieser Arachniden überrascht, stirbt etwas in mir. Diese langen Beine und die langsamen oder teilweise blitzartigen Bewegungen lassen mich regelrecht in Furcht erstarren, vom Ekel ganz zu schweigen. Bisher konnte ich meine Arachnophobie gut verbergen, diese lauen Sommermonate sind diesbezüglich aber der reine Horror für mich. Ein gemütlicher Grillabend im Freien wird durch diese Krabbeltiere jedes Mal zu einem negativen Erlebnis meinerseits. Ich schäme mich dafür und ärgere mich über mich selbst, da diese Angst völlig irrational und unbegründet ist. Zum Glück hat mein neuer Staubsauger ein extra langes Saugrohr.

Beichthaus.com Beichte #00033701 vom 03.08.2014 um 20:50:25 Uhr (26 Kommentare).

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Point of no Return

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Faulheit Ignoranz Morallosigkeit Gesellschaft

Ich habe neulich die Analyse eines renommierten Physikers gelesen, der bestehende und öffentlich einsehbare Daten zum Klimawandel sortiert und zusammengefasst hat. Demnach wird sich die durchschnittliche Temperatur der Erde in 100 Jahren um 16 Grad Celsius erhöht haben, die Erde wird nach diesem Bericht ab 2050 für Menschen unbewohnbar sein. Eine ähnliche Erwärmung gab es wohl vor 250 Millionen Jahren, als 95 Prozent aller Arten ausstarben. Die aktuelle "National Geographic" schreibt, dass derzeit die Mehrheit der Wissenschaftler von einer Erwärmung von vier Grad bis 2100 ausgeht, acht Grad in der Nord-Polarregion. Als die Durchschnittstemperatur drei Grad wärmer war, lag der Meeresspiegel 25 Meter höher. Ich beichte, dass ich diese Zahlen lese und, nach einem Schock, einfach so weiterlebe wie bisher. Ich meine, ich achte auf die Umwelt, fahre ein relativ sparsames Auto, nutze es fast nie und mache das Licht aus, wenn ich aus einem Raum rausgehe. Ich habe mein Haus wärmegedämmt und fliege bzw. fahre nicht in Urlaub. Aber irgendwie war es das auch. Was soll ich denn auch tun? Der "Point of no return" war wohl 2007, das ist rum, die Erderwärmung ist also nicht mehr zu stoppen, sondern der Automatismus wurde angeschmissen - aufgrund der Erwärmung der Meere und des Permafrostbodens, wodurch gigantische Mengen an bislang gebundenem, extrem klimaschädlichen Methans frei werden und in die Atmosphäre gelangen. Das macht es dann noch wärmer, daher taut dann noch mehr auf und so weiter. Die tatsächliche Lufterwärmung ist kaum spürbar, weil 94 Prozent der Erwärmung vom Meer gespeichert wird.


Wenn das ewige Eis aber mal geschmolzen ist und das Meer sich entsprechend erwärmt hat, geht es wohl auch mit der Lufttemperatur richtig ab. Bislang sind die Erwartungen der Wissenschaft bezüglich des Klimawandels immer übertroffen worden, also warum sollten die derzeit genannten Zahlen plötzlich nicht eintreffen? Die werden doch eher wieder übertroffen. Ich esse also weiter Fleisch, fahre Auto, habe den ganzen Tag (beruflich) den PC an, habe eine Ölheizung, kaufe dies und das und jenes, obwohl ich es eigentlich nicht wirklich brauche, nur so aus Lust und Laune. Ich weiß einfach nicht, was ich anders tun könnte, um etwas zu ändern. Der Zug ist abgefahren. Ich sitze hier und beobachte, wie immer mehr Landstriche unbewohnbar werden, Inseln und Küstenstädte so langsam versinken, Wasser und Lebensmittel immer knapper und knapper werden, Milliarden Menschen verhungern und verdursten, Ressourcenkriege toben und mache nichts, bis irgendwann auch für mich und meine Kinder in 20 oder 30 Jahren möglicherweise keine Lebensmittel und Lebensraum mehr vorhanden sein werden oder uns unser Raum genommen wird. Freuen tut mich das nicht, in mir löst das Angst, Wut und Traurigkeit aus und ich fühle mich gleichzeitig so seltsam entfernt. Und mache einfach so weiter wie immer, wie der Rest der Welt.

Beichthaus.com Beichte #00033674 vom 29.07.2014 um 13:01:58 Uhr (31 Kommentare).

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Mein Weg zur Traumfrau

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Morallosigkeit Selbstsucht Schamlosigkeit Dating

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich Frauen benutze, um mein Ego zu stärken und ihres zu schwächen. Vor einiger Zeit war ich noch in einer langen Beziehung, was wirklich schön war, aber irgendwie ging es dann nicht mehr. Da ich nicht der Hässlichste bin, möchte ich beichten, dass ich gerne Frauen kennenlerne, und ihnen dann vorspiele, was für ein toller Mensch ich doch bin. Übrigens gehe ich inzwischen nicht mehr in Clubs auf die "Jagd", sondern lerne Frauen viel lieber auf der Straße, beim Shoppen oder im Fitnessstudio kennen - der Grund liegt wohl auf der Hand. Die Frauen, die ich auf diese Art kennenlerne, verlieben sich meistens in mich, da ich mir wirklich Mühe gebe - allerdings gibt es immer eine Sache, die mich stört. Da reicht es dann schon, wenn sie nicht zu 100 Prozent so aussieht, wie ich es mir vorstelle.


Aber trotzdem kann ich nicht ohne diese Abenteuer - wenn mir langweilig ist, lasse ich hier eine übernachten, auch wenn ich ihr natürlich sage, dass ich sie vermisse und gerne wiedersehen würde. Annika - es tut mir leid, dass ich dich heute Morgen mit dem Grund, dass ich zum Sport muss, rausgeschmissen habe, weil ich einfach keinen Bock auf dich hatte. Ich würde gerne aufhören, mehrgleisig zu fahren und an jedem Wochenende in anderen Betten zu schlafen, aber ich brauche das einfach, ich weiß nicht, woran das liegt. Ich genieße die Aufmerksamkeit, die ich auch noch bekomme, wenn ich das größte Arschloch bin, einfach - wenn ich den Frauen ins Gesicht sage, dass ich sie hintergehe, glauben sie mir übrigens nicht und wollen trotzdem noch was von mir. Manchmal frage ich mich, wie blöd manche Frauen sind. Jedenfalls ziehe ich meine Masche so lange durch, bis ich endlich meine Traumfrau finde, und mit ihr eine Familie gründen kann. Bis dahin sind bestimmt noch einige Bekanntschaften dabei, die ich erkunden kann. Außerdem möchte ich beichten, dass ich es liebe, die Herzen von arroganten Miststücken zu brechen - einer muss ihnen ja zeigen, wo es langgeht. Und ich verstehe die Leute nicht, die den ganzen Tag daheimsitzen, zocken und kein Interesse an den tollen Frauen und den interessanten Abenteuern da draußen haben.

Beichthaus.com Beichte #00033663 vom 26.07.2014 um 21:13:58 Uhr (20 Kommentare).

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Beleidigungen für den Falschparker

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Aggression Zorn Rache Nachbarn

Ich (m/20) habe heute meinen Nachbarn extrem beleidigt, weil er mit seinem Mofa den Parkplatz vor unserem Haus versperrt hat. Ich kam gerade vom Großfamilieneinkauf und wollte vor der Wohnung parken. Ich sah ihn direkt vor der Tür spazieren, stieg aus dem Auto und bat ihn darum, dass er sein Mofa umparkt. Er sagte jedoch Nein und meinte, er könne sein Mofa parken, wo er wolle, und dass er auch Parkplatzsteuern zahlt, wie jeder andere auch. Natürlich gehört der Parkplatz nicht uns, aber er wollte uns nur damit provozieren. Er wohnt schließlich ein paar Häuser weiter und hat sein Mofa noch nie vor unserer Haustür geparkt. Und ich musste kistenweise Einkauf in den zweiten Stock tragen. Das habe ich ihm genauso auch gesagt. Ich hätte es auch nicht als Provokation aufgenommen, wenn wir nicht eine gemeinsame negative Vergangenheit hätten, in der er permanent Probleme bereitete, und mich sogar schlug, als ich noch Grundschüler war. Ich bemerkte, dass er sich quer stellt, und fing an, ihn als H*rensohn und Schw*chtel zu beleidigen, bis er auf sein Mofa stieg und wegfuhr. Ich parkte dann ein, aber ich denke, ich hätte ihn nicht beleidigen sollen. Auch wenn er mich als Kind geschlagen hat - wenigstens habe ich diesem Verlangen nicht nachgegeben. Dass er schon fast 60 ist, ist mir übrigens egal, damals war ich nämlich erst sechs oder sieben Jahre alt und hatte nichts getan!

Beichthaus.com Beichte #00033625 vom 19.07.2014 um 13:30:13 Uhr (13 Kommentare).

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Rücksichtslose Gesellschaft

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Drogen Hass Zorn Gesellschaft Schwangerschaft München

Ich empfinde alle Raucher als rücksichtslose Egoisten. Man kann das Haus einfach nicht verlassen, ohne dass man diesen ekligen Zigarettenrauch einatmen muss. Am Schlimmsten ist es zum Beispiel an Bahnhöfen, in Fußgängerzonen und in Biergärten. Gestern saß ich, als Schwangere im achten Monat, auf einer Bank am Bahnhof. Mir taten von acht Stunden Arbeit im Stehen die Füße weh und ich war müde, aber da setzt sich ein Raucher direkt auf den Platz neben mir und steckt sich Eine an. Ich bekam quasi die volle Ladung Rauch ab. Da ich nach dem langen Arbeitstag nicht auch noch eine Diskussion mit einem dermaßen minderbemittelten Menschen führen wollte, stand ich auf und stellte mich woanders hin. Das war es dann wieder mit meinem Sitzplatz. Jetzt im Sommer, ich habe doch noch ein paar Wochen bis zur Entbindung, wünscht man sich auch mit Freunden in den Biergarten zu gehen - natürlich ohne Bier zu trinken - oder das Fußball-Finale im Public Viewing anzusehen. Man wünscht sich, am öffentlichen Leben teilnehmen zu können, ohne Zigarettenrauch einatmen zu müssen.


Ich denke, eine werdende Mutter wird Ihr Ungeborenes, später ihr Baby oder Kind immer mit voller Kraft beschützen, denn das sollte eine normale Reaktion sein. Jetzt werden viele Kettenraucher schreiben, dass ja die Abgase der Autos noch viel schlimmer wären und man sich wegen so eines bisschen Zigarettenrauchs nicht zieren soll. Doch ich erwarte von meinen Mitmenschen Rücksicht! Zum Beispiel auch, dass man auf die Idee kommen könnte, einer Schwangeren oder einem alten Menschen in Bus oder Bahn einen Sitzplatz anzubieten. Ich bin übrigens immer schon Nichtraucherin gewesen, falls manche auf die Idee kommen könnten, dass ich wegen der Schwangerschaft einen Neid auf Raucher hege. Meine Beichte ist, dass ich einen großen Hass auf Menschen empfinde, die sich rücksichtslos und egoistisch gegenüber ihren Mitmenschen benehmen. Damit meine ich übrigens auch: Kriege, Einbrüche, Morde, Anschläge und selbstgerechtes Handeln! Ich wünsche mir, solche Menschen müssten unsere Erde früher verlassen und krank werden, damit diese damit ein Stück mehr bereinigt werden könnte. Ich würde die Welt gerne verbessern, was mir alleine nicht gelingen kann. Aber was alles möglich wäre, wenn wir uns gegenseitig ein bisschen mehr unterstützen würden, ist unglaublich!

Beichthaus.com Beichte #00033591 vom 12.07.2014 um 12:36:48 Uhr in 80331 München (Stachus) (74 Kommentare).

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