Der Besteckkoffer unter dem Bett

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Engherzigkeit Maßlosigkeit

Ich habe eine beste Freundin - wir haben in unserer Kindheit eigentlich jeden Tag miteinander gespielt und treffen uns auch heute noch regelmäßig. Vor einigen Jahren, sie muss damals so um die 14 (ich 15) gewesen sein, bekam ich einen Anruf von ihr. Sie war völlig außer sich und faselte nur irgendwas von einem Besteckkoffer, der bei ihrer Mutter im Schlafzimmer unter dem Bett lag, und bat mich, schnell zu ihr zu kommen. Als ich bei ihr war, zerrte sie mich sofort ins Schlafzimmer, öffnete den "Besteckkoffer" und ich fing an zu lachen. Ihre Mutter hatte sich einen Koffer mit diversen schmutzigen Filmchen, einem Vibrator in Übergröße und mindestens 20 Pornozeitschriften zugelegt. Da ihre Mutter natürlich eine gläubige Christin ist und jeden Mittwoch brav zum Glaubenskurs ging, haben wir während dieser Zeit immer Movie-Abende veranstaltet und uns einen Porno nach dem anderen reingezogen! Das ging ungefähr zwei Monate gut. Eines Tages aber saßen die beiden am Tisch und aßen (war wohl kurz nachdem die Müllabfuhr da gewesen war) und die Mutter meinte nur zu ihr: "Falls du den Koffer suchst, der ist im Müll!" Meiner Freundin war das alles etwas unangenehm, weil sie dachte, wir hätten keine Spuren hinterlassen, die daraufhin wiesen, dass wir am Koffer waren, doch dem war anscheinend nicht so!

Beichthaus.com Beichte #00023356 vom 13.02.2008 um 10:30:39 Uhr (9 Kommentare).

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Der Tod meiner Küken

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Mord Gewalt Neugier Tiere Oepfershausen

Falls ihr Gewalt und das Töten von Tieren widerlich findet, dann scrollt bitte runter und lest das hier nicht durch. Außerdem will ich vorher sagen, dass das, was ich jetzt erzähle, so gut wie niemand weiß, und dass ich auf keinen Fall auf irgendwas davon stolz […]
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Beichthaus.com Beichte #00023344 vom 13.02.2008 um 02:08:10 Uhr in Oepfershausen (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Hakenkreuze im Kino

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Peinlichkeit Engherzigkeit Boshaftigkeit Schamlosigkeit Schule

Vor ungefähr einem halben Jahr mussten wir leider mit unseren Englisch-LK in so einen indischen Film. Naja, man kann sich vorstellen, dass man ohne die Einnahme von Drogen so einen Film nicht aushält. Da ich grundsätzlich keine Drogen nehme, mussten ich und ein guter Freund anders Abstand von dieser geistigen Vergewaltigung nehmen. Dazu muss man sagen, dass wir zwei recht kreative Köpfe sind und uns in so einer aussichtslosen Situation eigentlich so gut wie immer eine Lösung einfällt. Und da wir unsere Schulsachen dabei hatten, fanden wir auch schnell das richtige Werkzeug, um einen teuflischen Plan durchzuführen. Ein gewöhnlicher Edding 3300 sollte Großartiges verbringen. Das Opfer, Jürgen, war ebenfalls ein guter Freund. Der leider das unglaubliche Pech hatte, bei dem Film eingepennt zu sein. Ich denke, das bereut er heute noch. Also nahmen wir uns vor, sein Gesicht etwas zu verschönern - dies gestaltete sich nach unserer Meinung am Besten mit einem Zeichen, das seit etwa 60 Jahren in Deutschland nicht mehr benutzt wird.

So weit, so gut - der Film war zu Ende und wir gingen aus dem Saal. Und mit uns der Rest des Kinos, auch die anwesenden Lehrkörper. Alle, die jetzt an unserem wunderbar gut dekorierten Freund vorbeiliefen, mussten entweder lachen oder vor Empörung staunen. So auch seine Lehrerin. Das Dumme war, er wusste ja nichts von seinem Glück und dachte, alle würden ihn auslachen, weil seine Haare vom Schlafen durcheinander waren und er lachte fleißig in die empörten Gesichter der Leute, unter denen sich auch ausländische Mitbürger befanden. Glaubt mir, ich vergesse nie wieder, wie wir ihn ausgelacht haben und er noch mitlacht und wie ihn die Leute angeguckt haben. Aber da wir gute Freunde sind, haben wir ihm das nach knapp 15 Minuten gebeichtet, ihr könnt euch ja sicherlich vorstellen, dass er das nicht lustig fand. Aber ich muss zugeben, das hat mir den Kinobesuch sehr versüßt.

Beichthaus.com Beichte #00023321 vom 11.02.2008 um 06:34:05 Uhr (21 Kommentare).

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Wo bleibt die Zeit für Spaß und Menschlichkeit?

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Verzweiflung Zorn Engherzigkeit Gesellschaft

Ich habe eine Ausbildung im öffentlichen Dienst gemacht und bereue das jeden Tag. Erst einmal war die Ausbildung an sich voll für den Arsch, ich wurde gemobbt, habe viel zugenommen und mir ging es echt scheiße. Jetzt ist der Ausbildungshorror in der schlimmsten Stadt der Welt beendet, meine Figur nähert sich auch so langsam wieder einer normalen an, aber trotzdem komme ich nicht damit klar, weiterhin diesen beschissenen Job zu machen. Ich bin jetzt woanders, habe nettere Kollegen, aber trotzdem kommt es mir jeden Tag hoch. In Wirklichkeit trinken die "Beamten" nämlich wirklich dauernd Kaffee, sie sind wirklich stinkend faul UND sie sind verdammt noch eins NICHT intelligent. Sie können höchstens gut lernen und wiedergeben, das war es aber auch schon. Ich denke oft über mein Leben nach und über die Misere, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie ich überhaupt diesen Scheiß angefangen habe...

Manchmal möchte ich all die Menschen, die mich zu diesem Wrack gemacht haben, leiden sehen. Ich möchte nicht unbedingt selbst dafür verantwortlich sein, aber ich würde mich freuen, wenn irgendjemand, der ihnen nahesteht, stirbt, oder dass sie irgendwie auf andere Weise leiden müssen. So sehr, dass sie sich nicht mehr selbst aus der Situation befreien können. Außerdem hasse ich bestimmt fast 90 Prozent der Weltbevölkerung. Wenn ich die ganzen dummen Schafe sehe, die jeden Morgen aufstehen, arbeiten, duschen, dann fressen, schlafen und wieder arbeiten, könnte ich sie alle samt ohrfeigen. Es gibt so viele dumme Menschen, die sich einen Scheiß um ihre Mitmenschen kümmern, so viele Menschen, die es zulassen, dass diese Gesellschaft so geworden ist, wie sie ist. Wir haben keine Kultur, wir haben nur Hass und das kommt nicht von irgendwoher.

Jeder Mensch ist irgendwie frustriert oder unausgeglichen, jeder Mensch hat schon einmal in seinem Leben Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht hätten sein müssen, wenn Menschen gelernt hätten, sich zu respektieren und füreinander zu arbeiten, nicht gegeneinander. Es geht nur um Geld, Konsum, Geld, Konsum. Jeder will am meisten Reichtum haben. Was ist das schon für ein Leben? Das Fernsehen erzählt euch ganz sicher nicht die Wahrheit. Und schon gar nicht die Zeitungen und die Politiker. Wo ist euer Revolutionsgeist geblieben? Euer Selbstwertgefühl? Was ist das für ein Leben? Nur zu arbeiten, wahrscheinlich auch noch - wie in meinem Beispiel - in einem Job, von dem man selbst nicht so ganz versteht, was man da tut. Denn man muss sich schon sehr viel mit Gesetzestexten beschäftigen, bis man da wirklich durchschaut. Und nach der Ausbildung ist es ein Job wie jeder andere. Nicht ein Mal anspruchsvoll.

Was ist das also für ein Leben, jeden Tag zu arbeiten, nur für ein bisschen Geld, damit man sich ein bisschen was kaufen kann? Wo bleibt die Zeit für Menschlichkeit, Freunde, Spaß - auch ohne Geld? Sich sinnlos vor der Glotze mit Grütze berieseln zu lassen stelle ich mir jedenfalls nicht als Optimum vor. Und arbeiten zu gehen für etwas, von dem ich persönlich keinen moralischen Nutzen ziehe, ebenfalls. Bildung auch in der Freizeit zu betreiben - aus Spaß an der Freude - scheint in vielen Bevölkerungsschichten einfach in Vergessenheit geraten zu sein. Ich bin frustriert über dieses Leben in diesem Land. In dieser Welt. Wenn schon die Verwaltungen dieser Gesellschaft so dämlich sind, was soll nur aus den Schafen werden, die den Verwaltungshirten dumm und ungläubig aus der Hand fressen?!

Beichthaus.com Beichte #00023299 vom 27.01.2008 um 06:33:20 Uhr (27 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Man wird seltsam, wenn man zusammen wohnt

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Ekel Unreinlichkeit Rache Arbeit

Mein Mitbewohner und ich arbeiten in derselben Firma, die uns auch gleichermaßen auf den Sack geht, vor allem ganz bestimmte Kollegen, die mit ihrer seltsamen Art schon des öfteren für Gemütsverstimmungen, aber auch Belustigung bei uns gesorgt haben. Heute, ein äußerst ruhiger Freitag, habe ich beschlossen, meinen angestammten Arbeitsplatz zu verlassen, um ihm an dem seinen Gesellschaft zu leisten und die Zeit so besser und vor allem sinnvoller - weil lustiger - zu verbringen. Eine der nicht wirklich gemochten Kolleginnen kam nach vorne, hatte mal wieder eine Bitte, die wir ihr gerne nicht erfüllt hätten und damit den Zorn meines Mitbewohners auf sich gezogen. In einem günstigen Moment, sie und ein weiterer Kollege waren gerade in der Zigarettenpause draußen, trafen wir uns in der Küche und gedachten der vielen schönen Dinge, die man mit den Lebensmitteln unbeliebter Kollegen so anstellen könne... 0

Da kam ihm die Idee: Er nahm das offene Paket Wurst der besagten Kollegin und verpasste den noch vorhandenen Scheiben einen äußerst zärtlichen und wirklich erotisch anmutenden Zungenkuss, was aber noch nicht alles gewesen sein soll. Da wir die Gunst der Stunde immer noch nutzen konnten, es waren keine Kollegen in Sicht, öffnete er seine Hose und (kennt ihr den Film Roadtrip, wenn die Jungs im Café sitzen und der eine seinen French-Toast ohne Puderzucker haben will?) steckte sich das Päckchen Wurst hinten in die Hose, bewegte sodann seinen Po erotisch hin und her, bevor er das Päckchen wieder liebevoll an seinen angestammten Platz im Kühlschrank zurücklegte. Als die Kollegen aus der Pause zurück und in Richtung Küche kamen, mussten wir leider mit schallendem Gelächter die Küche verlassen und konnten als Antwort auf die Frage, was denn los sei, nur noch entgegnen, dass man eben etwas seltsam wird, wenn man zusammen wohnt.

Beichthaus.com Beichte #00023298 vom 27.01.2008 um 05:43:53 Uhr (5 Kommentare).

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