Grillen mit den Türken

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Aggression Gewalt Vorurteile Freizeit

Grillen mit den Türken
Letztes Wochenende waren ein paar Freunde und ich Grillen im Grünen. Wir waren natürlich nicht die Einzigen, die diese Idee hatten, und mussten gegen die gesamte türkische Belegschaft der Stadt angrillen. Nebenbei: ich hab überhaupt kein Problem mit Türken, wenn sie sich korrekt benehmen, also die folgende Schilderung nicht missverstehen.
Es waren etliche türkische Familien, bzw. vollständige Familienclans über drei Generationen. Die meisten hatten sogar Campingmöbel mit der türkischen Flagge drauf dabei. Die Leute haben uns nicht weiter gestört, obwohl ich offensichtlich der Einzige auf dem gesamten Platz war, der imstande war einen Grill zu entzünden ohne dabei vierzig Liter Petroleum zu benötigen und die ganze Landschaft mit Qualm einzudecken. Ihre Musik haben sie auch über die Autoanlage gespielt. Kein Problem, einer meiner Kumpels hatte einen selbstgebauten Verstärker, PC-Lautsprecher und eine Autobatterie dabei, ich meinen Laptop voll mit Metal-MP3s.
Was allerdings zum Kotzen war waren die Fußball spielenden Kinder. Eine richtige Plage. Die haben vollkommen rücksichtslos ihren Ball kreuz und quer in der Gegend rumgeschossen. Ein Schuss hat unseren Grill getroffen und einige Bratwürste in die Glut fallen lassen. Kann passieren. Kurze Zeit später trifft ein zweiter Schuss unseren Verstärker. Der steckt in einer Holzkiste, kein Problem, bitte seid vorsichtig. Paar Minuten später wird unsere Shisha von einem Volltreffer umgehauen. Verdammt nochmal, langsam reichts!
Wieder hat es nicht lange gedauert und die Pille kam zum vierten Mal geflogen. Diesmal trifft sie mich am Hinterkopf und ich schlage mir die Oberlippe an meiner Bierflasche auf. Dann ist bei mir die Sicherung durchgeknallt. Unter mächtigem Gebrüll habe ich den Fußball mit einem beeindruckenden Vollspann (barfuß) quer über die Wiese in den Fluss geschossen.
Dann kamen natürlich die ganzen großen Brüder angerannt und haben sich aufgeregt. Zu allem Überfluss bekam ich dann noch einen Anruf auf mein Handy. Mein Klingelton besteht aus dem Ruf eines Muezzin, dem Ladegeräusch eines Gewehrs, einem Schuss, dem schlagartig abgewürgten Muezzinruf, dem Geräusch eines fallenden Körpers und nach einer Sekunde Stille einigen Riffs aus Cloud Connected von In Flames. Wie die Türken darauf reagiert haben brauche ich wohl nicht näher zu erläutern. Jedenfalls war es die geilste Keilerei meines Lebens. Mein linkes Auge ist mittlerweile soweit abgeschwollen, dass ich es öffnen kann, meine Nase ist vermutlich nicht gebrochen, die Platzwunden an meinen Fingerknöcheln heilen gut und die ganzen Prellungen tun auch nicht mehr so weh.
Wie es den Türken geht weiß ich nicht. Wird sich aber am kommenden Wochenende zeigen.
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Beichthaus.com Beichte #00026181 vom 29.04.2009 um 15:10:29 Uhr (92 Kommentare).

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Unfall mit dem Mattenwagen

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Gewalt Boshaftigkeit Lügen Schule Halle

Ich habe in meiner Schulzeit einigen Mist gebaut. Einer der schlimmsten Vergehen: Damals in der 8. Klasse hatten wir immer mit einer 7. Klasse Sportunterricht. In dieser Klasse gab es 1-2 Spezies, die wir IMMER auf dem Kieker hatten. Wir haben die Jungs immer rumgeschubst, mit irgendwas beschmissen, irgendwo aufgehängt - was weiß ich. Eines schönen Tages hatten wir wieder mit dieser Klasse Sport. Ihr kennt doch diese Mattenwagen (diese schrecklichen, blauen Matten, zum Bodenturnen). Darauf turnte gerade einer unserer Spezies rum. Also kamen wir auf die glorreiche Idee: Wir könnten ihn durch die Halle schieben und am Ende an die Wand fahren lassen. Es musste natürlich was Schlimmes passieren. Dieser Junge ist kurz vor der Wand nach vorne gerutscht und hat sich den Arm zwischen Mattenwagen und Wand eingeklemmt und gebrochen. Wir haben uns sofort aus dem Staub gemacht.

Der zuständige Sportlehrer für die 7. Klasse bekam das alles erst mit, als der Junge heulend und krümmend auf ihn zu kam. Dieser Lehrer kam dann auf uns zu und fragte uns was dran sei, wir taten alle einheitlich so, als sei nie etwas gewesen (Kerle untereinander können wunderbar lügen). Der Lehrer dachte nun, der Junge lügt und meckerte und zeterte rum. Die beiden gingen dann gemeinsam raus, wo der Lehrer ihm dann wohl drohte, wenn er sich nicht zusammenreiße gehe es zum Direx. Der Junge hörte, verständlicherweise, nicht auf und musste alleine zum Direx. Dieser rief den Krankenwagen und die diagnostizierten dann den Bruch. Ende vom Lied: Wir haben nichts abbekommen, der Sportlehrer hingegen wurde erstmal beurlaubt, wegen unterlassener Hilfeleistung durfte er sich behaupten und der Junge fiel mehrere Monate aus. Komisch ist aber echt, dass ich damals keinerlei Reue zeigte und es sogar witzig fand. Heute tut mir alles tierisch leid.

Beichthaus.com Beichte #00026167 vom 27.04.2009 um 10:55:35 Uhr in 06124 Halle (Kastanienallee 2) (12 Kommentare).

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“Beichte

Die Alkoholiker-Falle

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Trunksucht Waghalsigkeit Last Night

Die Alkoholiker-Falle
Ich habe eine schreckliche Tat begangen, die ich heute noch zu tiefst bereue. Ich war eines abends mit einem Freund zum Saufen verabredet, ich habe deshalb eine Flasche Wodka besorgt, da ich nicht ohne etwas auftauchen wollte. Mein Kollege hatte ebenfalls eine Flasche Wodka besorgt, was ich aber zuvor nicht wusste. Wir gingen zu einem Spielplatz, um ein bisschen zu trinken und über die alten Zeiten zu reden. Wir hatten die eine Flasche schon ausgetrunken, und wollten dann nach Hause gehen, weil es im Winter um die Uhrzeit ziemlich kalt war. Als dann die Frage aufkam, wer jetzt die Wodka-Flasche mit nach Hause nimmt, hatte ich den Vorschlag, dass wir sie auf das Klettergerüst, das aus Draht bestand, stellen. Da ich wusste, dass sich die alten Alkoholiker immer in der Früh bei dem Spielplatz treffen, hielt ich das für ein gutes Versteck. Da mein Kumpel mehr an Alkohol gewohnt war als ich und noch relativ gut gehen konnte, kletterte er das circa 5 Meter hohe Gerüst hinauf und stellte die Wodka-Flasche auf die oben gelegene Fläche. Einen Tag später gingen wir an dem Spielplatz vorbei und sahen, dass dort ein Rettungswagen parkte und einen scheinbar älteren, angetrunkenen Mann mitnahm. Auf die Frage, was denn passiert sei, antwortete einer der Rettungskräfte, dass er anscheinend von dem Gerüst runtergefallen ist.

Beichthaus.com Beichte #00026160 vom 26.04.2009 um 13:34:48 Uhr (22 Kommentare).

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Nägel für die Handwerker

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Aggression Vandalismus Nachbarn D&uuml;sseldorf

Da unsere Nachbarn, ein Stock höher, ausgezogen sind und der Vermieter diese Wohnung daraufhin renovieren ließ, kamen Handwerker und schlugen alles kurz und klein. Was sich aber als Supergau herausstellte war, dass dies einen ganzen Monat so weiterging. Worauf ich und alle anderen Mieter keine Lust hatten. So bin ich nach zweimaligem Ausrasten, Beschimpfen und Drohen der Handwerker auf die glorreiche Idee gekommen, diesen Menschen ein wenig auf die Sprünge zu helfen, dass sie in unserem Haus nicht willkommen sind - auch wenn sie ihre lärmbelästigende Arbeit verrichten mussten. Darum bin ich in unseren Keller gegangen und habe mir den längsten Nagel ausgesucht. Da die Firma im Hinterhof den Wagen stehen hatte, habe ich unter zwei der Reifen einen solchen Nagel gelegt. Auf jeden Fall platzte bei Feierabend zumindestens ein Reifen. Diese Genugtuung hat mich um einiges besser schlafen lassen, auch wenn ich dafür früh geweckt wurde.

Beichthaus.com Beichte #00026150 vom 25.04.2009 um 01:24:23 Uhr in Düsseldorf (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Der Tag, an dem ich ein Haus anzündete

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Vandalismus Diebstahl Dummheit

Ich (m) bin 18 und die Scheiße, die ich gebaut hatte, passierte im Sommer 2006 - das war das Jahr unseres Lebens. Ich und meine Clique haben jeden Tag gechillt und Scheiße gemacht. Ich weiß nicht warum, aber wir wollten einfach nichts anderes machen außer Scheiße bauen. Nach dem Klauen bei Re** und anderen Dingen mussten wir etwas Größeres machen. Also beschloss ich mit meinem Freund ein Haus mit großem Garten zu erforschen. Der Garten war ungepflegt und die Rollläden waren unten. In dem Garten stand ein kleines Gartenhaus und dahin führte unser Weg. Wir fingen an, an der Tür herumzustochern und wollten die Hütte aufbrechen. Nach zehn Minuten Arbeit scheiterten wir und ich beschloss eine Eisenstange zu nehmen und sie in das an der Seite liegende Fenster zu werfen. Kaputt war sie und wir konnten rein, aber in dem Schuppen war nichts außer ein Rasenmäher und anderer Scheiß. Dann verließen wir den Garten und kamen ein paar Tage später wieder dahin, aber dieses Mal mit dem Großteil der Jungs. Wir fingen an, das Kellerfenster kaputt zu schlagen. Das Haus war schon ein bisschen älter und alles war etwas porös. Wir dachten, dass es leersteht. Als wir das Fenster offen hatten und im Haus drinnen waren, bemerkten wir, dass das Haus noch voll eingerichtet war. So als ob jemand einkaufen geht und alles liegen lässt.

Wir erforschten das ganze Haus und alles war noch eingerichtet und sauber. Wir fingen an die Schränke leer zu räumen und Wertgegenstände einzupacken. Wir fanden viel. Ich habe mir eine Tasche genommen und unter anderem Silberbesteck und Schmuck verschiedenster Art eingesteckt. Wir hätten alles mitnehmen können. Aber irgendwie waren wir blöd. Wir setzten uns auf die Sofas und berieten uns mit Zigarette, was wir machen sollen. Wir gingen wieder raus und guckten die weitere Tage ob irgendwas auffällt.

Aber nichts passierte. Wir gingen öfters rein und fanden immer mehr Wertgegenstände. Als wir am Ende keinen Bock mehr hatten, fingen wir an, da drin alles zu zerschlagen. Wir gingen raus und kamen die nächsten Tage nicht mehr hin. Aber das änderte sich, als ich abends bei mir zu Hause wieder mal den Film 8Mile guckte. Da brennen die doch auch ein Haus ab und das war mein Plan. Ich wollte es abfackeln und sagte das direkt am nächsten Tag meinen Freunden, die allerdings nicht mitmachen wollten. Wir sind wieder in das Haus reingegangen, aber dieses Mal nur zu dritt. Da das Haus noch völlig eingerichtet war, war auch alles vorhanden. Meine beiden Freunde nahmen ein riesiges Benzinfass aus der Garage und ich nahm mir Strohrum. Das Kellerfenster war sehr klein und eng, aber der einzige Weg rein und raus. Meine beiden Freunde gingen nach draußen und ich fing an, unten Gardinen und noch irgendwelche Wäsche anzuzünden. Es brannte. Ich war auf dem Weg nach draußen und in dem Moment fiel der Benzinkanister um und alles lief genau vor den Ausgang und da es Sommer war, war es heiß und ich hatte kurze Hosen an. Ich hatte Angst um mein Leben, überall brannte es. Ich kletterte schließlich aus dem Fenster und verbrannte mir meine ganzen Beinhaare, von denen ich nicht mal viele hatte. Mein anderer Freund hatte sich das Gesicht verbrannt. Ich kam also raus aus dem Fenster und begann nur noch zu rennen. Wir rannten um unser Leben.

Zwei Minuten später ging es los. Nur Sirenen in einer 13.000-Einwohner-Stadt. Wir hatten solche Angst wie nie zuvor. Aber die Zeit verging und niemand hatte was gemerkt bis zu dem Zeitpunkt, als ich auch Ärger in der Schule hatte und mit einer Psychologin und einem Polizeibeamten reden musste. Das war aber eine andere Geschichte. Auf jeden Fall musste ich mit aufs Revier und das komplette Programm machen. Komplett ausziehen, Fingerabdrücke, DNA-Speichelprobe, Fotos und so weiter. Und das brachte mich in die Lage. Da wir in dem Haus geraucht hatten, konnten sie mir so unter anderem das nachweisen. Ich weiß nur wie ich eines Abends nach Hause kam und meine Mom gesagt hat, die Kripo war da und damit war es dann geschehen. Ich musste die Schuld auf mich nehmen, weil sie alles von mir hatten und ich wollte meine Freunde nicht mit reinziehen. Ich wurde angezeigt wegen Folgendem: Hausfriedensbruch, Einbruch, schwere Sachbeschädigung, schwerer Diebstahl, Brandstiftung. Und vorbestraft war ich vorher auch schon. Damit war das mein Ende. Ich hatte unendlich viel Stress mit Polizei und Kripo. Das Ende vom Lied war, dass ich zwei Monate Strafe absitzen musste in meinem Alter! Das war mit eines meiner krassesten Erlebnisse. Da waren noch mehr, aber ich glaube, ihr habt kein Bock so viel zu lesen.

Beichthaus.com Beichte #00026145 vom 24.04.2009 um 10:11:31 Uhr (27 Kommentare).

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