Um Gottes Willen, bestellt keine Salate!

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Ekel Unreinlichkeit Betrug Ernährung

Ich (m/30) habe in meiner Jugend knapp drei Jahre nebenbei für diverse Pizzadienste gearbeitet. Hauptsächlich in der sogenannten Küche, teilweise aber auch als Fahrer. Aufgrund der hygienischen Zustände, die ich erlebte und teilweise mitverursachte, bestelle ich bis zum heutigen Tag grundsätzlich nichts bei irgendwelchen Lieferservice-Läden. Auch wenn ich bei Freunden bin und die auf die Idee kommen, mal etwas zu bestellen, lehne ich das grundsätzlich ab und bleibe notfalls auch hungrig. Meine Beichte: Insgesamt habe ich bei fünf solcher Läden gearbeitet, bei vier Läden relativ kurz, weil es jeweils eine Anstellung zur Vertretung war, bei dem fünften über fast zwei Jahre.

Bei JEDEM dieser Läden waren die hygienischen Zustände unter aller Sau. Das Essen war grundsätzlich überlagert, hatte Gefrierbrand, wurde in Uraltfett frittiert, um den schlechten Geschmack zu übertünchen, selbst die Getränke hatten das MHD schon überlebt (achtet mal selbst drauf, bei den Getränken kann man es wenigstens überprüfen). Die Küchen waren komplett verdreckt. Das Personal bestand zu 50 Prozent aus kompletten Analphabeten und Schwachsinnigen oder Halb- und Vollkriminellen. Falls sich wer fragt, wo Leute nach dem Aufenthalt im Knast wieder einen Job finden: Genau dort. Wer zu blöd ist, die Baumschule abzuschließen, produziert halt Fastfood-Abfall oder liefert ihn. Die anderen 50 Prozent bestehen aus Studenten und den armen Schweinen, die als "Ausländer"/Migranten ohne große Kenntnisse der deutschen Sprache ihren ersten Job gefunden haben und einen Kulturschock erleben. (Wozu ich gezählt habe? Dummer, armer Student mit mangelnder Moral.)

Entsprechend absurd ist auch die Stimmung unter den Kollegen und die Zusammenarbeit. Zu Stoßzeiten, wenn viel Personal in der Küche war und Essen zubereitete, stand ich mit einem Pakistani, der kein Wort deutsch oder englisch verstand, einem verurteilten volltättowierten 150-kg-Ex-Knasti und einem Typen mit dem IQ von Frittierfett in der Küche und produzierte Pizzen und weiteren Kram. Keiner wusch sich die Hände, einer hatte die Angewohnheit selbstgedrehte Kippen in der Küche zu rauchen, was auf den Boden fiel, wurde einfach wieder in die Packung geschmissen. Und ich machte da auch noch mit. Man verstand sich zwar irgendwie und arbeitete die Bons ab, allerdings gab es auch reichlich Missverständnisse. Naja.

Aber ich brauchte die Kohle dringend und ehrlich gesagt war es mir nach einem kurzen Schock dann irgendwann auch egal. Gelegentlich redete ich mir ein, dass ja eigentlich jeder normale Mensch mitbekommen müsste, was für eine abartige Scheiße da eigentlich geliefert wurde. Ich meine, der Käse ist megabillig, die Salami im Prinzip Fleischabfall, der Teigling für die Pizza wird im Ausland produziert und Monate oder Jahre gefroren aufbewahrt - alles trieft vor Fett. Das "frische Gemüse" ist aufgetautes Zeug, was tagelang halb aufgetaut, halb rottend im Kühlschrank rumliegt. Das wird dann alles in den Ofen geschoben. Meiner Meinung nach wird es vor allem so stark erhitzt, um Keime abzutöten, damit man nicht schon während des Essens einen Kotzanfall bekommt. Durchfall ist dann gewöhnlich am Folgetag angesagt und es ist nicht mehr so richtig zu beweisen, dass es die Gammelpizza war. Und wer denkt, dass es nur die Pizza ist: NEIN! Nudelgerichte bestehen aus uralte Fertigsoßen, Beilagen sind ebenfalls uralt, Burger werden mit dreckigen Pfoten zusammengemanscht und Salate? Um Gottes Willen, bestellt keine Salate!

Eigentlich ist es ein absolutes Wunder, dass diese Läden nicht ständig in den Schlagzeilen stehen. Dass nicht ständig Leute mit Klagen drohen, weil sie sich irgendwelche Krankheiten eingefangen haben. Vielleicht hatte ich auch sagenhaftes Pech, dass ich nur solche Läden vorfand. Wobei ich nach dem zweiten Laden dann einfach dachte, dass es wohl überall so zugeht. Wenn ich mir zum Beispiel das Sushi vom Sushilieferanten um die Ecke anschaue, dann denke ich manchmal schon, dass es gut ausschaut und bestimmt lecker ist. Aber dann denke ich an den Kostendruck, die billigen Zutaten, die billigen Mitarbeiter, usw. Und dann kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das hochwertige und frische Zutaten sind, die dort verarbeitet werden. Wenn ich mich für 20 Euro mit zwei fetten Pizzen vollstopfen kann, die von jemandem zubereitet und geliefert sowie als Rohling eingekauft werden - und ein Chef auch noch Gewinn machen will?! Wie kann ich denn dann erwarten, dass die Pizzen Zutaten enthalten, die nicht totaler Abfall sind? Wie soll das gehen?

Beichthaus.com Beichte #00038893 vom 04.11.2016 um 17:07:18 Uhr (15 Kommentare).

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Schwangere Klischee-Frauen

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Hass Zorn Aggression Vorurteile Gesellschaft

Ich (w) habe einen richtigen Hass auf manche Frauen. Es gibt dieses Klischee leider wirklich. Man lebt vom Amt und hat daher Zeit abzufeiern ohne Ende, man muss ja nicht so früh aufstehen wie Normalverdiener(innen). Bei den Partys bietet man sich dann einem x-beliebigen […]
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Beichthaus.com Beichte #00038832 vom 17.10.2016 um 20:08:47 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Diebstahl für den Kick

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Diebstahl Waghalsigkeit

Als ich (w) ungefähr 14 Jahre alt war, hatte ich zusammen mit einer Freundin ein Hobby merkwürdiger Art. Wir haben geklaut - am selben Tag in mehreren Läden. Das geklaute Gut haben wir nicht einmal gebraucht, viel mehr den Kick. Am Ende des Tages haben wir gezählt, wie viel die Waren denn Wert waren. Einmal kamen wir auf 140 Euro. Durch die sinkende Vorsicht wurden wir schließlich in einem Baumarkt erwischt. Aus inzwischen unerklärlichen Gründen habe ich Schrauben geklaut.

Die Situation war ziemlich peinlich und das Resultat waren ein Jahr Hausverbot und 100 Euro Strafe. Da ich mein Kleingeld (1-Cent-, 2-Cent- und 5-Cent-Stücke) in einer Kiste aufbewahrte, beschloss ich, die Strafe mit Kupfergeld zu bezahlen. Meine Beichte? Ich habe nicht nur aus Langeweile geklaut, sondern den drei Verkäuferinnen fast eine Stunde ihrer wertvollen Zeit gestohlen, die sie mit dem Zählen des Geldes verbracht haben. Seitdem habe ich nie wieder etwas geklaut.

Beichthaus.com Beichte #00038828 vom 16.10.2016 um 12:56:05 Uhr (8 Kommentare).

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Bin ich in meinen Chef verliebt?

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Fremdgehen Begehrlichkeit Verzweiflung Kollegen

Ich denke, ich bin der schlechteste Mensch der Welt. Seit einem Jahr bin ich verheiratet, zusammen sind wir allerdings schon seit sechs Jahren - meinen Kollegen kenne ich seit drei Jahren, seit drei Monaten ist er mein Chef. Und seitdem kamen wir immer häufiger ins Gespräch und machten Witze - wir verstehen uns einfach gut und haben viel gemeinsam, was mir vorher nie aufgefallen ist. Vor einem Monat haben wir dann angefangen, auch privat miteinander zu schreiben. Wir schreiben viel, wünschen uns Gute Nacht, schreiben Mails während der Arbeit und es ist eindeutig, dass wir beide mehr als nur Sympathie empfinden und am Liebsten zusammen in die Kiste steigen würden. Er ist auch seit 10 Jahren in einer Beziehung - allerdings nicht verheiratet und er hat keine Kinder. Es ist noch absolut nichts Körperliches passiert, wir Siezen uns auch noch, aber nur, um Distanz zu wahren, weil wir beide nicht verstehen können, wie sich so etwas entwickeln konnte.

Was soll ich nur tun? Ich habe Sehnsucht nach dem Mann und habe mich auch irgendwie verknallt. Aber er ist mein Chef, ich bin verheiratet und mein Mann liest mir alle Wünsche von den Augen ab. Ich weiß nicht, was mit mir los ist? Wieso bin ich so undankbar? In Gedanken habe ich meinen Mann bereits betrogen, weil ich ständig an meinen Chef denken muss. Wie "entliebe" ich mich nur wieder und wie ziehe ich mich sauber aus der Affäre, ohne meinem Chef auf den Schlips zu treten?

Beichthaus.com Beichte #00038750 vom 23.09.2016 um 11:06:26 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

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Verzweiflung Neugier Tod

Ich (m/27) habe Angst vor dem Tod. Nachdem Anfang des Monats ein Verwandter verstorben ist, habe ich mir so einige Gedanken gemacht. Man fragt sich dann doch, wie es ist, wenn man irgendwann mal selbst in der Position ist, dass man nicht um andere trauert, sondern um einen selbst getrauert wird. Wie wird es sein, wenn man nicht mehr morgens aufstehen und sein Leben leben kann? Weiß man, dass man in einer Holzkiste im Boden liegt und einfach gar nichts mehr machen kann? Oder kommt man irgendwie in eine Art "Himmel", wo zwar nicht der Körper, aber die Seele weiterlebt? Bemerkt man überhaupt, dass man tot ist, oder ist es einfach so, als ob man schlafen würde, wobei man außer einigen Träumen nichts mitbekommt? Es ist diese Ungewissheit einfach nicht zu wissen, was da auf einen zukommt, die mir doch Angst macht. Und ich frage mich, ob es nicht auch anderen so geht.

Beichthaus.com Beichte #00038734 vom 19.09.2016 um 09:42:30 Uhr (15 Kommentare).

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