Racheaktion in der Grundschule

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Rache Engherzigkeit Lügen Schule

Ich (w/19) möchte etwas beichten, worauf ich nicht stolz bin. Ich war damals in der zweiten oder dritten Klasse - wir hatten so eine Zicke in der Klasse und eines Tages hat sie über mich und eine Freundin richtig fies gelästert. So etwas wollten wir uns aber natürlich nicht gefallen lassen. An dem Tag hatte sie Fördern, und als der Unterricht beendet wurde, haben meine Freundin, ich und ihr Bruder gewartet, bis alle weg waren. Die Jacken hingen im Flur, also weit entfernt vom Klassenzimmer, in dem das Mädchen war. Meine Freundin und ich nahmen ihre Mütze und warfen sie in den Mülleimer, ihr Bruder hat ihren Schal ins Jungsklo gebracht. Wir haben uns richtig toll gefühlt. Am nächsten Tag hat uns die Lehrerin darauf angesprochen und gefragt, ob jemand etwas gesehen hat und wir haben alle so getan, als ob wir nichts wüssten. Das Mädchen hat richtig geheult und die Sache tut mir immer noch irgendwie leid. Ich wünschte, wir hätten das nicht gemacht!

Beichthaus.com Beichte #00035271 vom 17.03.2015 um 21:55:45 Uhr (8 Kommentare).

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Handy und Musik im Unterricht

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Hass Zorn Engherzigkeit Schule

In meiner Schule gibt es einen Jungen, der mich immer wieder an den Rand des Wahnsinns bringt, obwohl ich so gut wie nie mit ihm spreche. Er kommt fast immer zu spät zur Schule, kommt dann wortlos in den Klassenraum, ohne sich wenigstens zu entschuldigen und steckt […]
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Beichthaus.com Beichte #00035233 vom 10.03.2015 um 17:37:56 Uhr (14 Kommentare).

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Wie das Leben spielt...

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Neid Falschheit Morallosigkeit Lüneburg

Ich (w/29) habe vor zehn Jahren, zugegeben sehr überstürzt, meinen Mann geheiratet. Der Hauptgrund war eigentlich, dass wir gegen unsere Eltern rebellieren wollten. Denn sie hielten nichts von unserer Beziehung. Wir zogen damals dann in eine kleine Wohnung, ich hatte gerade mein Abitur gemacht und fing ein FSJ an, er war da schon ausgelernter Bürokaufmann und arbeitete in Festanstellung. Aber unsere Ehe ist gar nicht das Thema dieser Beichte, viel mehr unsere Freunde. Nach dem FSJ studierte ich, entsprechend war es finanziell immer sehr eng bei uns. Wir waren bald als das arme Ehepaar verrufen, die nie in Urlaub fuhren und vielleicht ein, zwei Mal im Monat mit auf Partys kamen, dann aber auch nur zusammen an einem Cocktail schlürften. Und natürlich waren wir beide etwas neidisch, wenn wieder Urlaubsbilder von Malle oder New York rumgezeigt wurden. Dazu muss man sagen, dass die meisten Freunde von uns noch bei Mama wohnten. Nach fünf Jahren wirklich harter Arbeit, war ich dann fertig mit meinem Studium und Referendariat und kam bei einer Privatschule unter, mit entsprechendem Verdienst.

Etwa Mitte meines Studiums kam unser Freundeskreis auf die grandiose Idee, endlich mal zu Hause auszuziehen. Dazu muss ich sagen, dass ich von einem Kern von 3-4 Leuten spreche, die die besten Freunde meines Mannes waren, seit der Kindheit. Sie waren alle in befristeten Verhältnissen und zwei noch in der Ausbildung, zwei brachten noch ihre Freundin mit und sie mieteten sich in ein wirklich schönes Loft ein. Sie fragten uns auch, ob wir nicht Bock darauf hätten, aber ich brauchte meine Ruhe. Ich nahm mein Studium sehr ernst und wollte meinem Ehemann nicht unnötig lang auf der Tasche liegen. Aber trotzdem kamen wir regelmäßig vorbei und feierten dort auch so manche Party mit. Nach zwei Monaten ging dann der Streit los. Keiner wollte sich an den Putzdienst halten, es verschwanden Sachen und auch viele der neuen Möbel waren nach kurzer Zeit ganz schön ramponiert, was nicht zum Frieden beisteuerte. Bald hatten wir regelmäßig jemanden bei uns sitzen, der sich bei meinem Mann auskotzte.

Der Höhepunkt kam aber erst ein Jahr später, als es eigentlich schon wieder harmonisch geworden war. Einer der Kumpels meines Mannes hatte eine Banklehre gemacht, wurde aber nicht übernommen. Zwar bekam er etwas Arbeitslosengeld, aber nicht genug, um den Anteil seiner Miete zu zahlen und auch die Unterstützung seiner Eltern wurde eingestellt. Also zog er aus. Keine zwei Wochen später trennte sich das eine Pärchen, beide zogen aus und die Miete wurde pro Kopf zu hoch. Wir wurden förmlich angebettelt, einzuziehen, aber für uns war die Miete zu teuer. Und auch die Suche nach neuen Mitbewohnern gestaltete sich als schwierig. Da wir in einer Studentenstadt leben, meldeten sich eben auch nur Studenten und für die war die Miete pro Kopf auch zu hoch. Schließlich kündigte der Hauptmieter, ohne den Anderen etwas zu sagen, den Mietvertrag und stellte sie drei Monate später vor vollendete Tatsachen.

Neben dem Stress der Wohnungssuche kam der Streit über die Gemeinschaftsmöbel hinzu. Die hatten sie grandioserweise zusammengekauft und konnten sich nicht einigen, wem was gehört. Es war wirklich eine turbulente Zeit, auch weil oft versucht wurde, uns auf bestimmte Seiten zu ziehen. Ich versuchte mich zwar rauszuhalten, aber mein Mann litt in der Zeit sehr viel unter dem Streit seiner besten Freunde, sodass ich auch immer mitgerissen wurde. Ich hatte zu der Zeit gerade mein Referendariat angefangen, also eigentlich auch mehr als genug eigenen Stress, versuchte dann aber trotzdem zu schlichten und kam durch Studienkontakte zu einigen WG-Angeboten für die Freunde. Wie gesagt, es war wirklich stressig für mich und ich machte drei Kreuze, als ich meine zweite Prüfung bestand und auch sofort zum neuen Schuljahr eine Anstellung fand.

Es ging also bei uns bergauf, bei unseren Freunden bergab. Ich kann nicht mal mehr sagen, wer von ihnen es war, doch von heute auf Morgen tauchte ein Blog im Internet auf - über die WG. Und es waren echt krasse Dinge darin zu lesen und noch krassere Bilder. Der Link wurde an alle verschickt, Vermieter, Kollegen, Mitbewohner. Wer auch immer es war, er hat also auch sein Leben zerstört. Und hier komme ich zu meiner ersten Beichte: Ich habe es richtig genossen, als ich sah, wie die Freundschaften zerbrachen. Und dafür schäme ich mich sehr, irgendwie waren es ja auch meine Freunde. Aber wir haben uns immer viel Kritik über unseren Lebensstil anhören müssen - früh heiraten, obwohl man kein Geld hat. Ich studiere, arbeite aber nicht nebenbei. Und dann auch noch Grundschullehramt, obwohl es ein Grundschulsterben gibt. Ob ich deswegen so eine Genugtuung empfand, kann ich nicht sagen. Gesprochen habe ich darüber mit niemandem. Meine zweite Beichte ist, dass ich einen dieser Freunde extra sabotiert habe. Sein Neffe sollte unbedingt bei uns auf die Schule gehen, also bat er mich, ein gutes Wort einzulegen. Als Privatschule haben wir strenge Auswahlverfahren und alles wird bei richtigen Konferenzen besprochen. Als es zu seinem Neffen kam, sprach ich mich gegen ihn aus. Ich nannte zwar keinen Grund, aber meist reicht ein Nein aus, damit jemand aussortiert wird. Als die Absage bei seiner Schwester ankam, rief er mich an. Ich sagte, dass ich alles gegeben hätte, er aber nicht unseren Ansprüchen genügt hätte.

Mittlerweile bin ich schwanger und wir sind vor einigen Wochen in ein großes, spießiges Reihenhaus gezogen, allerdings nur zur Miete. Bei dem Umzug waren auch einige dieser Freunde anwesend und sie rissen sich sogar richtig zusammen. Trotzdem merkte man ihnen an, wie neidisch sie sind. Das Krasseste war jedoch, als einer von ihnen fragte, wie ausgerechnet wir uns denn so eine Bude leisten können. Mir fiel wirklich alles aus dem Gesicht, aber auch hier sagte ich, wie viel zu oft schon, nichts. Meine dritte Beichte ist also, dass ich immer noch nicht verstehen kann, wie man so oberflächlich und dabei so blöd - oder eher naiv - sein kann. Und ich verstehe mich selbst nicht, dass ich diese Typen immer noch so in mein Leben lasse, obwohl ich seit meiner Hochzeit nur Frust und Ärger mit ihnen hatte und meinem Mann immer noch nicht gesagt habe, dass es nicht infrage kommt, dass einer dieser Idioten Patenonkel meines Kindes wird.

Beichthaus.com Beichte #00035217 vom 08.03.2015 um 09:57:56 Uhr in Lüneburg (Uelzener Straße) (12 Kommentare).

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Mobbing und seine Folgen

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Schöllkrippen

Ich (m/19) hatte keine sonderlich leichte Kindheit. Zuallererst sollte man wissen, dass ich in der Grundschule eines dieser Kinder war, das "anders" als die anderen war. Ich war übergewichtig, allgemein etwas "sonderbar" und auch in Sachen Schule nicht unbedingt der Beste - ich brauchte einfach länger, um die Dinge im Unterricht zu kapieren. Da ich einer dieser Außenseiter war, hatte ich auch nicht viele Freunde und wurde hauptsächlich gemobbt. Ich wurde in der Pause geschubst, man nahm mir meine Sachen weg und forderte mich auf, den Dieb zu jagen, was aufgrund meines Übergewichts ein nahezu unmögliches Unterfangen war, man schmierte auch in meine Schulbücher und so weiter. Oft machten sich meine Mitschüler einen Spaß daraus, sich ein paar Tage mit mir abzugeben und mir das Gefühl zu geben, dass sie mich mögen würden. Allerdings wurde ich sofort wie ein nasser Sack fallen gelassen, wenn ich etwas auftaute und mich ihnen öffnete. Diese Umstände führten dazu, dass ich in der Schule ziemlich oft die Beherrschung verlor und irgendwann merkte, dass ich diese Konflikte aufgrund meines Übergewichts super mit Gewalt lösen konnte.


Also begann ich, meine Mitschüler mit den Fäusten förmlich in den Boden zu stampfen. In der zweiten Klasse brach ich jemandem sogar den Arm, weswegen meine Lehrerin meine Eltern verständigte und klarmachte, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Das Gewitter aus bösen Blicken und einer Standpauke nach der anderen am Abend zu Hause habe ich heute noch in Erinnerung. Doch dieser Tag war eine Art Wendepunkt in meinem Leben. Ich begann stark abzunehmen und wurde im Laufe meiner weiteren Schulzeit einer dieser ruhigen, unauffälligen Typen im Heavy-Metal-Shirt, der still seines Weges ging und mit Kopfhörern im Ohr durch den Schulgang huschte. Meine schulischen Leistungen wurden auch von Schuljahr zu Schuljahr besser. Trotz allem war ich natürlich noch eine Art Außenseiter, hatte allerdings eine kleine Gruppe Freunde, mit denen ich meine Freizeit und die Pausen verbrachte. Mit einigen dieser Leute bin ich heute noch eng befreundet und man sieht sich fast jedes Wochenende und auch oft unter der Woche. Heute bin ich, mit 19 Jahren, ein exaktes Gegenteil von dem, was ich damals in meiner Schulzeit war.


Ich habe mein stilles und zurückgezogenes Ich hinter mir gelassen und habe ein sonniges Gemüt, mache gerne Scherze und bin froh, meine Freunde zu haben, die zu mir halten und mit denen ich reden kann. Nun zu meiner Beichte: Ich weiß, dass ich mit meinen Freunden über so ziemlich alles reden kann, aber trotzdem trage ich immer noch die Angst aus meiner Schulzeit in mir mit herum, dass ich, sobald ich mich jemandem öffne, gleich wieder fallen gelassen und ausgelacht werde. Die Tatsache, dass ich mich so gut wie niemandem öffnen kann, ist auch einer der Gründe, wieso ich noch nie einem Mädchen meine wahren Gefühle gestehen konnte bzw. ihr sagen konnte, was ich für sie empfinde, da ich eine solch verflucht tief sitzende Angst in mir mit herumtrage. Dabei ist das Einzige, was ich will, nichts weiter als jemanden, der mich ab und zu mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und der mich einfach nur festhält, wenn ich das Gefühl habe, vollkommen hilflos oder verloren zu sein. Ich weiß, dass diese Arschlöcher aus meiner Kindheit mittlerweile nicht mehr relevant für mich sind, dennoch ist die Tatsache, so oft von mehreren Menschen verletzt worden zu sein, etwas, das ich nicht einfach ablegen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035186 vom 03.03.2015 um 14:37:42 Uhr in Schöllkrippen (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kinder bei der Sex-Hotline

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Peinlichkeit Neugier Verzweiflung Telefon

Ich möchte heute etwas aus meiner Vergangenheit beichten, da ich endlich meine Schuldgefühle und Verwirrungen bezüglich dieses Ereignisses aufarbeiten möchte und mal die Meinung von anderen brauche. Ich war ein kleines Mädchen in der dritten Klasse, ungefähr neun Jahre alt. Meine Eltern waren für zwei Wochen in den Urlaub gefahren und brachten mich ein paar Straßen weiter zu meinen Großeltern - genauer gesagt den Eltern meines Stiefvaters. Am Anfang verlief alles wie geplant, meine Oma weckte mich früh auf, ich ging in die Schule und am Abend machte ich zusammen mit ihr meine Hausaufgaben. Eines Nachmittags hatte ich Langeweile, Oma machte gerade Mittagsschlaf und mein Opa hielt sich im Nebenzimmer zum Wohnzimmer auf, wo er fast seine gesamte Freizeit mit einem Armkissen rauchend am Fenster hing und die Leute beobachtete. Also hielt ich mich alleine im Wohnzimmer auf. Dort lag ein Stapel Zeitschriften, einige verschiedene Fernsehzeitschriften, jedoch auch diverse Sexzeitschriften.

Neugierig blätterte ich in diesen rum und entdeckte einige Sex-Telefon-Anzeigen. In meiner kindlichen Neugier nutzte ich es aus, dass ich unbeobachtet war, und griff zum Telefon, um dort mal anzurufen. Ich wurde auf ein Tonband geleitet, auf dem eine Frau mit einer sexuell anturnenden Stimme, versuchte, einen heißzumachen. Ich war zwar ein Mädchen und irgendwie hat mich diese Stimme ein bisschen irritiert, aber sie klang nicht unangenehm. Ich glaube sogar, dass sie mich ein bisschen erregt hat. Es war auf jeden Fall ein neuartiges Erlebnis, das irgendwie spannend war und so ging ich am nächsten Tag mit dem Heft und den Nummern in die Schule und zeigte es meiner damals besten Freundin. Sie fand das auch sehr spannend und so beschlossen wir, nach der Schule gemeinsam zu mir nach Hause zu gehen, um diese Nummern mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte noch einen Schlüssel für meine elterliche Wohnung, wo wir ungestört waren, und dort gingen wir hin. Zu Hause hatten wir zwei Telefone, sodass wir beide parallel mithören konnten. Irgendwann wählten wir dann auch Nummern, wo man in so eine Art Live-Chat kam, wo man die Dame auf einmal mit anderen Männern reden konnte.


Ich denke, dass diese neuartigen Dinge die Sexualität betreffend auch meiner Freundin gefallen haben, sonst wäre sie nicht so verrückt danach gewesen, gleich am nächsten Tag wieder nach der Schule mit zu mir nach Hause zu kommen. Wir probierten alle Nummern aus, die in diesem Heft standen, immer gespannt, was uns denn nun erwartet. Eigentlich wurde es irgendwann eine Art Spaß, wir lachten uns irgendwann nur noch kaputt über die teilweise lächerlichen Frauenansagen. Wir hatten einfach eine Menge Spaß, auch bei meinen Großeltern rief ich diese Nummern immer mal wieder an. Jedoch wussten wir damals noch nicht, dass diese Nummern sauteuer sind. Manchmal vergaßen wir einfach den Hörer aufzulegen und so häuften sich die Summen. Irgendwann kam eine Telefonrechnung bei meinen Großeltern an. Die fielen aus allen Wolken, dass da auf einmal diese ganzen Sexnummern und eine Rechnung von über 100 Mark war. Sie waren unglaublich wütend, sprachen kein Wort mehr mit mir und riefen einen Freund meines Stiefvaters, der mal mit mir reden sollte. Dieser saß dann bei mir im Zimmer und brachte irgendwie kein Wort raus, es war eisiges Schweigen, niemand redete mit mir, klärte mich richtig auf.

Ich kam mir vor, wie ein Strafverbrecher, der eine riesige Schuld begangen hatte. Irgendwann kamen meine Eltern dann schon früher aus dem Urlaub zurück und mussten sich eine ganze Menge Vorwürfe meiner Großeltern anhören, von wegen was ich für ein perverses verkommenes Kind bin, und dass es bei so einer Mutter ja auch kein Wunder ist. Zu Hause angekommen öffneten meine Eltern dann auch unsere Telefonrechnung und da kamen nochmal 300 Mark zusammen. Es wurde kein Wort mehr mit mir gesprochen, außer die Frage, ob ich krank und pervers sei. Kein einziges Mal wurde ich aufgeklärt, was das eigentlich für Nummern seien. Eisernes Ignorieren und Abstrafen mit Nichtreden. Irgendwann belauschte ich dann meine Mutter, wie sie meine Lehrerin anrief und ihr sagte, dass ich nicht mit zur Klassenfahrt mitkommen dürfe, da ich Sex-Telefonate geführt hatte. Wie peinlich, dass jetzt auch noch meine Lehrerin Bescheid wusste. In der Pause mussten meine Freundin und ich zusammen mit ihr in einen Raum gehen, wo sie uns fürchterlich niedermachte, was das denn solle, ob wir nicht wüssten, dass das Nutten sind etc. Achja, und mit meiner damaligen Freundin verstritt ich mich dann auch noch.

Ich in meiner großen Angst sagte meinen Eltern, dass die Freundin genauso mitgemacht hatte und wir uns gegenseitig immer mehr angespornt haben, da anzurufen und sie sagte im Gegenzug ihren Eltern, dass ich die Alleinschuldige sei. Meine Eltern wollten dann noch Geld von ihren Eltern haben, was sie aber nie rausrückten. Da meine Großeltern meiner Mutter für alles die Schuld gaben, brach mein Vater kurz darauf die Beziehung zu ihnen ab und wollte keinen Kontakt mehr haben, um sich und seine Familie zu schützen. Der Kontaktabbruch hielt fast zwei Jahre, mittendrin starb meine Oma auf einmal an einem Schlaganfall, sie starb also im Streit mit meinem Vater. Ich glaube manchmal, dass er mir insgeheim dafür bis heute noch die Schuld gibt. Und das Schlimmste für mich in diesem ganzen Fall: Ich wurde damals als richtiger Perversling abgestempelt, man hat mir tiefe Schuldgefühle und Schamgefühle eingeredet. Selbst wenn ich heute noch mal mit meiner Mutter über diese Sache reden will, heißt es immer: "Für mich bleibst du nach wie vor pervers. Wärst du ein Junge gewesen, wäre es ja noch verständlich, aber du bist ein Mädchen!" Für mich sind das verdrehte Realitäten, denn ich weiß, dass ich nicht pervers bin - ich hatte auch schon längere Beziehungen mit Männern. Aber es schmerzt ungemein, eigentlich müsste ich den Kontakt zu meiner Mutter, alleine schon wegen so einer Aussage, beenden, wenn ich meine Würde bewahren möchte.

Beichthaus.com Beichte #00035170 vom 01.03.2015 um 12:19:38 Uhr (24 Kommentare).

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