Braunes Erwachen

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Ekel Unreinlichkeit Schamlosigkeit Trunksucht Last Night Gera

Nach einer wild durchzechten Nacht spürte ich im Morgengrauen ein Unheil verheißendes Grollen in der Magen-Darm-Gegend. Da ich aber erst seit ein oder zwei Stunden im Bett war, entschloss ich mich dazu, mit aller Schließmuskelkraft dagegen anzugehen. Erfolglos, wie sich nach ein paar Minuten geräuschvoll herausstellen sollte. Die erste Bierschiss-Blase war mitten in meine Boxershorts geplatzt. Ein weiteres Liegenbleiben war sinnlos, wie ich durch die feuchte Wärme untenrum feststellen musste. Also möglichst schnell und ohne unnötige Bewegungen ab auf die Toilette. Ich wohne in einer Dachwohnung, habe also das Dachfenster vorsorglich schon vor dem endgültigen analen Ausbruch der Sturmflut geöffnet. Nach geraumer Zeit und gefühlten 10 Litern, die ich ins Klo gebrüllt hatte, stellte ich in meinem Rausch fest, dass die Boxershorts nicht mehr zu gebrauchen war. Zumindest nicht ohne ausgiebige Wäsche, worauf ich allerdings keine Lust hatte. Deswegen hab ich mit größtmöglicher Wucht, jedoch ohne etwas daraus zu verlieren, das Corpus Delicti meiner Darmentgleisung zum Nachbarhaus geschleudert. Irgendein mir unbekannter Nachbar hatte am nächsten Morgen ein braunes Erwachen auf dem Balkon. Es war zwar ekelhaft, doch der Rausch macht alles wieder wett.

Beichthaus.com Beichte #00026339 vom 25.05.2009 um 22:17:42 Uhr in Gera (21 Kommentare).

Gebeichtet von MeanMachine
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Der tote Radfahrer

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Dummheit Gewalt Nürtingen

Der tote Radfahrer
Ich (m/26) bin vor sieben Jahren oft mit dem Fahrrad zur Berufsschule gefahren. Mein Heimweg führte über eine leicht steile Straße, die rechts und links jeweils einen Radweg hatte. Ich fuhr links - was natürlich falsch war. Es war ein warmer Tag, ich hatte einen schweren Rucksack und den Blick auf den Boden gerichtet - als ich auf einmal Schreie hörte. Noch bevor ich richtig realisiert hatte, was passiert war, sah ich nach hinten und begann mich zu entschuldigen. Ein älterer Radfahrer war mit richtig Speed den Berg runtergebrettert und unsere Fahrradlenker hatten sich leicht berührt, was dazuführte, dass er vom Fahrrad fiel. Sein Hinterkopf blutete. Seine Augen waren geöffnet, allerdings reagierte er nicht auf von außen kommende Eindrücke. Es waren dann auch gleich viele Leute von der Straße gekommen, um Erste Hilfe zu leisten. Dann kam endlich der Hubschrauber und flog ihn nach Stuttgart in eine Klinik, wo ich ihn auch einige Tage später besuchte. Er lag im Wachkoma. Ich wurde daraufhin wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Es kam zu einem strafrechtlichen und einem zivilrechtlichen Prozess. Beim Strafrechtlichen wurde ich auf 40 Stunden gemeinnützige Arbeit verdonnert. Bei dem zivilrechtlichen Verfahren verlangte seine Frau, die inzwischen die Bürgschaft für ihn übernahm, 500.000 Euro Schmerzensgeld. Zum Glück war ich über meine Eltern haftpflichtversichert. Der Typ war sechzig Jahre alt und ist 2006 an den Folgen seiner Verletzung gestorben. Bei dem Unfall haben sich offenbar Schädelknochen ins Gehirn gebohrt und aus dem Koma ist er nie wieder vollständig erwacht.

Mir wurden zwei Drittel der Schuld zugeteilt, da es hauptsächlich ja mein Fehler war, da ich nicht auf dem dafür vorgesehenen Radweg fuhr. Er bekam ein Drittel zugeteilt, allerdings unter dem Gesichtspunkt, dass er selbst fahrlässig gehandelt hatte - schließlich hätte dort auch ein kleines Kind laufen können. Dem Gutachten zufolge war er nämlich mit knapp vierzig Sachen die Straße runtergebrettert. Ich kann mich daran erinnern, dass ich sehr langsam gefahren bin. Ich bin auch nicht komplett rechts gefahren und glaube, dass ich leicht nach links gedriftet bin, bevor er mich traf. Ich bin mir aber nicht sicher. Außerdem habe ich Musik gehört und nach unten geschaut. Noch dazu war ich sehr damit beschäftigt, die Straße mit meinem schweren Rucksack zu bewältigen. Damals war eine wirklich schwere Zeit für mich, da sogar mein Vater mir manchmal vorwarf, dass ich jemanden todgefahren hätte. Und ich frage mich bis heute, ob es mein Fehler war, dass dieser Mensch nicht mehr lebt, oder ob er einfach zu leichtsinnig war, denn er war eigentlich ein geübter Radfahrer. Auch war die Straße sehr belebt und ich war vielleicht einer von mehreren Dutzenden oder Hunderten Radfahrern die täglich von der Schule diesen Weg genauso fahren, wie ich ihn fuhr. Dennoch bereue ich, was passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00026307 vom 21.05.2009 um 00:56:08 Uhr in Nürtingen (25 Kommentare).

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Peinliche Spuren bei der Aufnahmeprüfung

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Heute Morgen waren in der Schweiz die mündlichen Aufnahmeprüfungen für die Gymnasien, und da ich mit der schriftlichen Prüfung knapp den Eintritt verpasst habe, musste ich die heute machen. Ich war Scheiß nervös, da man vor Lehrern Franz, Deutsch und Matheaufgaben lösen sollte und auf Französisch mit ihnen ein Gespräch führen musste. Am Morgen war meine Nervosität kaum mehr auszuhalten, und kurz bevor ich losging, schrubbte ich mir ordentlich einen um die Nervosität wegzubringen. Hat auch geklappt, allerdings war ich ein bisschen spät dran. Na gut, bin ich zur Bushaltestelle gerannt, mit dem Bus in die Innenstadt gefahren und in das Gymnasium, das relativ nahe im Zentrum ist, gegangen. Es sah sehr schön aus, war modern und alles. Ich wollte sehr gerne aufgenommen werden, darum wurde ich noch nervöser. Endlich: Ich wurde aufgerufen und ging ins Zimmer. Die Französischlehrerin sah sogar noch hübsch aus und ich hatte Glück, dass ich das für mich schwerste Fach zuerst machen konnte. Aber kurz, nachdem es losging, stammelte ich und die Lehrerin starrte die ganze Zeit auf meine Hosen. Ich folgte ihrem Blick und sah schockiert einen riesigen Spermafleck. Ich rannte natürlich raus und ging mich auf die Toilette waschen. Die Lehrerin sprach ganz schockiert mit einer anderen Lehrerin und ab dem Moment rannte ich. Ich rannte aus dem Gebäude, rannte durch die ganze Fußgängerzone, rempelte Leute an, einem fiel sogar der Döner aus der Hand, ich wurde beschimpft, dann rannte ich in den Bus, der mich in meinen Stadtteil zurückbringt. Zu Hause probierte ich erst gar nicht, das Ganze meinen Eltern zu erklären. Ich habe mich eingeschlossen und wir haben einen Riesenstreit. Ich will den Brief gar nicht erst kriegen, hoffentlich kann ich den Test wiederholen.

Beichthaus.com Beichte #00026303 vom 20.05.2009 um 20:23:51 Uhr in 8408 Winterthur (Marktgasse) (26 Kommentare).

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Zwei Euro für ein Bier

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Diebstahl Habgier Hamburg

Letztens ist einem guten Kumpel in einer Kneipe das ganze Kleingeld aus der Geldbörse gefallen. Ich habe ihm natürlich dabei geholfen, alle Münzen aufzusammeln. Etwas mehr als zwei Euro habe ich allerdings behalten und mir davon gleich anschließend ein kaltes Bier gekauft.

Beichthaus.com Beichte #00026292 vom 18.05.2009 um 21:48:15 Uhr in Hamburg (20 Kommentare).

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Kot vor der Terrassentür

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Kot vor der Terrassentür
Ich (m/27) wohne in einem Haus mit Dachterrasse. Der hinterste Teil der Terrasse gehört einer älteren Frau, die ständig meine Besucher blöd anmotzt und auch mich bei jeder Gelegenheit anmeckert. Eines Abends bin ich im Suff mit Kollegen zu ihrem Teil der Terrasse geschlichen und wir haben ihr ein paar dicke Kackwürste vor die Balkontür abgeseilt. Das fanden wir alle in dem Moment sehr lustig. Am nächsten Morgen dann das böse Erwachen, zu dem Zeitpunkt gab es starken Pollenflug und die ganze Terrasse war voll damit, ähnlich wie bei Schnee hat man die verräterischen Fußabdrücke von meiner Balkontür zu ihrer gesehen und die Häufchen waren weg. Seitdem ist es mir sehr peinlich, wenn sie mir im Gang entgegen kommt, angemeckert hat sie mich allerdings seitdem nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00026281 vom 17.05.2009 um 19:13:20 Uhr in München (19 Kommentare).

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