Die falsche Frage
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Die Kerle verloren anscheinend das Interesse am Bahnhof und ließen sich bald gar nicht mehr blicken. Das Problem hatte sich anscheinend erledigt. Bis vor Kurzem, denn sie kamen wieder öfter zum Bahnhof. Anfangs erkannten sie mich nicht, aber schon nach kurzer Zeit ging das alte Lied wieder los. Ich wollte die Sache endgültig beenden und fragte den Chef der Gruppe, warum er eigentlich so aggressiv sei. Ich habe ihm nichts getan und wollte wissen, wo seine Probleme herkommen, die er auf diese Weise zu kanalisieren versuchte. Die Frage, ob es in seiner Familie vielleicht Probleme gebe, beantwortete er mir mit einem Faustschlag ins Gesicht bei dem er mir die Nase mehrfach brach. Ich erstattete daraufhin endgültig Anzeige. Zuvor hatte ich mich nicht getraut diesen Schritt zu wagen, da ich Angst hatte, daraufhin noch mehr belästigt zu werden. Man fasste den Kerl relativ schnell und er wurde zu vier Wochen Jugendarrest verdonnert, da er wohl vorher schon strafrechtlich in Erscheinung getreten war. Danach war Ruhe. Ich sah die Kerle zwar noch, allerdings passierte nichts mehr. Erst später fand ich heraus, dass der Kerl wirklich familiäre Probleme hat. Er lebt mit seiner Mutter und vier Geschwistern im Asyllager, ohne Vater. Tja, er musste wohl Arbeit suchen. Diese Chance ist nun stark vermindert durch den Jugendarrest auf dem polizeilichen Führungszeugnis. Auf der einen Seite tut es mir Leid, da ich durch meine Anzeige dazu beigetragen habe, dass seine Familie nun weiterhin am Hungertuch nagt. Auf der anderen Seite ist er selbst schuld. Er hatte ja wissen müssen, dass sein Verhalten solche Konsequenzen haben wird. Trotzdem, ein wenig schuldig fühle ich mich schon.