Die Wasserpistole und das Piercing

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Engherzigkeit Hass Kinder Eichstätt

Ich (w/18) habe heute zwei kleinere Kinder, die mir eigentlich nichts Böses wollten, bei ihrer Mutter verpfiffen. Ich war joggen und lief wie immer durch mein Nachbardorf, als ich kaltes Wasser an meiner rechten Seite spürte. Ich sah im Gebüsch eines Hauses zwei kleine Mädchen, die anscheinend mit der Wasserpistole auf mich gezielt hatten und sich daran erfreuten mich tatsächlich getroffen zu haben. Das machte mir nichts aus, sind ja Kinder, also lief ich weiter. Auf dem Rückweg lief ich durch dieselbe Straße und wieder saßen die zwei kleinen Mädchen im Gebüsch und warteten auf ihr nächstes Opfer. Ich ging also vorbei, und wurde natürlich wieder beschossen, allerdings trafen die Mädchen mit dem Strahl ihrer Wasserpistole mein Piercing im Nacken, welches momentan entzündet ist und höllisch wehtut. Ich war dementsprechend sauer, öffnete also das Gartentürchen, grinste die Kinder hämisch an und klingelte an der Haustür. Eine Frau die anscheinend die Mutter von einem der Mädchen war öffnete und sah mich verwundert an. Aggressiv wie ich war fuhr ich die Frau an ob sie es erziehungstechnisch vertretbar fände, dass zwei kleine Drecksbälger in ihrem Vorgarten mit dreckigem Teichwasser in ihren Wasserpistolen auf Passanten schießen und ob sie ihren Kindern keine Manieren beigebracht hätte.
Die Frau war zuerst verwundert, fing dann aber an rumzubrüllen und schrie die Kinder aufs übelste an, was mich erst mal mit Freude erfüllte. Den Bälgern wurden die Wasserpistolen weggenommen und sie wurden gezwungen sich bei mir zu entschuldigen. Ich ging also weiter meines Weges, konnte aber das Geschrei der Mutter noch 5 Minuten später hören. Ich beichte hiermit, dass ich zwei kleinen Mädchen dem völlig überzogenen Zorn ihrer Mutter ausgeliefert habe. Immerhin hatten die beiden ja nichts wirklich schlimmes getan, ich war einfach genervt. Andererseits, als ich noch ein Kind war, wäre ich nicht einmal auf die Idee gekommen, mit einer Wasserpistolen auf fremde Menschen zu zielen.

Beichthaus.com Beichte #00030029 vom 03.06.2012 um 21:17:02 Uhr in Eichstätt (61 Kommentare).

Gebeichtet von th3ch3
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Wollüstig und egoistisch

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Wollust Begehrlichkeit Arbeit Chef Konstanz

Ich muss etwas loswerden, denn ich bin kurz davor, einen grandiosen Fehler zu machen. Ich habe seit kurzem einen neuen Job als Aushilfe bei einem Händler in meiner Heimatstadt. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und eine absolut liebe Frau, mit der ich mich auch sehr gut verstehe. Zu Anfang haben wir uns einfach nur gut verstanden, das Arbeitsverhältnis war wunderbar und wir haben uns auch perfekt ergänzt. Nach und nach entstanden kleinere Insider-Witzchen, die nur er und ich verstanden. Diese Witzchen wurden langsam immer zweideutiger und sexueller. Da er 45 ist, nicht sonderlich attraktiv und generell nicht meinem "Ideal" entspricht, wundert es mich um so mehr, dass ich mich stark zu ihm hingezogen fühle. Allerdings nur sexuell. Ich hätte so gerne Sex mit ihm, einfach um zu schauen, "was er kann". Ich stand schon immer auf deutlich ältere Männer, aber dieses Alter ist neu.
Wenn wir abends alleine im Laden sind, haben wir eine Menge Spaß, machen blöde Witze und dergleichen. Letztens fing er an, mir als scherzhafte "Bestrafung", wenn ich was verlegt oder verschusselt habe, auf den Hintern zu hauen, was mich schlagartig extrem angemacht hat. Dann hab ich begonnen, Dinge runterfallen zu lassen, und mich immer genau so zu bücken, dass er entweder meinen Hintern oder meine Titten im Gesicht hatte. Nach einer Weile irgendwie - Flirtens kam er an, bückte sich zu mir und meinte, wenn er nicht verheiratet sei, würde er sofort mit mir schlafen, da ich ihn so anmache. Ich habe das Gefühl, dass ich, wenn ich es drauf anlegen würde, ihn schon zum Sex "animieren" könnte, aber ich weiß, dass das zum Ende unsere Freundschaftlichen Verhältnisses führen würde, und eventuell auch zu einer Ehekrise. Ich will ihm nichts schlechtes, und seine Ehe zerstören schon gar nicht, aber ich halte es nicht mehr aus. Das ist der beste Arbeitsplatz, den ich je hatte, und meine verdammte Wollust steht mir im Weg. Ich habe Angst, dass zwischen uns mal mehr passiert als nur flirten und auf den Hintern hauen, und dass dann alles zu Ende ist. Ich beichte, ich bin wollüstig und egoistisch.

Beichthaus.com Beichte #00030028 vom 03.06.2012 um 19:57:06 Uhr in Konstanz (Bahnhofstraße) (35 Kommentare).

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“Beichte

Lebkuchen 2010

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Unreinlichkeit Faulheit

Ich (m/21) habe es erstmals seit 2-3 Jahren geschafft mein Schlafzimmer auf Vordermann zu bringen. Zumindest habe ich mal damit angefangen. Auf Vordermann bringen heißt in diesem Fall mal grob zu saugen, Unrat zu entsorgen (zwei große Müllbeutel, das Zeug lag alles auf dem Boden zerstreut), Spinnweben entfernen und mal wieder zu lüften. All das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht. Abseits der "Gehwege" lag der Staub inzwischen teilweise Zentimeter hoch. Von den Lebkuchen auf dem Schreibtisch weiß ich, dass sie von Weihnachten 2010 waren. Man glaubt gar nicht wo überall noch alte Socken etc. zu finden sind. Ich muss nun allerdings noch überall feucht drüberwischen, damit auch der restliche Staub noch weggeht und nachdem sich der nun beim Saugen aufgewirbelte Staub wieder gelegt hat, nochmal Saugen. Zwischen all dem Dreck, Unrat und Staub habe ich natürlich täglich geschlafen. Wer weiß wie viel ich davon schon eingeatmet habe. Hoffentlich lass ich es in Zukunft nie mehr so weit kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030025 vom 02.06.2012 um 19:32:08 Uhr (35 Kommentare).

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Freund in der Not

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Diebstahl Missbrauch Gewalt Last Night Gesundheit

Mir (m/23) gehts gerade ausgesprochen scheiße, denn ich habe eben gelesen, dass mein ehemals bester Freund in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Und ich habe das Gefühl, dass ich daran mit schuldig bin, oder zumindest hätte ich verhindern können, dass das passiert. Die Vorgeschichte liest sich wie aus einem schlechten Film: Das ist schon fast vier Jahre her. Er, damals knapp 19, ging am Wochenende gerne mal in die Disco, trinken und feiern. Ich bin da eher der Langweiler und hocke lieber vor der Kiste. Trotz unserer doch recht verschiedenen Interessen waren wir sehr gute, oder eben beste Freunde, kannten uns auch schon aus dem Kindergarten.
Eines Morgens am Sonntag zu echt unchristlicher Zeit bimmelte mein Handy, er war dran, ob ich ihn an der Landstraße da und dort in der Nähe vom Golfplatz abholen und nach Hause fahren könnte. Er klang ziemlich seltsam am Handy, wollte auch nicht sagen was denn los war und ich setzte mich trotz der herzhaften Flüche halb schlafend ins Auto und fuhr hin.
Sein Anblick war tatsächlich wie aus einer Filmszene: Dreckige, hier und da zerrissene Klamotten, dicke, verkrustete Lippe, bleich wie der Tod, Geld weg, Handy noch da, vermutlich weil er es in der Disco ausgestellt hatte und den Typen das zu viel Arbeit gewesen wäre.
Ich fragte ihn, ob wir direkt zum Krankenhaus oder zur Polizei fahren sollten und er die Täter kannte, aber er verneinte und wollte Beides nicht. Ich bekam kaum was aus ihm raus und ehe ich noch wusste, was eigentlich abgeht, bekam er einen tierischen Heulkrampf, er, der sonst nach dem Motto "Nur Weicheier flennen" lebt. Ich war ziemlich erschrocken, fragte ihn nochmals was los ist - keine Chance. Ich fuhr ihn also nach Hause und er nahm mir das Versprechen ab, die Klappe zu halten, weder seinen Eltern noch seiner Freundin etwas zu erzählen. War mir nicht wohl bei, aber ich gab mein Wort.


Danach fing er an, sich abzukapseln. Wollte seine Freundin nicht mehr sehen, mich nicht mehr sehen, fehlte immer häufiger bei seiner Ausbildungsstelle und bekam da massive Probleme. Seine Freundin wollte mehrmals mit ihm reden, doch er verpasste ihr jedes Mal eine Abfuhr, war urplötzlich ständig auf 180 und das Ende vom Lied war: Erst die Ausbildungsstelle im Eimer (da permanent gefehlt ohne gelben Schein), dann die Beziehung. Mich blaffte er auch an und immer, wenn wir auf seinen seltsamen Zustand zu sprechen kamen, legte er entweder am Handy auf, ging im Skype off oder drehte sich auch im realen Leben um und ließ mich stehen.


Das wurde mir dann doch zu viel. Ich packte an einem verlängerten Wochenende was zu trinken ein, nahm mir einen Schlafsack und Klamotten und klingelte Sturm, bis er mich notgedrungen rein ließ, wo ich mich dann stumpf selbst zum Übernachten einlud. Ich ging das Ganze ziemlich schäbig an: à la Mal wieder ein Männerabend, lass und was trinken, Musik hören, einen Porno gucken. Vor allem aber trinken. Ich füllte ihn ziemlich ab und bekam dann auch tatsächlich raus, was in der späten Nacht passiert ist: Irgendjemand hat ihm wohl in der Disco etwas ins Trinken gemischt und er ist mit dem vor die Tür gegangen. Da haben die Kumpels von dem Kerl gewartet und ihn ins Auto geschleppt. Aus der Beschreibung ging heraus, dass es sich, sorry falls sich ein Gutmensch angegriffen fühlt, wohl um Südländer handelte. Die haben ihm nicht nur die Brieftasche abgenommen, sondern ihn vergewaltigt.
Nun muss man sagen, dass es wohl keinen größeren Schwulenhasser als meinen Kumpel gibt. Ich finde das auch ziemlich eklig, aber im Vergleich zu ihm ist das harmlos. Einer seiner Lieblingssprüche war immer: Wenn ich mal einen Sohn hab und der wird schwul, wird der enterbt.


Er konnte oder wollte mir den Ablauf nicht genau sagen, hatte wohl auch ziemliche Erinnerungsprobleme, aber nachdem er mir das erzählte, wurde er ziemlich schnell wieder nüchtern und ging sich erstmal übergeben. Ich muss gestehen, ich war absolut überfordert. Mir fielen auch keine tollen, einfühlsamen Worte ein und ich beharrte nochmals drauf, die Polizei anzurufen, Anzeige gegen unbekannt, aber er drohte mir, wenn ich das tun würde, würde er sich umbringen, weil seine Eltern und sein Umfeld das auch mitkriegen könnten. Da hätten vermutlich sämtliche Sirenen klingeln müssen, ich hätte vielleicht jetzt erst recht irgendjemanden informieren müssen, aber ich war eben wie gesagt massiv überfordert, wusste nicht wie ich damit umgehen sollte und es klang sehr ernst. Ich drängte ihn, dann wenigstens eine Psychotherapie zu machen und vor allem einen Test beim Arzt machen zu lassen (HIV), dabei beteuerte ich immer wieder die ärztliche Schweigepflicht. Zum Arzt ist er nach langem Zögern tatsächlich gegangen, Therapie lehnte er strikt ab.


Tja, er zog sich noch mehr zurück, fing richtig an zu trinken, hing arbeitslos zu Hause rum, auch seine Eltern kamen nicht an ihn ran, zusätzlich zu all dem Scheiß bekam er auch noch heftige familiäre Probleme. Das Ganze ging bestimmt ein Jahr so, ich bot ihm an, dass er immer zu mir kommen könnte, beteuerte dass er KEIN Weichei wäre und griff auch noch ein paar Mal das mit der Anzeige rum, von wegen Willst du, dass diese kranken *** damit einfach so durchkommen? Hätte eben so gut gegen eine Mauer predigen können, damit erreichte ich nur, dass er sich immer weiter von mir distanzierte. Und ich hab es zugelassen, da ich dann irgendwann auch eigenen Privatstress bekam (Lerndruck innerhalb der Ausbildung, Umzug etc).

Das Ende vom Lied ist: Wir haben uns ziemlich aus den Augen verloren, nur noch ganz losen Kontakt per facebook gehalten. Er sumpfte ziemlich lange zu Hause herum und wurde genau zu dem Typ Mensch, den er selbst als Assi bezeichnet hat: Arbeitslos, fett, kein Antrieb. Vor kurzem hat er wirklich versucht, sich umzubringen, und deswegen sitzt er nun, wie oben beschrieben, mindestens für 6 Wochen in der Psychiatrie.
Ich fühle mich wahnsinnig schäbig und überlege, ob ich die Sachen, die ich selbst immer angesprochen habe, gegen seinen Willen hätte tun sollen, zu seinem eigenen Besten. Aber mir war das Ganze auch unangenehm und ich war, zum dritten Mal, überfordert. Jetzt habe ich allerdings das Gefühl, ihn im Stich gelassen zu haben. Wer weiß, was mit einer Psychotherapie und all den anderen Sachen aus der Sache geworden wäre. Am Meisten macht mir zu schaffen, dass ich rückblickend auch etwas erleichtert war, dass ich in diesen ganzen Dramasumpf nicht allzu tief reingezogen wurde, im Gegensatz zu ihm eine Freundin und eine Ausbildungsstelle hatte und dass natürlich nicht mir diese kranke Sch**** passiert ist.

Sorry, das ist eine megalange Beichte geworden, aber ich sitze hier jetzt auch und könnt wie das beschriebene Weichei flennen. Das Leben ist manchmal echt mieser als jeder Film.

Beichthaus.com Beichte #00030022 vom 01.06.2012 um 22:06:57 Uhr (45 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Arbeitsverhalten meinem Gehalt anpassen

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Neid Faulheit Trägheit Ludwigsburg

Ich möchte hiermit beichten, dass ich mittlerweile mein Arbeitsverhalten meinem Gehalt angepasst habe. In unserer Firma bin ich als Berufsneuling schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Kollegen. Allerdings wälzen diese ihre Arbeit auf mich ab. Am Anfang habe ich mir auch wirklich große Mühe gegeben, da ich meinem Chef beweisen wollte, dass ich mein Geld wert bin. Das ging dann so lange bis ich herausfand, dass meine Kollegen teilweise das Doppelte bis Dreifache von meinem Gehalt verdienen und dabei nicht pro Monat circa 20 Überstunden ansammeln.


Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen, mein Arbeitsverhalten anzupassen und verbringe somit knapp 50 Prozent meiner Arbeitszeit damit, dass ich im Internet surfe, rauchen gehe oder in unserer Kantine die Kaffeemaschine neu einstelle. Eigentlich tut es mir ja kein bisschen Leid, aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem manchmal, vergeht aber wenn ich wieder Internet surfe.

Beichthaus.com Beichte #00030006 vom 23.05.2012 um 13:53:20 Uhr in Ludwigsburg (22 Kommentare).

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