Frische Strohhalme aus der Mülltonne

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Ekel Unreinlichkeit Last Night

Frische Strohhalme aus der Mülltonne
Ich arbeite in der Gastronomie im Getränkeausschank und habe in der letzten Woche gesündigt. Selten sind mir die besoffenen Gäste mit ihrer großen Fresse so auf die Eier gegangen, wie an jenem Abend. Zu später Stunde bemerkte ein Arbeitskollege, dass wir bald keine Strohhalme mehr für unsere Getränke haben würden. Bewaffnet mit Handschuhen zog ich mich also hinter die Schützenhalle zurück, um mich dort, in einem Anfall diabolischer Kreativität, an den Mülltonnen der letzten Tage zu vergreifen. Zwischen den Resten von Pommes, Mayo, Currywurst, Bier und Würfelhusten fand ich die rettenden Strohhalme vergangener Erfrischungsgetränke in der Tonne schwimmen. Die sommerlichen Temperaturen am Tag hatten ganze Arbeit geleistet und alles angenehm angewärmt. Notdürftig mit dem verbleibenden Rest aus einer Wasserflasche gereinigt, machte ich mich auf den Rückweg.

Stolz konnte ich den anderen verkünden, dass ich doch noch frische Strohhalme gefunden hätte. Der Abend war vorerst gerettet, der Ausschank verlief reibungslos und unsere Getränke waren in aller Munde. Normalerweise arbeiten wir unter einem hohen Hygienestandard, der nach bestem Gewissen eingehalten wird. Da die ganze Aktion bei mir einen doch etwas bitteren Geschmack im Mund hinterlassen hat, bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036113 vom 07.07.2015 um 21:54:20 Uhr (12 Kommentare).

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Falsche Auskunft bei der Deutschen Bahn

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Ich beichte, dass ich ein einziges Mal in meinem Leben einer Person so richtig die Pest an den Hals gewünscht habe. Und auch noch heute, einige Jahre später, spüre ich, wenn ich an die Frau denke - das ist allerdings sehr selten der Fall, eigentlich nur dann, wenn etwas in der Art Thema ist - unbändigen Hass auf diese Ziege. Folgendes war passiert:


Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Bahntickets, die Lidl vor einigen Jahren zeitweise verkauft hat. Man konnte für wenig Geld innerhalb Deutschlands mit dem Fernzug reisen, musste Abfahrts- und Zielort eintragen. Ich bekam diese Tickets immer von meinen Eltern als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk. Bei einem Ticket hatte entweder mein Vater oder auch ich einen Schreibfehler untergebracht. Blöderweise war es ja untersagt, irgendwas durchzustreichen, denn das machte das Ticket ja ungültig. Die Fahrt sollte allerdings erst in einem oder zwei Monaten stattfinden. Also ging ich mit dem Ticket in die Bahnhofshalle meines Wohnorts. Dort stellte ich mich im Reisezentrum an. Ich kam an einen Schalter, und die Dame hörte sich mein Anliegen an. Sie meinte: "Da kommen Sie einfach am Tag der Abreise wieder. Dann bekommen Sie kostenlos ein neues Ticket."


Am Tag der Abreise war ich wie vor den Kopf gestoßen. Die Dame am Schalter, eine andere Frau, erklärte mir, dass das Ticket ungültig sei. Ich erklärte ihr, was die Frau mir gesagt hätte, und da hieß es dann, das täte ihr leid, die Kollegin hätte falsche Auskünfte gegeben. Ich hätte vor Wut heulen können. Recht hatte die Frau ja, so waren ja die Bedingungen für die Lidl-Tickets. Jetzt musste ich für 100 ein neues Ticket ziehen. Sparangebote gab es natürlich auch nicht mehr, wenn man am gleichen Tag abfahren will. Hätte die Ziege mir ein oder zwei Monate vorher die richtige Auskunft gegeben, hätte ich noch ein billigeres Ticket kaufen können. Am Schalter sah ich mich noch um, nach der Dame. Ich wusste noch, dass sie etwa in den Fünfzigern war und kurze, braune Haare und eine Brille trug. Es waren im Raum drei Damen, auf die das zutraf.


Danach ging mir einiges durch den Kopf. Warum hat mir die Ziege nicht direkt ein neues Ticket ausgestellt? Warum sollte ich am Tag der Abreise wiederkommen? Warum gab sie eine falsche Auskunft? Vielleicht war das eine Masche. So musste ich auf ein neues, teures Ticket ausweichen. Aber egal, auf jeden Fall war sie dermaßen inkompetent, dass ich hätte kotzen können. Auch als klar war, dass die andere Frau recht hatte, wollte ich die Dame einfach nur noch wiedererkennen. Eins hab ich gelernt: Sollte mir so etwas in der Art noch mal passieren - schriftlich geben lassen. Vielleicht hätte die Ziege dann noch eingelenkt. So war ich ja selbst blöd, dass ich das einfach so hingenommen hatte. Aber ich war in dem Moment nur heilfroh, dass ich mein Ticket behalten konnte, und dachte nicht nach. Glück für das Konto der Deutschen Bahn, Pech für mich.

Beichthaus.com Beichte #00036048 vom 29.06.2015 um 22:47:29 Uhr (6 Kommentare).

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Der Geruch der Müllhalde

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Ekel Fetisch Masturbation Schamlosigkeit Arbeit

Ich arbeite seit ungefähr einem Jahr in einem Abfall-Entsorgungsbetrieb. Wir bekommen vom ganzen Landkreis den Hausmüll herangefahren, der bei uns weiterverarbeitet wird. Nach einem halben Jahr in diesem Job erwischte ich mich dabei, dass ich auf diesen Müllgeruch total abfahre. Seit geraumer Zeit sammle ich Lippenstiffte, Schuhe, Besteck und sonstigen Müll und stelle mir vor, dass er einer scharfen Frau gehört hat. Auch habe ich schon des Öfteren in der Halle bei den riesigen Müllbergen masturbiert. Der Gestank macht mich übrigens nur auf der Arbeit so sehr an - zu Hause bin ich sauber und ordentlich.

Beichthaus.com Beichte #00035921 vom 13.06.2015 um 21:05:31 Uhr (7 Kommentare).

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Der Lehrmeister mit dem gebrochenen Zeh

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Rache Zorn Boshaftigkeit Arbeit

Als ich noch in der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker war, hatte ich einen strengen Lehrmeister. Er war der absolute Choleriker. Wenn ein Werkstück nicht richtig war, hat er es durch die Fabrikhalle geworfen. Er hat auch mal einem Azubi einen Arschtritt verpasst. Und freitags mussten wir immer top aufräumen. Er ging dann durch die Lehrwerkstatt und hat alles kontrolliert, und wehe da stand noch etwas rum - dann hat er beispielsweise Kisten durch die ganze Halle gekickt. Irgendwann hatten wir die Nase voll und ich habe eine Kiste aus Pappe voll mit U-Stahl mitten in den Weg gestellt. An dem Freitag lief der Meister wie immer durch die Werkstatt und kontrollierte, ob alles sauber war. Er sah sofort die Kiste und ist ausgeflippt. Er hat mit voller Wucht gegen die Kiste getreten. Auf einmal ließ er einen Schrei los und fluchte. Er schrie, wer das gewesen sei, und sagte, wenn er denjenigen finde, würde es mächtigen Ärger geben. Er fand nie heraus, wer das war. Er hatte sich bei dem Tritt den Zeh gebrochen und war danach zwei Wochen krank. So hatten wir Azubis zwei Wochen Ruhe vor dem Choleriker. Irgendwie tut es mir leid für seinen Zeh, aber irgendwie war es eine witzige Aktion. Und die Rache dafür, dass er manche Azubis getreten und beschimpft hat.

Beichthaus.com Beichte #00035360 vom 30.03.2015 um 14:48:59 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der nervige Raucher auf dem Konzert

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Zorn Aggression Boshaftigkeit Musik Last Night

Ich (m/23) war letztes Wochenende mit meiner Freundin auf dem Konzert einer Metal-Band. Da die Veranstaltung in einer großen Eventhalle stattgefunden hat, wurde am Anfang mehrfach aus Brandschutzgründen darauf hingewiesen, dass innerhalb des Gebäudes nicht geraucht werden darf. Jedenfalls sind meine Freundin und ich beide Raucher und haben vor dem Einlass noch jeweils eine oder zwei Zigaretten geraucht, damit wir für den Abend dementsprechend "versorgt" sind. Da wir große Fans dieser Band sind, waren wir schon ziemlich früh am Veranstaltungsort und in der Halle standen wir auch in der ersten Reihe. Nun zu meiner Beichte: Kurz bevor die "Hauptband", also nach den zwei Vorbands, zu spielen begann, haben sich ein paar Vollidioten scheinbar in den Kopf gesetzt, sich von ganz hinten bis direkt hinter uns vordrängen zu müssen, warum auch immer. Da wir in der ersten Reihe waren, war uns das eigentlich ziemlich schnuppe. Allerdings hat einer dieser halbstarken Prolls danach noch gemeint, sich in aller Gemütlichkeit eine Zigarette anzünden zu müssen. Auf die Bitten mehrerer Personen um ihn herum, dass er seine Fluppe bitte ausmachen soll, ging er erst gar nicht ein.


Auch wenn ich Raucher bin, kann ich es überhaupt nicht leiden, wenn in geschlossenen Räumen geraucht wird bzw. man aufgrund der Ignoranz mancher Menschen zum Passivrauchen gezwungen wird. Sollte jemand das Verlangen danach haben, eine rauchen zu müssen, dann soll er gefälligst vor die Tür gehen. Nach ein paar Minuten nuckelte er immer noch an seinem Glimmstängel und qualmte all die Leute unbeeindruckt zu. Da ich ohnehin schon etwas angepisst von ihm war, drehte ich mich energisch um, zog ihm die Zigarette aus seiner Fresse und trat sie am Boden aus. Anschließend riss ich ihm seinen Pappbecher mit Bier aus der Hand und kippte es ihm über den Kopf und riet ihm, sich jetzt am Besten zu verziehen, wenn er nicht noch mehr Probleme mit mir haben wollte. Zuerst wusste er gar nicht, was er sagen sollte, allerdings trollte er sich dann doch nach mehreren Versuchen, irgendwas zu erwidern und wir haben ihn den restlichen Abend nicht mehr gesehen. Im Prinzip tut es mir nicht mal leid, dass ich ihm eine kleine Lektion erteilt habe, nur um das schöne Bier ist es etwas schade, das hätte man sicherlich noch trinken können.

Beichthaus.com Beichte #00034872 vom 15.01.2015 um 19:59:03 Uhr (13 Kommentare).

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