Das Spielchen mit den Nachbarn

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Engherzigkeit Falschheit Lügen Nachbarn

Vor vier Jahren zog ich in ein Haus mit 26 Wohnungen. Ich wohne noch heute dort. Ich bin ein sehr netter und unauffälliger Mitbewohner, zumindest glauben das alle. Diesen Eindruck nutze ich aus - denn seit meinem Einzug hänge ich an das Meldebrett Zettel, auf denen ich die anderen Mieter beschuldige. Jeden Monat erfinde ich Anschuldigungen, die ich immer auf anderen Zetteln, mit unterschiedlichen Schriften und verschiedenen Formulierungen dort aufhänge. Es soll schließlich nicht auffallen, dass nur eine Person die Zettel schreibt. Dort hängt dann zum Beispiel: "Bewohner des App. 14 hört um Mitternacht sehr oft laute Musik" oder "Der Herr aus Wohnung 21 uriniert des Öfteren in den Keller" - es passiert auch nicht selten, dass ich den betroffenen Personen dann begegne und sie mir ihr Leid klagen. Schließlich bin ich der nette junge Herr - dass ich sie dann noch aufstachele, scheint niemand zu bemerken. Ich habe es schon geschafft, dass Nachbar A den Nachbarn B beschuldigt. Das war eine nette Diskussion. Damit mein Spielchen nicht auffliegt, habe ich mich natürlich auch schon selbst beschuldigt. Wobei ich mir die harmloseren Dinge zuschiebe, wie zum Beispiel, dass das Flurfenster oft nicht geschlossen wird. Meine Beichte ist also, dass ich mir einen Spaß daraus mache, die anderen Hausbewohner zu verarschen. Leider kann ich nicht anders. Es ist schon fast ein Zwang - ich habe nämlich schon oft versucht, das zu unterlassen, aber das Meldebrett zieht mich magisch an.

Beichthaus.com Beichte #00032102 vom 23.10.2013 um 14:12:24 Uhr (17 Kommentare).

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Verräterische Ex-Kollegen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Verrat Kollegen

Ich möchte gerne etwas beichten, allerdings bin ich mir jetzt schon sicher, keine Absolution zu erhalten, da ich selber weiß, wie mies und hinterhältig das war. Es geht um eiskalte Rache. Einer meiner Kollegen erzählte hinter meinem Rücken offenbar sehr viele derbe Sachen über mich, was tatsächlich auch so weit ging, dass mein Chef mir nahelegte, einen anderen Arbeitgeber zu wählen. Dabei hatte ich mir nie etwas zuschulden kommen lassen. Offenbar glaubte man dem besagten Kollegen allerdings mehr als mir, was meinen Ruf ruinierte. Hinzu kam, dass er vor mir immer den netten Kollegen spielte. Dank seiner Lügen wechselte ich noch im selben Jahr meine Arbeitsstelle. Den Kontakt zu meinem Kollegen hielt ich allerdings aufrecht, um mich irgendwann an ihm zu rächen. Und dieser Tag kam tatsächlich. Mein Ex-Kollege rief mich am Abend an und erzählte mir, dass er auf unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub hat. Der Grund: Er belästigte eine Kollegin am Arbeitsplatz mit sexistischen Äußerungen. Und eine ältere Kollegin meldete ihn deshalb. Dieser ungewollte Urlaub diente dazu, von dem Betriebsrat die "Genehmigung" für eine wirksame Kündigung zu erhalten. Sein Job stand also auf der Kippe.


Am Telefon erzählte er mir, er habe seit Wochen Nachrichten jener Kollegin auf sein Handy erhalten, in denen sie ihn offensichtlich anmachte, inklusive freizügiger Fotos. Durch diese Nachrichten erschien natürlich alles in einem anderen Licht. Auf Nachfrage bei einem Anwalt bekam er zu verstehen, dass er durch diese Nachrichten die Kündigung umgehen kann, da die entsprechende Azubine nicht schuldlos war. Mein Ex-Kollege ging also gerichtlich gegen diese Entscheidungen vor - was ich mir zunutze machte, um mich zu rächen. Da wir mittlerweile beinahe ein freundschaftliches Verhältnis pflegten, besuchte ich ihn zwei Wochen vor seinem Gerichtstermin. Als er dann den Raum verließ, nahm ich sein Handy, dessen PIN ich abgeschaut hatte, und stellte es einfach auf den Werkszustand zurück. Ich packte meine Sachen und ging mit einem hämischen "Tschau, viel Spaß und Glück vor Gericht!" Dank der fehlenden Beweise wurde die Kündigung von dem Richter bestätigt und mein werter Ex-Kollege verlor letztendlich seinen Job. Mich plagt noch heute mein schlechtes Gewissen, auch wenn er nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache war. Ich finde es im Nachhinein nicht richtig, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen, obwohl es mir sehr leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00032091 vom 22.10.2013 um 13:41:59 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Das verkorkste Gör

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Hass Aggression Zorn Kinder

Ich hasse die Tochter einer Bekannten! Wir waren zeitgleich mit unseren ersten Kindern schwanger und nur, aber auch wirklich nur deshalb bin ich mit ihr in Kontakt gekommen. Ich fand das Kind bereits als Baby merkwürdig - es war in allem der totale Spätzünder und […]
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Beichthaus.com Beichte #00032083 vom 21.10.2013 um 17:51:33 Uhr (19 Kommentare).

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Donnerwetter in der Grundschule

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Engherzigkeit Morallosigkeit Rache Hass Schule

Ich möchte beichten, dass es wohl in einem oder zwei Jahren ein gehöriges Donnerwetter in unserer örtlichen Grundschule geben wird. Aber kurz zu der Vorgeschichte: Ich (m/21) habe vor einem Jahr eine sehr gute, IT-spezifische Ausbildung bei einer namhaften deutschen […]
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Beichthaus.com Beichte #00032082 vom 21.10.2013 um 10:21:06 Uhr (30 Kommentare).

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“Folge

Alles nur aus Dankbarkeit

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Boshaftigkeit Falschheit Morallosigkeit

Wer kennt das nicht: Ein Problem kommt selten allein. In den letzten anderthalb Jahren ging es bei mir drunter und drüber. Ich habe fast meine Wohnung verloren, die Bank hat mein Konto gesperrt, ich verlor meinen Geldbeutel mit meinen letzten 100 Euro darin und noch mehr kleinere Sachen. Nun habe ich ganz liebe Freunde, die mir sehr geholfen haben, das alles durchzustehen. Sie liehen mir nicht nur eine größere Menge Geld, um alles zu regeln, sie brachten mir auch wöchentlich Tabak und Essen vorbei, bis ich wieder an Geld gekommen war, und unterstützen mich so gut sie konnten. So weit - so gut. Nun habe ich in letzter Zeit immer wieder dieselben Gedanken, und zwar wünsche ich mir, dass einigen meiner Freunde, die die mir geholfen haben, irgendetwas passiert. Nicht Schlimmes. Sie sollen ja auf keinen Fall verletzt werden oder Ähnliches. Aber irgendwie wünsche ich mir, dass ihnen die Wohnung abbrennt oder so etwas in der Art. Damit ich ihnen helfen kann und sie meine Hilfe auch benötigen. Sie haben mir so sehr geholfen, und ohne sie wäre ich obdachlos und wer weiß, was sonst noch. Ich habe mich tausend Mal herzlich bedankt und sie sagen auch, dass sie es gern gemacht haben - aber irgendwie will ich auch etwas für sie tun. Beim Umzug helfen und ihnen das Auto waschen ist mir als Dank nicht genug. Deshalb habe ich diesen kranken Wunsch, dass sie irgendwann meine Hilfe so sehr benötigen, wie ich ihre. Würde zum Beispiel ihre Wohnung abbrennen, könnten sie bei mir übernachten. Ich finde diese Gedanken sehr krank und verstörend und es tut mir sehr leid, dass ich den Menschen, die mir in schlimmen Zeiten geholfen haben, ein Unglück wünsche.

Beichthaus.com Beichte #00032076 vom 20.10.2013 um 18:36:04 Uhr (21 Kommentare).

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