Das Leben ist eine faszinierende Sache...

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Engherzigkeit Selbstsucht Boshaftigkeit

Das Leben ist eine faszinierende Sache, muss ich sagen. Ich hatte früher sehr viele Freunde und bin jedes Wochenende weg, um mich zu besaufen und Weiber flachzulegen. Party eben. Und irgendwann, vor knapp einem Jahr, von einem Tag auf den anderen, habe ich begriffen, dass es keinen Sinn hat, sich dauernd volllaufen zu lassen und seinen Schwanz ständig in eine Andere zu stecken. Ich habe angefangen meinen Freundeskreis zu verkleinern, habe gewisse Leute einfach nicht mehr angerufen, oder nur mehr gelegentlich Small Talk mit ihnen betrieben, wenn ich sie getroffen habe. Als Nächstes habe ich aufgehört, mich an jedem Wochenende blicken zu lassen, und mittlerweile gehe ich nur noch ein Mal alle fünf Monate oder so aus, da betrinke ich mich dann aber nicht, sondern gehe früh wieder nach Hause, bevor die Leute redselig werden, von dem ganzen Alkohol. Ich kann es einfach nicht mehr hören, die Leute mit ihren Problemen, ich brauche Abstand! Ich lebe seit einem Jahr fast wie ein Einsiedler, nur ab und an spreche ich überhaupt mit irgendjemandem.

Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich, was ich brauche und grüße keinen, antworte auch nicht auf Fragen von den Leuten, die dort arbeiten. Ich hole mir fast nur noch Fertigfutter, damit ich den Leuten an der Theke nicht begegnen muss. Irgendwie machen mir andere Leute manchmal schon Angst. Ich lebe sehr zurückgezogen, lebe von dem Geld, dass ich von meiner Familie fürs Studium bekomme, habe aber nur selten Vorlesungen besucht. Ich weiß, ich muss irgendwann zurück ins echte Leben, aber so richtig Lust habe ich dazu auch nicht. Es gibt Tage, an denen sage ich kein einziges Wort, nur in meinem Kopf.

Ob man Sprechen verlernen kann? Aber ich schreibe, irgendwie habe ich früher nie gedacht, dass ich mal anfange, Tagebuch zu führen, und lesen tue ich auch wie ein Verrückter, meistens drei Bücher die Woche. Ich sehe auch öfter mal fern, aber meist läuft nur irgendein Scheiß. Ach, wegen meiner Freunde, die rufen schon länger nicht mehr an, denken alle, ich wäre verrrückt, aber das bin ich gar nicht. Die Menschen sind verrückt, das ist der Grund, weshalb ich mich zurückgezogen habe aus der Welt, all das Kranke, das da draußen abläuft. Die Menschen, die wie dumme Schafe alles tun, um ihren Politikern zu gefallen, und alles mit sich machen lassen. Für Geld, eine abstrakte Sache, die für mich nicht nachvollziehbar ist. Egal, darum geht es gerade nicht. Ich beobachte das Leben so lange nur von Außen, dass ich denke, alle spinnen. Was tun junge Männer nicht alles, um eine ins Bett zu bekommen. Und junge Frauen, um zu verbergen, dass sie genau so gerne ficken würden. Abartig, Menschen sind abartig.
Ekelhaft.

Ich fühle mich so viel besser, allein, ohne mir dauernd die Scheiße von anderen anhören zu müssen. Ich verliere schon langsam das Gefühl für andere. Letztens hat mich ein "Freund" angerufen, ich bin sogar rangegangen, weil er früher mein bester Kumpel war, und wir einander mehr als einmal aus dem Dreck geholfen hatten. Also, er ruft an und erzählt, dass seine Freundin, mit der er seit fünf Jahren zusammen ist, schwanger war, und sie sich total auf das Kind gefreut haben, und sie dann eine Fehlgeburt hatten, und er musste einfach mit jemand darüber reden, und er fragte mich um Rat, was er tun soll, seine Alte sei total am Boden. Ich habe fast gekotzt, weil ich schon wieder in das Leben von jemand anderem reingezogen werden sollte, dann habe ich fast gelacht, weil er am Telefon geweint und mich angerufen hat, damit er getröstet wird. Ich habe mich zusammengerissen und gesagt, er solle mit ihr schlafen und einfach ein Neues machen, wäre ja nicht so schwer. Nachdem ich das gesagt habe, ist es erst mal ganz leise geworden am anderen Ende der Leitung. Dann hat er gesagt, ich wäre ein Monster, ich sollte mal wieder klarkommen mit mir, und wenn ich jemals was brauche, solle ich mich auf keinen Fall an ihn wenden - was ihn angeht, bin ich gestorben. Ich habe seine Reaktion nicht verstanden, musste ehrlich nachdenken, um zu erkennen, dass ich vielleicht ein bisschen hart war. Naja, er hat aufgelegt, und mir war es ganz recht. Wollte seine Probleme nicht haben, habe selbst auch welche, außerdem war Kaffee grade wichtiger.

Ich habe mir also einen gemacht und mich ans Fenster gesetzt und ein paar Kippen geraucht und dabei die Welt um mich herum betrachtet. Faszinierend das Leben, muss ich schon sagen. Würde gerne ewig so weiterleben, aber irgendwann muss ich weiterstudieren, sonst gibt es keine Kohle, und selbst wenn ich das Geldsystem verachte, ich kann trotzdem nicht ohne leben, kann mir ja keine Kühe jagen gehen, oder ein paar Tomaten aus der Luft pflücken. Aber wenn ich irgendwann genug Geld habe, ziehe ich irgendwo in eine einsame Gegend, wo der nächste Nachbar ein paar Kilometer weiter weg ist, mache mir mein eigenes Essen, besorge mir Vieh für Milch und Fleisch und sterbe dann, hoffentlich allein. Aber das tut man sowieso.

Beichthaus.com Beichte #00010154 vom 14.06.2006 um 19:55:59 Uhr (11 Kommentare).

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Ich liebe meine Zeit in Japan!

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Fremdgehen Schamlosigkeit Selbstsucht

Ich bin seit zwei Jahren verheiratet, glücklich darf ich anmerken, aber da ich für einen großen Konzern fünf Monate in Japan verbringen musste, ist die Sache ein wenig entgleist. Schon am dritten Tag habe ich meine Frau betrogen. In den fünf Monaten hatte ich mit so vielen Frauen Sex und mit so vielen verschiedenen, dass ich nicht mal im Entferntesten weiß, wie oft oder ungefähr wie viele es waren. Mann, ich fühle mich so schlecht, ich sitze hier mitten in der Nacht und schreibe eine Beichte, obwohl ich es meiner Frau beichten sollte. Aber ich würde es sicher wieder tun, ich meine, es ist so verdammt genial in Japan. Besonders als Europäer und als erfolgreicher Geschäftsmann hat man es da sehr leicht, man sticht halt raus. Ich meine, ich bin 1,95 m, habe bis zum Abschluss meines Studiums intensiv Kickboxen betrieben und bis zu meiner Heirat zwei Jahre später habe ich fast jeden Tag ein anderes Mädchen heimgeschleppt. PS: Die Japanerinnen sind enger als die Europäerinnen! Ist also nicht gerade die beste Idee, mit über 18cm gleich voll loszulegen.

Beichthaus.com Beichte #00009595 vom 27.05.2006 um 10:06:02 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Ich habe nichts!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Neid

Ich stecke in einer tierischen Lebenskrise. Meine Freundin hat Schluss gemacht, weil sie mich nicht mehr liebt, meine Freunde scheißen auf mich und ich bin eine totale Pfeife, über die jeder nur lacht. Meine Freundin hat vor ungefähr 2,5 Monaten Schluss gemacht und ich denke jeden Tag an sie und liebe sie immer noch über alles. Ich kann es nicht ertragen sie zu sehen, oder mit ihr zu reden, am liebsten würde ich jedes Mal heulen, wenn ich an sie und an unsere gemeinsame Zeit denke. Sie will jetzt nur noch eine Freundschaft mit mir, aber das schaffe ich nicht. Sie war ganz einfach meine erste große Liebe. Ich habe vorher noch nie ein Mädchen so geliebt wie sie. Ich liebe sie über alles und ich hätte alles für sie getan, egal was es gewesen wäre, wenn sie es gewollt hätte, hätte ich es gemacht. Ich habe langsam das Gefühl, dass ich einfach nicht für eine Beziehung geschaffen bin - ich habe sie nie schlecht behandelt, habe ihr jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und mich immer um sie gekümmert.

Ich habe meine Freunde total vernachlässigt, nur für sie, und dann macht sie einfach Schluss! Jetzt erfahre ich auch noch von einem gemeinsamen Kumpel, dass sie auf einer Fete mit nem anderen Freund von mir geschlafen hat, ich kann damit einfach nicht umgehen und muss es mir jedes Mal vorstellen, wenn ich an sie denke. Nun zu meinem zweiten Problem: meine Freunde. Sie behandeln mich teilweise wie Dreck, obwohl sie genau wissen, dass sie mir verdammt wichtig sind. Ich werde nicht mal mehr angerufen, wenn irgendwo eine Feier ist. Bei meinem besten Kumpel kann ich nicht mal über meine Probleme, die dieses typische "Jungengerede" übertreffen, reden, weil er es nicht verstehen und mich sofort als Pfeife bezeichnen würde. Ich habe einfach das Gefühl, dass alle glücklich sind und Glück in der Liebe haben, oder einfach irgendeine Eigenschaft haben, die ich nicht habe. Entweder sind sie in einer glücklichen Beziehung, sehen gut aus oder haben einfach Kraft. Das habe ich alles nicht! Langsam glaube ich, dass ich Depressionen kriege, weil ich einfach nicht mehr mit meinem Leben zurecht komme, ich weiß ganz einfach nicht mehr, wie es weitergehen soll.

Beichthaus.com Beichte #00009140 vom 13.05.2006 um 05:20:49 Uhr (5 Kommentare).

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Ein schlimmer Tag für die Klassenkameradin

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Trunksucht Morallosigkeit Vandalismus Familie Intim

Statt heute in die Schule zu gehen, habe ich mir derbst einen angesoffen (war schon um 9 Uhr in der Früh bis oben hin voll), bin dann in den Park, habe Musik gehorcht und mit Steinen auf eine kleine Kapelle im Park geschossen. So um halb 12 habe ich dann eine Freundin angerufen und sie gefragt, ob ich bei ihr schlafen kann (ich war so verdammt kaputt vom ganzen Alk -.-) und da sie mir etwas verwirrt die Erlaubnis gegeben hat und mir erklärt hat, wo der Reserveschlüssel ist, bin ich dann die 500 Meter vom Park zu ihr nach Hause getorkelt/gewankt/gestolpert. Bin dann in irgendeinem Bett gelandet und nach gut einer Stunde ruhelosen Herumliegens bin ich dann auf den Balkon gestolpert. Ich hatte dann die kranke Idee, mich etwas zu bräunen, nur in meinen Boxershorts und Stiefeln habe ich mir es auf einem Sessel bequem gemacht. Ich bin eingeschlafen und als sie dann um halb 5 nach Hause gekommen ist, bin ich durch den Geruch von Chlor (sie waren im Hallenbad schwimmen) munter geworden, bin aufgeschreckt und als ich sie dann vor mir stehen sah, hat es mich so geschreckt, dass ich zurückgestolpert bin, die Tonfiguren ihrer Mutter zertrampelt habe und eine Blumenkiste der Schwerkraft übergeben habe. Das Mädel hatte Reaktion genug um meine Zurückstolpern aufhalten zu wollen (ich wiege 85kg, sie ca. 50) und da ich mich doch noch gefangen habe, ist sie gegen mich geprallt, zurückgestoßen worden, durch die Balkontür, hat sich am Vorhang festhalten können, hat sich darin verfangen, ihn abgerissen und ist dann im Wohnzimmer liegen geblieben.
Das war ja schon mal genial, aber nachdem wir zusammengeräumt hatten und ich mich dann auf ihrem Sofa fallen gelassen habe, hat sie mich verlegen angestarrt. Ok - ich denk mir mal, was will sie von mir. Ok, vielleicht sollte ich mich entschuldigen? Ah - ich hab ja nur eine Boxershorts an! Hab mich dann entschuldigt und schnell angezogen, aber durch vom Alkohol gesteigerten Übermut hab ich dann gefragt, warum sie mich so angestarrt hat (mir war klar, dass sie durch meinen Körper beeindruckt war. Ich laufe nämlich nur in einem weiten Pullover herum und ich bin mir sicher, dass noch keiner aus meiner Klasse mein Six-Pack und 40er Oberarme gesehen hat (ich geh auch nicht in den Sportunterricht, nur nach der Schule oder am Abend in die Mucki-Bude)). Wir sind dann ins Gespräch gekommen und da sie echt sehr hübsch ist (und ich durch den Alk so geil auf sie war), sind wir dann, nach langem herumschwaffeln, auf dem Sofa zum Fi**en gekommen. Tja, wir waren gerade richtig im Vö**ln und sie hat richtig laut herumgestöhnt (Balkontür war offen) als auf einmal die Tür aufgesperrt wurde und ihre Mutter hereinkam. Die war vielleicht wütend! Muahahaha, die hat herumgeschrien, das Mädel hat dann zu weinen begonnen und sich verzweifelt hinter ein paar Kleidungsstücken versteckt, die am Boden gelegen sind. Als die blöde Mutter den Zorn von der Tochter abgewandt hat und begonnen hat, mich anzuschreien, hab ich mich mal angezogen hab dem Mädel gesagt, dass sie sich nicht fertig machen lassen soll und dass sie mit mir mitkommen könnte. Tja, ich bin dann einfach rausgegangen, hab vorm Haus eine geraucht und hab mich auf den Weg nach Hause gemacht^^
Tja, ich hab der heiligen Maria den Schädel eingeschlagen, der wütenden Mutter ein paar graue Haarsträhnen verpasst und der Tochter heftigst Ärger eingebracht. Oh, gleich fang ich zu weinen an^^

Beichthaus.com Beichte #00009136 vom 13.05.2006 um 03:49:25 Uhr (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Über beide Ohren verliebt

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Begehrlichkeit Liebe

Oh Mann, ich beichte hiermit, dass ich über beide Ohren verliebt bin. Es ging alles ziemlich schnell und ich glaube nun, dass der Herr, der letzte Woche noch so verträumt ausgeschaut hat, wenn er mich ansah, nun doch nur hinter der einen Sache her ist. Ich hoffe so sehr, dass da auch noch mehr als nur das eine ist. Ab heute werde ich mich auf jeden Fall mit meinen Gefühlen zurücknehmen. Es ist Jahre her, dass ich für einen Menschen so viel empfunden habe und es erschrickt mich selbst, dass es so schnell ging. Schließlich kennen wir uns noch gar nicht richtig. Damals wurde ich verletzt und seitdem habe ich nicht mehr daran geglaubt, richtig geliebt werden zu können. So oft bin ich schon weggerannt und habe abgeblockt, wenn es zwischen mir und einer Person enger wurde und auch jetzt habe ich Angst, wieder wegzurennen.

Beichthaus.com Beichte #00006987 vom 28.03.2006 um 02:36:19 Uhr (1 Kommentare).

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