Der Besserwisser

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Hochmut Stolz Falschheit Partnerschaft

Ich (m/26) beichte, dass ich mich in Gegenwart meiner Freundin oft einfach mal dumm stelle. Ich bin ziemlich gebildet, habe ein sehr gutes Allgemeinwissen und die Angewohnheit, Leute bei Fehlern zu berichtigen. Ich will damit nicht raushängen lassen, dass ich es besser weiß, und will damit auch nicht angeben, sondern den Leuten einfach nur sagen, dass ihre Aussage nicht stimmt und dabei helfen, den Fehler zu berichtigen. Natürlich werde ich dadurch dann oft für einen Besserwisser gehalten, wobei ich nicht verstehe, was daran schlimm ist, wenn man andere auf ihre Fehler aufmerksam macht. Jedenfalls kann meine Freundin das absolut nicht leiden und ist auch jedes Mal richtig sauer, wenn sie ich sie bei irgendetwas berichtige. Sie sagt dann oft, dass ich ja sowieso alles besser wüsste und ich solle sie doch einfach in Ruhe lassen. Ich habe mir inzwischen abgewöhnt, sie zu berichtigen, und stimme einfach bei ihren Aussagen immer zu, auch wenn sie mal wieder die abstrusesten Fakten durcheinander wirft und völligen Stuss als Tatsache darstellt. Ich schweige einfach und denke mir meinen Teil, seitdem ist mein Leben um einiges leichter geworden. Besonders bei Quiz-Sendungen im Fernseher tue ich inzwischen so, als wüsste ich kaum eine der Antworten, obwohl ich meistens viele der Fragen sogar ohne Antwortoptionen beantworten könnte.

Beichthaus.com Beichte #00032510 vom 03.01.2014 um 14:39:21 Uhr (17 Kommentare).

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Die Smartphone-Sucht

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Lügen Feigheit Boshaftigkeit Telefon

Ich möchte beichten, dass ich auf Partys immer gemein zu meinen Freunden bin. Denn sobald jemand nicht hinsieht, entwende ich immer die Smartphones, um sie dann zu verstecken. Sofern genug Zeit ist, stelle ich dann auch noch Ton und Vibration aus. Es geht mir nämlich tierisch auf die Nerven, wenn jemand in geselligen Runden plötzlich das Handy zückt und irgendwo rumsurft. Am Schlimmsten sind die Idioten, die ihrem Sitznachbarn SMS schreiben! Wo leben wir denn? Dann werden sie immer panisch und versuchen ihre geliebten Handys zu finden. Bevor alles eskaliert, finde ich dann "zufällig" das gesuchte Telefon. Oft finden sie es aber auch selbst - man glaubt gar nicht, wie akribisch die Leute werden, wenn es um ihre Telekommunikationssucht geht! Es tut mir leid, dass ich nicht den Schneid habe, meinen Freunden ins Gesicht zu sagen, wie dämlich ich ihre Handysucht finde. Und außerdem möchte ich beichten, dass ich tierisch Angst davor habe, erwischt zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00032508 vom 03.01.2014 um 15:06:27 Uhr (13 Kommentare).

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“Folge

Darmkonzert bei der Familienfeier

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Feigheit Peinlichkeit Schamlosigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich mich bisher noch nicht getraut habe, meinen Freund auf etwas hinzuweisen, das ihm womöglich sehr peinlich wäre, wenn er es wüsste. Und zwar handelt es sich um seine Toilettengeräusche - sobald er auf der Toilette ist, hört man ihn dann meist ziemlich laut durch das Hintertürchen atmen, wie man so sagt. Dies tönt so laut, dass man es im ganzen Haus hören kann, selbst im Keller bleibt man nicht davon verschont. Er scheint jedoch zu glauben, dass er, sobald die Badezimmertür geschlossen ist, völlig schallisoliert ist. Er hat mich schon einmal gefragt, als er sich wegen einer Magen-Darm-Grippe übergeben musste, ob man das gehört habe, und dass es ihm sehr peinlich wäre, wenn ja. Dass man aber seine Darmkonzerte bis in den Keller dröhnen hört, ist ihm noch nicht gedämmert. Das letzte Mal war es auf der Weihnachtsfeier bei meinen Eltern. Es wurde dann plötzlich richtig still, als von oben aus dem Badezimmer, in das mein Freund sich extra zurückgezogen hatte, der Donnerschlag erklang. Ich kann nicht anders, als mir dann immer unwillkürlich vorzustellen, wie der Mann presst, als gäbe es kein Morgen mehr, in dem Glauben, dass draußen kein Tönchen zu hören wäre. Dann redet meist irgendwer viel lauter als zuvor weiter, für den Fall, dass noch so ein Paukenschlag folgen könnte, und man dadurch noch einen Rest seiner Privatsphäre schützen könne. Meistens bin ich das, die dann lautstark über irgendwelche Themen losschwadroniert. Ich habe keine Ahnung, zu welchem Zeitpunkt ich ihn darauf hätte hinweisen sollen. Zum Anfang der Beziehung war es mir noch zu peinlich, weil wir uns nicht gut kannten, und später dann, weil er dann unwillkürlich wüsste, dass es all die Jahre bei verschiedenen Treffen und sogar zu Weihnachten immer schön geschallt hat, wenn er auf der Toilette war. Ob wohl jemals wieder ein guter Zeitpunkt dafür kommen wird?

Beichthaus.com Beichte #00032506 vom 03.01.2014 um 11:10:55 Uhr (17 Kommentare).

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Der Trick mit der verstellten Stimme

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Engherzigkeit Falschheit Kinder

Ich habe einmal, in einem heißen Sommer, ein kleineres Kind veräppelt. Bei der drückenden Hitze hatte ich natürlich alle Fenster weit auf. Normalerweise stören mich Kinder und ihr Geschrei nicht, aber an dem Tag plärrte eines der im Hinterhof spielenden Kinder ununterbrochen und ohne Ende nach seiner Mama. Die schien aber mit anderen Dingen beschäftigt zu sein und rührte sich nicht. Irgendwann hatte ich dann doch genug von dem Geschrei. Ohne mich zu zeigen, schrie ich mit verstellter Stimme aus dem Fenster: "Jaahaahaa, was willst du denn??" Das arme Kind war davon derart irritiert, dass sofort und auf der Stelle Ruhe war. Ich habe mich dann selbst noch lange danach köstlich über diesen Trick amüsiert. Es tut mir aber trotzdem leid.

Beichthaus.com Beichte #00032493 vom 31.12.2013 um 21:17:50 Uhr (2 Kommentare).

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“Beichte

Wlan-Krieg mit den Nachbarn

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Rache Engherzigkeit Selbstsucht Internet Nachbarn

Ich bin dieses Jahr aus beruflichen Gründen in eine neue Stadt gezogen, die im Süden Deutschlands liegt. Bisher war ich ja auch immer gerne mal in Bayern - aber diese Stadt ist nicht wirklich bayrisch und hat einen völlig anderen Menschenschlag. Da ich durch den recht spontanen Umzug eine berufliche Verbesserung erreichte, tat ich es dennoch. Da ich es allerdings nicht geschafft habe, sofort einen Internetvertrag abzuschließen, beschloss ich, mich im Haus mal vorzustellen und auch gleich zu fragen, ob ich kurzfristig, und gegen eine Übernahme der Monatsrechnung, deren Wlan mitbenutzen könne. Ich wurde angemault, einmal sogar bedroht, mir wurde die Türe vor der Nase zugeschlagen und keiner hatte auch nur den Anstand, mir zur Begrüßung die Hand zu geben. Dazu muss ich sagen, dass ich selbst bei bester Selbstreflexion weder unhöflich noch arrogant war, und mit meiner an sich lockeren, offenen und freundlichen Art eigentlich überall schnell Kontakte knüpfen kann.


Jedenfalls musste ich für einen Monat auf einen teuren LTE-Stick ausweichen, einer mit Prepaid, da ich ihn ansonsten ja nicht brauchte. Als ich diese Story einem Freund erzählte, fragte er mich, wie viele Wlan-Netze es gebe. Die Netze der Nachbarhäuser erreichen mich nicht, da mein Wohnhaus relativ frei steht, waren das nur die der Bewohner. Er sagte mir, er habe kürzlich an einem Gerät gearbeitet, welches Wlan-Netze lahmlegen könne. Und zwar vollständig, es wäre einfach kein Empfang mehr möglich. Gut, dachte ich, wer dermaßen unfreundlich ist, sollte auch kein Netz mehr haben. Fragt mich nicht, ich bin elektronisch gesehen eine Niete, aber er brachte mir das Kästchen mit und siehe da, plötzlich ging nirgends mehr Internet per Wlan. Natürlich wurde ein Stördienst gerufen, und das an einem Sonntag. Aber natürlich ging alles perfekt, solange dieser anwesend war. Dieses Spielchen habe ich etwa drei Wochen getrieben, bis mir der einzige halbwegs normale Nachbar im Haus gestand, dass alle so angespannt und gestresst wegen der erfolglosen Fehlersuche seien, dass man kurz davor sei, sich gegenseitig die Schuld zu geben und sich die Köpfe einzuschlagen. Ich wurde natürlich auch gefragt, aber ich bevorzuge ja kabelgebundenes Internet. Das wurde mir auch anstandslos geglaubt. Und man glaubt es nicht, als ich den Störsender oder wie man es nennen will, abschaltete, waren alle im Haus so erleichtert, dass sich die allgemeine Stimmung inzwischen zu einem halbwegs normalen Verhältnis zwischen den Nachbarn entwickelt hat. Aber bitten werde ich hier sicher niemanden mehr um etwas.

Beichthaus.com Beichte #00032491 vom 31.12.2013 um 03:56:34 Uhr (25 Kommentare).

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