Mobbing und seine Folgen

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Schöllkrippen

Ich (m/19) hatte keine sonderlich leichte Kindheit. Zuallererst sollte man wissen, dass ich in der Grundschule eines dieser Kinder war, das "anders" als die anderen war. Ich war übergewichtig, allgemein etwas "sonderbar" und auch in Sachen Schule nicht unbedingt der Beste - ich brauchte einfach länger, um die Dinge im Unterricht zu kapieren. Da ich einer dieser Außenseiter war, hatte ich auch nicht viele Freunde und wurde hauptsächlich gemobbt. Ich wurde in der Pause geschubst, man nahm mir meine Sachen weg und forderte mich auf, den Dieb zu jagen, was aufgrund meines Übergewichts ein nahezu unmögliches Unterfangen war, man schmierte auch in meine Schulbücher und so weiter. Oft machten sich meine Mitschüler einen Spaß daraus, sich ein paar Tage mit mir abzugeben und mir das Gefühl zu geben, dass sie mich mögen würden. Allerdings wurde ich sofort wie ein nasser Sack fallen gelassen, wenn ich etwas auftaute und mich ihnen öffnete. Diese Umstände führten dazu, dass ich in der Schule ziemlich oft die Beherrschung verlor und irgendwann merkte, dass ich diese Konflikte aufgrund meines Übergewichts super mit Gewalt lösen konnte.


Also begann ich, meine Mitschüler mit den Fäusten förmlich in den Boden zu stampfen. In der zweiten Klasse brach ich jemandem sogar den Arm, weswegen meine Lehrerin meine Eltern verständigte und klarmachte, dass es so mit mir nicht weitergehen konnte. Das Gewitter aus bösen Blicken und einer Standpauke nach der anderen am Abend zu Hause habe ich heute noch in Erinnerung. Doch dieser Tag war eine Art Wendepunkt in meinem Leben. Ich begann stark abzunehmen und wurde im Laufe meiner weiteren Schulzeit einer dieser ruhigen, unauffälligen Typen im Heavy-Metal-Shirt, der still seines Weges ging und mit Kopfhörern im Ohr durch den Schulgang huschte. Meine schulischen Leistungen wurden auch von Schuljahr zu Schuljahr besser. Trotz allem war ich natürlich noch eine Art Außenseiter, hatte allerdings eine kleine Gruppe Freunde, mit denen ich meine Freizeit und die Pausen verbrachte. Mit einigen dieser Leute bin ich heute noch eng befreundet und man sieht sich fast jedes Wochenende und auch oft unter der Woche. Heute bin ich, mit 19 Jahren, ein exaktes Gegenteil von dem, was ich damals in meiner Schulzeit war.


Ich habe mein stilles und zurückgezogenes Ich hinter mir gelassen und habe ein sonniges Gemüt, mache gerne Scherze und bin froh, meine Freunde zu haben, die zu mir halten und mit denen ich reden kann. Nun zu meiner Beichte: Ich weiß, dass ich mit meinen Freunden über so ziemlich alles reden kann, aber trotzdem trage ich immer noch die Angst aus meiner Schulzeit in mir mit herum, dass ich, sobald ich mich jemandem öffne, gleich wieder fallen gelassen und ausgelacht werde. Die Tatsache, dass ich mich so gut wie niemandem öffnen kann, ist auch einer der Gründe, wieso ich noch nie einem Mädchen meine wahren Gefühle gestehen konnte bzw. ihr sagen konnte, was ich für sie empfinde, da ich eine solch verflucht tief sitzende Angst in mir mit herumtrage. Dabei ist das Einzige, was ich will, nichts weiter als jemanden, der mich ab und zu mal in den Arm nimmt, wenn es mir schlecht geht und der mich einfach nur festhält, wenn ich das Gefühl habe, vollkommen hilflos oder verloren zu sein. Ich weiß, dass diese Arschlöcher aus meiner Kindheit mittlerweile nicht mehr relevant für mich sind, dennoch ist die Tatsache, so oft von mehreren Menschen verletzt worden zu sein, etwas, das ich nicht einfach ablegen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035186 vom 03.03.2015 um 14:37:42 Uhr in Schöllkrippen (13 Kommentare).

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Männersuche im Internet

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Feigheit Engherzigkeit Lügen Internet

Ich (w/26) bekomme es immer noch nicht gebacken, Männern, die mir bei einem Date nicht zusagen, direkt zu sagen, dass sie mir nicht gefallen. Stattdessen verstecke ich mich lieber vor der Person und erfinde Ausreden, um das Objekt meiner Qual irgendwie loszuwerden. Leider betrifft das nicht nur Realkontakte, sondern auf Onlinekontakte, sodass ich dann schon mal fluchtartig Chats verlassen muss oder Nachrichten ewig ignoriere, aber nicht den Mut habe eine Absage zu erteilen. Schlimmstenfalls heißt das auch mal, dass ich meine Lieblingscommunitys nicht mehr länger besuchen kann, weil ich weiß, dass gewisse Kreaturen mich sofort zuspammen, sobald ich als online angezeigt werde. Ich bereue meine Feigheit, da sie mir mein Leben erschwert, und habe teilweise auch Mitleid mit den Dackeln, ähm Männern, die mir so völlig ahnungslos hinterherlechzen, ohne zu kapieren, dass sie keine Chance haben.

Beichthaus.com Beichte #00035185 vom 03.03.2015 um 12:52:02 Uhr (7 Kommentare).

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Fettgondeln im Disneyland

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Engherzigkeit Neugier Schamlosigkeit Urlaub Kalifornien

Vor einigen Jahren war ich (damals m/18) mit zwei Freunden für drei Tage im Disneyland. Am zweiten Tag war einer von ihnen krank und ist deshalb im Hotelzimmer geblieben. Mein anderer Kumpel und ich sind dann zusammen los. Eigentlich wollten wir zusammen in alle Fahrgeschäfte. Als wir allerdings am Eingangsbereich vom Disneyland ankamen, verließ gerade eine Gruppe sehr übergewichtiger Menschen einen Bus. Ich kann mir bis heute nicht wirklich erklären, warum, aber ich fand ihren Anblick und ihren Watschelgang irgendwie faszinierend. Ich habe meinem Kumpel gegenüber ein paar Witze über diese amerikanischen Tonnen gerissen. Er wirkte allerdings eher uninteressiert. Mein Kumpel und ich waren dann auf einigen Fahrgeschäften und ich hatte die Gruppe fettleibiger Menschen wieder vergessen. Einige Stunden später haben wir sie an einem Fahrgeschäft wiedergesehen. Einige von den Fettsäcken saßen inzwischen in Rollatoren. Ihr Fett quoll über die Sitze. Ich habe mich dann spontan entschieden, mich von meinem Freund zu trennen, um den Puddingwalzen zu folgen. Er hat mich entgeistert angeguckt und gefragt, wieso ich so einen Blödsinn machen will. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich langweile, weil Disneyland zu kindisch und deshalb auch zu langweilig für mich ist. Er hat mir einen Vogel gezeigt und ist seines Weges gegangen.


Ich bin den Rest des Tages unauffällig den amerikanischen Walen gefolgt. Wenn sie sich bei einem Fahrgeschäft anstellten, stand ich hinter ihnen in der Schlange. Wenn sie durch den Park spazierten, schlenderte ich in die gleiche Richtung. Ich habe auch fleißig ihre Unterhaltungen belauscht. Es ging meistens um Themen wie Diäten und Essen allgemein, sowie darum, wie gut ihnen Disneyland gefällt. Ich habe mich auch köstlich amüsiert, als ich wiederholt zusah, wie einige von ihnen wegen ihres gewaltigen Körperumfangs Schwierigkeiten hatten, sich in die Sitze von Fahrgeschäften zu quetschen. Bei einigen Fahrgeschäften wurde ihnen sogar von Angestellten gesagt, dass sie zu schwer sind. Dann wurden die Fettgondeln jedes Mal unglaublich wütend und sogar ausfallend. Das war natürlich auch sehr lustig für mich. Sie haben den ganzen Tag über auch Unmengen von Essen verputzt. Ich habe unauffällig dabei zugesehen. Obwohl mir von dem Anblick schlecht wurde, war es auch irgendwie faszinierend. Die Fleischkolosse haben den ganzen Tag lang nicht gemerkt, dass ich ihnen folgte. Ich habe dann sogar abends gemeinsam mit ihnen den Park verlassen. Die ganze Sache tut mir im Nachhinein ein wenig leid, wegen meines Kumpels. Allerdings habe ich später erfahren, dass er trotz meiner Abwesenheit einen schönen Tag hatte. Ich finde mein Verhalten an dem Tag einige Jahre später schon ziemlich komisch. Wiederholen würde ich es sicherlich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035182 vom 03.03.2015 um 08:13:35 Uhr in Kalifornien (Anaheim) (7 Kommentare).

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Nackt im Hallenbad

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Schamlosigkeit Bottrop

Nackt im Hallenbad
Ich (m/45) habe leider bei der Ankunft in der öffentlichen Badeanstalt gemerkt, dass ich meine Badehose vergessen habe. Weil ich 30 Minuten entfernt vom Hallenbad wohne, wollte ich nicht zurückkehren. Trotzdem wollte ich unbedingt ins Wasser, auch um mich auszunüchtern, da ich am Morgen viel Alkohol konsumiert hatte und am Abend einem gesellschaftlichen Anlass beizuwohnen gedachte. Besagtem Alkohol ist es geschuldet, dass ich dann auch ins Wasser stieg - und zwar nackt. Ich bin stark übergewichtig, weshalb man meinen Penis sowieso nicht sehen kann, wenn ich geradestehe. Im Wasser selbst ist es ja dann egal. Nach 10 Minuten im Wasser hat mich dann leider eine alte Frau gesehen und mich beim Bademeister verpfiffen. Daraufhin musste ich das Hallenbad verlassen und habe Hausverbot. Heute tut es mir sehr leid, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen. Ich hoffe man kann mir vergeben.

Beichthaus.com Beichte #00035173 vom 01.03.2015 um 16:39:35 Uhr in Bottrop (22 Kommentare).

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Lichtschalter und Kokain

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Zwang Drogen Peinlichkeit Neurosen

Ich (m/36) habe seit einigen Monaten ein Problem, in das ich mich immer mehr reingesteigert habe. Ich weiß nicht, wie es angefangen hat, aber ich muss jedes Mal, bevor ich mein Haus verlasse, alle Lichtschalter einige Male ein- und ausschalten. Dies, um sicherzugehen, dass sie auch funktionieren. Wenn ich Freunde oder Prostituierte bei mir in der Wohnung habe, mache ich mich selbst darüber lustig, muss es aber trotzdem tun. Dies kann schon sehr peinlich sein, da mein Haus über knapp 20 Lichtschalter verfügt und es auch schon seine Zeit braucht, bis ich mein Haus verlassen kann. Wenn ich es einmal vergesse, fange ich an zu schwitzen, muss fast kotzen und ich muss zwingend zurückfahren, um die Lichtschalter zu kontrollieren. Ich habe auch kleinere Ticks, zum Beispiel dass ich mir ständig auf den Hintern klopfe, um zu schauen, ob meine Geldbörse noch in der Tasche ist oder dass ich auf der Arbeit die Kontenunterlagen stets nach Alphabet der Kundennamen ordnen muss.


Für mich sind diese Ticks schon fast natürlich, schränken mich aber doch auch ein, da es oft peinlich ist, dies gegenüber anderen Personen tun zu müssen. Ich habe auch das Gefühl, dass meine Ticks schlimmer wurden, seit ich Kokain konsumiere. Damit kann ich aber ebenso wenig aufhören, da es einfach zu gut ist. Ich beichte also, dass ich willensschwach bin, einerseits weil ich nicht von den Drogen loskommen will, andererseits weil ich stets meine Ticks ausführen muss, und mich so in peinliche Situationen bringe.

Beichthaus.com Beichte #00035172 vom 01.03.2015 um 14:07:24 Uhr (17 Kommentare).

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