Mobbing am Arbeitsplatz

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Verzweiflung Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Ich (w/55) habe meinen Job der Industriekauffrau immer sehr gemocht. Ich behaupte von mir, durchaus kompetent zu sein - macht natürlich auch die Erfahrung über die Jahre hinweg - und fühlte mich im Team immer sehr wohl. 1996 wurde ich dann Abteilungsleiterin und war auch sozusagen die rechte Hand des Inhabers. Im Jahr 2008 wurde ich plötzlich, quasi von einem Tag auf den anderen, ständig auf Fehler hingewiesen. Es fehlten Akten, die Post war falsch einsortiert, und der Chef, der mich und meine Arbeit immer sehr geschätzt hat, bat mich in einer ruhigen Minute zur Seite und fragte, ob ich private Probleme hätte. Ich verneinte und konnte mir selbst keinen Reim machen. Ich habe Mobbing vermutet, weshalb ich zunehmend unter psychischem Druck stand. Der Chef glaubte mir aber. Doch dann kamen auch ständig boshafte E-Mails und Anrufe mit verstellter Stimme hinzu. Hinzu kam dann, dass mein Chef nicht der Inhaber des Betriebs ist. Der Inhaber, damals ein bereits 81-Jähriger, kam recht selten vorbei und kannte daher die Mitarbeiter kaum.


Er bekam mit, was los ist und ließ mir ein Schreiben zukommen, in dem stand, dass eine psychisch angeschlagene Mitarbeiterin auf Dauer dem Betrieb schadet. Sollte der oder diejenige, der für die Mobbingkampagne verantwortlich ist, nicht binnen einer Woche ausfindig gemacht werden können, sehe er sich leider nicht imstande, mich weiter beschäftigen zu können. Ich war fix und fertig. Mein Chef hat es geschafft, den Inhaber zu überzeugen, dass das in einer Woche nicht zu schaffen ist. Nach sage und schreibe vier Monaten, in denen ich zuletzt krankgeschrieben war, es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre von der Brücke gesprungen, konnte durch die Polizei herausgefunden werden, dass eine 18-jährige Auszubildende für die Kampagne verantwortlich war. Sie hatte seit einiger Zeit eine Affäre mit dem Stellvertreter meines Chefs, der ihr vorgegaukelt hätte, sie könne meine Stelle haben, wenn sie ein wenig nett zu ihm sei. Und von ihm ist das junge Ding auch noch schwanger geworden.


Danach hat sich der alte Inhaber natürlich tausend Mal entschuldigt, aber ich konnte nicht mehr. Mein Chef hat mir durch Empfehlungen eine Stelle in einem anderen Betrieb in der Stadt besorgt. Mittlerweile arbeite ich aber doch wieder in meiner alten Firma, denn als der alte Inhaber verstorben war, hat sein Sohn die Firma übernommen, ein freundlicher Mensch, der von der Falschheit seines Vaters zum Glück nichts geerbt hat. Damit war auch das letzte Gespenst der Vergangenheit verschwunden. Heute mag ich meinen Beruf wieder sehr gerne.


Nun zu meiner Beichte: Vor zwei Wochen habe ich eine Frau mit zwei Töchtern, eine war etwa zwei Jahre alt und im Buggy, eine war im Kindergartenalter, gesehen. Ich wusste sofort, dass das diese ehemalige Auszubildende war, die damals gemeinsam mit dem Stellvertreter meines Chefs in hohem Bogen herausgeflogen ist. Sie besaß die Dreistigkeit, mich schüchtern grinsend anzusprechen und zu fragen, wie es mir denn ginge. Ich sagte, mir gehe es sehr gut! Auf meine Frage, wie es ihr denn gehe, meinte sie, dass es halt alles nicht so leicht sei, sie hat seit damals keine Arbeit mehr und wird mit diesem Zeugnis auch keine mehr finden. Und der Vater ihrer zweiten Tochter war auch nur eine Affäre, beide Männer zahlen nicht. Ich habe nur gegrinst und bin weitergegangen. Ich schäme mich dafür, schadenfroh gewesen zu sein, denn die beiden Mädchen können ja nichts dafür. Die tun mir mittlerweile echt leid, so eine Mutter zu haben und in Hartz-IV aufwachsen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037551 vom 07.02.2016 um 14:18:19 Uhr (14 Kommentare).

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Die Ausrede für meine Zwangsstörung

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Manie Sucht Lügen Falschheit

Ich (w/18) beichte, dass ich mein fast schon neurotisches Aufräum- und Saubermachverhalten als OCD entschuldige, obwohl ich sicher nicht daran leide und sowieso keine Diagnose vorweisen kann. Es geht mir jedoch auf den Keks, dass alle mich deswegen komisch ansehen und nicht verstehen können, dass Unordnung mich einfach anwidert und alles genau geordnet sein muss. Ich kann nicht vernünftig arbeiten, wenn die Stifte nicht gespitzt und sortiert sind, die Fensterblenden im richtigen Winkel für den Sonneneinfall stehen und meine Füße genau parallel stehen. Liegt ein Papier neben dem anderen nicht parallel, muss ich mich stark konzentrieren, um es auszublenden, aber das klappt meist genauso gut wie mit dieser einen Person im Bus, die mit dem Fuß wippt oder mit den Schlüsseln rumspielt.


Ich weiß, dumme Sache mit der OCD-Ausrede, aber das kapiert sowieso kaum jemand in meinem Umfeld, da so etwas ja Tabuthemen sind und totgeschwiegen werden müssen. Also entschuldige ich mich hiermit bei allen Menschen, die damit ernste Probleme haben und im Alltag verhindert sind, dass ich mich dieser läppischen und unnötigen Ausrede bediene, um mein seltsames Verhalten und zeitaufwendiges und sinnloses Hobby mit ihrer Krankheit entschuldige, damit die Leute aufhören zu fragen und eventuell besser nachvollziehen können, wieso ich so handle. Ich arbeite an meinem Verhalten und übe Selbstdisziplin, um die Sachen lockerer zu sehen, was aber selten klappt.

Beichthaus.com Beichte #00037549 vom 07.02.2016 um 08:22:43 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Vibrator statt Therapie

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Masturbation

Ich (w/33) bin Autistin. Gefühle zu zeigen, fällt mir krankheitsbedingt sehr schwer. Ich würde es aber gerne können. Vor ein paar Monaten habe ich festgestellt, dass ich vor lauter Gefühlen fast platze und sie problemlos zeigen kann, wenn ich zuvor meinen Vibrator benutzt habe. Seither stecke ich mir immer von Zeit zu Zeit meinen Vibrator rein und lasse ihn laufen, während ich im Liegen lese, fernsehe oder Musik höre, und nach einiger Zeit schaffe ich es dann tatsächlich, meine Eltern, meine Geschwister, meinen Neffen, meine Nichte und meine Freunde zu umarmen - was ohne Vibration nicht möglich wäre. Ich schäme mich selbst dafür, dass ich dafür einen Vibrator benötige. Meine Lieben wissen nichts davon. Sie freuen sich, dass ich jetzt immer häufiger diese Momente habe. Ich habe ihnen gesagt, dass ich eine neue Therapie begonnen habe. Dabei stimmt das nicht - keine Therapie hat mir bisher geholfen, der Vibrator schon.

Beichthaus.com Beichte #00037548 vom 06.02.2016 um 19:58:32 Uhr (13 Kommentare).

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Verliebt in meinen schwulen besten Freund

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Begehrlichkeit Masturbation Schamlosigkeit

Ich (w/23) habe einen guten Freund, den ich schon mehrere Jahre lang kenne und der für mich wie ein Bruder ist. Wir sind zusammen zur Schule gegangen, zwar nicht im selben Jahrgang, aber durch unsere Eltern sind wir schnell Freunde geworden. Mit der Zeit unterhielten wir uns immer mal wieder über irgendwelche sexuellen Sachen, mal als Spaß gemeint, manchmal einfach aus Interesse und Neugier. Ich kann dabei immer offen sein, denn er ist schwul. Richtig schwul. Als Frau kann man dabei wie mit einer Freundin reden, aber gleichzeitig die Meinung eines Mannes hören, was für mich nicht praktischer sein könnte.


Nun gab es vor einiger Zeit, nach einer Menge Alkohol, wieder einmal so ein Gespräch bei ihm und wir begannen irgendwann uns zu kabbeln, sprangen auf seinem Bett herum und nach einigen Minuten entstand eine Art Kräftemessen unter uns. Er versuchte mich zu überwältigen und hielt mich dabei an meinen Armen fest und drückte mich dabei auf die Matratze, sodass ich quasi wehrlos unter ihm lag. Da er eher etwas schmächtiger ist, hatte ich nie auch nur ansatzweise gedacht, dass er solche Kräfte aufbringen könnte, da ich wirklich heftig versuchte, mich aus diesem Griff zu befreien und er sich scheinbar nicht mal wirklich anstrengen musste, mich genau da zu behalten, wo er wollte.


Meine Beichte ist nun, dass mir seit Wochen genau diese Szene im Kopf umher spukt. Wie er auf mir liegt und mich packt, mich mühelos auf die Matratze wirft und ich ihm ausgeliefert bin. Ich werde wirklich wahnsinnig. Ich denke sogar beim Masturbieren daran. Keiner meiner Ex-Freunde war je so dominant, und dass ausgerechnet ein homosexueller Freund es schafft, mich so um den Verstand zu bringen, finde ich auf eine Art traurig, aber wiederum genau so bemerkenswert und unheimlich anziehend. Ich sehe ihn oft und ich kann einfach nicht abstellen, dass ich genau das wieder von ihm will. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich ihn nicht haben kann, aber dieser kleine Film im Kopf bleibt mir hoffentlich noch lange erhalten. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00037547 vom 06.02.2016 um 22:05:38 Uhr (17 Kommentare).

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Superscharfe Saucen

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Waghalsigkeit Ernährung

Wir, ein Pärchen (28 und 27) essen für unser Leben gerne scharf - und zwar sehr scharf. Wir züchten Chilis wie Trinidad Scorpion selbst, und kaufen uns extrem scharfe Saucen übers Internet, da man diese im Handel gar nicht bekommt. Unsere Beichte ist, dass wir nicht aufgepasst haben, als meine Schwester bzw. Schwägerin mit unserem Neffen (9 Jahre) bei uns zu Besuch war. Wir hatten noch kurzfristig einen Termin und die beiden waren alleine in der Wohnung. Meine Schwester hat ferngesehen und unser Neffe ist an den Kühlschrank gegangen. Er dachte - mmh, lecker, eine schöne rote Sauce. Den Rest könnt ihr euch denken. Meine Schwester ist mit ihm zur Ambulanz gefahren, weil er so gebrüllt hat. Letztlich ist alles gut gegangen. Klar, kann man sagen, man geht nicht ungefragt an den Kühlschrank und auf ein Kind muss man aufpassen. Wir haben trotzdem ein schlechtes Gewissen, da die Hot Saucen bei uns eben zwischen all den anderen Saucen im Kühlschrank stehen und es leicht passieren kann, dass ein Besucher nicht weiß, wie scharf das wirklich ist. Daraus haben wir gelernt. Sie haben unsere Saucen jetzt mit Klebezetteln versehen und werden Besucher darauf hinweisen, wie scharf sie sind.

Beichthaus.com Beichte #00037540 vom 05.02.2016 um 22:49:46 Uhr (12 Kommentare).

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