Der Besserwisser

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Hochmut Stolz Falschheit Partnerschaft

Ich (m/26) beichte, dass ich mich in Gegenwart meiner Freundin oft einfach mal dumm stelle. Ich bin ziemlich gebildet, habe ein sehr gutes Allgemeinwissen und die Angewohnheit, Leute bei Fehlern zu berichtigen. Ich will damit nicht raushängen lassen, dass ich es besser weiß, und will damit auch nicht angeben, sondern den Leuten einfach nur sagen, dass ihre Aussage nicht stimmt und dabei helfen, den Fehler zu berichtigen. Natürlich werde ich dadurch dann oft für einen Besserwisser gehalten, wobei ich nicht verstehe, was daran schlimm ist, wenn man andere auf ihre Fehler aufmerksam macht. Jedenfalls kann meine Freundin das absolut nicht leiden und ist auch jedes Mal richtig sauer, wenn sie ich sie bei irgendetwas berichtige. Sie sagt dann oft, dass ich ja sowieso alles besser wüsste und ich solle sie doch einfach in Ruhe lassen. Ich habe mir inzwischen abgewöhnt, sie zu berichtigen, und stimme einfach bei ihren Aussagen immer zu, auch wenn sie mal wieder die abstrusesten Fakten durcheinander wirft und völligen Stuss als Tatsache darstellt. Ich schweige einfach und denke mir meinen Teil, seitdem ist mein Leben um einiges leichter geworden. Besonders bei Quiz-Sendungen im Fernseher tue ich inzwischen so, als wüsste ich kaum eine der Antworten, obwohl ich meistens viele der Fragen sogar ohne Antwortoptionen beantworten könnte.

Beichthaus.com Beichte #00032510 vom 03.01.2014 um 14:39:21 Uhr (17 Kommentare).

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Der Präsident der eigenen Stadt

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Peinlichkeit Manie Verzweiflung

Ich (m/52) habe eine Mietwohnung und lebe allein dort, weil ich irgendwie keine Freunde finde. Ich habe vier Zimmer, nämlich Küche und Bad, ein Wohn- und Schlafzimmer und mein Legozimmer. Und das ist es, was ich beichten möchte. In meinem Legozimmer habe ich Lego im Wert von knapp 6.000 Euro und das ganze Zeug habe ich zu einer riesigen Stadt aufgebaut. Manchmal sitze ich dann da und spiele mit meinem Lego, führe Selbstgespräche und tue so, als wäre ich der Präsident meiner Stadt. Es ist mir wirklich peinlich, da ich außer meinen Legofiguren keine richtigen Freunde habe.

Beichthaus.com Beichte #00032504 vom 02.01.2014 um 17:08:51 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Binde unterm Kopfkissen

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Trunksucht Last Night

Was ich zu beichten habe, ist schon ein paar Jahre her. Ich (w/33) hatte damals meine erste eigene Wohnung - klein aber fein. Jedenfalls wollten wir mal wieder alle zusammen in der Truppe feiern gehen und trafen uns deshalb bei mir, um vorzuglühen. Da jeder sich noch herrichten wollte, war mein Bad andauernd besetzt und das Taxi war schon gerufen. Die Zeit war also knapp. Ich musste damals aber noch dringend meine Binde gegen einen Tampon austauschen, auch wenn ich nicht ins Bad kam. Ich ging also ins Schlafzimmer und dachte, dass ich das dort schnell erledigen würde. Gedacht, getan. Nur klopfte es dann an meiner Tür und sie ging dann fast zeitgleich auf. Ich hatte natürlich vergessen abzuschließen. Da ich nicht erwischt werden wollte, steckte ich die Binde schnell unter mein Kopfkissen. Ich nahm mir natürlich vor, die Bettwäsche direkt am nächsten Morgen zu wechseln, und bin nur noch schnell in die Küche gegangen, um mir die Hände zu waschen. Dann war auch schon das Taxi da und ein feuchtfröhlicher Abend folgte. Am nächsten Morgen kamen wir nicht mehr ganz nüchtern an. Mein Kumpel wollte sich direkt hinlegen - wir anderen allerdings noch nicht und ich bot ihm deshalb freundlich mein Bett an. Als alle weg waren und ich einen Tag später in meinem Schlafzimmer in die Ecke geguckt habe, sah ich da eine Binde liegen und das Ganze fiel mir peinlich berührt ein. Ich sprach meinen Kumpel darauf an, als wir uns das nächste Mal sahen, wir hatten nämlich ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Er erzählte mir, dass er immer auf dem Bauch liegend und mit den Händen unterm Kopfkissen schläft und sich in der Nacht nur fragte, was das Ekliges sei und es dann wegschleuderte. Ich bitte um Absolution, da ich einfach vergessen hatte, was ich damals unter meinem Kopfkissen versteckt hatte und er darunter leiden musste.

Beichthaus.com Beichte #00032490 vom 30.12.2013 um 23:08:50 Uhr (16 Kommentare).

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Die Uhr des Ehebrechers

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Ehebruch Dummheit Diebstahl Fremdgehen Morallosigkeit Oelde-Stromberg

Vor fünf Jahren lernte ich (w/26) einen Mann (30) kennen. Wir standen gemeinsam an der Haltestelle, aber wegen eines Unfalls fuhren keine Straßenbahnen mehr. Ich hörte, wie er ganz hektisch telefonierte und dass er das gleiche Ziel hatte wie ich - nämlich die Uniklinik. Woraufhin ich ihn fragte, ob er mit mir dort hingehen wollte, weil ich einen Weg kannte, über den man die Klinik recht schnell auch zu Fuß erreichen kann. Ich hatte wirklich keine Hintergedanken, das war einfach nur nett gemeint. Unterwegs unterhielten wir uns dann aber sehr gut, er fragte nach meiner Handynummer und wir trafen uns noch öfters, bis wir dann ein Pärchen wurden. Er war mein erster Freund und mit ihm hatte ich auch meine ersten sexuellen Erfahrungen. Er arbeitete bei einer großen Bank, die inzwischen nicht mehr so angesehen ist, und hatte beruflich immer viel Stress, weswegen er meistens sehr spät zu mir kam, oder auch mal kurzfristig absagte. Er hat mich kaum bei Freunden vorgestellt, und mit der Vorstellung bei den Familien wollten wir auch noch warten. Die Wohnung, in der ich ihn besuchen kam, muss er wohl extra dafür gemietet haben. Ich war wegen meines Studiums erst in diese Stadt gezogen, kannte also noch nicht so viele Leute und war glücklich, einen so tollen Partner an meiner Seite zu haben. Noch dazu war ich jung und ich bin auch sehr behütet aufgewachsen, was meine Dummheit wohl erklärt. Und ich betone ausdrücklich, dass ich mir kein Geld oder Ähnliches habe schenken lassen. Unsere Beziehung dauerte etwa ein halbes Jahr, dann war ich nach einigen bestandenen Prüfungen in einem größeren Einkaufscenter und sah ihn, wie er Hand in Hand mit einer sehr hübschen Frau an den Schaufenstern entlang schlenderte. Die Frau hatte einen dicken Babybauch. Natürlich wurde ich (endlich!) misstrauisch, dachte aber, dass es ja auch eine Bekannte oder ein Familienmitglied sein könnte, und ging einfach zu ihm hin, um ihn zu begrüßen. Er tat so, als kenne er mich nicht, meinte, das sei eine Verwechslung und versuchte seine Frau weiter zu ziehen, keine Ahnung, was sie damals von mir dachte.


Ich war verzweifelt. Auf dem Heimweg wäre ich fast in Tränen ausgebrochen und machte mich dann in meiner kleinen Wohnung daran, die wenigen Sachen, die er am Abend zuvor bei mir gelassen hatte, zu entsorgen. Handynummer löschen, Zahnbürste in den Müll und so weiter. Dabei fand ich seine Uhr, die er auf meinem Nachttisch vergessen hatte. Er versuchte noch einmal, sich bei mir zu melden, aber ich erklärte ihm dann halbwegs gefasst, dass ich nie wieder etwas von ihm hören wolle, sonst würde ich seiner Frau alles erzählen. Ich hörte nichts mehr von ihm. Die Uhr, auf der der Name einer sehr bekannten Uhrenmarke stand, habe ich erst einmal behalten. Eine ganze Zeit später brachte ich sie zu einem Juwelier und wollte wissen, ob sie echt ist. Er sagte, dass sie neu knapp 9000 Euro wert sei und ich ließ sie etwas enger stellen. Was ich jetzt eigentlich beichten will? Dass ich damals so dermaßen dumm war und ihm praktisch alles geglaubt habe! Dass ich die Uhr letztendlich ja gestohlen habe, und vor allem, dass ich ihm geholfen habe, seine schwangere Frau zu betrügen, auch wenn ich es nicht wusste. Ein bisschen Misstrauen hätte geholfen. Keine Ahnung, was aus den beiden, oder besser gesagt, den drei geworden ist. Ich habe keinen Kontakt zu seiner Frau aufgenommen, weil sie mich ja schon beim Einkaufen gesehen hatte und sich ihren Teil denken konnte. Außerdem wollte ich dem Kind nicht den Vater nehmen. Und die Uhr? Tja - die trage ich manchmal, obwohl sie mir eigentlich viel zu protzig ist. Aber das soll mich an meine unglaubliche Naivität erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00032486 vom 29.12.2013 um 17:04:32 Uhr in Oelde-Stromberg (23 Kommentare).

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Es reicht!

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Aggression Verzweiflung Zorn Arbeit

Dieses Jahr war einfach schrecklich! Ich hatte beruflich allerhand Stress, mein Mann ebenso. Bei ihm war das alles noch viel schlimmer. Ich war bei der Arbeit einfach zu gutmütig und habe mich um zu vieles gekümmert. Für einige meiner Kollegen und für meinen Chef war das offensichtlich nur ein Zeichen für Dummheit und eben eine Schwäche, die man nach Lust und Laune ausnutzen konnte. Immer habe ich mich verantwortlich gefühlt, habe stets alles richtig machen wollen, und habe es nicht geschafft, mal auf den Tisch zu hauen. Seit diesem Sommer habe ich immer wieder schlimme Krämpfe, die jedoch keine organischen Ursachen haben. Trotzdem habe ich weitergemacht. Trotz Krankheit bin ich arbeiten gegangen, gerne mit Überstunden. Und dann folgten auch noch die Demütigungen meines Chefs - und zwar am Liebsten vor den Kollegen. Ich kann nicht mehr. Ich schlafe pro Nacht nur noch etwa vier bis fünf Stunden, breche immer sofort in Tränen aus und ich fühle mich dauerhaft überfordert. Durch die blöden Arbeitszeiten hatte ich nur noch spät abends und nachts frei. Mein Mann ist dann längst im Bett, deshalb fühle ich mich schrecklich isoliert.


Immer haben wir alles, was uns mal gut getan hätte, vor uns hergeschoben. Berufliche Verpflichtungen gingen stets vor, das Privatleben war nie so wichtig. Unser gemeinsamer Urlaub dauerte dieses Jahr nur fünf Tage. Und jetzt musste mein Mann über Weihnachten in die Klinik, weil er letztendlich unter dem Stress zusammengeklappt ist. Es reicht mir! Ich werde in meinem Job nur noch das Nötigste tun! Keine Gefallen mehr, keine freiwilligen Überstunden! Leckt mich alle fett! Die netten Zeiten sind vorbei und es ist mir egal, wer darunter zu leiden hat.

Beichthaus.com Beichte #00032484 vom 29.12.2013 um 13:03:42 Uhr (9 Kommentare).

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